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Über 300 Millionen gesicherte Impfdosen: Spahn rechnet mit Corona-Impfungen in wenigen Wochen

Mona Eichler Health-Redakteurin

Laut Bundesgesundheitsminister Spahn könnte deutschlandweit schon im Dezember gegen das Coronavirus geimpft werden. Ausreichend Impfdosen habe man sich bereits gesichert, verkündete der CDU-Politiker. 

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+++23.11. Corona-Impfungen im Dezember+++

Schon Mitte Dezember könnten die ersten Menschen in Deutschland gegen SARS-CoV-2 geimpft werden, sagte Jens Spahn im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Alles richte sich nach dem Zeitpunkt der Impfstoff-Zulassung: „Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen.“ 

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Über 300 Millionen gesicherte Impfdosen

Jens Spahn sieht es zum aktuellen Zeitpunkt als gegeben, dass in Deutschland jeder, der geimpft werden wolle, auch geimpft werden könne. Über die EU-Kommission sowie bilaterale Verträge und Optionen stünden Deutschland über 300 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Spahn verdeutlichte: „Auch bei zwei Dosen pro Impfung hätten wir dann genug für die eigene Bevölkerung und könnten mit anderen Ländern teilen.“  

 

Vorbild Grippeimpfung 

Dass man bis Ende 2021 benötige, um alle Bevölkerungsgruppen durchzuimpfen, glaubt Jens Spahn indes nicht. Zwar gebe es Impfstoffe, die bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden müssen und die deswegen nur sehr vorsichtig und aufwändig transportiert werden können. Dies sei allerdings nicht die Regel, was einen schnelleren Impfprozess wahrscheinlich mache. 

Genügend Routine ergebe sich aus den jahrzehntelangen Erfahrungen mit der Grippe. „Vergessen wir nicht, dass jährlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden“, betonte der Bundesgesundheitsminister. 

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Wie das RKI am Montag festhält, haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 929.133 Menschen nachweislich mit COVID-19 infiziert. Das sind 10.864 Corona-Fälle mehr als am Vortag und 40 Fälle mehr im Vergleich zum vergangenen Montag. Sonntags und montags ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen üblicherweise gering, weil weniger getestet wird. 

Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 90 Menschen auf ingesamt 14.112. Als genesen gelten aktuell 618.800 Personen – rund 15.000 mehr als am Vortag. Damit gibt es in Deutschland derzeit rund 296.200 aktive Corona-Infektionen. 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI Lagebericht vom 22. November bei 141 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Des Weiteren verweist die Bundesbehörde darauf, dass immer mehr COVID-19-Patienten einen schweren Krankheitsverlauf erleiden: „Seit Mitte Oktober steigt die Zahl der intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Fälle stark an, von 655 Patienten am 15.10.2020 auf 3.709 heute am 22.11.2020.“ 

Das RKI gibt zudem zwei Reproduktionszahlen an, die abschätzen, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierter im Mittel ansteckt. Die 7-Tage-R bezieht sich im Gegensatz zur 4-Tage-R auf einen längeren Infektionszeitraum und ist deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen unterworfen. Aktuell sinkt dieser Wert leicht: von 1,07 auf 1,03. Das bedeutet, dass 100 COVID-19-Infizierte im Schnitt 103 Personen anstecken. 

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+++20.11. Deutschland erreicht Rekordwert bei Corona-Neuansteckungen+++

In Deutschland vermeldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut am heutigen Freitag 23.648 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit ist erneut in Deutschland ein trauriger Höchststand erreicht worden. Besiegeln diese Zahlen etwa die Verlängerung des Teil-Lockdowns?

Bereits am Freitag vor einer Woche waren die Corona-Zahlen mit 23.542 positiven Corona-Fällen bei den gemeldeten Neuinfektionen besorgniserregend hoch. An diesem Freitag wurde diese Zahl nun noch getoppt.

Insgesamt wurden in Deutschland bisher 879,564 positive Corona-Fälle vom Robert Koch-Institut verzeichnet. Der sogenannte 7-Tage-R-Wert liegt derzeit bei 0,99 (Vortag: 0,95) Liegt dieser Wert unter 1 spricht man davon, dass das exponentielle Wachstum gestoppt ist. 

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Kommt jetzt die Verlängerung des Teil-Lockdowns?

Angesichts solcher Zahlen gehen viele Experten davon aus, dass der Teil-Lockdown, der ursprünglich nur für drei Wochen geplant war, sich verlängern wird, bis sich die Zahlen stabilisiert haben. Das RKI gab diesbezüglich keine Empfehlung aus, konnte aber auch keine Entwarnung geben. In der gestrigen Pressekonferenz äußerte sich RKI-Präsident Lothar Wieler verhalten: „Die Fallzahlen sind immer noch viel zu hoch“, so der Experte. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält eine Verlängerung des Lockdown Lights ebenfalls für möglich: „Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist“, erklärte er unlängst gegenüber dem „BR“. Er gehe davon aus, dass die Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus verlängert werden.

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+++ Angela Merkel hält Impfstoff-Einsatz bereits für Dezember möglich+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel macht hingegen bei einer anderen Sache Mut. Sie hält die Zulassung und den Einsatz eines möglichen Impfstoffs bereits für Ende Dezember möglich. Sobald der Impfstoff zugelassen ist, könne man direkt mit dem Impfen beginnen, so Merkel.

 

+++19.11. Corona-Ausbruch in Klinik in Bayern fordert mehrere Todesopfer+++

Ende Oktober kam es im Krankenhaus in Schongau zu einem verheerenden Corona-Ausbruch, dessen Auswirkungen immer noch andauern. So vermeldet die Klinik, dass in der Einrichtung inzwischen sieben Patienten an COVID-19 verstorben sind. Angesteckt hatten sich die Patienten allesamt innerhalb der Klinik.

Sieben Todesfälle in Klinik in Schongau: Patienten waren vorbelastet

Zuletzt verstarb eine 80-jährige Patienten aufgrund des Corona-Ausbruchs. Wie der Bayrische Rundfunkt mitteilt, sind die durchweg ältere Patienten alle mit schweren Vorerkrankungen in die Klinik gekommen. 

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Schongau: Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Corona-Ausbruch

Derweilen ermitteln die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft, um den Ursprung des verheerenden Corona-Ausbruchs zu ermitteln und zu klären, ob ein Fehlverhalten seitens der Klinik vorlag. Der Klinik-Chef selbst vermutet einen Superspreader-Patienten als Ursprung. Die Hygiene-Maßnahmen seien konsequent eingehalten worden.

Nicht nur die Patienten traf der Corona-Ausbruch. Auch Mitarbeiter waren in den vergangenen Tagen an COVID-19 erkrankt oder mussten in Quarantäne. Wie der „BR“ berichtet, sind aktuell 60 Prozent der Belegschaft wieder gesund, 38 weitere Beschäftigte befinden sich derzeit noch in Quarantäne. In den kommenden Tagen sollen weitere Reihentestungen erfolgen. Nach Bekanntgabe des Corona-Ausbruchs im Oktober wurden insgesamt 600 Mitarbeiter der Klinik in Quarantäne geschickt. 

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+++Trotz Lockdown: Corona-Fallzahlen steigen weiter an+++

Trotz Lockdowns steigen die Corona-Zahlen in Deutschland weiter an. Am 19. Oktober wurden 22.609 Corona-Infektionen mehr als am Vortag gemeldet. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt derweilen bei 138,9. Insgesamt sind in Deutschland bisher 13.370 Personen an COVID-19 verstorben.

Quelle:

COVID-19 Fallzahlen in Deutschland und weltweit, rki.de (Robert Koch-Institut) 

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+++18.11. Verschärfte Maskenpflicht in Sachsen+++

Ab heute müssen Alltagsmasken in Sachsen nicht nur in Schulen, Kitas und Einkaufsmärkten getragen werden, sondern auch davor. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung ankündigte, gilt die Maskenpflicht in Sachsen in Zukunft vor Schul- und Kitagebäuden, sowie auf Supermarktparkplätzen. 

Sachsen hat schwer mit dem Coronavirus zu kämpfen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 160,59 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im bundesweiten Vergleich liegt Sachsen mit derzeit 36.891 COVID-19-Fällen im Mittel: NRW verzeichnet aktuell 211.380 SARS-CoV-2-Fälle, Mecklenburg-Vorpommern 4.620. 

 

Bußgeld bei Nichteinhaltung

Die erweiterte Maskenpflicht wird in der sächsischen Corona-Schutzverordnung ergänzt. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro. Die Corona-Kontrollen sollen zeitgleich zur verschärften Maskenpflicht ausgeweitet werden. 

Das Kabinett betonte in seiner Pressekonferenz des Weiteren, dass ältere Bürger mit FFP2-Masken „zu einem sehr günstigen Preis“ ausgestattet werden sollen. Die Umsetzung dieses Vorhabens werde derzeit geprüft. 

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Am Mittwoch, den 18. November, meldet das RKI 17.561 Corona-Neuinfektionen. Zwar sind das knapp 1.500 Fälle mehr als am Vortag. Allerdings auch über 500 weniger als eine Woche zuvor. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland haben sich demnach 833.307 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Als genesen gelten rund 546.500 Personen – ein Plus von geschätzt 16.400. Die Zahl der Todesopfer stieg um 305 Menschen auf 13.119.  

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von 143 auf 141 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gesunken. 

Die 4-Tage-R, die sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor bezieht, ging von 1,12 auf 1,0 zurück. Die 7-Tage-R, die sich mit acht bis 16 Tagen auf einen längeren Infektionszeitraum bezieht und deswegen weniger Schwankungen unterliegt, blieb im Vergleich zum Vortag unverändert bei 0,97. 

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+++17.11. Corona-Ausbruch in Pflegeheim+++

Wie hoch das Risiko, an COVID-19 zu sterben, vor allem für Senioren ist, beweist der neueste Corona-Ausbruch in Berlin: In einem Alten- und Pflegeheim in der Hauptstadt sind 14 Bewohner*innen an SARS-CoV-2 gestorben. 

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Zahlreiche Infektionsfälle

Wie eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana bestätigte, gibt es unabhängig von den 14 Toten zahlreiche Infizierte: "Nach wie vor sind 27 Bewohner sowie 17 Mitarbeiter positiv getestet." 

In dem Heim lebten unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 90 und 100 Senioren und Seniorinnen. Alle Verstorbenen hätten entweder an schweren Vorerkrankungen gelitten oder seien bereits vor ihrer Corona-Infektion palliativ betreut worden, hieß es vonseiten der Heimleitung weiter. 

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Untersuchungen eingeleitet

Am 8. Oktober war erstmals eine Pflegefachkraft positiv auf Corona getestet worden. Die Teilevakuierung von 14 coronapositiven Bewohnern fand allerdings erst knapp sechs Wochen später am vergangen Freitag statt – nachdem es 12 Todesfälle gegeben hatte. 

Das Bezirksamt Lichtenberg will nun Antworten auf die vielen offenen Fragen. "Wir prüfen aktuell, ob es zu Fehlverhalten des Betreibers gekommen ist und ob er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist", betonte der zuständige Stadtrat Martin Schaefer (CDU) laut "Tagesspiegel". Aktuell vermute man, dass Mitarbeiter*innen des Pflegeheims das Virus in die Einrichtung gebracht haben. 

Graphische Darstellung der Infektionskette
Service Corona-Hotspots: Inzidenz-Wert über 400 – Höchststand in Bayern erreicht

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Das RKI meldet am heutigen Dienstag 14.419 neu hinzugekommene Corona-Fälle – etwa 1.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Damit steigt die Gesamtzahl der labortechnisch bestätigten SARS-CoV-2-Infektionen auf 815.746. An oder mit dem Virus gestorben sind ingesamt 12.814 Menschen. Das sind 267 mehr im Vergleich zum Vortag. Das RKI schätzt, dass inzwischen rund 530.200 Menschen die Infektion überstanden haben – rund 15.000 mehr als am Vortag. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt unverändert bei 143. Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen binnen einer Woche, gerechnet auf 100.000 Einwohner, auftreten. Als Warngrenze gilt ein Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwoner innerhalb einer Woche. 

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen (LINK) sind laut aktuellen Angaben etwas gesunken. Die 4-Tage-R, die sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor bezieht, ging von 1,19 auf 1,12 zurück. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Schnitt nicht mehr 119 Mitmenschen, sondern 112 anstecken. Die 7-Tage-R, die sich mit acht bis 16 Tagen auf einen längeren Infektionszeitraum bezieht und deswegen weniger Schwankungen unterliegt, steht derzeit bei 0,97. Gestern hatte sie noch bei 1,03 gelegen. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

 

+++16.11. Zwischenbilanz im Teil-Lockdown+++

Am Montag, den 16. November meldet das RKI 10.824 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Zwar sind die Zahlen der Neuinfektionen zum Wochenstart aufgrund von Meldeverzögerungen stets geringer, trotzdem ist der Wert im Vergleich zur Vorwoche gesunken: Am Montag, den 9. November hatte das RKI noch 13.363 neue SARS-CoV-2-Infektionen verzeichnet. Ist nach zwei Wochen Teil-Lockdown eine Trendwende zu erkennen?

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Verlangsamung der Pandemie

Von einer Trendwende zu sprechen, wäre derzeit noch zu hoch gegriffen. Das RKI betont in seinem täglichen Lagebericht, dass aktuell "weiterhin eine große Anzahl an Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten" sei. Was allerdings als Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns gesagt werden kann: Das Virus verbreitet sich langsamer. 
Das lässt sich unter anderem an der Sieben-Tage-Inzidenz ablesen. Diese gibt wieder, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auftreten. Der Wert war landesweit zwischen dem 21. und dem 31. Oktober sprunghaft angestiegen, zuletzt jedoch weniger stark. Aktuell liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 143. Vergangenen Montag hatte sie bei 136 gelegen. Trotz des Anstiegs betont das RKI: "Die Zunahme hat sich zuletzt abgeflacht."

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Hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen

Selbst wenn sich das Virus langsamer ausbreitet: Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist weiterhin hoch. Deswegen mahnt das Robert Koch-Institut, die "gesamte Bevölkerung" solle sich weiterhin dringend für den Infektionsschutz engagieren. 
Einen Hinweis darauf, dass noch keine Entspannung in Sicht sei, liefere auch die Reproduktionszahl, wie die Bundesbehörde unterstreicht: "Die berichteten R-Werte lagen im Oktober stabil deutlich über 1. In den letzten Tagen unterlag der R-Wert leichten Schwankungen; aktuell liegt er um 1. Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ca. eine weitere Person ansteckt. Da die Zahl der infizierten Personen derzeit in Deutschland sehr hoch ist, bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuerkrankungen."

 

Bund-Länder-Gespräche am Nachmittag

Ob eine Abflachung des Infektionsgeschehens wirklich reicht, um die für den Teil-Lockdown beschlossenen Corona-Maßnahmen zu entschärften, ist mehr als fraglich. Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten treffen sich heute zu einem Bund-Länder-Gipfel, in dem über eventuelle neue Maßnahmen beraten werden soll. 

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Mit den 10.824 neuen Corona-Fällen steigt die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland mit SARS-CoV-2 infiziert haben, auf insgesamt 801.327. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 62 auf 12.547. Als Genesen gelten derzeit rund 515.200 Personen. Das sind 12.800 mehr als am Vortag. 

Die beiden vom RKI geschätzten R-Werte liegen bei 1,19 (4-Tage-R-Wert) und 1,03 (7-Tage-R-Wert). Das bedeutet rein rechnerisch, dass 100 Infizierte Personen im Schnitt 119 bzw. 103 Mitmenschen anstecken. 

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+++13.11 Corona: Neuer Rekordwert und Ausbruch in Klinik+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen haben einen Spitzenwert erreicht, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstwert, der am Samstag erreicht wurde, überstiegen. Derweil ist in einem Krankenhaus das Virus ausgebrochen – mit bisher 23 infizierten Mitarbeitern.
Nachdem es in den letzten Tagen so aussah, als würden die Zahlen zurückgehen, knacken die von den Gesundheitsämtern gemeldeten Corona-Fälle den bisherigen Höchstwert. Innerhalb eines Tages gab es 23.542 nachgewiesen Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht an: Bundesweit kommen auf 100.000 Einwohnern 140,4 Corona-Infektionen. Mit einem R-Wert von derzeit 0,93 steckt ein Infizierter im Schnitt einen weitere an.

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Mit jeweils 5.000 und 4.639 neuen Corona-Fällen innerhalb eines Tages sind die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern am stärksten vom Infektionsgeschehen betroffen. Dicht dahinter liegen Baden-Württemberg mit 3.177 Fällen und Hessen, das 1.986 verzeichnet.

Auch die Zahl der Todesfälle liegt weiter auf einem hohen Niveau. Binnen eines Tages sind 218 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben – das sind 79 Todesfälle mehr im Vergleich zur Vorwoche. Somit sind seit Beginn der Pandemie 12.200 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Insgesamt haben sich 749.016 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt, 481.700 Menschen gelten als genesen.

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Corona-Ausbruch in Klinik – bisher 23 Infizierte

Derzeit entwickeln sich neben Senioren- und Pflegeheimen auch Krankenhäusern immer mehr zu Infektionsherden. Im bayerischen Landshut kam es im städtischen Klinikum zu einem Corona-Ausbruch. Bisher haben sich 23 Mitarbeiter infiziert, wie die örtliche Zeitung „das Wochenblatt“ berichtet. Am Mittwoch teilte das Klinikum in einer Pressemitteilung mit, dass es sich auf stark steigende Corona-Zahlen vorbereite und eine Covid-19-Station eingerichtet habe. Aufgrund des Ausbruchs wurde gestern ein Besuchsverbot verhängt. Alle Mitarbeiter und Patienten sollen nun am Wochenende getestet werden. Die infizierten Mitarbeiter würden in Quarantäne geschickt.

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Spahn: Infizierte Krankenhaus-Mitarbeiter sollen notfalls weiterarbeiten

In den letzten Wochen haben sich vermehrt Pfleger und Ärzte mit dem Coronavirus angesteckt. Wie der RKI-Chef, Lothar Wieler, auf der gestrigen Pressekonferenz erklärte, käme es bereits jetzt vereinzelt zu einem Personalmangel und daraus resultierend zu Versorgungsengpässen in den Krankenhäusern.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat gestern auf dem Deutschen Pflegetag erklärt, welche Maßnahme ergriffen werden könnte, wenn die Versorgung in den Krankenhäusern nicht mehr aufrechterhalten werden könne: Notfalls müssten infizierte Ärzte und Pfleger weiterarbeiten. Dies bezeichnet Spahn als „Rückfalloption“, wenn die Versorgung zusammenbreche. Dann sei es denkbar, „die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen.“

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+++12.11 RKI-Präsident warnt vor Kapazitätsengpässen in Krankenhäusern+++

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wiehler, ist auf der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage am heutigen Vormittag auf die ernste Situation an den deutschen Kliniken eingegangen. Durch die steigende Zahl der behandlungsbedürftigen COVID-19-Patienten kämen nun viele Kliniken an ihre Grenzen.

 

Corona-Zahlen in Deutschland gehen nur leicht zurück

Wieler leitete die Konferenz mit deutlichen Worten ein: „Die Corona-Lage in Deutschland ist nach wie vor ernst“. Weiterhin sei in vielen Regionen mit einer „unkontrollierten Verbreitung“ zu rechnen. Im Vergleich zur Vorwoche und zum Wochenende sei zwar die Zahl der Neuinfektionen leicht gesunken – sie liegt aktuell bei 21.866 Fällen. Auch die Ansteckungsrate (7-Tage-R) konnte sich auf einem Wert von 0,89 stabilisieren.

Man müsse jedoch in nächster Zeit mit einem Anstieg der schweren Fälle und der Todesfälle rechnen, da sich diese mit einem Zeitverzug von zwei Wochen in den Statistiken niederschlagen würden.

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Mehr schwere Corona-Fälle

Doch bereits jetzt sei die Situation an deutschen Kliniken ernst, die Zahlen alarmierend: Aktuell werden 3127 Patienten intensivmedizinisch betreut und damit mehr als doppelt so viele als noch vor zwei Wochen. Anfang Oktober lag die Zahl noch bei unter 500. Alleine diese Woche mussten rund 4000 Corona-Erkrankte hospitalisiert werden. Da die Zahl der Hospitalisierung im Gegensatz zu den intensivmedizinischen Fällen nicht systematisch erfasst würden, müsse hierbei von einer Unterschätzung ausgegangen werden. Außerdem würden immer mehr Todesfälle registriert. An COVID-19 starben gestern 261 Menschen – vor einigen Wochen noch bewegte sich die Zahl im zweistelligen Bereich.

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Kapazitätsengpasse an deutschen Kliniken wegen Corona

Dass es immer mehr schwere Corona-Fälle gibt und immer mehr Patienten einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen, hat ernste Folgen für die Kliniken. So gebe die Hälfte der Kliniken derzeit eine „begrenzte oder gar keine Verfügbarkeit“ intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten an. Das ergebe sich aus der Bettenauslastung, vorhandener Beatmungsgeräte – und der Personalsituation. Zunehmend käme es zu Ausfällen und Engpässen durch vermehrte Corona-Infektionen beim Klinik-Personal.

Der RKI-Chef Wieler ist sich angesichts der hohen Infektionszahlen sicher, dass sich die Situation weiter zuspitzen wird. Es sei eine „akute Einschränkung des Betriebs zu erwarten“, die mit fehlenden Kapazitäten zur Versorgung von Nicht-Corona-Patienten einhergehen würde, so Wieler.

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Feiern an Weihnachten: RKI-Chef will sich nicht klar äußern

Trotz der ernsten Lage gibt sich Wieler optimistisch: „Wir werden diese Pandemie gemeinsam bewältigen“, solange die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt und die AHA-Regeln eingehalten würden. Das sei zudem ausschlaggebend dafür, dass die Kurve der Infektionszahlen weiter abflacht.

Zu der Frage, was das im Hinblick auf die Möglichkeit von Familienfeiern an Weihnachten bedeutet, wollte sich Wieler nicht klar äußern: Nach wie vor habe die Sieben-Tage-Inzidenz Gültigkeit, wenn es darum geht, welche Corona-Maßnahmen ergriffen werden. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für das gesamte Bundesgebiet bei 138. Unter die kritische 50er-Marke zu kommen, hält Wiehler für „sehr schwierig“. Auch wenn dieser Wert erreicht würde, müssten die Corona-Regeln weiterhin eingehalten werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fand hingegen klarere Worte: Große Weihnachtsfeiern mit mehr als 10 oder 15 Personen sieht er „in diesem Winter nicht mehr.“

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+++11.11. Lockdown Light zeigt erste Erfolge+++

Bringen die im Lockdown Light beschlossenen Corona-Maßnahmen erste Verbesserungen? Politiker und Experten zeigen sich vorsichtig optimistisch. Denn obwohl die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland weiter hoch ist, scheint die Infektionskurve abzuflachen. Am Mittwoch wurden nur 1.273 Corona-Fälle mehr im Vergleich zur Vorwoche verzeichnet. Auch die Sieben-Tage-Inzidenzen mancher Hotspots sinken spürbar. Das Berchtesgadener Land gilt aktuell als Paradebeispiel. 

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Corona-Neuinfektionsrate im Berchtesgadener Land sinkt deutlich

Positive Nachrichten aus dem Berchtesgadener Land: Aktuell sind nur noch 236 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Samstag kamen lediglich 23 neue Fälle hinzu. 23 Menschen werden derzeit stationär behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI am 11. November 2020 bei 141,6. 

