Sprachstörungen: Welche Symptome treten auf?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Sprachstörungen sind die Symptome vielfältig. Dabei sind einzelne Anzeichen möglich oder auch eine Kombination mehrerer Merkmale. Besorgte Eltern sollten dabei bedenken, dass gerade bei Kindern die Ausbildung der Sprache, wie alle Entwicklungsschritte, individuell verläuft. Nur ein Kinderarzt kann beurteilen, ob gegebenenfalls eine Behandlung notwendig ist. Erst im Alter von vier Jahren sind zum Beispiel grammatikalisch nicht korrekte Sätze wirklich auffällig. Beim Verdacht auf Sprachstörungen müssen die Symptome also zunächst näher untersucht werden.

 

Typische Symptome bei Sprachstörung

  • Störungen des Lauterwerbs: Zum Beispiel wird ein „G“ immer durch ein „D“ ersetzt.
  • Störungen des Wortschatzes: Der Wortschatz ist auffällig gering, manche Begriffe werden unter Umständen durch Allgemeinplätze wie „Ding“ ersetzt. Oder einzelne Merkmale der Wörter sind ähnlich, aber falsch (zum Beispiel „belustlos“ statt „bewusstlos“). Als dritte Möglichkeit ist das Kind nicht in der Lage, Begriffe einander zuzuordnen (etwa Tier und Hund).
  • Störungen der Grammatik: Bei dieser Form von Sprachstörungen werden als Symptome Wörter im Satz umgestellt, komplett weggelassen oder die Wortendungen sind falsch. Auch das Fehlen von Vorsilben tritt auf.
  • Störungen des Textverständnisses und der Textproduktion: Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, Ereignisse in der richtigen Reihenfolge zu erzählen. Parallel fällt es ihnen häufig schwer, Tätigkeiten korrekt auszuführen (zum Beispiel Kleidung anziehen).
  • Pragmatische Störungen: Darunter verstehen Fachleute, vereinfacht gesagt, das Fehlen kommunikativer Fähigkeiten, also Wünsche oder Emotionen in der entsprechenden Situation in angemessener Weise auszudrücken. Solche Probleme treten zum Beispiel häufig bei Autisten auf.
  • Agrammatische Sprache bei Aphasien. Hier zeigen sich die Sprachstörungen in Symptomen wie einem Telegrammstil in der Sprache, oder die Betroffenen finden einzelne Wörter nicht.
  • Satzverschränkungen und Verdopplungen von Satzteilen bei Aphasien: Wörter oder Satzteile werden wiederholt oder Teile aus verschiedenen Sätzen miteinander kombiniert, was den Betroffenen selbst oftmals nicht auffällt.
  • Sprachautomatismen bei Aphasien: Einzelne Silben, Wörter oder Floskeln werden wiederholt.
  • Störungen des Sprachflusses bei Aphasien: Die Laute werden zum Teil unverständlich ausgesprochen, Sprachmelodie und -rhythmus stimmen nicht.
  • Störungen des Sprachverständnisses: Sie gehören zu den rezeptiven Sprachstörungen. Zu den Symptomen zählt die Unfähigkeit, Erzählungen anderer Menschen zu folgen.
  • Störungen der Fähigkeit zu lesen und zu schreiben.
Diagnose
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