Spitzwegerich - Teil der Kräuterapotheke am Wegesrand

Spitzwegerich lindert Infekte der Atemwege und Entzündungen der Mundschleimhaut. Weiterhin wirkt er adstringierend und antibakteriell, was bei kleinen Wunden hilft.

Spitzwegerich auf einer Wiese
Der Spitzwegerich wurde von Wissenschaftlern der Universität Würzburg aufgrund der in ihm enthaltenen antibakteriellen und blutstillenden Wirkstoffe zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt © Fotolia
 

Spitzwegerich: Anwendung und Heilwirkung

Definition Spitzwegerich

Bezeichnung: Plantago lanceolata Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae) Art: Spitzwegerich

Die Anwendung des Spitzwegerichkrauts bei Infekten der Atemwege sowie bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut ist durch die Kommission E (BGA/BfArM) des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes bestätigt. Auch bei entzündlichen Veränderungen der Haut können zum Beispiel Umschläge mit den Blättern oder deren Zubereitungen helfen. Der Spitzwegerich hat eine Reiz mildernde, adstringierende und antibakterielle Wirkung.

 

Im Spitzwegerich enthaltene Wirkstoffe

Acetoside, Aucubin, Asperulosid, Catalpol, Flavonoide, Gerbstoffe, Iridoidglykoside, Kalium, Phenolcarbonsäure, Zink

 

Verbreitung

Die Heimat des Spitzwegerichs ist Europa. Inzwischen wird die Pflanze jedoch überall auf der Welt angebaut. Bevorzugt wächst er auf Äckern, Wiesen und Trockenrasen.

 

Botanik

Spitzwegerich Blüte
Spitzwegerich ernten und sammeln kann man am besten von Anfang April bis Ende August© Fotolia

Der Spitzwegerich wird 5 bis 50 Zentimeter hoch. Seine schmalen Laubblätter werden in der Mitte breiter und sind am Boden zu einer Rosette angeordnet. Die Blüten des Spitzwegerichs sind weiß.

 

Wissenwertes über den Spitzwegerich

Heilwegerich, Wundwegerich, Spießkraut, Lungenblattl, Schlangenzunge

Wissenswertes über den Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wurde vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gewählt.

Wie alle anderen Wegericharten auch setzten Heilkundige des Altertums und im Mittelalter den Spitzwegerich vielfältig ein. Für Reisende war er ein wichtiger Bestandteil der Kräuterapotheke am Wegesrand. Kleine Wunden, Stiche oder Bisse von Tieren und Insekten ließen sich rasch dank der leicht antiseptischen und adstringierenden Wirkung behandeln.

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