Damit zählt die bayrische Ferienregion zwar immer noch zu Deutschlands Corona-Hotspots, allerdings hat sich die Lage im Vergleich zum Vormonat deutlich entspannt. Im Oktober zählte das Berchtesgadener Land zu den heftigsten Hotspots in Deutschland. Die Region war nach einem Inzidenzwert von 272,8 am 19. Oktober offiziell unter Lockdown gestellt worden. Sieben Tage später wies das Risikogebiet immer noch einen extrem hohen Wert von 250,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die darauf folgenden Lockdown-Regelungen umfassten geschlossene Hotels, Gastronomiebetriebe, Schulen und Kitas, sowie strenge Ausgangsbeschränkungen. 

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Lockdown Light: Positives Zwischenfazit nach erster Woche 

Der Städte- und Gemeindebund bewertet die Auswirkungen des von der Bundesregierung beschlossenen Lockdown Light positiv. Die Einschränkungen zeigten "in den Kommunen sichtbar Wirkung", sagte Gerd Landsberg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Die Innenstädte sind leerer, die Zahl der Menschen im Homeoffice hat wieder zugenommen und auch die Auslastung von Bussen und Bahnen geht erkennbar zurück."
Der Hauptgeschäftsführer des parteipolitisch unabhängigen Kommunalverbandes verwies außerdem auf eine Yougov-Umfrage vom 29. Oktober, in der 64 Prozent der Deutschen angaben, die geltenden Corona-Maßnahmen für "(eher) angemessen" zu halten. "Die Wenigen, die lautstark protestieren, haben zwar eine große mediale Aufmerksamkeit, sind jedoch eine verschwindend geringe Minderheit", so Landsberg. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht ebenfalls positive Entwicklungen in der Pandemie-Dynamik. Er wollte jedoch nicht von einem Aufwärtstrend sprechen und sagte am Mittwoch gegenüber "n-tv": "Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen. Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht. Es sind definitiv Anzeichen für eine Veränderung, aber noch keine Trendwende."

 

+++Corona aktuell: Zahlen für Deutschland+++

Am Mittwoch verzeichnete das RKI 18.487 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland nachweislich 705.687 Menschen mit COVID-19 angesteckt. Mit oder an dem Virus gestorben sind bisher 11.767 Menschen. Das sind 261 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg um 13.600 Personen auf 454.800. Demnach liegt die Zahl der aktiven Corona-Fälle bei ungefähr 239.100. 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz blieb gegenüber zum Vortag relativ stabil und stieg minimal von 139 auf 139,1. 

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen, die angeben, wie viele Mitmenschen ein COVID-19-Infizierter im Mittel ansteckt, sinken indes weiter. Die 4-Tage-R, die das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, ging von 1,09 auf 0,88 zurück. Die 7-Tages-R, die das Infektionsgeschehen etwa acht bis sechzehn Tage zuvor abdeckt, sank weniger stark von 0,98 auf jetzt 0,92. Beide Werte sagen aus, dass ein Infizierter aktuell etwas weniger als einen Mitmenschen ansteckt. 

Schild vor einer geschlossenen Schule
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+++10.11. Jens Spahn drängt EU auf Impfstoff-Verträge+++

Die Nachricht, dass das Mainzer Unternehmen Biontech gemeinsam mit den Kollegen des US-Pharmakonzerns Pfizer einen zu 90 Prozent wirksamen Corona-Impfstoff entwickelt hat, ist der Startschuss zu einer Debatte um die mögliche Verteilung der Impfstoffdosen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat dazu eine klare Botschaft an die EU: Ein von einem deutschen Unternehmen mitentwickelter Corona-Impfstoff müsse auch bei der deutschen Bevölkerung ankommen. Dem ZDF sagte der CDU-Politiker dazu: "Ich könnte es als deutscher Gesundheitsminister jedenfalls schwer erklären, wenn in anderen Regionen der Welt ein in Deutschland produzierter Impfstoff schneller verimpft würde als in Deutschland selbst."
Bisher lägen lediglich einen Vorvertrag mit Biontech und Pfizer vor, was Spahn "in den nächsten Tagen" ändern möchte. Der Politiker drängt darauf, dass die EU Verträge mit beiden Unternehmen abschließt, die eine Verteilung der Impfstoffdosen regeln.

Bei der Frage, wer zuerst geimpft werden soll, stimmt Jens Spahn übrigens mit den Empfehlungen des deutschen Experten-Gremiums überein: Risikogruppen, Beschäftigte im Gesundheitswesen und Personen in systemrelevanten Berufen. 

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EVP-Vorsitzender Weber: "Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben"

Ganz im Sinne von Spahns Drängen betonte Manfred Weber (CSU), Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, gegenüber "Phoenix", die EU-Verträge über den Corona-Impfstoff seien bereits in trockenen Tüchern. "Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden. […] Insofern sind wir da auf einem guten Weg und können auch zusichern, dass wir Europäer auf diesen Impfstoff Zugriff haben."

 

60 Impfzentren in Deutschland

Eine Impfpflicht wird es Spahn zufolge übrigens nicht geben. Um alle Freiwilligen zu impfen, sollen bundesweit 60 Impfzentren entstehen, die die Lagerung und Verteilung der Impfstoffdosen übernehmen. Als problematisch gilt unter anderem, dass der Corona-Impfstoff aller Voraussicht nach bei bis zu minus 70 Grad Celsius gelagert und transportiert werden muss – eine logistische Herausforderung. 
Um die Auslieferung sollen sich die Bundeswehr oder die Hersteller kümmern. Die Impfungen könnten dann wie gewohnt von Ärzten ausgeführt werden, betonte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Für die Impfstoff-Versorgung in Pflegeeinrichtungen könnten mobile Teams zum Einsatz kommen. 

Mit Blick auf die Kosten, die hinter flächendeckenden Impfprozessen stehen, sagte Jens Spahn, der Bund würde "tendenziell" den Impfstoff bezahlen, während sich Krankenkassen und der Öffentliche Gesundheitsdienst die Kosten für die Struktur der Impfzentren teilen sollten. 

Illustration eines Tinnitus
Tinnitus Studie: Coronavirus kann Tinnitus auslösen und verstärken
 

 

+++Corona: Die aktuellen Zahlen+++

Am 10. November meldet das Robert Koch-Institut 687.200 labortechnisch bestätigte COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 15.332 mehr als am Vortag. Im Vergleich zu den über 23.000 Neuinfektionen am vergangenen Samstag ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. 
Die Zahl der Todesopfer stieg um 154 Menschen auf insgesamt 11.506. Als Genesen gelten rund 441.200 Menschen – Schätzungen zufolge 11.700 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der aktiven Fälle beläuft sich derzeit auf rund 225.500.

Laut RKI-Lagebericht vom 9. November liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei 139 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zuletzt hatte der deutschlandweite Wert bei 136 gelegen. 

Die vom RKI geschätzte Reproduktionszahl, die bemisst, wie viele Mitmenschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, liegt aktuell bei 1,09. Sie bezieht sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor. Die zusätzlich geschätzte 7-Tages-R deckt das Infektionsgeschehen etwa acht bis sechzehn Tage zuvor ab und liegt aktuell bei 0,98. Beide Werte sind minimal gesunken. Um das Infektionsgeschehen langfristig einzudämmen, müssten die Reproduktionszahlen dauerhaft unter 1 gedrückt werden. 

Quellen:
EU-Gesundheitskonferenz: Spahn kündigt Corona-Impfzentren an, in: .kbv.de
Spahn macht Druck auf EU, in: tagesschau.de
Nonnemacher zur Impfverteilung: "Die Logistik ist anspruchvoll", in: inforadio.de
Aktueller Lage-/Situationsbericht des RKI zu COVID-19, in: rki.de

Schild vor einer geschlossenen Schule
Service Neue Corona-Ausbrüche an Schulen: Kommt jetzt die Schulschließung?

 

+++Höchststand an COVID-19-Intensiv-Patienten gemeldet+++

Trotz Lockdowns steigen die Corona-Zahlen weiter an – und leider auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen. Wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nun berichtet, werden aktuell sogar mehr Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt als im Frühjahr zu Zeiten des ersten Lockdowns. Was das in Zahlen bedeutet? Derzeit werden 3005 COVID-19-Patienten auf Intensiv-Stationen behandelt. Davon werden 1688 (56 Prozent) invasiv beatmet. Im Frühjahr vermeldete Deutschland noch 2933 Corona-Patienten auf den Intensivstationen.

Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass es noch wesentlich mehr infizierte Corona-Patienten gäbe, von denen ein Teil noch auf den Intensiv-Stationen landen werde. Er befürchtet: Der Anstieg werde sich weiter fortsetzen! 

Eine Frau mit Maske schaut aus dem Fenster
NEWS Pandemie für immer: Ist das unsere Zukunft?

 

+++Corona-Verstorbene: Erzgebirge erreicht traurigen Höchststand+++

Einen traurigen Höchstwert wurde in der vergangenen Woche im Erzgebirge vermeldet. Der Landkreis vermeldete 14 weitere Todesopfer, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind. Somit hat das Erzgebirge den traurigen Titel „Sterbe-Hotspot“ erlangt. Während der zweiten Corona-Welle sind dort bisher 112 Menschen an Corona verstorben – 70 allein in der vergangenen Woche. Derzeit werden mehr als 200 Erzgebirger in Krankenhäusern wegen Corona behandelt. 

Frau liegt im Bett und schnäuzt sich die Nase
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+++Deutsche Firma Biontech vor Zulassung von Corona-Impfstoff+++

Trotz all der negativen Meldungen gibt es auch einen kleinen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das sich schnell ausbreitende Coronavirus. Die deutsche Firma Biontech wird gemeinsam mit dem amerikanischen Unternehmen Pfizer noch im November die Zulassung eines Impfstoffs gegen Corona beantragen. Nach Firmenangaben sei dieser Impfstoff zu 90 Prozent wirksam gegen das Coronavirus. In Amerika werde geprüft, ob dieser Impfstoff dort schneller über eine Notfallgenehmigung zur Anwendung kommt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußert sich erfreut und positiv über diese Entwicklung: „Es freut mich sehr, dass es ein deutsches Unternehmen ist“, so Spahn. 

Person mit Mundschutz bekommt eine Spritze
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+++9.11. Erneut heftige Corona-Ausbrüche in Altenheimen+++

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist klar, dass vor allem ältere Menschen zur Risikogruppe gehören. Umso beunruhigender sind die sich häufenden Meldungen von Corona-Ausbrüchen in Altenheimen. Allein am Wochenende wurden über 270 Neuinfektionen festgestellt. 

Eine Frau gießt alten Menschen in einem Pflegeheim Tee ein
NEWS Corona-Risikogruppen: Diese Menschen sind besonders gefährdet

 

Hessens Altenheime weiter unter Druck

Am Sontag meldete der hessische Landkreis Darmstadt-Dieburg einen weiteren Corona-Ausbruch in einem Altenheim. Betroffen ist eine Pflegeeinrichtung in Groß-Zimmern, wo sich ingesamt 28 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Neben sechs Mitarbeitern des Altenheims sind 22 Bewohner Corona-positiv. Zwei der Senioren müssen im Krankenhaus betreut werden. 

Bereits am 6. November hatte die "Hessenschau" berichtet, dass Hessens Altenheime extrem schwer mit der Pandemie zu kämpfen hätten. Stand damals waren über 660 Seniorenheimbewohner mit COVID-19 infiziert. 

 

Bayern: Karlsfeld wird zum Hotspot

In einem Altenheim im bayerischen Karlsfeld (Landkreis Dachau) sind ingesamt 83 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden – 19 Mitarbeiter und 64 Bewohner des Heims. Zwei Menschen sind bereits an der Infektion gestorben, zehn Personen liegen aktuell im Krankenhaus. 

Der Corona-Ausbruch in Karlsfeld folgt auf den verheerenden Ausbruch im Wallenfelser Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth. Dort hatten sich vergangene Woche 88 Senioren und elf Mitarbeiter angesteckt. 

Animation eines sich vermehrenden Virus
NEWS Was macht das Coronavirus im Körper? Der Krankheitsverlauf

 

Stuttgarter Altenheim meldet 62 Infizierte

Bereits am Freitag meldete der Caritasverband einen Corona-Ausbruch im Stuttgarter Altenheim St. Monika. Auch hier gibt es zwei Todesfälle zu beklagen. Ingesamt haben sich 43 Bewohner und 19 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 

 

Suche nach Infektionsketten und Besuchsverbote

Allen Ausbrüchen ist gemein, dass nicht genau nachvollzogen werden kann, wie das Virus in die einzelnen Seniorenheime gelangen konnte. In allen Einrichtungen gelten strenge Hygienevorschriften. Um weitere Ausbrüche zu verhindern, sind nun Besuchsverbote bzw. Besuchseinschränkungen verhängt worden.

Darstellung des Coronavirus
Service Corona: Zwei neue Virus-Varianten in Norwegen entdeckt

 

+++Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland+++

Das RKI meldete am Montagmorgen 13.363 COVID-19-Fälle mehr als am Vortag. Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie nachweislich 671.868 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 63 auf ingesamt 11.352. Die Infektion überstanden haben laut Schätzungen des RKI rund 429.600 Personen – 10.200 mehr als am Vortag. Als aktiv gelten rund 230.600 Fälle.  

Die vom Robert Koch-Institut geschätzte Reproduktionszahl stieg zuletzt minimal von 1,05 am Vortag auf 1,1. Sie zeichnet das Infektionsgeschehen von vor eineinhalb Wochen nach. Die 7-Tages-R hingegen sank leicht von 1,04 auf 1,01. Sie bezieht sich auf das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor und unterliegt weniger tagesaktuellen Schwankungen. Um das Infektionsgeschehen spürbar einzudämmen, müsste die Reproduktionszahl allerdings dauerhaft unter 1 sinken. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 136 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Als kritische Grenze gilt ein Wert von 50 Neuinfektionen. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

 

+++06.11. RKI meldet über 20.000 Neuinfektionen+++

Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind auch vier Tage nach Ausrufen des erneuten Lockdowns ernüchternd. Statt zu sinken, steigen die Zahlen weiter rapide an. So wurde am heutigen Freitag erneut mit 21.506 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert vermeldet. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 128,7. Auch die Zahl der Todesfälle steigt um 166 Fälle, insgesamt sind in Deutschland somit 11.096 Personen in Zusammenhang mit COVID-19 gestorben.

Eine positive Tendenz gibt es aber doch: Der R-Wert (Reproduktionswert) liegt laut dem RKI derzeit bei 0,79 und sinkt somit weiter (Vortag: 0,81).

Ansteckungswege in der Bevölkerung
Service Corona: Wie wird die Reproduktionszahl berechnet?

Deutschland im Lockdown: Exponentielles Wachstum stoppen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in der Vergangenheit immer wieder gewarnt, dass das exponentielle Wachstum gestoppt werden müsse. Dafür müsse der R-Wert für eine längere Zeit deutlich unter 1 liegen (0,7 und niedriger).

 

+++Großbritannien erklärt Deutschland zu neuem Risikogebiet+++

Aufgrund des erstarkenden Infektionsgeschehens kommen auf die Bürger trotz bestehenden Lockdowns nun noch weitere Einschränkungen zu. So hat Großbritannien Deutschland aktuell als „Risikogebiet“ eingestuft. Wer aus Großbritannien in Deutschland einreist, muss sich demnach ab kommenden Samstag (Stand: 06.11.2020) bei Rückkehr in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Für die deutsche Bevölkerung gilt folgende Maßnahme. Bislang war Deutschland von dieser Regelung nicht betroffen. 

Frau mit Teebecher liegt mit Corona-Symptomen auf dem Sofa
Symptome & Beschwerden Milder COVID-19-Verlauf: Diese 7 Erkrankungsformen gibt es

 

+++Ganz Deutschland ein Hotspot? Dieser Landkreis ist kaum betroffen+++

Schaut man sich die Liste der aktuellen Hotspots in Deutschland an, wird man schnell feststellen, dass beinahe in ganz Deutschland der Inzidenzwert von 30 oder 50 bereits überschritten ist. Nicht jedoch in diesem Landkreis:

Kreis Plön in Schleswig-Holstein liegt mit einem Inzidenzwert von 18,7 weit unter dem Durchschnitt. Wie sich Experten diesen Ausreißer erklären? Virologe Prof. Dr. Helmut Fickenscher mutmaßt gegenüber RTL, dass dies einerseits an der geringen Bevölkerungsdichte liegen könne, aber auch daran, dass sich die Bürger im Landkreis Plön sehr diszipliniert verhalten würden.

Eine Frau hat Bauchschmerzen und hält die Hände vor ihrem Bauch
Bauchschmerzen Corona: Bauchschmerzen können ein Symptom sein

Lars Winter, Bürgermeister der Stadt Plön, erklärte gegenüber RTL: „Die Bürgerinnen und Bürger sind sehr zurückhaltend und sehr vorsichtig. Wir haben jetzt gerade die Maskenpflicht in der Innenstadt angeordnet und die wird ohne Probleme akzeptiert.“

 

+++05.11. Über 80 Corona-Ausbrüche in Seniorenheime mit verheerenden Folgen+++

Obwohl es eigentlich gilt, insbesondere die Risikogruppen zu schützen, kommt es immer häufiger vor, dass auch Pflegeeinrichtungen und Senioren-Heime von Corona-Ausbrüchen betroffen sind. Wie die Deutsche Presseagentur (DPA) nun vermeldete, kam es allein in Niedersachsen in 84 Einrichtungen zu Corona-Ausbrüchen in nur einer Woche.

Die Ausbrüche sorgen teilweise für schwere Krankheitsverläufe mit verheerenden Folgen. Aktuell sind in Niedersachsen laut Angaben der DPA 372 Menschen in Pflegeeinrichtungen an COVID-19 erkrankt – elf Bewohner starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche aus vier unterschiedlichen Seniorenheimen. Und auch die Mitarbeiter trifft die rasche Ausbreitung des Virus innerhalb der Einrichtungen. So sind bereits 214 Personen, die in den Senioren-Einrichtungen arbeiten, betroffen

Arzt in Schutzanzug untersucht Corona-Patienten
Service Dieses Corona-Symptom bleibt oft unentdeckt

Um das Virus einzudämmen und die Risikogruppen zu testen, wurde von der Bundesregierung unlängst eine neue Testverordnung erlassen. Sie setzt in einem großen Umfang auf den Einsatz von Schnelltests in Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Corona-Ausbruch in Potsdam – 38 Personen infiziert

Niedersachsen ist nicht das einzige Bundesland, welches vermehrt von Corona-Ausbrüchen in Kliniken betroffen ist. Nachdem es in Bayern bereits zu einem Ausbruch mit vier Toten kam, sind nun auch in Potsdam in einer Pflegeeinrichtung vermehrt COVID-19-Fälle gemeldet worden.

Wie die Stadt berichtet, sei es am vergangenen Montag (02.11.2020) zu einem größeren Ausbruch in einer Senioreneinrichtung gekommen. 28 Bewohner und zehn Mitarbeiter wurden bisher positiv auf das Coronavirus getestet

Grafische Darstellung des Herzens
Herzinsuffizienz Corona: Herzschäden selbst bei milden Symptomen möglich

 

+++RKI meldet neuen Höchstwert bei Neuinfektionen+++

Das RKI vermeldet am 5. November einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Insgesamt 19.990 Fälle wurden dem Robert Koch-Institut übermittelt. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 126,8. Die meisten Neuinfektionen wurden in Bayern mit 119.505 Fällen gezählt. Insgesamt wurden 10.930 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. 

Muss der Bart nun ab gegen Corona?
Service Corona-Verbot: Jetzt sind sogar Bärte verboten

 

+++04.11. Vier Tote nach Corona-Ausbruch in Altenheim+++

Die Menschen im Caritas-Seniorenheim St. Franziskus in Berching, Bayern befinden sich nach einem Corona-Ausbruch in einer Extremsituation. 44 Senioren und 17 Mitarbeiter wurden positiv auf COVID-19 getestet. Vier Menschen sind bereits gestorben, sechs weitere befinden sich derzeit im Krankenhaus. 

Schild vor einer geschlossenen Schule
Service Neue Corona-Ausbrüche an Schulen: Kommt jetzt die Schulschließung?

 

Zahl der Infizierten steigt

Der Corona-Ausbruch war bereits vor einigen Tagen bemerkt worden. Die Ergebnisse der zweiten Reihentestung, die Ende vergangener Woche durchgeführt worden war, deckten nun acht weitere COVID-19-Infektionen auf. Unter den Senioren sind aktuell 44 Menschen infiziert. Wann eine dritte Testung stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. 

Derzeit könne weder eine einzelne Person, noch ein bestimmtes Event als Ursprungsort der Infektion ausgemacht werden. 

 

Mitarbeiter*innen an den Grenzen ihrer Belastbarkeit

Einrichtungsleiter Gerhard Binder betonte, dass sich zusätzlich zu den 17 infizierten Kollegen in Quarantäne weitere Mitarbeiter des Seniorenheims in Krankenstand befänden. Die benötigte 24-Stunden-Versorgung der Bewohner zu gewährleisten, gestalte sich deswegen zur Mammutaufgabe. Momentan müssten immer wieder Kolleginnen und Kollegen aus anderen Caritas-Einrichtungen einspringen. 

 

+++Corona-Fallzahlen am 4. November+++

Die Zahl der Corona-Infizierten will trotz Lockdown nicht abnehmen. Aktuell werden 17.214 Neuinfektionen vom RKI gemeldet. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl der Neuinfektionen noch bei 14.964 gelegen. Insgesamt infizierten sich bisher 577.593 Menschen mit dem Corona-Virus. Der R-Wert, also die Reproduktionszahl sank hingegen in den letzten Tagen auf knapp unter 1.

Gesundheitsminister Jens Spahn redet
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+++03.11. Corona-Ausbrüche in Deutschland: 4 Kliniken betroffen+++

In vier Krankenhäusern ist es in den vergangenen Tagen zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Betroffen sind dabei zwei Bundesländer, in denen das Virus schon lange heftig grassiert: Bayern und Nordrhein-Westfalen. 

Die Kliniken in Cham und Bad Aibling (beide Bayern) sowie in Hürth und Essen (beide NRW) bestätigten ingesamt 96 COVID-19-Infektionen. 

 

Corona-Ausbruch in Essen: 31 bestätigte Corona-Fälle

Die Rhein-Ruhr-Klinik im Stadtteil Kettwig bestätigte, dass insgesamt 31 Menschen an COVID-19 erkrankt sind. Betroffen sind 16 Patienten und 15 Mitarbeiter. Nachdem bei einer Routinetestung zunächst zwei Patienten positiv auf das Virus getestet worden waren, führte die Klinik Massentests unter rund 600 Menschen in ihrem Hause durch. Alle Tests fielen negativ aus. Eine Woche später wurden noch einmal 200 Personen getestet. Darunter befanden sich dann die 31 Corona-Positiven. 

Die Klinik für Herzinfarkt- und Schlaganfall-Patienten hat die infizierten Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt. Die Patienten werden hingegen auf einer Isolierstation versorgt. Besuche sind bis auf Weiteres untersagt.  

 

Corona-Ausbruch in Cham: 26 bestätigte Corona-Fälle

Im Chamer Krankenhaus sind ingesamt zehn Patienten und 16 Mitarbeiter betroffen. Auch hier wurden die infizierten Beschäftigten umgehend in häusliche Quarantäne geschickt und zusätzliche Reihentestungen angesetzt. Die bisher durchgeführten 200 Tests fielen jedoch negativ aus. 

Die stationären Bereiche des Chamer Krankenhauses sind isoliert und nehmen keine weiteren Patienten auf. 

