Schönes Haar Spliss: Mögliche Ursachen und was dagegen hilft

Redaktion PraxisVITA
Spliss
Spliss steht schönen langen Haaren oft im Weg © g-stockstudio/iStock

Spliss lässt das Haar ausgefranst und ungepflegt aussehen. Welche Ursachen es für den Haarbruch gibt und was dagegen hilft, erfahren Sie bei VITAlife.

 

Was ist Spliss?

Spaltet sich ein Haarende, spricht man von Spliss. Da jedes Haar nur eine Überlebensdauer von etwa fünf Jahren hat, dann ausfällt und nachwächst, sind alle Haare unterschiedlich lang. Durch die unterschiedlichen Haarlängen lässt sich Spliss im schlimmsten Fall im ganzen Haar finden und es ausgefranst aussehen. Dabei kann sich das Haar auf verschiedene Weise spalten. Jede Spliss-Art hat meist eine ganz eigene Ursache, der man schon mit ein paar Veränderungen in der Haarpflege-Routine vorbeugen kann. Haarspitzen, die sich bereits einmal gespalten haben, können mit keinem Mittel wieder zusammengefügt werden und müssen abgeschnitten werden, damit das Haar nicht noch brüchiger wird.

 

Spliss: Häufige Ursachen

Spliss kann unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten Gründen, warum die Haarspitzen austrocknen, gehören vor allem „häufiger Wasserkontakt, gegebenenfalls zu stark austrocknende Shampoos, Sonneneinstrahlung und Meerwasser“, sagt Dr. Uwe Schwichtenberg, der in Bremen eine Hautarztpraxis betreibt und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. ist.

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Auch ein straffer Zopf kann Spliss begünstigen © iStock
 

Welche Arten von Spliss gibt es?

Wenn Sie einen Blick auf Ihre Haarstruktur werfen, können Sie schon auf den ersten Blick erkennen, welche Spliss-Art Ihnen zu schaffen macht.

 

Der Ast – die häufigste Spliss-Form

Wenn Ihre Haarspitzen einer Astgabel ähneln, befindet sich Ihr Spliss glücklicherweise im Anfangsstadium. Der Haarstamm ist noch nicht gänzlich geschädigt, sondern lediglich angegriffen und sehr trocken. Dieser Haarbruch ist ein eindeutiges Zeichen, dass Ihr Haar mehr Feuchtigkeit benötigt. Um neuem Spliss vorzubeugen, können besonders natürliche Haarmasken aus Kokos- oder Olivenöl helfen. Lassen Sie diese am besten über Nacht einwirken und spülen Sie diese am Morgen mit einem milden Shampoo wieder aus.

 

Die Gabel – die fortgeschrittene Variante

Enden Ihre Haarspitzen mit einer Gabel (spaltet sich das Haar also mehr als einmal in drei Teile), ist Ihr Haar stärker angegriffen. Der Grund dafür könnte zu häufiges oder falsches Kämmen sein. Bürsten Sie immer zunächst Ihre unteren Haare, damit die Längen nicht schon in der Mitte anfangen zu brechen. Pflegende Kuren können weiterem Spliss in diesem Fall ebenso vorbeugen.

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Mit Haarkuren und -Ölen lässt sich Spliss in der Anfangsphase gut behandeln © iStock
 

Der Baum – ein Splissschnitt ist dringend nötig

Falls Sie an Ihren Haarenden bereits mehrere Astgabeln vorfinden, haben Sie es bereits mit dem sogenannten Baum zu tun. Bei dieser Spliss-Art teilt sich nicht mehr nur die Spitze, sondern bereits der Faserstamm des Haares – der sogenannte Cortex. Mit dieser Form hat die Splissbildung ihren Höhepunkt erreicht. Wer einem Friseurbesuch bis hierhin aus dem Weg gegangen ist, sollte spätestens jetzt einen Splissschnitt in Angriff nehmen. Denn je länger man damit wartet, desto höher zieht sich der Spliss in die Haarlängen. Die Folge: ausgefranstes, ungepflegtes Haar.

 

Die Kerze – immer dünner werdende Haarenden

Ihre Haarspitzen ähneln der Form einer Kerze, werden also zum Haarende hin immer dünner? Dann ist die äußere Kutikula des Haares, also die äußere Rindenschicht, beschädigt. Sie ist ausgedünnt und lässt das Haar entsprechend immer feiner werden. Die Schuppenschicht, die sich normalerweise ums Haar legt, ist aufgeraut und beschädigt. Für gleichmäßig volle Haarenden ist ein Splissschnitt hier ebenso unumgänglich. Versorgen Sie Ihr Haar anschließend stets mit ausreichend Feuchtigkeit durch Kuren, um weiterem Spliss vorzubeugen.

 

Der Knoten – wenn die Spitzen sich verheddern

Wenn Sie Naturlocken tragen, haben Sie wahrscheinlich diese Art von Spliss. Zwar ist Ihr Haar vor allem voll und fest, benötigt jedoch besonders viel Pflege. Wer seine Lockenpracht oft kämmt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Haarenden verknoten. Die entstandenen Knoten fördern den Haarbruch. Um weiterem Spliss vorzubeugen, sollten Sie anstatt zu einer herkömmlichen Bürste lieber zu einem grobzackigen Kamm greifen – insbesondere, wenn Ihre Haare nass sind.

 

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