Spongia: Atemwegerkrankungen homöopathisch lindern

Julia Klinkusch Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Spongia wird in der Homöopathie bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt, insbesondere bei Husten und Halsentzündungen. Das Mittel ist gleichermaßen für die Anwendung bei Kindern und Erwachsenen geeignet.

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Inhalt
  1. Spongia: Was ist es?
  2. Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Spongia angewandt?
  3. Spongia: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?
  4. Spongia: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?
 

Spongia: Was ist es?

Bei Spongia, auch Euspongia officinalis genannt, handelt es sich um einen Meeresschwamm. Die Schwämme kommen im Mittelmeer, im Atlantik, im Indischen Ozean sowie im Roten Meer vor. Sie leben in einer Tiefe von zehn bis 40 Metern. Die homöopathischen Mittel werden aus dem gerösteten Gerüst des Schwammes hergestellt. Nach dem Prinzip der Homöopathie, Gleiches mit Gleichem heilen, soll die Fähigkeit des Schwammes, Wasser aufzunehmen, vor allem bei geschwollenen Schleimhäuten wirken

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Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Spongia angewandt?

Spongia wird in erster Linie bei Husten unterschiedlichster Ursache angewandt: bei akutem Husten infolge einer Atemwegsinfektion, etwa einer Bronchitis, ebenso wie bei asthmatischem Husten oder Husten als Begleiterscheinung bei Herzerkrankungen. Husten mit Erstickungsanfällen, aber auch Heiserkeit gehören zu den Einsatzbereichen. Weitere Anwendungsgebiete sind Hodenentzündungen sowie Erkrankungen der Schilddrüse. Bei Letzteren wird Spongia wegen seines hohen Jodgehaltes eingesetzt.

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Wenn sich die Beschwerden durch Anstrengung und Berührung, beim Sprechen und Schlucken verschlechtern und sich beim Trinken und durch flaches Liegen bessern, spricht dies dafür, dass Spongia das richtige homöopathische Mittel zur Behandlung der Beschwerden ist.

 

Spongia: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?

Spongia gibt es als Tabletten, Tropfen und als Globuli. Die weißen Streukügelchen sind in der Selbstbehandlung das am häufigsten verwendete Mittel. Spongia ist in verschiedenen C- und D-Potenzen erhältlich. In der Selbstbehandlung kommen Dosierungen mit den Potenzen D6 und D12 zum Einsatz. D6 kann im Anfangsstadium und bei akuten Fällen auch halbstündlich eingenommen werden, die Höchstdosis liegt bei zehn Gaben innerhalb von 24 Stunden. Eine Dosis besteht aus drei Globuli.

Bei ausgeprägteren Beschwerden oder solchen, die schon länger bestehen, wird Spongia D12 eingesetzt. Diese Potenz sollte nicht öfter als sechsmal pro Tag genommen werden. Bei chronischen Erkrankungen werden höhere Potenzen verwendet. Potenzen ab D30, sowie LM- und Q-Potenzen sollten nie ohne Rücksprache mit einem erfahrenen Homöopathen eingenommen werden.

 

Spongia: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?

Spongia kann auch bei Babys und Kleinkindern eingesetzt werden, wenn sie unter Husten leiden. Vor allem bei nächtlichen Hustenanfällen oder Husten, der direkt nach dem Hinlegen beginnt, verspricht das Mittel eine gute Wirkung. Auch bei Entzündungen der oberen Atemwege (Pseudokrupp) findet Spongia bei Kindern Anwendung.

Babys erhalten nur ein Streukügelchen, Kleinkinder ein bis zwei Globuli täglich. Zeigt das Mittel in diesem Fall nicht zeitnah eine Wirkung, oder kann eine ernste Erkrankung nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, sollte in jedem Fall ein Kinderarzt aufgesucht werden.

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Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen

Spongia – Meerschwamm, in: Homöopathie online

Stumpf, W. (2015): Homöopathie für Kinder, München: Gräfe und Unzer Verlag, 

Wiesenauer, M. & Kirschner-Brouns, S. (2007): Homöopathie – Das große Handbuch, München: Gräfe und Unter Verlag

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