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Corona-Ausbruch in Bad Aibling: 20 bestätigte Corona-Fälle

Das kommunale Krankenhaus im oberbayerischen Bad Aibling meldete am Montag (2.11.2020) elf infizierte Mitarbeiter und neun infizierte Patienten. Infolgedessen herrscht ein Aufnahmestopp in der gesamten Klinik: Patienten würden weder stationär aufgenommen, noch ambulant behandelt oder operiert, hieß es vonseiten der Klinik. 

Bad Aibling liegt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, der aktuell besonders schwer von der Corona-Pandemie getroffen ist. Das RKI Meldete am Dienstag (3.11.) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 205,1 – damit gehört der Landkreis zu den immer mehr werdenden Corona-Hot-Spots in Deutschland. 

 

Corona-Ausbruch in Hürth: 19 bestätigte Corona-Fälle

Das Hürther Sana-Krankenhaus bestätigte einen Corona-Ausbruch mit ingesamt 19 Betroffenen. Marco Johnen von der Kreisverwaltung nannte den Vorfall laut dem "Kölner Stadtanzeiger" einen "größeren Ausbruch". 

Das in der Nähe von Köln gelegene Hürth gehört zum Rhein-Erft-Kreis, für den das RKI aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 155,1 anzeigt. Der Landkreis ist also eines der Corona-Risikogebiete in Deutschland. 

Graphische Darstellung der Infektionskette
Service Corona-Hotspots: Inzidenz-Wert über 400 – Höchststand in Bayern erreicht

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Beim RKI sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland 560.379 labortechnisch bestätigte COVID-19-Infektionen verzeichnet worden. Das sind 15.352 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle liegt erstmals seit Mitte Mai wieder über 100: In den vergangenen 24 Stunden starben in Deutschland 131 Personen an oder mit COVID-19. Insgesamt beklagt Deutschland 10.661 Corona-Tote. In seinem aktuellen Lagebericht weist das RKI außerdem darauf hin: "Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Fälle hat sich in den vergangenen 2 Wochen von 851 Patienten am 19.10.2020 auf 2.243 Patienten am 02.11.2020 fast verdreifacht." Die Zahl der Genesenen stieg indes um circa 8.300 Menschen auf 371.500. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 120,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Der R-Wert sank leicht von 1,13 am Vortag auf aktuell 1,07. Er dokumentiert das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor. Die 7-Tage-R ging ebenfalls leicht zurück, von 1,13 auf 1,04. Sie unterliegt weniger tagesaktuellen Schwankungen, da sie einen längeren Infektionszeitraum abbildet: acht bis 16 Tage zuvor.

 

+++02.11 Angela Merkel über zukünftige Corona-Maßnahmen+++

Überraschenderweise hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagnachmittag den Fragen der Presse bezüglich der aktuellen Corona-Lage gestellt. Dabei sprach sie u.a. über den „Lockdown-Light“, die Auswirkungen der Maßnahmen auf Wirtschaftszweige wie Gastronomie und Kultur sowie über das zukünftige Weihnachtsgeschäft und die weitere Planung in den kommenden Monaten.

Man habe lange abgewogen, ob es einen milderen Weg geben könnte, ihn aber nicht gesehen, erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bezug auf den aktuellen Lockdown. Lockdown bedeute natürlich immer „großer Verzicht“ – und wird es auch weiterhin bedeuten, wenn man den Worten Angela Merkels glaubt.

Denn eines ist ganz klar und deutlich aus Merkels Aussagen zu entnehmen: Die Corona-Maßnahmen, wie sie jetzt bestehen, werden nicht gelockert, wenn das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle gebracht wird. Bedeutet im Klartext: Wenn die Inzidenz von 50 nicht einzuhalten ist, werden auch über die kommenden Wintermonate hinweg die Regelungen nicht aufgehoben und die privaten Kontakte müssen weiterhin auf ein Minimum reduziert werden.

Mit diesen Worten schloss sich Angela Merkel bereits den Äußerungen von Kanzleramtschef Braun an, der ebenfalls das Ende des Lockdowns erst dann für möglich hält, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz wieder sinkt. 

Markus Söder mit Maske
Service Markus Söder über Lockdown: „Das wird uns nicht helfen!“

 

Angela Merkel über Weihnachten zu Corona-Zeiten

Bleiben die Lockdown-Regelungen weiterhin so bestehen, würde den Gastronomie-Betrieben auch das Weihnachtsgeschäft verdorben. Auf Spekulationen wollte sich Merkel diesbezüglich aber nicht einlassen. Erst Mitte November werde sie über die weiteren Schritte mit den Ministerpräsidenten beraten.

Ob dann überhaupt noch ein normales Weihnachtsfest wenigstens im privaten Umfeld möglich sei, wollte ein Reporter wissen. Darüber äußerte sich die Kanzlerin klar und deutlich: Es werde ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen werden, aber kein Weihnachten der Einsamkeit

Eine Menschenmenge aus der Vogelperspektive
Information RKI-Chef: Unkontrollierte Corona-Ausbreitung möglich

 

Angst vor Corona-Verdruss bei der Bevölkerung

Die steigenden Infektionszahlen und die härteren Maßnahmen – Experten befürchten, dass das zu Verdruss und vermehrte Nicht-Einhaltung bei der Bevölkerung führt. Angela Merkel ist sich dessen bewusst, will dennoch Kollateralschäden wie soziale und psychische Probeme, die vor allem durch die Kontakt- und Freizeitbeschränkungen entstehen, unbedingt verhindern. Eine letzte Option wie generelle Ausgangssperren, wie es sie bereits in den Nachbarländern gibt, solle „unbedingt vermieden werden“.

Jeder habe jemanden in seinem Umfeld, der zu einer Risikogruppe gehöre, sagte die Kanzerlin. Deswegen sei sie optimistisch, dass ein Großteil der Bevölkerung die Maßnahmen verstehe und umsetze. „Die Freiheit der Deutschen ist darauf angelegt, Verantwortung für andere zu übernehmen.“

Damit dies geschieht, müssen immer wieder Wege gefunden werden, zu argumentieren, um z.B. Corona-Skeptiker zu überzeugen. Und da, wo „Argumente keinen Weg finden“, müsse man damit leben, dass es auch andere Argumente gibt.

Der Plenarsaal des deutschen Bundestags
Service Regierungserklärung von Merkel zu Lockdown: Tumulte im Bundestag

 

Längerfristige Strategie gegen Corona? Das sagt die Kanzlerin

Immer wieder im Fokus der aktuellen Debatte ist eine mögliche Langzeit-Strategie gegen das Virus. Der Vorwurf, man würde als Regierung nur auf das aktuelle Geschehen reagieren und nicht langfristig planen, wies Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück: „Wir verändern uns im Umgang mit Corona eigentlich permanent. Dass wir keine Strategie haben, ist nicht wahr. Wir haben zum Beispiel eine ganz neue Teststrategie.“ So habe es im März noch nicht die Möglichkeit zu Schnelltests gegeben.

Zudem erklärte Merkel, dass der Hautfokus bei der Pandemie-Bekämpfung auf der Eindämmung der Infektionszahlen und auf den Schutz der Risiko-Gruppen liege, da diese 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen würden: „Wir sind eine Gesellschaft, die einen großen Anteil an älteren Menschen hat. Deshalb müssen wir als Gesamtgesellschaft darauf eine Antwort finden.“

Und bis keine gänzlich zufriedene Antwort gefunden ist, müsse man wohl auch weiterhin Einschränkungen hinnehmen und notfalls auch auf Weihnachten und Silvester, wie man es bisher kannte, verzichten. Wie Angela Merkel aber noch einmal betonte, soll alles daran gesetzt werden, einen dauerhaften Lockdown zu verhindern. 

Schild vor einer geschlossenen Schule
Service Neue Corona-Ausbrüche an Schulen: Kommt jetzt die Schulschließung?

 

+++Kanzleramtschef nennt Maßstab für Lockdown-Ende+++

Zu Gast in der Talkshow von Journalistin Anne Will betonte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) einmal mehr, welchen Wert die Bundesregierung als aussagekräftig genug erachtet, um einem Ende des aktuellen Lockdowns zuzustimmen: die Sieben-Tage-Inzidenz. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

 

Die Werte der Corona-Pandemie 

Im Laufe der Corona-Pandemie haben sich mehrere Werte etabliert, die Aussagen über das Infektionsgeschehen im Land treffen. Dazu gehören die R-Werte, die angeben, wie viele Mitmenschen ein Infizierte im Schnitt ansteckt, ebenso wie die Zahlen über Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenenraten, die das RKI täglich auf seinem Dashboard aktualisiert. Auch die Auslastung der Intensivbetten in Deutschland und Zahlen über jene Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, geben Auskunft darüber, ob und wie Deutschland die Pandemie im Griff hat. 

 

Helge Braun: Eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50

Gefragt danach, wann der aktuell angesetzte Lockdown Light wieder aufgehoben werden könne, betonte Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, einen anderen Wert: die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner angibt. Am Sonntag (1.11.2020) lag die bundesweite 7-Tage-Inzidenz laut RKI bei 114,6 – zu viel für eine Aufhebung des Lockdowns, betonte Helge Braun bei "Anne Will". Er nannte den entscheidenen Wert: 

"Unter die Inzidenz von 50 müssen wir. Das ist unser Maßstab. Bundesweit. [In diesem Bereich] ist die Kontaktnachverfolgung sicher möglich."

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Kontaktnachverfolgung wieder möglich machen

Experten schätzen, dass aktuell 75 Prozent aller Neuinfektionen nicht nachverfolgt werden können. So lassen sich Infektionsketten nicht unterbrechen und das Virus breitet sich ungehindert aus. Vor einigen Wochen noch waren die Gesundheitsämter bundesweit allerdings dazu in der Lage, Infektionswege nachzuvollziehen. Das ginge dann, wenn die Neuinfektionen nicht überhand nehmen, betonte der Kanzleramtschef schon Ende vergangener Woche im "Bayrischen Rundfunk". So sei die Kontaktnachverfolgung "bis zu dieser berühmten Inzidenz von 50" gelungen. "Das sollten wir wieder erreichen, damit wir Stabilität bekommen", so Braun. 

Bundeskanzlerin Merkel hatte bei ihrer jüngsten Pressekonferenz die Aussagekraft der Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls betont. Um "Kontakte wieder nachvollziehbar zu machen", müssen ein Wert um die 50 erreicht werden, sagte die Kanzlerin.

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

An diesem Montag meldet das RKI 12.097 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtinfektionszahl in Deutschland auf 545.027 Fälle seit Beginn der Pandemie. Als genesen gelten circa 363.100 Menschen – rund 7.200 mehr als am Vortag. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle steigt um 49 Menschen auf 10.530. 

Sowohl der 4-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb zuvor abbildet, wie auch die 7-Tage-R liegen aktuell konstant bei 1,13. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa 11 Mitmenschen mit dem Virus ansteckt. Die 7-Tage-R zeichnet das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor nach und unterliegt deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen. 

 

 

+++29.10 Söder wird Katastrophenfall für Bayern ausrufen+++

Es ist ein Paukenschlag: Nach dem von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdown, erklärte Markus Söder heute, dass er in den nächsten Tagen den Katastrophenfall für Bayern ausrufen wird. Das teilte der Ministerpräsident des Landes nach der Kabinettssitzung mit, wo über die konkrete Umsetzung des Teil-Lockdowns beraten wurde.

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Alle Maßnahmen, auf die sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten geeinigt haben, wurden „eins zu eins“ in der Corona-Verordnung des Landes übernommen, sagte Söder. Als bisher einziges Bundesland wird nun aber zusätzlich in Bayern der Katastrophenfall gelten.

Der Grund für die drastische Maßnahme ist der extreme Anstieg der Infektionsahlen in Bayern: „Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten. Wir sind in einer dramatischen Entwicklung“, so Söder. Alleine in den letzten sieben Tagen hat sich die Zahl der Neuinfektionen verdoppelt, ebenso wie die Zahl der Intensivbetten. Dadurch erleben bereits jetzt einige Regionen Kapazitätsengpässe. Der Katastrophenfall soll eine bessere Koordinierung der Corona-Patienten gewährleisten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. 

 

Bayern ist neben Nordrhein-Westfalen das am stärkste von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Bisher gab es dort 99.472 labortechnisch bestätigte Fälle (Stand 29.10), ein Viertel der gesamten Todesfälle (2.787) fällt auf Bayern. Die Gesundheitsämter zählten von gestern auf heute 3.057 Neuinfektionen.

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+++28.10 Bund und Länder einigen sich auf Teil-Lockdown +++

Den Beratungen zwischen Bund und Ländern gingen seit Tagen Spekulationen über Lockdown-Szenarien voraus. Teile von Merkels Entwurf zur Beschlussvorlage wurden im Vorfeld bekannt – ein „Lockdown-Light“ sei geplant. Die Gerüchte haben sich nun bestätigt. Angela Merkel hat auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Videoschalte mit den Ministerpräsidenten der Länder erklärt: „Es sind harte Maßnahmen, die wir verabschiedet haben. Es sind belastende Maßnahmen“. 

Frau mit Maske wird von Person im Schutzanzug auf Corona getestet
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Merkel macht den Grund für den Teil-Lockdown deutlich: Die derzeitige Lage sei ernst, man beobachte einen exponentiellen Anstieg der Corona-Fälle. In den letzten zehn Tagen habe sich die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Patienten verdoppelt. Wenn das Infektionsgeschehen nicht eingedämmt werde, käme das Gesundheitssystem binnen Wochen an seine Grenzen, warnt Merkel. 

Aufgrund der unkontrolliert steigenden Infektionszahlen stehe das wichtigste Instrument zur Unterbrechung der Infektionsketten, die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter, vielerorts nicht mehr zur Verfügung. Damit eine „akute nationale Gesundheitsnotlage“ verhindert werde, seien die beschlossenen Maßnahmen notwendig. Merkel appelliert an die Bevölkerung: „Wir müssen handeln. Und zwar jetzt!“

 

 

Ab dem 02. November gelten folgende Beschränkungen, Verbote und Schließungen

  • Kontaktbeschränkungen: In der Öffentlichkeit dürfen sich nur Angehörige eines eigenen oder eines weiteren Hausstandes gemeinsam aufhalten, maximal aber 10 Personen. Feiern im privaten und öffentlichen Raum seien zudem "inakzeptabel".
  • Schließung von Gastronomiebetrieben: Restaurants, Bars und Klubs müssen schließen. Lieferungen außer Haus seien jedoch weiterhin möglich. 
  • Schließung von Freizeit- und Kultureinrichtungen: Kinos, Theater, Opern, Konzerthäuser, Fitnessstudios, private und öffentliche Sportanlagen, Saunen, Schwimmbäder, Freizeitparks und Bordelle müssen schließen.
  • Schließungen im Dienstleistungsbereich: Die Schließungen betreffen Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen. Friseursalons dürfen hingegen unter Einhaltung der Hygienevorschriften weiterhin geöffnet bleiben, ebenso Einrichtungen, die medizinisch notwendige Behandlungen anbieten, wie z.B Physiotherapien.
  • Übernachtungsverbot: Übernachtungsangebote in Hotels und ähnlichen Einrichtungen sollen nur noch für notwendige, nicht-touristische Zwecke erlaubt sein. Die Bürger sind zudem dazu angehalten, auf private Reise jeglicher Art zu verzichten. Dazu gehören tagestouristische Ausflüge und Besuche bei Verwandten. 

Ein positiver Test auf das Coronavirus.
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Schulen, Kitas und der Einzelhandel dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der Hygieneauflagen. Auch Gottesdienste und Demonstrationen sind erlaubt. Zudem dürfen Senioren in Altenheimen weiterhin besucht werden. 

Der Bund verlängert darüber hinaus die Hilfen für Unternehmen, die von den Beschränkungen betroffen sind. So sollen 75 Prozent des Umsatzes im November 2019 Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern diesen November erstattet werden.

Das erklärte Ziel der verschärften Regeln ist es, weitere wirtschaftliche Schäden durch Corona zu vermeiden. In zwei Wochen werden sich Bund und Länder wieder beraten und gegebenenfalls die Corona-Maßnahmen anpassen.

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+++28.10 Corona-Ausbruch in Krankenhaus: 600 Mitarbeiter in Quarantäne+++

Der Corona-Ausbruch im Krankhaus Schongau in Oberbayern spitzt sich immer weiter zu: Nachdem seit vergangenen Donnerstag 38 Mitarbeiter und 17 Patienten positiv auf das Virus getestet wurden, zieht das Krankenhaus nun Konsequenzen: Es wurde nicht nur ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt. Auf Anweisung der örtlichen Behörden müssen alle 600 Mitarbeiter für vierzehn Tage in Quarantäne. Doch das gilt nur für zuhause – die Beschäftigten müssen weiterhin arbeiten, um die Patienten zu versorgen

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Die 90 Patienten müssen zwar nicht verlegt werden. Sobald sie jedoch entlassen werden, müssen auch sie sich in Quarantäne begeben. Der Direktor des Krankenhauses vermutet einen Superspreader unter den Patienten, wie er gegenüber der Presse erklärte.

 

+++RKI meldet knapp 15.000 Corona-Neuinfektionen+++

Nachdem in den letzten beiden Tagen die Zahlen leicht gesunken waren, erreichen die Infektionszahlen nun erneut einen Rekordwert. Das Robert Koch-Institut meldet 14.964 Fälle. Allein in den letzten sieben Tagen haben sich 77.866 Menschen mit dem Coronavirus infiziert – die 7-Tage-Inzidenz für das gesamte Bundesgebiet nähert sich daher immer mehr der 100er-Marke. Aktuell beträgt der Inzidenz-Wert 93,6 (Stand 28.10). 

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Neben Berlin konzentriert sich das Infektionsgeschehen besonders auf die kreisfreien Städte. So gab es in Hamburg innerhalb eines Tages 283 Neuinfektionen, München zählte heute 240 neue Fälle, in Köln sind es 150. 

Seit Beginn der Pandemie haben sich 449.275 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 10.098 sind bisher an dem Virus gestorben – das sind 27 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 332.800 Menschen. Die Ansteckungsrate (R-Wert) liegt derzeit bei 1,21, das heißt, dass zehn Infizierte im Durchschnitt 12 Menschen anstecken. 

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Der neuer Höchstwert der Corona-Neuinfektionen dürfte die Corona-Beratungen heute Nachmittag zwischen Bund und Ländern beeinflussen. Medienberichten zufolge, ist ein „Lockdown-Light“ geplant. Demnach sollen Restaurants, Bars, Kinos und Sportsstudios schließen. 

 

+++27.10 Schleswig-Holstein verschärft Corona-Maßnahmen+++

Trotz der vergleichsweise niedrigen Fallzahlen –  die Gesamtzahl der Neuinfektionen liegt im Bundesland bei 6.777 Fällen, die Zahl der Neuinfektionen beträgt aktuell 116 – kommen auf die Bewohner Schleswig-Holsteins nun harte Corona-Maßnahmen zu. Der Ministerpräsident des Landes, Daniel Günther, kündigte heute Mittag an, dass die verschärften Maßnahmen bereits dieses Wochenende kommen werden

Graphische Darstellung der Infektionskette
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Drei Wochen lang werden in ganz Schleswig-Holstein Regeln gelten, die ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern erlassen werden. Die meisten Landkreise überschreiten die kritische 50er-Marke nicht. Doch Ministerpräsident Günther erklärte gegenüber der Presse, dass es oberstes Ziel sei, das wirtschaftliche und soziale Leben aufrechtzuerhalten. Damit ein erneuter Lockdown verhindert wird, sei vor allem die Beschränkung der Kontakte notwendig. 

Diese Maßnahmen gelten in Schleswig-Holstein ab kommendem Wochenende:

  • Maskenpflicht auf Einkaufsstraßen und belebten Plätzen 
  • Kontaktbeschränkungen im Freien auf 10 Personen 
  • Beschränkungen der Teilnehmerzahl für private Feiern (im privaten und öffentlichen Raum) auf maximal 10 Personen
  • Beschränkungen der Teilnehmerzahl für Veranstaltungen auf 100 Personen
  • Sperrstunde für Restaurants und Bars ab 23 Uhr  
  • Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr 

Immer mehr Stimmen aus der Politik fordern aufgrund der seit Wochen stark ansteigenden Infektionszahlen flächendeckend verschärfte und zeitlich befristete Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Medien-Berichten zufolge ist ein „Lockdown-Light“ geplant. So sollen etwa Restaurants und Bars schließen und Veranstaltungen verboten werden. Ob es dazu kommt, wird sich bei den morgigen Beratungen zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder entscheiden.

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+++27.10. Corona-Ausbruch im Krankenhaus Weilheim-Schongau+++

Nachdem es bereits in Hessen und Sachsen zu einem Corona-Ausbruch in Krankenhäusern gekommen war, legte das Coronavirus nun auch ein gesamtes Spital im bayerischen Schongau lahm. Wie in einer Pressemitteilung des Krankenhauses Weilheim-Schongau berichtet wurde, seien bei diesem Corona-Ausbruch bisher insgesamt 32 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Diese Situation ist ein Novum im deutschen Kliniksektor. Waren bisher im Infektionsgeschehen vor allem die Patienten im Blickpunkt, sind es hier die Mitarbeiter“, so heißt es in der Pressemitteilung. 

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Da die Mitarbeiter in allen Bereichen der Klinik eingesetzt wurden, sei eine Kontaktnachverfolgung derzeit besonders schwer, heißt es gegenüber der Presse. Nun gilt es, ein umfangreiches Quarantäne-Konzept umzusetzen, von dem rund 430 Mitarbeiter und 90 Patienten betroffen seien, berichtet merkur.de.

Das Krankenhaus habe inzwischen einen Aufnahmestopp verhängt. Die rund 600 Mitarbeiter, Pflegepersonal und Ärzte sollen umfassend getestet werden. Zuvor wurden bereits am Wochenende (Stand: 27.10.) rund 400 Mitarbeiter getestet. 

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+++26.10. Lockdown für bayerischen Landkreis Rottal-Inn beschlossen+++

Lange Zeit führte in Bayern Berchtesgaden die Liste der deutschen Landkreise und Städte mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Mit einem Wert von 260,1 ist der Landkreis Rottal-Inn der neue Spitzenreiter. Das bleibt nicht ohne Folgen: Ab Dienstag müssen die Bewohner in den Lockdown.

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Bayern: Lockdown im Landkreis Rottal-Inn 

Am heutigen Montagvormittag fiel die Entscheidung des Corona-Krisenstabs in Rottal-Inn: Aufgrund eines rapiden Anstiegs der Infektionszahlen, gilt ab morgen im Landkreis ein faktischer Lockdown. Dies habe der Landratsamt-Pressesprecher Thomas Hofbauer bestätigt, berichtet der Bayerische Rundfunk. So dürfen die Bewohner nur noch mit triftigem Grund das Haus verlassen, Schulen, Kitas sowie Restaurant, Freizeit- und Kultureinrichtungen müssen schließen. Die Maßnahmen sollen vorerst ab Dienstag beginnend zehn Tage lang gelten.

 

Noch am Sonntag hat der Landrat Michael Fahmüller gewarnt, dass der Lockdown in greifbarer Nähe sei. Aufgrund einer Vielzahl von Corona-Fällen unter Schülern und Lehrern musste bereits vorab eine Mittelschule schließen, weil der Unterricht nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Auch Klassen anderer Schulen mussten sich in Quarantäne begeben. 

 

Verschärfte Maßnahmen im „dunkelroten Bereich“

Bereits seit letzter Woche liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Rottal-Inn bei über 100 und damit im „dunkelroten Bereich“ – eine kürzlich eingeführte Kategorie der Corona-Ampel, ab der verschärfte Corona-Maßnahmen einführt werden. Dazu zählen Kontaktbeschränkungen (Privat und draußen dürfen sich maximal fünf Personen oder zwei Hausstände treffen) sowie eine Sperrstunde und Alkohol(verkaufs)verbot ab 21 Uhr.

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Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Nachdem einige Tage in Folge die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland im zweistelligen Bereich gelegen und noch am Samstag einen Rekordwert von knapp 15.000 erreicht hatte, meldet das RKI mit 8685 Fällen einen deutlich niedrigeren Wert. Doch erfahrungsgemäß liegt das daran, dass am Wochenende weniger getestet wird. Zudem ist die Zahl doppelt so hoch wie vor einer Woche. Der R-Wert liegt derzeit bei 1,45, das heißt, dass zehn Corona-Infizierte im Durchschnitt knapp 15 weitere Personen anstecken. 

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+++23.10 Corona-Ausbruch in Klinik „Mühlengrund“: Personal und Patienten betroffen+++

Die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund von Corona steigen weiter an. Aktuell befinden sich über 900 Patienten in einer Klinik für eine intensiv-medizinische COVID-19-Behandlung. Und die Zahl der Intensiv-Patienten steigt vermutlich noch weiter. Besonders besorgniserregend: Sogar in Kliniken kommt es nun vermehrt zu weiteren Corona-Ausbrüchen.

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Zahlreiche Corona-Fälle unter Patienten und Personal in Klinik

Im Klinikzentrum „Mühlengrund“ in Reinhardshausen (Hessen) wurden elf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Der Fachdienst Gesundheit habe bereits die Kontaktpersonen ermittelt und weitere Test angeordnet, berichtet wlz-online.de. Wie es zu dem Ausbruch kam?

Nach Angaben der Kliniksprecherin handelt es sich um Einzelfälle, die sich auf einer Station der Klinik, „Alte Mühle“ beschränken. „Wir stehen hierzu im engen Austausch mit dem Gesundheits- sowie dem Bürgermeisteramt und richten uns bei all unseren Maßnahmen streng nach Vorgaben der Behörden“, so Sprecherin Kerstin Schütz.

60 Mitarbeiter und 120 Patienten wurden bisher getestet. Alle neu eintreffenden Patienten werden vor Einweisung einen PCR-Schnelltest unterzogen. Ausnahmen gebe es nur bei einem negativen Befund, der weniger als 48 Stunden alt ist.

Alle Betroffenen und der engere Kontaktkreis wurden in Quarantäne geschickt. Bei Verdacht werden auch weitere Mitarbeiter getestet, heißt es. Die infizierten Patienten wurden inzwischen isoliert. Sie werden unter Vollschutz und unter Beachtung strenger Hygienevorschriften betreut. 

Graphische Darstellung der Infektionskette
Service Corona-Hotspots: Inzidenz-Wert über 400 – Höchststand in Bayern erreicht

 

+++Corona-Ausbruch aufgrund von Laborpanne in Rodewish+++

Noch dramatischer zeigt sich ein Corona-Ausbruch im sächsischen Rodewisch. Durch eine Laborpanne wurden insgesamt zehn Patienten und sieben Mitarbeiter im Krankenhaus Rodewisch mit dem gefährlichen Coronavirus infiziert.

Ein Patient wurde nach einem falsch übermittelten Testergebnis frühzeitig aus einen der Isolierzimmer entlassen, obwohl er corona-positiv war. Das zuständige Labor revidierte wenige Stunden später das Ergebnis des Coronatests, berichtet Krankenhaus-Sprecherin Maria Rank gegenüber dem MDR. Der Patient sei anschließend nach Bekanntgabe des falschen Testergebnisses umgehend isoliert, die gesamte Station in Quarantäne versetzt und Betroffene getestet worden. 

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+++23.10. RKI-Zahlen nach Medien-Recherche wohl zu niedrig+++

Um das Infektionsgeschehen in Deutschland nachzuvollziehen, berufen sich Medien unter anderem regelmäßig auf die täglich veröffentlichten Fallzahlen des RKI. „Spiegel“-Recherchen haben nun allerdings ergeben: Diese Zahlen stimmen gar nicht mit den tatsächlichen Werten überein – sie seien zu niedrig.

Wie der „Spiegel“ berichtet, seien offenbar mindestens 30 Prozent der Angaben zu niedrig und beruhen auf unvollständigen Daten. Im Zeitraum vom 31. August bis 12. Oktober sei jeweils ein Tag pro Woche bei der Zählung nicht mitgerechnet worden. Demnach wurden nur sechs statt sieben Tage in dem 7-Tage-Inzidenz-Wert mit einberechnet. Die Zahlen seien vom RKI nicht nachträglich korrigiert worden, sondern in der Kalkulation der fehlenden Tage wurde der Wert von Null angenommen, berichtet u.a. „t-online.de“. 

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Wie der „Spiegel“ berichtet, seien als Folge über Wochen hinweg daher immer wieder zu niedrige Werte an die Öffentlichkeit weitergegeben. Besonders prekär: Der 7-Tage-Inzidenz-Wert gibt Auskunft darüber, ab wann die Corona-Regeln vielerorts verschärft werden. 

Das Robert Koch-Institut äußerte sich auf Anfrage des „Spiegels“ und bestätigte, dass die Zahlen im RKI-Dashboard und den täglichen Lageberichten von den realen Werten abweichen würden. Das Institut erklärt die Abweichungen der Werte mit einem „Übermittlungsverzug“. Das RKI würde jedoch die „am aktuellsten zur Verfügung stehenden Daten“ verwenden.

Quellen:

Darum sind die RKI-Zahlen häufig viel zu niedrig“, in: Spiegel.de

RKI meldet offenbar zu niedrige Zahlen“, in: t-online.de

 

+++Corona-Fallzahlen des RKI am 23. Oktober +++

Auch wenn die Fallzahlen des RKI möglicherweise ein wenig abweichen, hier die offiziell gemeldeten Daten vom 23. Oktober: Erneut liegt der Wert der Neuinfektionen mit 11.242 gemeldeten positiven Corona-Fälle mehr als am Vortag über der 10.000er-Marke. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 60,3. Insgesamt wurden dem Robert Koch-Institut 403.291 positive Corona-Fälle bis heute gemeldet.

 

+++22.10 RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen+++

Die aktuellen Erhebungen des Robert Koch-Instituts sind besorgniserregend: Von gestern auf heute (22.10) wurden 11.287 Corona-Neuinfektionen gezählt. Das Bundesgebiet reißt zudem die kritische 50er-Marke.

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Mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

Spätestens jetzt dürfte klar sein, dass die zweite Welle in Deutschland schon längst im Gange ist. Nachdem die Corona-Zahlen in den letzten zwei Wochen fast täglich einen Rekordwert nach dem anderen geknackt haben, meldet das RKI nun einen neuen Höchstwert. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen an das RKI übermittelt. Der bisher höchste Wert lag bei 7830 Infektionen, der vergangenen Freitag ermittelt wurde. 

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Damit steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie auf 392.049. 9905 Menschen – 30 mehr als am Vortag – sind bisher an dem Virus gestorben. Das RKI schätzt, dass es mehr als 306.100 Genesene gibt. Der R-Wert sinkt im Vergleich zur Vorwoche leicht von 1,25 auf 1,09. Damit steckt jeder Infizierter im Schnitt eine weitere Person an. 

Zwar wird derzeit mehr getestet als im Frühjahr, jedoch liegt die Positivrate der Tests aktuell bei 3,63 Prozent – im Frühjahr waren es noch 0,75 Prozent. Experten gehen davon, dass sich die kürzlich beschlossenen strengeren Corona-Maßnahmen (Sperrstunden, Maskenpflicht im Freien und Beschränkungen der Teilnehmerzahl auf Feiern) erst in den nächsten Wochen auf die Zahlen niederschlagen werden. 

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Deutschland reißt 50-Marke – wird es nun zum Risikogebiet erklärt?

Fast ein Drittel der Landkreise in Deutschland überschreiten derzeit den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Rund 30 Kreise und Städte erreichen sogar einen Wert von über 100. Aufgrund des erstarkten Infektionsgeschehens reißt nun auch Gesamtdeutschland die 50er-Marke. Am Mittwoch meldete das RKI für Deutschland eine 7-Tage-Inzidenz von 51,3. Das könnte nun dazu führen, dass Deutschland im Ausland zum Risikogebiet erklärt wird. So entscheidet Dänemark heute, welchen Status es Deutschland erteilt.

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Jens Spahn mit Coronavirus infiziert

Derweil hat sich der erste Bundesminister mit dem Coronavirus angesteckt: Nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch wurde Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) positiv auf das Virus getestet, nachdem er Erkältungssymptome entwickelt hatte. Wie ein Sprecher erklärte, hat sich Spahn direkt danach in Isolation begeben. Die Kabinettsmitglieder müssten allerdings nicht in Quarantäne, da auf der Sitzung die Maskenpflicht und die Abstandsregelungen eingehalten worden seien.

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+++21.10 Neue Corona-Beschränkungen in Bayern geplant+++

Die aktuellen Infektionszahlen in Gesamtdeutschland, aber auch vor allem in Bayern und den damit unlängst verhängten lokalen Lockdown in Berchtesgaden sind Anlass genug, dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Mittwochmittag (Stand 21.10.) eine Regierungserklärung abgab.

Er betonte darin zunächst noch einmal den Ernst der Lage: „Ich will keine Endzeitstimmung propagieren, aber eben auch keinen naiven Optimismus“, so Markus Söder. „Es droht bei uns in Deutschland außer Kontrolle zu geraten. Um dies zu verhindern, gilt es, weitere Maßnahmen zu erlassen. „Wir stehen vor anstrengenden Wochen“, so der Ministerpräsident. 

Illustration der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen
Service Sieben-Tage-Inzidenz: Was sagt der Wert aus und wie verlässlich ist er?

Da sich aktuell über 100 Gebiete in Deutschland zu einem Hotspot entwickelt haben (mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern), plant die bayrische Landesregierung neben der Warnstufe „Rot“ nun noch eine weitere Stufe einzuführen – Dunkelrot. Diese soll dann bei einem Inzidenzwert über 100 in Kraft treten.

 

Diese Corona-Beschränkungen gelten bei „Dunkelrot“:

  • Veranstaltungen werden auf maximal 50 Teilnehmer reduziert. Darunter fallen Veranstaltungen aller Art, insbesondere Kulturveranstaltungen wie Theater, Kinos, aber auch Vereinsversammlungen. Ausgenommen sind Gottesdienste und Demonstrationen. Bislang gilt eine Beschränkung bei Veranstaltungen von 100 Zuschauern in Innenräumen und 200 im Freien.
  • Sperrstunde schon ab 21 Uhr: Restaurants müssen statt 22 bzw. 23 Uhr bereits um 21 Uhr schließen.
 

Acht Gebiete in Bayern mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100

Laut Markus Söder liegen derzeit acht Gebiete in Bayern über dem 100er-Wert bei den Neuinfektionen und würden demnach auf der Corona-Ampel bei „Dunkelrot“ eingestuft werden. 23 Gebiete lägen derzeit über den Wert von 35 Neuinfektionen (Ampel-Gelb) und 34 Gebiete über der 50er-Marke (Ampel-Rot).

Frau guckt auf App mit Corona-Ampel
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Testpflicht für Berufspendler in Bayern

Außerdem verkündete der bayerische Ministerpräsident, dass eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots geplant sei. Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtet, sollen sich Personen künftig einmal pro Woche testen lassen und den negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben und nach Deutschland zum Arbeiten pendeln. 

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+++21.10. Corona-Ausbruch in Seniorenheim+++

Wie das in Ulm ansässige Landratsamt Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) bestätigt, grassiert das Coronavirus im Seniorenheim in Laichingen. Bisher seien vier Bewohner infolge einer COVID-19-Infektion gestorben, heißt es. Ingesamt sind 41 Senioren und 21 Mitarbeiter infiziert. 

Genau sieben Tage kämpft das Seniorenzentrum Laichingen nun gegen den Corona-Ausbruch. Vergangenen Mittwoch (14.10.) waren zunächst drei Bewohner des Heims positiv auf COVID-19 getestet worden, wie die Behörde online bestätigt. 

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Geist & Psyche Corona-Einfluss auf die Psyche: Diese Menschen kommen besser durch die Krise

 

Zwei Seniorenheime betroffen

Auch im rund 25 Kilometer entfernten Blaustein hat es einen Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim gegeben. Die Einrichtung wurde vergangenen Donnerstag geschlossen, nachdem einer der Mitarbeiter positiv getestet worden war. Die Erkrankten wurden isoliert, Besucher dürfen das Gebäude nicht mehr betreten. In den kommenden Tagen sollen in beiden Seniorenzentren weitere Corona-Tests durchgeführt werden. 

Die Corona-Ausbrüche wirken sich negativ auf die Sieben-Tage-Inzidenz im Alb-Donau-Kreis aus: Das Robert Koch-Institut meldet am Mittwoch 89,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Damit gehört die Region offiziell zu Deutschlands Corona-Risikogebieten. 

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Laut RKI sind am Mittwoch im Vergleich zum Vortag 7.595 neue Corona-Fälle gezählt worden. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland: Die bisherige Höchstmarke von 7.830 Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am Samstag gemeldet worden. 
Damit haben sich hierzulande seit Beginn der Corona-Krise 380.762 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Als genesen gelten rund 302.100 Personen; ca. 3.800 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 39 Menschen auf 9.875. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 48,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zu Wochenbeginn hatte sie noch bei 45,4 gelegen.

Die beiden vom RKI geschätzten R-Werte sind trotz steigender Infektionszahlen leicht gesunken. Die normale Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen eineinhalb Wochen zuvor abbildet, ging von 1,35 am Vortag auf 1,25 zurück. Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 12 bis 13 Mitmenschen mit COVID-19 anstecken. Die 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen widerspiegelt und deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt, sank minimal von 1,25 auf 1,23. 

 

+++20.10. Berchtesgadener Land im Lockdown+++

Das Berchtesgadener Land ist offiziell im Lockdown: Die eigene Wohnung darf nur noch mit triftigem Grund verlassen werden, Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Gastronomie schließen, Veranstaltungen sind abgesagt.

Der Lockdown gilt ab dem 20. Oktober um 14 Uhr für mindestens 14 Tage. 

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7-Tage-Inzidenz stark angestiegen

Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) und Landrat Bernhard Kern (CSU) riefen den Lockdown am Montagabend in Bad Reichenhall aus. Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die drastischen Einschnitte bereits angekündigt. 

Laut Kaniber habe die 7-Tage-Inzidenz für das Berchtesgadener Land am Montagabend 272,8 betragen. Das RKI hatte am Montagmorgen um 0:00 Uhr einen Wert von 252,1 gemeldet. Zum Vergleich: Am 16. Oktober wies das Berchtesgadener Land noch eine 7-Tage-Inzidenz von 134 auf – der damals schon höchste Wert in ganz Bayern. 

Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz vom Berchtesgadener Land bei 263 (Stand 20.10.2020, 0:00 Uhr). 

 

Strenge Regeln im Lockdown

Momentan sind im Berchtesgadener Land 234 Personen akut mit COVID-19 infiziert, 13 davon müssen stationär behandelt werden. Über 700 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Wie genau es zu dem massenhaften Corona-Ausbruch in dem bayrischen Landkreis kommen konnte, ist nicht bekannt. 

Auf die Bewohner kommen abseits der geltenden Maskenpflicht und Hygienevorschriften nun strenge Regeln zu. So darf die eigene Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen werden, Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und Restaurants schließen, es finden keine Veranstaltungen statt. 

"Anders geht es nicht", verteidigte Ministerpräsident Söder nach einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg den Lockdown. Aktuell müssten jegliche Kontakte im Landkreis "fundamental beschränkt werden", sonst drohten "einsame Weihnachten".  

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Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Nicht nur das Berchtesgadener Land kämpft gegen steigende Neuinfektionszahlen. Stand 20.10.2020, 0:00 Uhr meldet das RKI 373.167 labortechnisch bestätigte Corona-Fälle in Deutschland. Das sind 6.868 mehr als am Vortag. 65.077 Personen gelten als aktiv an Covid-19 erkrankt. Die Zahl der Todesfälle stieg um 47 auf insgesamt 9.836 Menschen. Als genesen gelten rund 298.300 Personen – etwa 3.500 mehr als am Vortag. 

Im aktuellen Lagebericht meldete das RKI am Montag eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von 45,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. 

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen wurden zuletzt am 19. Oktober aktualisiert. Demnach liegt der 4-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, bei 1,35. Das bedeutet, dass zehn COVID-19-Kranke im Mittel 13 bis 14 weitere Personen infizieren. Die 7-Tage-R bildet das Infektionsgeschehen acht ist bis 16 Tage zuvor ab und liegt aktuell bei 1,25. 

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+++19.10. Corona-Ausbruch bei Hochzeit im Saarland+++

Im saarländischen Großrosseln ist es zu einem Corona-Ausbruch auf einer Hochzeitsfeierlichkeit gekommen. 230 Personen seien von den Auswirkungen betroffen, wie aktuell die „Bild“-Zeitung berichtet und müssen in Quarantäne.
Der positive Corona-Fall einer der Gäste wurde erst bemerkt, nachdem die Feierlichkeit bereits stattgefunden hatte. Zum damaligen Zeitpunkt der Feierlichkeit seien Hochzeiten mit mehr als 200 Gästen noch erlaubt gewesen – sogar bis zu 450 Personen durften im Saarland feiern.

Der Betreiber der Örtlichkeit, an der die Hochzeitsfeier stattfand, erklärte gegenüber der „Bild“, dass die Hygiene-Regeln eingehalten worden seien. Bei der anschließenden Nachverfolgung der Kontakte hätte es keine Probleme gegeben. „Beim Abtelefonieren der Kontaktpersonen wurde deutlich, dass die allermeisten Gäste bereits durch das Hochzeitspaar informiert wurden und Bescheid wussten“, erklärte ein Pressesprecher vom Regionalverband Saarbrücken gegenüber den Medien. 

Menschenmenge am Abend mit Maske
Information Corona-Hotspots: Abriegelung als letzte Option?

Hotelschließung wegen Corona: Mehrere Mitarbeiter infiziert

Am Timmendorfer Strand musste ein Hotel wegen positiver Corona-Fälle schließen. Im Grand Hotel Seeschlösschen wurden drei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Die bis dato 200 Gäste, die dort beherbergt wurden, mussten abreisen.
Nach Angaben der Hotelchefin Brigitte von Oven ließe sich die Infektionskette nicht mehr nachverfolgen. Sie geht davon aus, dass sich ihr Personal außerhalb des Hauses angesteckt habe, berichtet der NDR.

Das Hotel beschäftigt über 100 Mitarbeiter, die sich nun in Quarantäne begeben müssen. 

Frau mit Maske wird von Person im Schutzanzug auf Corona getestet
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Aktuelle Corona-Fallzahlen am 19. Oktober

Nachdem die Corona-Fallzahlen in den vergangenen Tagen stetig stiegen, meldet das RKI aktuell einen leichten Rückgang mit insgesamt 4.325 Corona-Fällen mehr als am Vortag. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt derweilen bei 45,4. Insgesamt wurden in Deutschland bisher 9.789 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. 

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+++16.10. Berliner Sperrstunde gekippt +++

Am vergangenen Dienstag hat der Senat eine Sperrstunde in Berlin beschlossen. Von 23 bis 6 Uhr sollten demnach alle Gastronomie-Betriebe geschlossen haben. Nun hat das Berliner Verwaltungsgericht diese neue Corona-Maßnahme gekippt. Am heutigen Freitag erklärte ein Gerichtssprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur DPA, dass mehrere Gastronomen Eilanträge gegen die neu in Kraft getretene Corona-Verordnung eingereicht hätten.

Rund ein Dutzend Berliner Bars und Clubs haben sich gegen die Sperrstunde gewandt, erklärt Rechtsanwalt Niko Härting gegenüber t-online.de. Das Argument der Gastronomen: Die Sperrstunde führe dazu, dass sich Menschen zukünftig an den Orten treffen werden, wo es kein geregeltes Hygiene-Konzept gebe – zum Beispiel in privaten Haushalten. 

Gesundheitsminister Jens Spahn redet
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+++Aktuelle Corona-Zahlen am 16. Oktober+++

Erneut liegen die Corona-Zahlen über den derzeitigen Höchstwert. Das Robert Koch-Institut vermeldet am Freitag (16. Oktober) insgesamt 7.334 neue Fälle bundesweit. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 37.2.

 

+++15.10. Bayern: Markus Söder verschärft Corona-Maßnahmen+++

Angesichts des stets wachsenden Infektionsgeschehens hat der bayerische Ministerpräsident nun knallharte Corona-Maßnahmen verordnet. Diese gehen weit über das hinaus, was Bund und Länder im gestrigen Corona-Gipfel mit der Kanzlerin besprochen hatten. „Die Lage ist leider ernst und sie wird jeden Tag ernster“, sprach Söder im Anschluss an die heutige Kabinettssitzung (15.10.2020). Daher gelten in Bayern zusätzlich zu den gestern beschlossenen Maßnahmen folgende Regeln:

  • Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tage müssen alle Gastronomie-Betriebe um 23 Uhr schließen.
  • Ebenfalls darf bei einem Wert von 35 auf 100.000 Einwohner weder Alkohol an öffentlichen Plätzen getrunken noch an Tankstellen verkauft werden.
  • Bei einem Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von mehr als 50 tritt eine Sperrstunde sowie die zuvor genannten Verbote bereits ab 22 Uhr in Kraft.
  • Ebenfalls gilt bereits bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen, Marktplätzen, öffentlichen Gebäuden sowie Begegnungs- und Verkehrsflächen wie zum Beispiel Fahrstühle oder Empfangsbereiche.
  • Kontakte werden ebenfalls bei 35/100.000 Einwohner innerhalb einer Woche maßgeblich eingeschränkt. Es gilt dann: zwei Hausstände oder maximal zehn Personen dürfen sich treffen. Steigt der Wert auf 50/100.000 dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen.

Mit diesen Maßnahmen ergreift das Bundesland Bayern weitaus härtere Maßnahmen, als sie von den Ministern gestern gemeinsam beschlossen worden. Und das nicht ohne Grund: So ist Bayern als flächengrößtes Bundesland von Corona mit am stärksten betroffen. Allein innerhalb eines Tages wurden hier 1.076 Neuinfektionen dem Robert Koch-Institut gemeldet. Einen nicht wesentlichen Teil dazu beigetragen haben einmal mehr Feierlichkeiten im größeren Rahmen.

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+++Neuer Corona-Ausbruch auf illegalem Oktoberfest in Bodenkirchen+++

So gab es n Bayern unlängst einen Corona-Ausbruch auf einem illegalen Oktoberfest am 3. Oktober: Mindestens 120, möglicherweise sogar bis zu 150 Gäste haben es in der niederbayerischen Gemeinde Bodenkirchen im Kreis Landshut krachen lassen. 20 von ihnen sind bisher schon positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Landratsamt Landshut mitteilte, sind die Teilnehmer zwischen 25 und 32 Jahre alt.

Die Feier fand in einer Maschinenhalle auf einem Areal statt, auf dem auch ein Bauernhof und eine Firmenhalle stehen. Den Angaben zufolge hatten drei Geschwister per WhatsApp zu dem nicht genehmigten Fest eingeladen. Eine Gästeliste wurde nur lückenhaft geführt, viele Besucher brüsteten sich in Social Media auch damit, sich nicht eingetragen zu haben. 

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Mindestens 20 Corona-Infektionen

Das Gesundheitsamt am Landratsamt Landshut hat am Dienstag, 13. Oktober, von der illegalen Veranstaltung erfahren und am Tag darauf schon 20 COVID-19-Fälle festgestellt. Nun wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die weiteren Partygäste ausfindig zu machen und alle zu testen. Dazu rief die Behörde die Beteiligten dazu auf, sich umgehend zu melden – sonst drohe die Gefahr, dass das Fest „zur Quelle von vielen weiteren Infektionen wird“. 

Druck auf Gäste, Ärztin infiziert

Offenbar versuchten die Geschwister, die die Party veranstaltet haben, das Vergehen zu vertuschen: So sei ein „spürbarer Druck auf Party-Gänger ausgeübt worden, einen Mantel des Schweigens über das ‚Oktoberfest’ zu breiten“. Inzwischen kooperierten sie aber mit der Behörde. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die drei sei eingeleitet worden.

Wie verantwortungslos sich die Teilnehmenden verhalten haben, zeigt sich auch am Fall einer Hausärztin: Gäste der Party sind für einen Corona-Test in ihre Praxis gekommen, wobei sich die Ärztin selbst mit dem Coronavirus infiziert hat. Ob sich die Lage in Bodenkirchen nach dem neuem Corona-Ausbruch auf dem illegalen Oktoberfest weiter zuspitzt, müssen die nächsten Tage zeigen.

Quellen:

Bayern verschärft Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen, in: Spiegel.de

Illegale Party in Bodenkirchen - 20 neue Corona-Fälle, in: landkreis-landshut.de

 

+++ 15.10. Rekord bei Corona-Neuinfektionen+++

Das Robert-Koch-Institut hat 6638 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Dies ist der höchste Wert an Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland. Bisher betrug die höchste Zahl an Neuinfektionen 6294 Fälle. Dies war am 28. März der Fall.

Die jetzigen Werte können jedoch nicht komplett mit den Zahlen aus dem März verglichen werden, da mittlerweile viel mehr Corona-Tests durchgeführt werden.

Allerdings ist die Rate an positiven Testergebnissen deutlich gestiegen: Betrug die Anzahl an positiven Coroa-Tests Ende August noch 0,74 Prozent, waren es in der Woche vom 5. bis zum 11.Oktober 2,48 Prozent. Zudem soll es laut der Tagesschau bereits Lieferengpässe für Reagenzien geben, weshalb es einen Rückstau in mehreren Laboren gebe. Außerdem komme es durch die Einführung des Beherbergunsgverbots ohne negativen Corona-Test für Menschen aus Corona-Hotspots zu einem höheren Bedarf an Tests, was die Labore nicht mehr auffangen können.

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Neue Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten haben in einer mehrere Stunden andauernden Debatte auf neue Regeln für Hotspots geeinigt.

Die einzelnen Punkte im Überblick:

  1. Schärfere Maskenpflicht: Sobald die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in einer Region überschreitet, sollen ergänzende Maskenpflichten eingeführt werden. So soll es dort, wo Menschen auf längere Zeit dicht zusammenkommen, eine Mund-Nasen-Bedeckungs-Pflicht geben. Ab einer Inzidenz von 50 kann es zu zusätzlichen Verschärfungen kommen.
  2. Begrenzte Teilnehmerzahl bei Feiern: In Hotspots mit einer Inzidenz von 35 soll es eine Beschränkung von 25 Personen bei öffentlichen Veranstaltungen geben, im privaten Rahmen sollen nur noch 15 Teilnehmer bei Feiern erlaubt sein. Bei einer Anzahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen nur noch zehn Teilnehmer sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum zugelassen werde. Bei privaten Feiern sind bei einer Inzidenz von 50 zudem nur noch zwei Haushalte zugelassen. Zudem sollen sonstige Veranstaltungen generell auf 100 Teilnehmer begrenzt werden. Es kann bei einem überzeugenden Hygienekonzept jedoch zu Ausnahmen kommen.
  3. Sperrstunde: Bei einer Inzidenz von 35 soll es eine Sperrstunde für Bars und Restaurants geben. Bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll die Sperrstunde verbindlich ab 23 Uhr gelten und mit einem Alkohol-Verkaufsverbot einhergehen. 

Keine Einigung beim Beherbergungsverbot

Zu einer bundesweiten Einigung über das Beherberungsverbot für Personen aus deutschen Hotspots konnte es nicht kommen. Darüber wollen Bund und Länder nun nach den Herbstferien im November erneut beraten. Allerdings haben Bundeskanzerlin Merkel und die Ministerpräsidenten an die Bürger apelliert, auf nicht notwendige Reisen aus Hotspots und in Risikogebiete zu verzichten.

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Jens Spahn: Extra Impfstoff für Personen über 65 Jahren

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Prof. Lothar Wieler vom RKI und Prof. Thomas Mertens von der Ständigen Impfkommission (STIKO) über die verstärkte Durchführung von Grippeschutzimpfungen ausgegesprochen. Spahns Appell: „Bitte gehen Sie zur Grippeschutzimpfung!“ Allen voran sind damit die einzelnen Risiko-Gruppen angesprochen.

Die Regierung habe für die diesjährige Grippesaison 6 Millionen Grippeimpfdosen nachbestellt, sodass die Versorgung mit einem Impfstoff gesichert ist. Jedoch: Natürlich könne es anfänglich zu Lieferengpässen kommen. „Niemand kann vorhersagen, wie stark die Grippewelle in jedem Jahr verläuft. Durch COVID-19 werden aber in diesem Jahr verstärkt Komplikationen auftreten, wenn beides zusammenkommt“, sagt auch Prof. Wieler vom Robert Koch-Institut.
Um dies zu vermeiden und das Gesundheitssystem zu entlasten, solle unbedingt vorgebeugt werden – durch eine vermehrte Impfung. „Der Anteil der geimpften Personen in den Risikogruppen muss möglichst hoch sein“, bekräftigt auch noch einmal Professor Mertens von der STIKO. 
Erstmals ist in diesem Jahr auch ein extra Grippeimpfstoff für Personen über 65 Jahren in Deutschland zugelassen. Der Impfstoff richtet sich gezielt an Ältere, da sie ein schwächeres Immunsystem haben.

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Auch Fragen zu einem dringend benötigten Impfstoff gegen Corona wurden beantwortet. Spahn bekräftigt noch einmal: „Ja, ich schließe aus, dass es eine Impfpflicht gibt.“ Es ist ein freiwilliges Impfangebot und das soll es auch bleiben. Damit die Impfung jedoch erfolgreich flächendeckend greift, sollten circa 55-65 Prozent der Bevölkerung geimpft sein.

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+++14.10. Steigende Corona-Zahlen in Deutschland+++

Während die Diskussion darüber, ob bundesweite Beherbergungsverbote Sinn haben, noch in vollem Gange ist, zeichnet sich in Deutschland ein besorgniserregender Trend ab: Die Neuinfektionen steigen und mit ihnen auch die Zahl jener Kreise, die zu innerdeutschen Risikogebieten bzw. Hotspots werden. Laut NDR verzeichnen Krankenhäuser außerdem einen Anstieg an stationären COVID-19-Patienten. 

 

RKI meldet 40 Kreise mit zu hoher 7-Tage-Inzidenz 

Neben den grundsätzlichen Neuinfektionen und den beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen gehört die 7-Tage-Inzidenz zu den aussagekräftigen Parametern innerhalb der Pandemie. Sie zeichnet nach, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in einem bestimmten Kreis gezählt werden. Die Bundesregierung erachtet den Grenzwert von 50 als kritisch; 35 gilt als Vorstufe. 

Im aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts vom 13. Oktober 2020 meldet die Behörde 40 Kreise mit zu hohen Neuinfektionswerten – 36 davon weisen eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 auf. Zum Vergleich: In der ersten September-Woche überschritten mit Landshut, Memmingen und Rosenheim lediglich drei Kreise den Schwellenwert. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 29,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

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Deutliches Plus: Mehr COVID-19-Patienten in Krankenhäusern

Wie das RKI ebenfalls meldet, müssen derzeit rund sechs Prozent aller Corona-Infizierten in Deutschland in einer Klinik behandelt werden. Im Vergleich zum Sommer hat sich die Zahl der schweren Krankheitsfälle mehr als verdoppelt: Ende August mussten bundesweit 246 Personen intensivmedizinisch betreut werden, im Moment sind es laut DIVI-Intensivregister rund 620 (Stand 13.10.). Vergangene Wochen es noch 450. 

Laut Recherchen des NDR zeichnet sich ein Zuwachs ab, der im September zunächst langsam stieg und sich seit Mitte Oktober deutlich beschleunigt. Beispiel Berlin: Dort lagen Ende August weniger als 40 Menschen zur gleichen Zeit wegen COVID-19 in einer Klinik. Ende September waren es knapp 100 Personen. Am 12. Oktober zählte die Stadt 201 stationäre Corona-Patienten, darunter 49 intensivmedizinische Fälle. 

Ein Bettenengpass droht allerdings nicht: Deutschlandweit sind aktuell noch knapp 9.000 Intensivbetten unbelegt. 

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Mehr als 5.000 Neuinfektionen: Aktuelle Corona-Zahlen

Auf seinem tagesaktuellen Dashboard listet das RKI ingesamt 334.858 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle seit Beginn der Pandemie in Deutschland. In den vergangenen 24 Stunden sind 5.132 neue Krankheitsfälle dazugekommen – so viele, wie zuletzt im April. Die Zahl der Todesfälle stieg sprunghaft von 13 am Vortag auf aktuell 43 Menschen. Seit Ausbruch des Virus' in Deutschland sind 9.677 Personen daran gestorben. 

Sowohl die 4-Tage-R als auch die 7-Tage-R sind leicht zurückgegangen. Der normale R-Wert sank laut RKI Schätzungen von 1,29 auf 1,18. Der Wert bildet das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Die 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen widerspiegelt, sank von 1,25 auf 1,20. 

Quellen:
Mehr Covid-19-Patienten in Kliniken, in: tagesschau.de
Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, in: experience.arcgis.com
Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (Stand 13.10.2020), in: rki.de

 

+++13.10. Rheinland-Pfalz stoppt Beherbergungsverbot +++

Es ist ein mehr oder weniger verzweifelter Versuch, das immer weiter ansteigende Infektionsgeschehen in Deutschland einzudämmen und eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern – das bundesweite Beherbergungsverbot für Menschen, die innerhalb eines Corona-Hotspots leben. Doch wen betrifft dies eigentlich nicht? Immer mehr Städte, aktuell nun auch Düsseldorf, haben die gefährliche Marke überschritten und sind offiziell zum Hotspot erklärt worden.

Als erstes Bundesland kippt nun Rheinland-Pfalz das beschlossene Beherbergungsverbot. Es tritt somit nicht am heutigen Dienstag in Kraft. Landeschefin Malu Dreyer begründete diese Entscheidung damit, dass „verheerende Rückmeldungen“ aus den einzelnen Kommunen gekommen seien, das Beherbergunsverbot demnach schlichtweg nicht durchführbar. Gegenüber den Medien heißt es: Die damalige Entscheidung für das Beherbergungsverbot gründete darauf, dass man die bundeseinheitliche Linie mittrage wollte.

Vor der morgigen Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, bei dem erstmals wieder alle Landeschefs persönlich mit der Kanzlerin aufeinandertreffen, wird bereits heftig spekuliert über das landesweite Aus des Beherbergungsverbots. Unter anderem der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki erklärte die Maßnahme für „rechtswidrig“. Und auch der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Hans-Jürgen Papier, sehe die Regelung als „verfassungsrechtlich hochproblematisch“ an.

Manuela Schwesig verteidigt landesweites Vorgehen

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, hingegen verteidigte das beschlossene Beherbergungsverbot. Gegenüber dem ARD-Morgenmagazin erklärte sie: „Ich bin nicht für eine Lockerung des Beherbergungsverbotes, und das wird Mecklenburg-Vorpommern auch nicht mitmachen. Wir sind mit unseren strengen Regeln von Anfang an in der Corona-Zeit gut gefahren. Wir haben die niedrigsten Infektionszahlen, obwohl wir drei Mal so viele Touristen beherbergt haben, wie wir eigentlich Menschen im Land sind“, so die Landeschefin.

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Quellen:

Schwesig verteidigt Beherbergungsverbot, in: tagesschau.de

Kippt die Kanzlerin am Mittwoch das Beherbergungsverbot?, in bz.-berlin.de

Aktuelle Corona-Zahlen am 13.10.2020

Aktuell wurden dem Robert Koch-Institut 329.453 positiv getestete Corona-Fälle gemeldet. Das sind 4.122 mehr als zum Vortag. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 29.6.

 

+++12.10. Über 370 Betroffene bei Corona-Ausbrüchen+++

Das Coronavirus zieht immer weitere Kreise. Wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Wochenende bestätigte, sind in Berlin aktuell 28 Beamte COVID-19-positiv und hunderte in Quarantäne. Auf Sylt hat man es indes mit einem potentiellen Superspreader-Event zu tun, bei dem ein Infizierter möglicherweise Hunderte Mitmenschen angesteckt hat. 

Ingesamt sind bisher über 370 Menschen von (drohender) Quarantäne betroffen.

 

 

Berliner Polizei: 28 bestätigte Corona-Fälle

Rund 270 Berliner Polizisten finden sich laut Angaben der GdP aktuell in Quarantäne, nachdem 28 Beamte positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Wie Gewerkschaftssprecher Benjamin Jendro am Samstag erklärte, seien daraufhin 87 Polizisten in angeordnete Quarantäne geschickt worden und 184 in vorsorgliche Isolation. 

Die Berliner Polizei bestätigte die Zahlen laut verschiedener Presseberichte bisher nicht. Genaueres zu möglichen Infektionsketten und Ausbruchsherden ist nicht bekannt. 

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+++Superspreader-Event auf Sylt+++

Die Gesundheitsbehörden auf Sylt sind indes mit einem Corona-Ausbruch in einem Insel-Lokal beschäftigt. In der Nacht vom 3. auf 4. Oktober war ein COVID-19-Positiver zu Gast im "American Bistro" in Westerland und könnte dort mehrere Menschen angesteckt haben.  

 

Kontaktnachverfolgung schleppend und mühsam

Das Problem an dem Massenausbruch wie so oft: Der Betreiber des Lokals konnte den Behörden lediglich unvollständige und fehlerhafte Kontaktdatenlisten vorlegen. In der Folge startete der Kreis Nordfriesland einen Aufruf nach den potentiell betroffenen Bistrogästen. Bisher konnten 101 Menschen ausfindig gemacht werden, die in der fraglichen Nacht im "American Bistro" waren. 

Bußgelder wegen der falschen Angaben drohen nicht: "Uns ist es jetzt nur wichtig, die Ausbreitung des Virus zu stoppen", betonte Nina Rahder, Leiterin des Fachbereiches Sicherheit, Gesundheit und Veterinärwesen der Kreisverwaltung Nordfriesland.

 

Corona-Tests am Montag, weitere Gäste werden gesucht

Am Montagnachmittag sollen die ersten Gäste auf eine mögliche Infektion getestet werden. 

Die zuständigen Gesundheitsämter bitten weiterhin darum, sich zu melden, falls man in der fraglichen Nacht ab 23.30 Uhr zu Gast im "American Bistro" gewesen ist. Dies kann entweder per Telefon beim Gesundheitsamt in Husum (Telefonnummer 0800 200 66 22) geschehen oder per Mail an corona-rueckfragen@nordfriesland.de – in der E-Mail bitte Name, Adresse, Telefonnummer und Uhrzeit des Besuchs angeben. 

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+++Übersicht der Corona-Hotspots in Deutschland+++

Inzwischen überschreiten immer mehr Städte und Landkreise in Deutschland den kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. 

Die aktuellen Corona-Hotspots und ihre 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland in der Übersicht:

Baden-Württemberg:

  • Landkreis Esslingen: 59,8
  • Stuttgart: 50,5

Bayern:

  • Landkreis Fürstenfeldbruck: 64,3
  • Memmingen: 56,7
  • Rosenheim: 70,8
  • Landkreis Regen: 60,7

Berlin:

  • Stadt Berlin: 58,37

Bremen:

  • Stadt Bremen: 77,3

Rheinland Pfalz:

  • Kaiserslautern: 61,3

Hessen:

  • Frankfurt am Main: 63,7
  • Offenbach am Main: 80,6
  • Groß Gerau: 51,1

Niedersachsen:

  • Landkreis Cloppenburg: 85,0
  • Landkreis Grafschaft Bentheim: 51,8
  • Landkreis Emsland: 58,0
  • Landkreis Wesermarsch: 50,8

Nordrhein-Westfalen:

  • Essen: 57,3
  • Hagen: 71,0
  • Hamm: 58,9
  • Herne: 86,3
  • Köln: 59,7
  • Landkreis Recklinghausen: 56,8
  • Remscheid: 51,2
  • Solingen: 51,7
  • Landkreis Unna: 54,2
  • Wuppertal: 60,5

Saarland

  • Landkreis St. Wendel: 97,7

Sachsen

  • Erzgebirgskreis: 52,2

Thüringen

  • Landkreis Eichsfeld: 54,0


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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Aktuell meldet das RKI 325.331 positiv getestete COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 2.467 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 6 Menschen auf 9.621. Demgegenüber stehen rund 276.900 Menschen, die die Virusinfektion überstanden haben. 

Der vom RKI geschätzte R-Wert lag am Sonntag bei 1,40 (Vortag 1,42). Der 7-Tage-R sank von 1,43 auf 1,37. 

 

+++09.10. Corona-Ausbruch auf Hochzeit in Bayern +++

Am vergangenen Donnerstag erst ermahnte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Pressekonferenz mit dem Robert Koch-Institut (RKI), dass Geselligkeit und Feiern ein großes Risiko darstellen. „Man solle sich überlegen, ob man während einer Jahrhundert-Pandemie wirklich zu einer Hochzeit mit 200 Gästen gehen soll.“ Da folgt auch schon die nächste Hiobsbotschaft über einen Corona-Ausbruch im bayerischen Baierbrunn in der Nähe von München. Laut Berichten des Redaktionsnetzwerks Deutschland sollen sich auf der Feier mindestens 18 Personen mit dem Corona-Virus angesteckt haben.

Ein weiteres Problem neben den Infektionen: Die Infizierten kommen aus zwei Großfamilien, deren Kontakte weite Kreise ziehen. Ein komplettes Mehrfamilienhaus sei bereits unter Quarantäne gestellt. 100 Familien seien ebenfalls von den Auswirkungen betroffen. Zwei Grundschulklassen sowie Lehrer und Betreuungspersonal wurden ebenfalls in Quarantäne geschickt. 

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+++Neue Corona-Hotspots in Berlin, Frankfurt und Bremen+++

Nach den bereits bestehenden Hotspots in Bremen, Offenbach, Hagen und dem Landkreis Esslingen gehört nun auch ganz Berlin und Frankfurt am Main zu den aktuellen Corona-Risikogebieten. Ausschlaggebend für die Entscheidung, wann ein Gebiet zum Hotspot wird, ist der 7-Tage-Inzidenz-Wert. Wird er überschritten, müssen weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens getroffen werden.

 

+++Aktuelle Corona-Fallzahlen am 09.10.2020 in Deutschland+++

Auch am heutigen Tag (Stand 9.10.2020) belief sich die Zahl der Neuinfektionen auf über 4.000, genauer gesagt 4.516. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt derzeit bereits bei 22,2. Die meisten Neuinfektionen gab es in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (76.796), Bayern (71.759) und Niedersachsen (22.142).

 

+++08.10. Mehr Risikogebiete und Neuansteckungen+++

Wie das Robert Koch-Institut auf seinem Dashboard bestätigt, kämpft Deutschland weiter gegen steigende Corona-Zahlen. So kamen zu den bestehenden Risikogebieten Hamm, Remscheid, Vechta und Berlin vier weitere hinzu. Die Zahl der Neuinfektionen im Land liegt indes erstmals seit Monaten über 4.000: Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden 4.058 neue Corona-Fälle gemeldet. 

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Vier neue Risikogebiete

Nach Hamm, Remscheid, Vechta und Berlin gelten nun auch Bremen, Offenbach, Hagen und der Landkreis Esslingen als inländisches Corona-Risikogebiet. Die Einteilung orientiert sich an der sogenannten 7-Tage-Inzidenz: Dieser Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden. Die Bundesregierung hat den Grenzwert von 50 als kritisch eingestuft. 

Die Risikogebiete und ihre aktuellen 7-Tage-Inzidenzen im Überblick (Stand 08.10.2020):

  • Hamm (NRW): 77,8
  • Vechta (Niedersachsen): 60,9
  • Bremen: 58,1
  • Hagen (NRW): 56,2
  • Esslingen (Baden-Württemberg): 52,3
  • Offenbach (Hessen): 51,4

In Berlin überschreiten vier Bezirke den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche:

  • Berlin-Neukölln: 89,7
  • Berlin Mitte: 71,1
  • Tempelhof-Schöneberg: 61,2
  • Friedrichshain-Kreuzberg: 58,9

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+++Über 4.000 Neuinfektionen in Deutschland+++

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden dem RKI 4.058 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Menschen, die sich hierzulande seit Beginn der Pandemie mit dem Virus angesteckt haben, steigt damit auf 310.144 Personen. Ingesamt hat Deutschland 9.578 COVID-19-Tote zu beklagen – 16 mehr als am Vortag. Dem gegenüber stehen rund 269.600 Menschen, die die Infektion überstanden haben. Das sind 2.000 Personen mehr als am Vortag. 

 

R-Wert sinkt, 7-Tage-R steigt

Zusätzlich zu den einzelnen Fallzahlen schätzt das RKI zwei Reproduktionszahlen, um die Corona-Lage in Deutschland besser einschätzen zu können. Beide Werte geben an, wie viele Mitmenschen ein COVID-19-Infizierter im Schnitt  ansteckt. Der reguläre R-Wert bildet das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab, der 7-Tage-R das von vor acht bis 16 Tagen. 

Stand 6. Oktober 2020 lag der reguläre R-Wert bei 1,10 und war damit im Vergleich zum Vortag, wo er bei 1,15 gelegen hatte, minimal gesunken. Der 7-Tage-R hingegen stieg minimal von 1,08 auf 1,11. 

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+++07.10. Polizei-Einsatz eskaliert: Hotel wirbt mit Aufruf zum Corona-Verstoß+++

„Es sind auch Gäste ohne Mund-Nasen-Schutz willkommen!“

Mit diesem Spruch warb ein Hotel in Bamberg, welches daraufhin wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ins Visier der Polizei geriet.

Wie die Polizei den Medien gegenüber berichtete, sei der folgende Einsatz alles andere als ruhig abgelaufen. Vier Beamten wurden leicht verletzt. „Das reicht vom Kratzer an der Stirn bis zum verstauchten Finger“, zitiert der Spiegel einen Sprecher der Polizei.

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Aber was genau war eigentlich passiert?

Ein Tourist hatte die Beamten auf die nicht corona-konforme Werbung des Hotels aufmerksam gemacht. Mitarbeiter des Personals sollen sowohl auf den geforderten Mund-Nasen-Schutz als auch auf Abstandsregeln verzichtet haben. Als die Polizei eintraf, eskalierte die Situation.

Die Hotel-Betreiber, ein Ehepaar, weigerten sich, die zuvor gemachten Video-Aufnahmen des noch laufenden Polizei-Einsatzes auszuhändigen, so berichtet der Spiegel. Bei der Bitte um Aushändigung des Bewegtbild-Materials habe die Ehefrau des Hoteliers die Beamten leicht verletzt. Nun werde wegen tätlichen Angriffs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

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+++Bundesweites Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots +++

Bund und Länder haben ein neues Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten beschlossen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus internen Teilnehmerkreisen, nachdem es eine Telefon-Schalte mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder und dem Kanzlerchef Helge Braun gegeben habe. Demnach gelten ab Donnerstag, 8. Oktober, folgende Maßnahmen:

Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test dürfen nicht mehr in Hotels und Gaststätten in anderen Bundesländern übernachten. Die Hotspots definieren sich nach der Anzahl der infizierten Personen. So gelte das Gebiet offiziell als Hotspot, welches mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aufweist. 

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+++07.10. Sperrstunde und Alkoholverbot in Frankfurt beschlossen+++

Es sind heftige Corona-Maßnahmen, welche in der Stadt Frankfurt ab Freitag, dem 9. Oktober, gelten. Sie stellen aber wohl eine der letzten Versuche dar, das Corona-Geschehen in Frankfurt maßgeblich einzudämmen. „Mir ist klar, wir machen uns damit nicht beliebt“, erklärte Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt am Dienstag (06.10.2020) gegenüber der Presse. 

Ab Freitag, den 9. Oktober, bis zum 18. Oktober sollen aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen folgende Regelungen gelten:

  • Ab 22 Uhr wird in Frankfurt eine Sperrstunde ausgerufen.
  • Einkaufsstraßen mit viel Zulauf sowie Einkaufszentren dürfen nur noch mit Mund-Nasen-Schutz betreten werden.
  • Private Feiern im öffentlichen Bereich müssen auf 25 Teilnehmern begrenzt werden.
  • Für private Feiern im privaten Raum gilt eine Empfehlung einer Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen.
  • An einigen öffentlichen Plätzen und in Parks gilt ab Freitag ein Alkoholverbot. Die Liste der betroffenen Plätze und Parks soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.
  • Auch eine Maskenpflicht für Schüler soll derzeit noch geprüft werden.
  • Plexiglas-Visiere zum Schutz in Bussen und Bahnen sowie Geschäften werden nicht als Corona-Schutzmaßnahme anerkannt.

In Frankfurt am Main stieg in den vergangenen Tagen die Infektionsrate in schwindelerregende Höhe. Insgesamt wurden in Frankfurt (Stand 06.10.2020) 3.775 Personen positiv auf Corona getestet. Ein Großteil der Infizierten befindet sich unter der Gruppe der 20-29-Jährigen mit 24 Prozent, dicht gefolgt von der Gruppe der 30-39-Jährigen. (Quelle: Frankfurter Neue Presse)

 

Sperrstunde und strengere Corona-Regeln auch in Berlin

Neben Frankfurt gibt es noch eine weitere Stadt, die eine Sperrstunde verhängt – Berlin. Ab Samstag, 10. Oktober, bis zum 31. Oktober müssen hier alle Geschäfte, Bars und Restaurants in der Zeit von 23 bis 6 Uhr geschlossen sein. Lediglich Tankstellen und Apotheken dürfen weiterhin geöffnet haben.

Außerdem gibt es neue Kontaktbeschränkungen. Im Zeitraum von 23 bis 6 Uhr sollen die Kontakte auf maximal fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten begrenzt werden. Klaus Lederer, Kultursenator der Stadt Berlin, erklärte gegenüber dem Tagesspiegel: „Wenn wir nicht hinkriegen, die Infektionsrate herunterzubekommen, werden wir härtere Maßnahmen ergreifen müssen – das wollen wir nicht“, so der Politiker. „Wir müssen alle Menschen auffordern, auf unnötige soziale Kontakte zu verzichten, private Kontakte auch einzuschränken.“ 

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Corona-Ausbruch in Klinik in Potsdam: Wie dramatisch ist die Lage?

Im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann wurden gleich vier Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Die vier positiv getesteten Mitarbeiter wurden umgehend in häusliche Quarantäne geschickt, wie die „BZ“ berichtet. Und auch noch fünf weitere Mitarbeiter aus dem Servicepersonal seien nach Angaben der Medien Corona-positiv. Während der Arbeit haben die Mitarbeiter die notwendige Schutzausrüstung getragen, so die „BZ“.

Vorerst wurde ein Aufnahmestopp für die Abteilung der „Psychosomatischen Medizin“ am Klinikum verhängt. Besuche seien ebenfalls nicht mehr gestattet. Weitere Tests des Klinikpersonals stünden noch aus. 

 

+++Corona-Fallzahlen am 7.10.2020 in Deutschland+++

Insgesamt wurden dem Robert Koch-Institut aktuell 306.086 positiv getestete Corona-Fälle gemeldet. Die Differenz zum Vortag liegt abermals über der 2.500-Marke, bei 2.828 positiv getesteten Ergebnissen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell in Deutschland 18,6. Bisher wurden 9562 Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet.

 

+++06.10. Corona-Superspreading auf privaten Feiern+++

Private Feiern gehören zu den risikoreichsten Faktoren in der Corona-Pandemie: Immer wieder stecken sich Menschen auf Geburtstagspartys, Hochzeiten, Taufen und anderen Festen an. 

Aktuell sind der Landkreis Gießen und der Schwarzwald von Massenausbrüchen betroffen. Ausgangspunkt der Neuansteckungen sind eine Geburtstagsfeier und eine Hochzeit. 

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Superspreader bei Geburtstagsfeier in Gießen

Auf einer Geburtstagsfeier in einem Restaurant in Gießen soll ein einzelner COVID-19-Positiver fast alle Gäste angesteckt haben: Nach aktuellem Stand der Ermittlungen sind 26 von ingesamt 27 Feiernden erkrankt. "Inzwischen sind von der Veranstaltung fünf Personen aus dem Landkreis Gießen und 21 Personen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf positiv getestet", erklärte Sprecherin Nadine Jung auf Anfrage der "Gießener Allgemeine". 

Gefeiert wurde der Geburtstag einer Führungskraft des Unternehmens Seidel. Bevor der sogenannte Superspreader auf der Party erschien, hatte er in eben jenem Betrieb im Landkreis Marburg-Biedenkopf gearbeitet. Dort sind inzwischen 15 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden – elf davon waren ebenfalls auf der privaten Feier. Es soll allerdings auch unabhängig von der Geburtstagsfeier zu Ansteckungen in der Firma gekommen sein. Der Betrieb hat vorsorglich geschlossen. 

 

Appell: Private Feiern absagen

Marian Zachow, der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreis Marburg-Biedenkopf, kommentierte den aktuellen Corona-Massenausbruch: "Dieses Beispiel macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, dass Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen derzeit sehr kritisch zu bewerten sind. […] Der runde Geburtstag, das Ehejubiläum oder ein anderes Familienfest sind zwar wichtige Ereignisse, auf die sich alle Beteiligten freuen, man sollte es aber hinterher nicht bereuen. Daher der dringende Appell, Feiern zu verschieben!"

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240 Personen nach Hochzeit in Quarantäne

Wie in Gießen kämpfen die Behörden im Schwarzwald gegen einen neuen Corona-Massenausbruch. Dort ist es auf einer Hochzeit zu mehreren Ansteckungen gekommen. Die private Feier fand Ende September mit gut 120 Gästen in Lahr statt. 

Ursprünglich waren 16 Hochzeitsgäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Einige von ihnen hatten in den Folgetagen weitere Familienfeiern besucht, was die Identifikation aller Kontaktpersonen extrem erschwert. Laut Ordnungsamt sind aktuell mehr als 240 Menschen aus Lahr und Umgebung in Quarantäne. Darunter befinden sich auch Schüler der Werkrealschule in Seelbach und der Grundschule in Kuhbach. 

 

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist erneut extrem hoch: 2.639 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag. Damit haben sich laut RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 303.258 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 12 Menschen auf 9.546. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass bisher 265.600 Personen in Deutschland die Infektion überstanden haben – rund 1.900 mehr als am Vortag. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche gemeldet wurden, liegt bundesweit bei 16,8. 

Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen sanken minimal: Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, ging von 1,23 auf 1,21 zurück; die Tage-R, die das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor zeigt, sank von 1,14 auf 1,08. 

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+++05.10. Die Corona-Lage in Deutschland+++

Zum Wochenbeginn meldet das Robert Koch-Institut erstmals über 300.000 COVID-19-Infizierte in Deutschland: Seit Beginn der Pandemie haben sich hierzulande 300.619 Menschen mit dem Virus angesteckt (Stand 05.10.2020, 00.00 Uhr). Zeitgleich bestätigt das Helios-Klinikum in Bad Saarow (Oder-Spree) einen neuen Corona-Ausbruch. Die Einrichtung hat einen generellen Aufnahme- und Entlassungsstopp verhängt. 

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Mehr als 300.000 Corona-Infektionen in Deutschland

300.619 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie markiert einen neuen, traurigen Meilenstein in Deutschland. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Gesamtfälle um 1.382 Neuinfektionen. Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Zahl im Laufe der Woche weiter steigt: Am Wochenende übermitteln viele Gesundheitsämter keine Daten an das RKI, weswegen die gezählten Neuinfektionen sonntags und montags traditionell recht niedrig liegen und ab dienstags drastisch höher. 

 

Deutschland im weltweiten Vergleich

Trotz der überschrittenen Schwelle von 300.000 Corona-Infektionen liegt Deutschland im weltweiten Vergleich der Gesamtinfektionen auf einem der hinteren Plätze. Die Johns Hopkins Universität listet die weltweiten COVID-19-Fälle auf ihrem täglich aktualisierten Dashboard. Demnach liegt die USA mit 7.418.107 Corona-Fällen auf Platz 1, gefolgt von Indien mit 6.623.815 und Brasilien mit 4.915.289 Fällen ingesamt. Russland auf Platz vier hat offiziell noch 1.209.039 Fälle zu verzeichnen. 

Mit 300.619 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt Deutschland auf Platz 23, hinter Spanien, Frankreich, Italien und der Türkei. 

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Mit mehr als 300.000 Corona-Infektionen in Deutschland stieg auch die Zahl der Todesfälle über das Wochenende weiter an. Von Sonntag auf Montag verstarben 5 Menschen an COVID-19, wodurch sich die Gesamtzahl der Todesopfer auf 9.534 erhöht. Dem gegenüber stehen rund 263.700 Menschen, die die Infektion bereits überstanden haben.

Die vom RKI geschätzten Reproduktionszahlen stiegen ebenfalls beide an. Die 4-Tage-R, die das Infektion etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, lag laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,23. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen Mitmenschen ansteckt. Zuvor hatte der R-Wert bei 1,10 gelegen. 
Die zweite Reproduktionszahl, die sogenannte 7-Tage-R stieg indes nur minimal von 1,13 am Vortag auf 1,14. Sie zeigt das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor und unterliegt deswegen weniger tagesaktuellen Schwankungen.

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+++Corona-Ausbruch in Brandenburger Klinikum+++

Am Wochenende meldete das Helios-Klinikum in Bad Saarow (Oder-Spree) mehrere positive Corona-Fälle. Wie der "rbb" berichtet, hatten sich am Samstag elf Mitarbeiter und neun Patienten angesteckt; am Sonntag sollen weitere Fälle dazugekommen sein. Betroffen sind laut Klinikleitung die Bereiche Neurochirurgie, Traumatologie und Orthopädie.  

Sieben der neun infizierten Patienten werden isoliert versorgt, die restlichen zwei konnten in häusliche Quarantäne entlassen werden.  

 

Das Klinikum ist "abgemeldet"

Als Reaktion auf den Corona-Ausbruch verhängte die Klinikleitung mit sofortiger Wirkung einen generellen Aufnahme- und Entlassungsstopp. "Unser Haus ist aktuell komplett abgemeldet. Es finden keine Aufnahmen oder Entlassungen statt. Dies gilt auch für Geburten oder Notfälle, wie etwa Schlaganfälle", hieß es in einer internen E-Mail, die dem "rbb" vorliegt. Notfälle sollen allerdings in einem speziell vorbereiteten Notsaal operiert werden können. 

Grundsätzlich findet in den kommenden Tagen und Wochen kein Publikumsverkehr statt: Krankenwagen dürfen die Brandenburger Klinik nicht anfahren, die Patienten werden nicht in andere Häuser verlegt und ein Besuchsverbot erteilt. Zusammen mit einem verschärften Hygienekonzept will man so dafür sorgen, dass sich das Virus nicht ausbreitet. 

 

Betrieb unter strengen Auflagen

Selbstverständlich stellt das Helios-Klinikum in Bad Saarow nicht den kompletten Betrieb ein. In den insgesamt mehr als 585 Betten liegen schließlich Patienten, die versorgt werden müssen. Die Corona-Maßnahmen im Haus sind allerdings aufgestockt worden. Sämtliche Mitarbeiter tragen nun ganztags einen Mund-Nasen-Schutz, ebenso wie die Patienten, sobald sie ihre Zimmer verlassen. Das Service- und Reinigungspersonal ist klar geregelt auf einzelne Stationen verteilt. 

"Unser wichtigstes Anliegen ist es, unsere Patientinnen und Patienten ebenso wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv vor einer weiteren Ausbreitung des Virus zu schützen", betonte Klinikgeschäftsführerin Carmen Bier.

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+++02.10.2020 Polizei löst Hochzeitsparty mit 400 Gästen auf+++

Am vergangenen Dienstagabend (29.09.) kam es in Bremen zu einem Zwischenfall mit Gästen einer Hochzeitsfeier und der Bremer Polizei. Der Grund: Eine Hochzeitsgesellschaft mit rund 400 Beteiligten, alle ohne Sicherheitsabstand und Masken. Laut Polizeiangaben haben die Feiernden massiv gegen die Corona-Auflagen verstoßen. In Bremen sei zu dieser Zeit eine Höchstzahl von 250 Personen bei privaten Feiern erlaubt. Ein Anrufer meldete der Polizei die „illegale Corona-Party“, die dann abrupt von der Polizei beendet wurde. Trotz Ermahnungen der Veranstalter, die geltenden Hygienerichtlinien einzuhalten, zeigten sich die Besucher Medienberichten zufolge uneinsichtig. Wie t-online.de berichtet, werde nun aufgrund des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetzes ermittelt.

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++Corona-Ausbruch nach Hochzeitsfeier in Duisburg+++

Auch in Duisburg stiegen die Infektionszahlen aufgrund einer Hochzeitsfeier rapide an. Die Feierlichkeit fand bereits am 19. September in Duisburg-Hochfeld statt, die Auswirkungen sind allerdings immer noch zu spüren. Aktuell sind bereits 39 Hochzeitsgäste positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Alle Teilnehmer der Hochzeitsfeier wurden direkt nach Bekanntgabe von positiven Testungen aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben, erklärte die Sprecherin der Stadt, Gabi Priem, gegenüber den Medien. Es stünden immer noch Befunde aus. „Die Betroffenen sind zur Testung gegangen, weil sie Symptome entwickelt haben“, so die Stadtsprecherin. 

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Der 7-Tage-Inzidenzwert stieg in den vergangenen Tagen indes rapide auf einen Wert von 31,9 an. Für private Feiern im öffentlichen Raum gilt seit dem 1. Oktober nun eine Höchstgrenze von 150 Gästen. Ab 50 Teilnehmer müssen die Veranstalter eine Gästeliste mit Ansprechpartnern führen und spätestens drei Tage vor der Feierlichkeit beim Ordnungsamt anmelden. 

 

+++Donald und Melania Trump mit Coronavirus infiziert +++

Einschränkungen bei Großveranstaltungen im öffentlichen Raum – davon hat US-Präsident Donald Trump bisher wenig gehalten. Ein Fehler offenbar. Denn nachdem zunächst bekannt wurde, dass Trumps Beraterin Hope Hicks sich mit Sars-CoV-2 infiziert habe, wurden nun auch Donald Trump und Ehefrau Melania Trump positiv auf COVID-19 getestet. „Wir werden unsere Quarantäne und Erholung sofort beginnen. Wir werden das GEMEINSAM durchstehen", twitterte Trump als Reaktion auf die Neuigkeit. Es werde erwartet, dass der US-Präsident seine Amtsgeschäfte ohne Unterbrechung weiterführen kann. 

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+++aktuelle Corona-Zahlen am 02.10.2020+++

Aktuell sind dem Robert Koch-Institut insgesamt 294.395 positiv getestete Fälle in ganz Deutschland übermittelt wurden (Stand: 02.10.2020). Die Differenz zum Vortag beträgt 2.673 Fälle mehr als noch am Donnerstag. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert beträgt aktuell 15,3.

 

+++01.10. Corona in Berlin: Lockdown-Zustände in der Hauptstadt+++

Wieder wurde die kritische Schwelle von 2.500 Neuinfektionen in Deutschland überschritten. Nachdem bereits am vergangenen Samstag (Stand 01.10.2020) der Höchstwert mit 2.507 Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit April gemeldet wurde, vermeldet das Robert Koch-Institut nun wieder 2.500 Neuinfektionen an einem Tag. Einen nicht unwesentlichen Teil trug das Infektionsgeschehen in Berlin dazu bei. Im Bezirk Berlin-Mitte ist der kritische 7-Tages-Indiz-Wert von 50 längst überschritten. Das heißt: In den letzten sieben Tagen haben sich über 50 Personen je 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus angesteckt. 

Aktuell meldet die Stadt Berlin sogar einen Rekordanstieg an Neuinfektionen: 288 Fälle an einem Tag. Ein Plus von über 280 Fällen wurde zuletzt vermeldet direkt im Anschluss an den im März verhängten Lockdown. Einen höheren Anstieg an Infektionen hat aktuell nur ein anderes Bundesland zu verzeichnen – Bayern. Hier wurden 486 neue Fälle (Stand 01.10.2020) gemeldet. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel soll vor der vergangenen Bund-Länder-Beratung gesagt haben, dass in Berlin jetzt etwas passieren müsse.

 

Corona-Ampel in Berlin noch auf Grün

Um das Infektionsgeschehen besser beobachten zu können, hat Berlin bereits die sogenannte Corona-Ampel eingeführt. Sie zeigt an, wenn kritische Werte überschritten werden. Dazu zählen der Reproduktionswert, die Auslastung der Intensivbetten und die 7-Tage-Inzidenz. Noch stehen zwei der Ampeln auf Grün und eine auf Gelb. Dies kann sich jedoch schnell ändern.

Weitere Regelungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens sind bereits in Kraft getreten. So gilt für Berlin aktuell eine Masken-Pflicht in Büro- und Verwaltungsgebäuden. 

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+++Neue Reisewarnungen für Großbritannien und Belgien+++

Die Bundesregierung hat indes nicht nur auf das steigende Infektionsgeschehen in Deutschland reagiert, sondern auch für Reisen ins Ausland neue Reisewarnungen verhängt. Folgende Reisewarnungen gelten ab sofort:

Reisewarnung für …

  • Belgien
  • Island
  • Frankreich: Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne)
  • Großbritannien: Wales und Nordirland
  • Irland: Border Region
  • Estland: Kreis Ida-Viru
  • Litauen: Region Siauliai
  • Slowenien: Region Koroska
  • Ungarn: Komitate Pest, Csongrad und Vas
  • Rumänien: Gespanschaften Alba und Cluj

Zu den schon bisherigen Reisewarnungen sind es nun vor allem Gebiete in Großbritannien mit Wales und Nordirland, die Anlass zur Sorge geben. In Frankreich wurden die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) zu den schon bestehenden Reisewarnungen ergänzt. 

 

+++Aktuelle Corona-Zahlen am 01.10.2020+++

Das RKI vermeldet aktuell 291.722 positive Corona-Fälle in ganz Deutschland. Die Differenz zum Vortag beträgt 2.503. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 14.9 (Stand 01.10.2020).

Quelle:

Covid-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit, in: rki.de

 

+++30.09. Berlin beschließt Maskenpflicht im Büro+++

Der Berliner Senat zog am Dienstag mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen die Reißleine: In Deutschlands Hauptstadt gilt ab sofort eine Maskenpflicht in sämtlichen Büro- und Verwaltungsgebäuden. Zuletzt war der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, auf 28,9 geklettert (Stand 29.09.2020). Sie liegt damit knapp unter der in Berlin als kritisch geltenden Grenze von 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. 

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Vom Schulsystem abgeschaut

Die Maskenpflicht im Büro ist ähnlich konzipiert wie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Schule: Am Platz sitzend darf die Maske abgesetzt werden, doch sobald man sich von seinem Platz entfernt, muss man sie aufsetzen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) erklärte dazu, die Maskenpflicht im Büro gelte "sobald man sich in Bewegung befindet und in Aufzügen. Weil dort die Abstände, wenn man sich begegnet, nicht eingehalten werden können." 

Die neue Regelung tritt am Samstag, 3. Oktober 2020, in Kraft. 

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Am Mittwoch meldet das Robert Koch-Institut 1.798 COVID-19- Neuinfektionen. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 289.219 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg in den vergangenen 24 Stunden um 17 auf insgesamt 9.488. Über 254.000 Menschen haben die Infektion überstanden. 

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 14,5 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Zwei Landkreise überschreiten derzeit den kritischen Wert von 50: Hamm (80,4) und Remscheid (57,7) in NRW (Stand 30.09.). In den vergangenen sieben Tagen wurden aus 10 Landkreisen keine Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am 16.06.2020 waren es noch 139 Kreise ohne übermittelte Neuinfektionen. 

Am 29.09. schätzte das RKI die aktuellen Reproduktionszahlen. Der normale, 4-Tage-R-Wert sank von 1,18 auf 1,12. Er gibt das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor wieder. Die 7-Tage-R stieg von 0,98 auf 1,03. Dieser Wert bezieht sich auf den Zeitraum acht bis 16 Tage zuvor und unterliegt deswegen weniger Schwankungen. 

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+++29.09 Bund und Länder einigen sich auf neue Corona-Regeln+++

Bundeskanzlerin Merkel hat erst kürzlich Sorge über die derzeitige Entwicklung der Corona-Neuinfektionen bekundet und vor einem extremen Anstieg der Zahlen gewarnt. Nun haben sich Bund und Länder auf einer Videokonferenz auf neue Gesetze zur Eindämmung des Infektionsgeschehens in Deutschland geeinigt. Auf einer Pressekonferenz teilte Merkel zusammen mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CDU) und Peter Tschentscher (SPD), Hamburgs Bürgermeister, die Beschlüsse mit.

 

Frühwarnsystem bei einer 7-Tages-Inzidenz von 35

Markus Söder (CSU) hat sich wiederholt für ein bundesweit einheitliches Regelsystem ausgesprochen, unter anderem auch für eine Corona-Ampel. Genau das soll nun bald kommen: Bisher werden erst bei einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern strengere Maßnahmen gegen das Coronavirus ergriffen. Jetzt soll bereits ab einem Wert von 35 ein Frühwarnsystem anschlagen. 

Bei einem Schwellenwert von 35 ist „dringend empfohlen“, die Teilnehmerzahl von privaten Feiern auf 25 Gäste zu beschränken, Feierlichkeiten in öffentlichen Räumen auf 50 Gäste. Überschreitet eine Region den 50er-Grenzwert, sollen in privaten Räumen nur zehn, in öffentlichen Räumen 25 Menschen zusammenkommen dürfen. So soll die Gefahr von Infektionsausbrüchen minimiert werden.

Kommunen und Länder können die erlaubte Teilnehmerzahl weiter herabzusetzen. Zwar sind Feierlichkeiten nicht verboten, trotzdem rät Angela Merkel eindringlich dazu, auf private Feiern zu verzichten.

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Mindestbußgeld für falsche Personenangaben

Falsche Personenangaben in Restaurants sollen ab jetzt mit einem Bußgeld bestraft werden. Machen die Restaurantbesucher falschen Angaben, werden künftig mindestens 50 Euro fällig. Das Bußgeld trifft jedoch nicht die Gäste, sondern die Betreiber der Lokale. Dieser Beschluss dürfte vor allem von dem Corona-Skandal in einer Hamburger Szene-Bar beeinflusst worden sein, in der rund 100 Gäste falsche Namen auf den Kontaktlisten hinterlassen haben.

 

Lüftung in geschlossenen Räumen

Ein weiterer Beschluss sieht ein Konzept für die Lüftung von geschlossenen Räumen in öffentlichen Gebäuden, wie etwa Schulen, vor. Merkel betont, dass regelmäßiges, richtiges Lüften in öffentlichen Räumen eine der „billigsten und effektivsten Maßnahmen“ sei, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Daher müsse diese Maßnahme ernst genommen werden. Das Konzept soll unter anderem die Umrüstung der Lüftungsanlagen in öffentlichen Gebäuden, wie etwa in Schulen, umfassen und auf Virenschutz ausgelegt werden.

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Teststrategie für Schulen und Kitas

Zudem haben Bund und Länder über die Test-Strategie in Schulen und Kitas beraten. So soll bei einem Infektionsfall nicht die ganze Schule geschlossen werden. Stattdessen sollen „Cluster“, wie etwa einzelne Klassen und Jahrgangsstufen, getestet und in Quarantäne geschickt werden.

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+++29.09. Corona-Skandal in Hamm: Infektionszahlen steigen weiter+++

Nachdem eine türkische Hochzeit Anfang September zu einer Corona-Masseninfektion in Hamm, NRW, geführt hat, ist in der Region keine Entspannung in Sicht. Am Montag meldete die Stadt 37 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Zudem befinden sich aktuell 2.772 Menschen in Quarantäne, 17 Personen müssen im Krankenhaus behandelt werden, eine davon intensivmedizinisch. Von den ingesamt 229 akut Infizierten sollen 170 Fälle auf die Hochzeit Anfang des Monats zurückgehen. 

Das RKI meldete auf seinem Online-Dashboard die bundesweit höchste 7-Tage-Inzidenz für Hamm: 112,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Zum Vergleich: Den zweithöchsten Wert verzeichnet der Landkreis Dingolfing-Landau in Niederbayern mit 60,3. 

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Reaktion des Veranstalters

Ursprung des Skandals ist der Junggesellinnenabschied der Braut am 4. September. In einer Veranstaltungshalle in Hamm feierten 46 Frauen, zwei davon hatten COVID-19. 

Ersan Basel (39), Besitzer der Location, wies in einem Interview mit "Focus Online" die Vorwürfe gegen sich als Superspreader zurück: "In den sozialen Medien werde ich beschimpft und bedroht, weil ich angeblich die gesamte Stadt in den Lockdown getrieben haben soll. Dabei ist bei meiner Feier alles korrekt abgelaufen." Er habe Kontaktlisten ausgelegt und auf Abstands- sowie Hygieneregeln geachtet. Erst, als die Hochzeitsgesellschaft ihre Feierlichkeiten fortsetzte – gefeierte wurde am ersten und zweiten September-Wochenende in Hamm, Dortmund und Werl –, habe SARS-CoV-2 die Runde gemacht. "Das Coronavirus hat sich von der Hauptfeier in Dortmund aus verbreitet", ist sich Basel sicher. "Ich habe mit der Verbreitung nichts zu tun."

 

Mühsame Ermittlungen

Die Corona-Mitarbeiter der Stadt Hamm hatten sich in den vergangenen Tagen immer wieder beschwert, dass sowohl Gäste als auch Veranstalter rund um die Corona-Hochzeit Informationen zurückhalten. Das erschwere das Nachverfolgen möglicher Infektionsketten. Veranstalter Ersan Basel verspricht indes: "Ich werde weiter mit den Behörden zusammenarbeiten und mich für die Bekämpfung der Pandemie einsetzen."

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+++Qualvoller Meilenstein: Über eine Million Corona-Tote weltweit+++

Die Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichnen einen traurigen Meilenstein: Weltweit sind über eine Million Menschen am Coronavirus gestorben. Am 29. September 2020 waren es genau 1.001.800 Tote. 

UN-Generalsekretär António Guterres spricht von einem "qualvollen Meilenstein" und sagt weiterhin: "Es ist eine betäubende Zahl. Trotzdem dürfen wir nie die einzelnen Leben aus dem Blick verlieren: Es waren Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Brüder, Schwestern, Freunde und Kollegen."

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Am Dienstag meldet das RKI 287.421 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle in Deutschland. Das sind 2.089 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 11 auf 9.471 Menschen. 

Die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Mitmenschen ein Corona-Infizierte im Mittel ansteckt, stieg minimal von 1,17 am Vortag auf 1,18. Der R-Wert bildet das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Als zweiten Wert schätzt das RKI außerdem die 7-Tage-R, die sich auf das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen bezieht. Dieser Wert sank von 1,02 auf 0,98. 

Quellen:
Corona-Ausbruch nach türkischer Hochzeit: Nun äußert sich Veranstalter zu Vorwürfen, in: focus.de
Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, in: /experience.arcgis.com
COVID-19 Dashboard by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University (JHU), in: coronavirus.jhu.edu

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+++28.09. Bielefeld wird zum Corona-Hotspot+++

In Bielefeld, NRW, grassiert das Coronavirus derzeit heftig. Ursprung des Ausbruchs ist eine private Feier, die in der vergangenen Woche (KW 39) stattgefunden hat. Rund 1.000 Menschen müssen in der Folge in Quarantäne. Die Ermittlungen dauern an. 

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36 bestätigte Fälle, Schulen betroffen

Wie die Stadt Bielefeld am Sonntag mitteilte, liegt die Gesamtzahl der bestätigten COVID-19-Infektionen in Zusammenhang mit dem Fest bei 36. Das klingt zunächst nach wenigen Fällen. Doch weil unter den Infizierten auch Schüler sind, ziehen die möglichen Auswirkungen weite Kreise. 

Aktuell sind in neun Schulen ganze Klassen oder sogar Jahrgangsstufen, sowie Schüler und Lehrer von Quarantäneanordnungen betroffen. Das "Westfalen Blatt" stellt dazu eine Online-Übersicht zur Verfügung. Rund 1.000 Menschen sind aufgrund dieses Corona-Ausbruchs derzeit in Quarantäne. 

 

Geburtstagsparty Schuld? 

Wie das "Westfalen Blatt" weiterhin berichtet, soll es sich bei der privaten Feier um eine Geburtstagsparty gehandelt haben. Die Party soll "in privaten Räumlichkeiten stattgefunden" haben. Krisenstab-Leiter Ingo Nürnberger kommentierte die kritische Situation: "In Corona-Zeiten ist es nicht vernünftig, in einer Wohnung mehrere Dutzend Menschen zu empfangen. Die Folgen tragen nun nicht nur Familie und Gäste, sondern auch mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte, die in Quarantäne müssen."

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+++Corona-Massentests in Flensburg+++

Wie Bielefeld kämpft auch Flensburg, Schleswig-Holstein, mit einem drastischen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Am Wochenende wurden 26 neue Corona-Fälle innerhalb einer Woche registriert, was Massentests am Sonntag zur Folge hatte. 

 

Ausgangspunkt: Feier in Dänemark

Rund 160 Personen mussten sich den Massentests unterziehen, darunter Schulkinder. Am morgigen Dienstag sollen weitere Reihentests durchgeführt werden. Grund für die Maßnahmen ist eine große private Feier in Dänemark, bei der viele Menschen aus Flensburg zugegen waren. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigte am Montag eine 7-Tage-Inzidenz von 29,0 für Flensburg. Das ist der höchste Wert an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in ganz Schleswig-Holstein. 

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+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Mit Stand 28.09.2020 hält das RKI insgesamt 285.332 labortechnisch bestätigte COVID-19- Fälle in Deutschland fest. Das sind 1.192 mehr als am Vortag (Angaben ohne Gewähr: Das RKI meldet Verzögerungen bei der Datenaktualisierung). Die Zahl der Todesopfer steigt um 3 Personen auf 9.457. Rund 250.800 Menschen haben die Infektion laut RKI bisher überstanden. 

Die aktuellen R-Werte gab das Robert Koch-Institut am Samstag, 26.09. bekannt. Dabei lag der reguläre R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, bei 1,08 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen Mitmenschen mit COVID-19 ansteckt. Der 7-Tage-R sank leicht von 1,24 auf 1,17. Dieser Wert spiegelt Infektionsgeschehen acht bis 16 Tage zuvor wider. 

 

+++25.09. Hochzeit in NRW zieht Corona-Skandal nach sich+++

Eine Hochzeit ist erneut Berichten zufolge Ausgangspunkt einer schweren Corona-Masseninfektion in Nordrhein-Westfalen. So habe ein türkische Brautpaar Anfang September seine Hochzeit in großem Stil über mehrere Tage und mehrere Orte verteilt gefeiert, wodurch sich das Virus großflächig ausbreiten konnte. Die zuständigen Behörden versuchen derzeit fieberhaft, mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen. 

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Ablauf der Hochzeit in Hamm nur teilweise bekannt

Der exakte Ablauf der Großhochzeit ist bisher nicht bekannt, da sowohl das Brautpaar als auch dessen Gäste nur sehr reduziert mit den Corona-Mitarbeitern der Stadt Hamm zusammenarbeiten. Das berichtet der "Westfälische Anzeiger".

Was bisher über das XXL-Fest bekannt ist: Der Ausgangspunkt der Infektionskette ist der Junggesellinnenabschied am 4. September. Dort feierten 46 Frauen miteinander, unter denen sich zwei mit dem Coronavirus infizierte befunden haben. Von dort aus nahm das Corona-Superspreading-Event seinen Lauf. Bei den anschließenden Feiern am selben Wochenende in Hamm und Dortmund kam es zu weiteren Infektionen. Eine Woche später feierte die Gesellschaft noch einmal in Werl. Auch hier kam es zu Ansteckungen mit SARS-CoV-2. 

Nachdem zunächst sehr ungenaue Angaben über die Zahl der Gäste gemacht worden waren, steht nun fest: Auf der Hochzeit waren 309 Personen aus Hamm zugegen – obwohl in NRW aktuell laut Corona-Schutzverordnung lediglich 150 Menschen erlaubt gewesen wären. 

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7-Tage-Inzidenz steigt und steigt

In Hamm explodiert die Zahl der Neuinfektionen pro 100.00 Einwohnern innerhalb einer Woche, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, aufgrund der Hochzeit. Am Mittwoch meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 94,9, am Donnerstag von 95,5 und am heutigen Freitag von 96,0. 

Zum Vergleich: Die Bundesregierung hat die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohnern innerhalb einer Woche als kritisch festgelegt. Wird diese Grenze überschritten, muss über strengere Corona-Regelungen nachgedacht werden. 

 

Hamm verschärft Corona-Maßnahmen

Genau das tut Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU). Um den Corona-Ausbruch in den Griff zu kriegen, dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten treffen. Private Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt, Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern sogar genehmigt werden. Für Schüler und Lehrer besteht nun auch während des Unterrichts eine Maskenpflicht. 

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2.500 Menschen in Quarantäne

Die verschärften Corona-Maßnahmen sind durchaus gerechtfertigt. Immerhin befinden sich allein in Hamm aktuell rund 2.500 Menschen in Quarantäne, darunter 800 Schüler aus elf Schulen. 
Unter den 309 Hochzeitsgästen wurden bereits 100 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere Tests finden in den kommenden Tagen statt. 

 

Bürgermeister droht mit Konsequenzen 

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann hält sich derweil mit Kritik nicht zurück. Der CDU-Politiker betonte in einem Interview mit der "WAZ": "Ich bin wütend über diesen Vorfall. Eine einzige Familie hat die ganze Stadt in diese Situation gebracht und setzt damit das Zusammenleben der unterschiedlichen landsmännischen Gruppen unter Stress."
Derzeit werden rechtliche Konsequenzen geprüft. Sowohl das Brautpaar als auch der Betreiber des Veranstaltungsorts in Hamm könnten mit Bußgeldern oder Schadensersatzforderungen für ihr sorgloses Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte ein Sprecher der Stadt.  

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Erneut liegt die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Deutschland über 2.000: Das Robert Koch-Institut meldete 2.153 labortechnisch bestätigte Corona-Fälle mehr als am Vortag. Damit haben sich hierzulande seit Beginn der Pandemie ingesamt 280.223 Menschen mit COVID-19 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle liegt aktuell bei 9.443 Menschen – 15 mehr als am Vortag. 

Die Reproduktionszahl, auch R-Wert genannt, sank leicht von 0,79 auf 0,78. Sie bildet das Infektionsgeschehen von vor eineinhalb Wochen ab. Die 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen zeigt und weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt, stieg leicht von 0,95 auf 0,97. 

Frau mit Maske guckt auf der Straße auf ihr Handy
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+++24.09. Neue Corona-Regeln in NRW: Privatfeiern nur mit Anmeldung+++

Die Corona-Maßnahmen werden erneut verschärft und neue Beschränkungen sollen das stetig steigende Infektionsgeschehen wieder eindämmen. Ob die zweite Welle kommt oder nicht, ist in der Politik schon längst kein Thema mehr. Jetzt gilt es, weitere Maßnahmen zu treffen. So scheint es zumindest, wenn man auf das aktuelle Pandemie-Geschehen vor allem im Bundesland Nordrhein-Westfalen blickt. Nach einem Corona-Ausbruch bei einer Hochzeitsfeier ist Hamm innerhalb kürzester Zeit zu einem Corona-Hotspot geworden. „Wir haben mehr als 40 Infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen“, erklärte ein Stadtsprecher. Als Konsequenz der Fahrlässigkeit will NRW nun die Corona-Schutzmaßnahmen wieder verstärken. „Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen“, sagte der Gesundheitsminister von NRW, Karl Josef Laumann, gegenüber dem WDR. Außerdem solle es zukünftig einen Verantwortlichen geben, der die Gästeliste beim Gesundheitsamt einreicht.
Bereits am Mittwoch wurde beschlossen, dass im öffentlichen Raum Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten sich gemeinsam aufhalten dürfen, um die Ansteckungsgefahr im neuen Corona-Hot-Spot Hamm zu minimieren. Mit der neuen Regelung greift die Politik nun den Ursprung der rasant ansteigenden Infektionsrate an. 

Eine Menschenmenge ist mit Strichen miteinander vernetzt
Service RKI-Studie zu Corona: Hier ist das Ansteckungsrisiko am größten

 

+++ Alkoholverbot in Berlin geplant +++

Und auch in Berlin sind weitere Corona-Verbote geplant. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen äußerte sich der Bürgermeister Berlins, Michael Müller, besorgt gegenüber der Presse. „Ich gehe davon aus, dass wir tatsächlich wieder Einschränkungen vornehmen müssen“, so Müller im ZDF. Die Einschränkungen können sowohl Feiern im öffentlichen Raum betreffen, zum Beispiel durch ein Alkoholverbot wie in München, als auch eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen bei Begegnungsmöglichkeiten, erläutert der SPD-Mann. 

Einige Organe werden besonders stark vom Coronavirus befallen
Service Corona: Diese Organe sind am stärksten vom Virus befallen

 

+++24.09. Erneuter Corona-Skandal in Fleischindustrie+++

Der nächste Corona-Ausbruch in der Fleischindustrie: Bei Allfrisch, einem Zerlegebetrieb für Geflügel, haben sich mehrere Mitarbeiter mit COVID-19 infiziert. Die Ermittlungen in dem mittelständischen Unternehmen, in dem täglich rund 20.000 Puten verarbeitet werden, sind in vollem Gange. 

Der Eingang einer Filiale des Discounters Lidl
Service Nach Corona-Skandal bei Tönnies: Lidl wirft Fleisch aus dem Sortiment

 

Leiharbeiter sind betroffen

In den Betrieb in Emsdetten, Kreis Steinfurt, NRW arbeiten ingesamt 300 Menschen. Ein Großteil davon sind Leiharbeiter aus Osteuropa. Unter ihnen hat sich das Virus verbreitet: Bisher wurden 36 Beschäftigte positiv auf COVID-19 getestet. Weitere, großangelegte Tests werden aktuell vorbereitet und morgen (25.09.) durchgeführt. 

Der Fokus liegt darauf, weitere Infektionen offenzulegen und Infektionsketten zu unterbrechen. Wie viele Menschen schlussendlich in Quarantäne müssen, steht noch nicht fest. Die betroffenen Mitarbeiter leben in 13 verschiedenen Kommunen des Kreises Steinfurt.

Ein Stück Fleisch wird in den Händen unter den Wasserhahn gehalten
Service Corona: Ansteckungsgefahr durch Fleisch? Das sollten Verbraucher beachten

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben am Donnerstag 2.143 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit haben sich laut RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 278.070 Menschen mit COVID-19 infiziert. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin im zweistelligen Bereich: In den vergangenen 24 Stunden erlagen 19 Menschen der Viruskrankheit. Ingesamt sind in Deutschland 9.428 Personen an Corona gestorben. Dem gegenüber stehen rund 246.900 Genesene. 

Indessen sanken beide vom RKI geschätzte R-Werte. Der normale R-Wert ging von 0,92 am Vortag zurück auf 0,79. Der 7-Tage-R-Wert fiel leicht von 0,95 auf 0,92. 

Jemand hält ein in Plastik eingeschweißtes Schweinesteak in der Hand vor dem Supermarkregal
Service Stiftung Warentest testet Grillfleisch: Tönnies und Edeka fallen negativ auf

 

+++23.09. Zahl der Todesfälle steigt deutlich+++ 

Täglich aktualisiert das Robert Koch-Institut die Zahlen zum Corona-Geschehen in Deutschland, um die Entwicklung der Pandemie hierzulande zu überwachen und zu dokumentieren. Zu den festgehaltenen Werten gehört auch, wie viele Menschen innerhalb von 24 Stunden an COVID-19 sterben. Seit Monaten bewegte sich diese Zahl im niedrigen, einstelligen Bereich. Am 17. September beispielsweise waren zwar 2.194 Neuinfektionen festgestellt worden, die Zahl der Todesopfer lag mit 3 allerdings vergleichsweise niedrig. 

Am heutigen Mittwoch meldet das RKI 13 Todesfälle innerhalb eines Tages. Damit steigt die Gesamtzahl der COVID-19-Opfer auf 9.409. 

 

Knapp 1.800 Neuinfektionen

Insgesamt haben seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland 275.927 Menschen mit COVID-19 infiziert. Das sind 1.769 Menschen mehr als noch am Vortag. Dem gegenüber stehen 243.700 Genesene – etwa 1.500 mehr als Tag zuvor. 

Der R-Wert, das das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, sank von 1,06 auf aktuell 0,92. Der 7-Tage-R ging von 1,04 auf 0,99 zurück. Er bildet das Infektionsgeschehen etwa acht bis 16 Tage zuvor ab.
Beide Werte bedeuten, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen Mitmenschen ansteckt.

 

+++ Stadt in NRW wird neuer Corona-Hotspot+++

Die nordrhein-westfälische Stadt Hamm hat den kritischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche deutlich überschritten und gilt als neuer Corona-Hotspot. Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 87,1 – am heutigen Mittwoch legte das RKI einen Wert von 80,4 vor. 

Mitauslöser des heftigen Infektionsgeschehens ist eine Hochzeit, bei der sich mindestens 99 Gäste mit dem Virus infiziert haben. 309 Gäste mussten in Quarantäne, allerdings ist das gesamte Ausmaß dieses Corona-Ausbruchs noch nicht abzusehen.

Infektion mit Coronavirus doch schon früher möglich?
Service Neue Corona-Studie: Sind Infizierte länger ansteckend als gedacht?

 

+++21.09. Weitere Corona-Maßnahmen in München +++

Während vielerorts die Städte und Landkreise trotz steigender Corona-Zahlen weitere Lockerungen versprechen, wird in Bayern nun die Reißleine gezogen. Die Stadt München, die als erste Stadt die 50-Fälle Marke bei der 7-Tages-Inzidenz überschritten hat, beschloss nun neue Corona-Verschärfungen zur Eindämmung von COVID-19. Darunter fallen folgende Punkte:

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  • Kontaktbeschränkungen: Nur noch fünf Personen oder zwei Haushalte oder Verwandte in gerader Linie dürfen sich treffen, sowohl im öffentlichen Raum in der Gastronomie als auch im privaten Rahmen.
  • Personenbeschränkungen: Bei anlassbezogenen Feiern dürfen nur noch 25 Menschen in geschlossenen Räumen und 50 Menschen im Freien anwesend sein. Darunter fallen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten und Beerdigungen.
  • Maskenpflicht: Maskenpflicht auf folgenden öffentlichen Plätzen: Viktualienmarkt, Marienplatz und Sendlinger Straße.

Die Corona-Maßnahmen gelten ab Donnerstag, 24.09.20.

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Heilpflanzen Corona-Behandlung: Dieses pflanzliche Mittel hilft!

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich besorgt über die Situation. Zwar sei er nicht gänzlich gegen öffentliche Ansammlungen, zum Beispiel plädiere er für die Öffnung der Weihnachtsmärkte im November, doch bei privaten Menschenansammlungen sehe er die Lage ganz anders.

Im Hinblick auf private Feiern kündigte der Ministerpräsident daher mögliche Verschärfungen für Bayern an. „Der private Sektor macht uns Sorgen. Wir müssen die Entwicklung jetzt brechen“, so Söder in einer Pressekonferenz am Montagmorgen.

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+++ Super-Spreader-Event: Nach Feier in Baden-Württemberg Hunderte in Quarantäne +++

Feiern im privaten Rahmen sind immer häufiger Anlass für eine rapide ansteigende Anzahl an Corona-Infektionen. In Baden-Württemberg hat sich eine Geburtstagsparty in Dettlingen auf der Schwäbischen Alp zu einem regelrechten Super-Spreader-Event entwickelt – mit weitreichenden Auswirkungen. Bereits 14 Teilnehmer der insgesamt 33 Gäste der Party sind positiv auf COVID-19 getestet worden.

Das Fatale: Aufgrund der vielen Kontaktpersonen müssen nun mehrere Hunderte infolge des Infektionsgeschehens in Quarantäne. Leiter des Kreisgesundheitsamtes Reutlingen, Gottfried Roller, erklärte gegenüber der Presse, dass insgesamt sieben Schulen im Landkreis Reutlingen mit über 350 Kontaktpersonen der Kategorie 1 betroffen seien. Das heißt, sie hatten engen Kontakt zu nachweislich Infizierten. Laut Angaben von sueddeutsche.de darunter auch Schulen in Bad Urach (3), Reutlingen (2) und Metzingen (2). Dazu kämen Kontakte zu vier Fußballvereinen mit 70 Kontaktpersonen der Kategorie 2.

Für Gäste der Feier, die am 12. auf den 13. September stattfand, sowie Kontaktpersonen gelte nun eine 14-tägige Quarantäne. Das Kreisgesundheitsamt empfehle, zur weiteren Eindämmung des Infektionsgeschehens großzügig zu testen.

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Gesundheitsminister Jens Spahn: Fieberambulanzen bei Grippesymptome 

Gesundheitsminister Jens Spahn plädiert für vorbeugende Maßnahmen, um das Corona-Infektionsgeschehen in der kühleren Jahreszeit einzudämmen. Gegenüber der „Rheinischen Post“ erklärte er: Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben. Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche „Fieberambulanzen“ vor Ort anbieten würde. Dadurch würden Hausärzte maßgeblich entlastet werden. 

Jens Spahn
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Des Weiteren plane Spahn weitere „präventive Reihentests“ in Einrichtungen wie Pflegeheimen, um Risikogruppen besonders zu schützen. Auch die immer wieder häufig diskutierten Antigen-Schnelltests seien in der strategischen Planung gegen die Ausweitung der Pandemie für den Herbst geplant. 

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+++ Aktuelle Corona-Fallzahlen in Deutschland am 21.09.2020 +++

Aktuell wurden in Deutschland insgesamt 272.337 aktive Corona-Fälle bestätigt und dem Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Die Differenz zum Vortag beträgt ein Plus von insgesamt 922 Fällen. Der Wert der 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 13,1. 

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+++ 17.09. Corona-Ausbruch im Schanzenviertel: Keine Nachverfolgung möglich +++

In der Hamburger Szene-Bar „Katze“ im Schanzenviertel wurden mehrere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Das berichtete der Senat am Mittwochabend gegenüber der Presse. Geschätzt über 600 Gäste haben die Bar vermutlich in dem Zeitraum besucht, in der eine Ansteckung nicht auszuschließen ist und müssen nun ermittelt werden. Normalerweise ist dies für das Gesundheitsamt kein Problem, müssen doch alle Gäste ihre Kontaktdaten hinterlassen. Wenn sie es dann getan hätten!

Bei der laufenden Kontaktverfolgung kommt nun heraus: Über 100 Gäste haben bei ihrem Besuch in der Szene-Bar falsche Angaben zu ihrer Person gemacht. Es bestehe das hohe Risiko, dass sie sich unbemerkt infiziert haben und nun das Virus weitertragen.

„Dieser Fall zeigt erneut: Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben ist wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglichen Betroffenen warnen zu können“, erklärt Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde. 

Frau mit Maske guckt auf der Straße auf ihr Handy
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Besucher der „Katze“ sollen sich beim Hamburger Gesundheitsamt melden

Neben der Nachverfolgung des Infektionsgeschehens prüfen die Behörden nun, ob die Barbetreiber sich an das vorgegebene Hygiene-Konzept gehalten haben.

Die circa 100 Personen, deren Kontaktdaten nicht nachzuverfolgen sind, werden aufgerufen, sich beim Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 040/42811 1659 zu melden. Es geht vor allem um Personen, die das Lokal „Katze“ am 5./8. oder 9. September jeweils ab 19 Uhr besucht haben. Wer den Verdacht hat, sich infiziert zu haben, ist aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben.

Quelle:

Corona-Ausbruch in Bar im Hamburger Schanzenviertel, in ndr.de

 

+++ RKI meldet über 2000 neue Corona-Infektionen innerhalb 24 Stunden +++

Erstmals seit April steigt die Anzahl der gemeldeten Corona-Testergebnisse auf über 2.000. Innerhalb 24 Stunden wurden aktuell den Gesundheitsbehörden insgesamt 2.194 aktive Corona-Infektionen gemeldet. Auch drei Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 wurden dem RKI übermittelt. 

 

+++ Aktuelle Corona-Fallzahlen in Deutschland am 17.09.2020 +++

Insgesamt sind derzeit 265.857 Menschen in Deutschland laut den übermittelten Zahlen an das Robert Koch-Institut mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind 2.194 Fälle mehr als am Vortag. Spitzenreiter bei den Bundesländern sind immer noch Bayern (63.632), Nordrhein-Westfalen (63.565) und Niedersachsen (18.256).

Quelle: COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit (Robert Koch-Institut), in: www.rki.de, Stand: 17.09.2020

 

+++ Bundesregierung schlägt Alarm: Neue Corona-Risiko-Gebiete in Europa +++

Die Corona-Infektionen nehmen auch in Europa immer mehr zu. Wegen der steigenden Zahlen hat das Robert Koch-Institut nun die Liste der aktuellen Corona-Risikogebiete aktualisiert. Neben den schon bestehenden Reisewarnungen kommen nun auch noch Wien und vereinzelnde Regionen in Rumänien zu den Risiko-Gebieten hinzu

Die Reisewarnungen im Überblick:

  • Österreich: Stadt Wien
  • Frankreich: Region Hauts-de-France, Überseegebiet La Réunion, Region Île-de-France, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika und weitere Überseegebiete
  • Niederlande: Nord- und Südholland (Amsterdam)
  • Schweiz: Kanton Freiburg, Genf und Waadt
  • Tschechien: Region rund um die Hauptstadt Prag
  • Kroatien: Brod-Posavina, Virovitica-Podravina
  • Ungarn: Budapest

Quelle:

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete, in: rki.de (Stand: 17.09.2020)

 

+++16.09. Arzt arbeitet trotz Corona-Symptomen+++

Im bayrischen Deggendorf ist es zu einem Corona-Ausbruch mit Skandalpotential gekommen. Der Grund: Ein Arzt soll trotz Krankheitssymptomen weiterbehandelt und mehrere Patienten angesteckt haben.

Wie das Landratsamt Deggendorf in einer Pressemitteilung schrieb, habe der Arzt den "Informationen nach Krankheitssymptome" aufgewiesen und trotzdem Patienten behandelt. Erst als ein auf Eigeninitiative durchgeführter Corona-Test positiv ausgefallen war, ging der Mann in Quarantäne. "Ab Bekanntwerden des Ergebnisses hat er unserem Kenntnisstand nach nicht mehr praktiziert", teilte das Landratsamt mit.

Frau mit Corona-Symptomen schnäubt sich die Nase
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Fünf Patienten angesteckt, 275 Mensch in Quarantäne

Das Landratsamt Deggendorf bestätigte weiter, dass fünf Landkreisbürger, die direkten Kontakt mit dem Arzt gehabt haben, positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden seien. 

Diese fünf positiv getesteten Patienten hatten in den vergangenen Tagen nachweislichen Kontakt zu ingesamt 275 Personen, die nun in Quarantäne sind. Im Laufe der Woche sollen Reihentests klären, wer von den Kontaktpersonen wirklich Corona hat. 

 

Realschule von Ausbruch betroffen

Besonders bitter: Bei dem Arzt hat sich den Ermittlungen zufolge auch eine Schülerin angesteckt. Die Zehntklässlerin der Realschule in Schöllnach erhielt am Samstag (12. September) das positive Testergebnis. Nun müssen die Klassenkameraden, bestimmte Lehrkräfte und jene Schüler, die mit dem Mädchen im Bus gefahren sind, ebenfalls in Quarantäne und auf Corona getestet werden. Am Montag hatte die Schule wegen des Vorfalls geschlossen.

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Staatsanwaltschaft soll Strafbestand prüfen

Die Aufregung um den Fall ist groß. Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter (CSU) sagte dem "BR" über das Verhalten des Arztes: "Das ist natürlich verantwortungslos, mir fehlen die Worte."

Laut Landratsamt könnte der Skandal Folgen für den positiv getesteten Arzt haben. "Ob möglicherweise ein Straftatbestand vorliegt, muss von der Staatsanwaltschaft geprüft werden. Das Landratsamt Deggendorf wird die entsprechenden Schritte einleiten", hieß es dazu in der Pressemitteilung. 

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Die Zahlen der täglichen Neuinfektionen in Deutschland steigen weiter. Nachdem gestern noch 1.407 neue Fälle innerhalb eines Tages gemeldet worden waren, bestätigte das Robert Koch-Institut für den heutigen Mittwoch 1.901 Neuinfektionen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie ingesamt 263.663 Menschen in Deutschland mit COVID-19 infiziert. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Todesfälle um sechs Menschen auf 9.368. Rund 236.000 Menschen haben die Infektion überstanden. 

Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, sank leicht von 1,18 auf 1,04. Ebenso der 7-Tage-R-Wert, der von 1,04 auf 1,00 zurück ging. Dieser Wert zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen und unterliegt deswegen weniger Schwankungen.

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+++15.09. Größter Corona-Ausbruch an deutscher Schule+++

Nachdem vor knapp einer Woche der erste positive Corona-Fall in der Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg-Winterhude bekannt geworden war, hat sich die Situation nun verschärft. Inzwischen sind knapp 40 Personen positiv auf COVID-19 getestet. Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, bestätigte am Montag insgesamt 39 Krankheitsfälle: 36 Schüler und drei Angestellte. 

Damit ist die Heinrich-Hertz-Schule von dem bisher größten Corona-Ausbruch in einer deutschen Lehreinrichtung betroffen.

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Schulbetrieb läuft weiter

Ingesamt besuchen 1.400 Schüler die Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg-Winterhude. Bei Reihentests wurden bisher rund 400 Schüler und 200 Schulbeschäftigte auf COVID-19 getestet. Zwölf Klassen befinden sich aktuell in Quarantäne, vier Klassen haben die Isolation bereits hinter sich. 

Geschlossen wird die Schule vorerst nicht. Quarantäne, strenge Hygieneregeln sowie Maskenpflicht – auch im Unterricht – sollen helfen, das Virus einzudämmen. 

 

Schulleiterin äußert sich zur Lage

Im Interview mit "Zeit" sagte Schulleiterin Susanne Hilbig-Rehder über den Corona-Ausbruch: "Das hat uns alle schon sehr verändert zurückgelassen."

Nicht nur um Schüler, Lehrer und Angestellte mache man sich Sorgen, sondern auch um deren Familienangehörige. "Gerade wurde mir erzählt, dass es auch der Mutter eines Schülers nicht besonders gut gehen soll. Nicht nur meine Kollegen gehören ja teilweise zu Risikogruppen, zu Hause bei den Schülern gibt es auch solche Menschen", so Hilbig-Rehder.

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Suche nach Infektionsketten 

Erste Untersuchungen der Behörden ergaben, dass sich einige der Schüler zunächst unabhängig voneinander innerhalb ihrer Familien mit dem Coronavirus angesteckt haben. Trotz der umgesetzten Hygienekonzepte gibt es allerdings auch Hinweise auf einzelne Ansteckungen innerhalb der Schule. 

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt weiter. Am Dienstag meldete das Robert Koch-Institut 1.407 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 261.762 Menschen mit COVID-19 infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 12 Menschen auf 9.362. Dem gegenüber stehen 243.600 Genesene. 

Die Reproduktionszahl, auch R-Wert, blieb unverändert auf 1,18. Das sagt aus, dass jeder Infizierte im Durchschnitt mehr als einen Mitmenschen ansteckt. Der Wert bezieht sich auf das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor. Die 7-Tage-R sank leicht von 1,08 am Vortag auf 1,04. Sie zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

+++14.09. Neue Corona-Ausbrüche in Thüringen und Bayern+++

Über das Wochenende entwickelte sich die Pandemie-Lage in Deutschland besorgniserregend. Grund dafür sind zwei neue Corona-Ausbrüche. Im Weimarer Land, Thüringen sorgt eine Gruppe Reiserückkehrer derzeit für viel Ärger: Die Teilnehmer einer Busreise haben das Coronavirus aus Tschechien eingeschleppt, einer der Erkrankten ist am Wochenende verstorben. Im bayrischen Garmisch Patenkirchen kämpft man unterdessen gegen einen Corona-Ausbruch, der höchstwahrscheinlich von einer einzigen jungen Frau verursacht wurde. Die Superspreaderin besuchte trotz Corona-Symptome verschiedenen Bars.

Frau mit Corona-Symptomen schnäubt sich die Nase
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Thüringen: Reiserückkehrer bringen Corona mit

Die Reiserückkehrer, die gemeinsam im tschechischen Franzensbad unterwegs gewesen sind, sollen sich den Untersuchungen zufolge in einem Hotel mit SARS-CoV-2 angesteckt haben. Allein am Wochenende konnten fünf Corona-Neuinfektionen bestätigt werden. 

Wie viele Menschen genau betroffen sind, kann das zuständige Gesundheitsamt allerdings nicht sagen: Derzeit wird noch versucht, mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen. Das Problem: Die Senioren der Reisegruppe sind grundsätzlich sehr sozial aktiv. Viele davon haben nach ihrer Rückkehr aus Tschechien bereits mit zahlreichen Mitmenschen Kontakt gehabt. Landrätin Christiane Schmidt-Rose (CDU) bietet daher alle möglichen Kontaktpersonen, sich von sich aus beim Gesundheitsamt zu melden.

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Erster Todesfall unter den Reiserückkehrern 

Unter den erkrankten Reiserückkehrern gibt es bereits den ersten Todesfall. Ein 90-jähriger Mann, der unter Vorerkrankungen gelitten hat, starb am Wochenende an den Folgen der Viruserkrankung. Sechs weitere Patienten müssen derzeit stationär behandelt werden. 

 

Garmisch-Patenkirchen: Kritischen Grenzwert überschritten

In Bayern überschreitet indes Garmisch-Patenkirchen den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Nachdem eine junge Frau für zahlreiche COVID-19-Infektionen verantwortlich ist, liegt der Wert aktuell bei 55,4 (Stand 14.09.).

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Superspreaderin sorgt für Corona-Ausbruch 

Den Ermittlungen zufolge sorgte eine 26-jährige Frau für einen sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionen. Sie war trotz Krankheitssymptomen im Garmischer Nachtleben unterwegs. Ende August war die Frau aus einem Urlaub in Griechenland zurückgekehrt. Ob sie sich im Ausland oder wieder zuhause mit dem Virus infiziert hat, ist nicht bekannt. Allerdings soll sie vergangenen Dienstag wegen leichter Symptome einen Corona-Test gemacht haben und dann ohne auf das Ergebnis zu warten, ausgegangen sein. 

Allein am Freitag und Samstag verzeichnete das Gesundheitsamt 37 Neuinfektionen, von denen 24 im Garmischer "Edelweiss Lodge and Resort" verortet werden konnten. In dieser Urlaubs- und Erholungseinrichtung arbeitet die junge Frau, die amerikanische Staatsbürgerin ist.

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Bußgeld für Superspreaderin?

Die junge Frau muss vermutlich mit ernsten Folgen rechnen. Sowohl Landrat Anton Speer (FW) als auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) äußerten sich bereits zu dem Corona-Ausbruch und mahnten das rücksichtslose Verhalten der Superspreaderin an. 

Momentan versuchen die Behörden fieberhaft, sämtliche Infektionsketten nachzuvollziehen. Alle 18- bis 35-Jährigen, die im kritischen Zeitraum in Garmisch-Patenkirchen unterwegs gewesen sind, sind dazu aufgerufen, sich auf Corona testen zu lassen.

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+++Corona aktuell: Die Zahlen in Deutschland+++

Von Sonntag auf Montag verzeichnete das Robert Koch-Institut einen Anstieg von 927 Corona-Infektionen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland 260.355 Personen mit COVID-19 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle siegt um 1 auf 9.350. Als genesen gelten rund 233.300 Menschen. Der R-Wert stieg leicht von 1,15 auf 1,18. Die 7-Tage-R sank indes von 1,16 auf 1,08. INLINER

 

+++10.09 Corona-Ausbruch in Ostfriesland: Fahrlässige Tötung?+++

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich im niedersächsischen Ostfriesland bestätigte, finden derzeit schwerwiegende Ermittlungen statt. Nach einem Corona-Ausbruch in einer Kneipe im Mai kam es zu über 30 Neuinfektionen, mehr als 200 Quarantäneanweisungen und zwei Todesfällen. Nun muss geprüft werden, ob sich der Verdacht auf fahrlässige Tötung bestätigt. 

 

Nach Feier: 30 Infektionen, zwei Tote

Die Kneipe, in der der Massenausbruch stattgefunden hat, nannte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich nicht namentlich. Bei der Feier in geschlossener Gesellschaft sollen etwa 50 Gäste zugegen gewesen sein, die sich nicht an die Hygienevorschriften hielten. Mehr als 30 Menschen haben sich an dem Abend mit Corona infiziert, zwei davon starben später an ihrer Erkrankung. Ingesamt mussten durch den Massenausbruch rund 200 Personen in Quarantäne.

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Begrüßung per Handschlag und viele Umarmungen

Kurz nach Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs im Mai sagte Landrat Matthias Groote im Gespräch mit "n-tv" über die Feier: "Es sollen Hände geschüttelt worden sein. Es soll auch zu Umarmungen gekommen sein."
Der Restaurantbetreiber bestreitet die Nicht-Einhaltung der Hygienevorschriften. 

 

Nur Zeugen, keine Beschuldigten

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich bestätigte weiterhin, dass alle der damals Anwesenden in den kommenden Tagen verhört werden sollen. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung richte sich momentan noch gegen unbekannt: "Im Moment haben wir nur Zeugen, die vernommen werden. Wir haben keinen Beschuldigten." Wäre jemand zur Feier gegangen, der bereits gewusst hätte, mit Corona infiziert zu sein, läge schuldhaftes Verhalten vor.

Eine Illustration eines Virus
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Haben Gäste der Feier Corona-Symptome ignoriert?

Bei den ersten Untersuchungen direkt nach dem Corona-Ausbruch im Mai hatte sich der Verdacht aufgetan, dass drei der Gäste trotz vermeintlicher Corona-Symptome auf die Feier gegangen sind. Diese Drei wurden nach der Party positiv auf COVID-19 getestet. 

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an. 

 

+++Fast 2.000 registrierte Neuinfektionen in Deutschland+++

Das Robert Koch-Institut meldete am Donnerstag, 10. September, 1.892 positiv bestätigte COVID-19-Fälle mehr als am Vortag. Damit haben sich hierzulande seit Beginn der Corona-Pandemie 255.366 Menschen mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle stieg um drei Menschen auf 9.341. 

Die Reproduktionszahl, auch R-Wert, sank von 1,10 am Vortag auf 0,88. Sie bildet das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Im Mittel steckt ein Infizierter also etwas weniger als einen Mitmenschen an. Die 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen zeigt und deswegen weniger Schwankungen unterliegt, wird vom RKI aktuell auf 0,95 geschätzt. Zuvor hatte sie bei 0,98 gelegen.

Frau mit Corona-Symptomen schnäubt sich die Nase
Krankheiten & Behandlung Corona-Symptome: Diese Reihenfolge macht den Unterschied
 

+++09.09 Drei bayerische Städte überschreiten Corona-Grenzwert+++

Bayern ist derzeit das Bundesland mit den meisten Corona-Neuinfektionen. Nun liegen drei Städte teils deutlich über den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Corona-Maßnahmen werden jedoch nicht verschärft.

Eine Menschenmenge ist mit Strichen miteinander vernetzt
Service RKI-Studie zu Corona: Hier ist das Ansteckungsrisiko am größten

 

Bayern: Drei Städte überschreiten Corona-Grenzwert

Seit Wochen klettert die Zahl der Neuinfektionen in Bayern hoch. Gestern verzeichnete das Robert Koch-Institut (RKI) für Bayern einen Höchstwert: 506 neue Corona-Fälle gab es dort innerhalb eines Tages. Von gestern auf heute (9. September) sank die Zahl zwar auf 317. Bayern ist jedoch nach wie vor das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen, vor Baden-Württemberg (aktuell 257 Neuinfektionen) und Nordrhein-Westfalen (183 Neuinfektionen).

Das Infektionsgeschehen in Bayern konzentriert sich momentan insbesondere auf drei Städte, die den Corona-Grenzwert binnen weniger Tage überschritten haben. Mit einem Wert von 68,44 verzeichnet das schwäbische Memmingen die meisten Corona-Neuinfektionen im bayerischen Freistaat, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Danach folgt Landshut mit 55,25 Corona-Neuinfektionen, dicht gefolgt von Rosenheim. Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 52,11. Auch in der bayerischen Landeshauptstadt München steigen die Infektionszahlen bis auf einen Wert von 41,32 an – damit ist der Frühwarnwert deutlich überschritten.

Frau sitzt mit Lanzette auf der Couch
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Keine Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Während Landshut als Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen strengere Corona-Regeln erlassen hat, wie die Maskenpflicht für Grundschüler, sind in Rosenheim und Memmingen keine Maßnahmen vorgesehen. Auch wenn in Rosenheim in Restaurants eine Begrenzung von Gruppen auf fünf Personen gilt, dürfen sich auch weiterhin 50 Menschen privat in geschlossenen Räumen treffen. Die Einwohner in Memmingen müssen ebenfalls nicht mit einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen rechnen. Der Grund: Die Neuinfektionen würden sich ausschließlich auf Reiserückkehrer beschränken, so die Stadtverwaltung. Der Oberbürgermeister, Manfred Schilder, erklärt: „Da alle Infizierten in häuslicher Quarantäne sind und keine Kontaktpersonen in Memmingen hatten, sind keine Einschränkungen für die Allgemeinheit notwendig“.

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Söder verkündet Corona-Lockerungen für Bayern

Trotz der steigenden Infektionszahlen in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestern in einer Pressekonferenz verkündet, dass Bars und Kneipen ab dem 19. September unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Auch Ligaspiele im Amateur-Fußball und Breitensportwettkämpfe sollen wieder ausgetragen werden. Markus Söder betonte jedoch, dass in den nächsten 10 Tagen die Infektionszahlen stabilisiert werden müssten.

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht leicht zurück und liegt aktuell bei 1.176 (Stand 9. September). Seit Beginn der Pandemie haben sich somit 253.474 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Als genesen gelten 228.000 Menschen. Dem stehen 9.338 Todesfälle gegenüber – neun mehr als am Vortag.  Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,98.

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+++08.09. Maskenpflicht für Grundschüler in Landshut+++

Das Coronavirus hat Landshut weiterhin im Griff: Der Wert der Neuinfektionen in der bayerischen Stadt liegt mit 53,9 (Stand 07.09.2020) deutlich über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 

Als direkte Reaktion darauf hat die Stadt nun eine Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht eingeführt. Bisher musste nur an weiterführenden Schulen ein Mund-Nase-Schutz während des Unterrichts getragen werden. Am heutigen Dienstag enden die Sommerferien für die bayerischen Schüler.

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Oberbürgermeister rechtfertigt Maskenpflicht für Grundschüler

Alexander Putz (FDP), Oberbürgermeister der Stadt, postete am Montagabend ein Statement auf Facebook, in dem er die Entscheidung zur Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht erklärt. "Die Ausweitung der - für alle Schüler ab Jahrgangsstufe 5 bayernweit ohnehin gültigen - Maskenpflicht auch auf die Grundschüler erscheint aufgrund des Infektionsgeschehens in Landshut insbesondere deshalb erforderlich, da die Neuinfektionen in hohem Maße Familien mit minderjährigen Kindern auch im Grundschulalter betreffen, die von Reisen in Risikogebiete zurückgekehrt sind."

Die Entscheidung sei "allen Verantwortlichen nicht leicht gefallen", betonte der Politiker und erklärte zur Maskenpflicht für Grundschüler: "Deren Ziel ist es, das Infektionsrisiko für Schüler und Lehrer gleichermaßen mit diesem relativ 'milden' Mittel so weit wie möglich zu senken. So soll eine alternativ ebenfalls denkbare Teilung von Klassen und der dann unausweichliche, tage- bzw. wochenweise Heimunterricht für die Hälfte der Schüler vermieden werden."

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Kontaktverbote gelten weiterhin

Die bereits vergangene Woche in Kraft getretenen Kontaktverbote in Landshut bleiben unterdessen bestehen. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. 

 

Auch Memmingen und Rosenheim überschreiten Grenzwert

Neben Landshut haben auch die schwäbische Stadt Memmingen und Rosenheim in Oberbayern schwer mit dem Coronavirus zu kämpfen. In Rosenheim stieg der Wert der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 64,7 Fälle pro 100.000 Einwohner, in Memmingen auf 70,7.

Ob Memmingen und Rosenheim wie Landshut nun die Corona-Maßnahmen verschärfen, ist noch nicht bekannt.

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Corona-Ausbruch an Hamburger Schule

Nachdem bei einem Schüler und einer Lehrkraft das Coronavirus nachgewiesen werden konnte, blieben zum Wochenstart fünf Klassen und ein Wahlpflichtkurs der Heinrich-Hertz-Schule in Winterhude, Hamburg, zu Hause. 

Reihentests sollen nun dabei helfen, weitere Infektionen offenzulegen und mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen.

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Das Robert Koch-Institut meldete am 8. September 2020 ein Plus von 1.499 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Damit haben sich hierzulande seit Beginn der Pandemie 252.298 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Rund 16.500 Fälle gelten als aktiv. Schätzungen zufolge haben 226.500 Personen die Krankheit überstanden. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 auf ingesamt 9.329. 

Der R-Wert stieg leicht von 1,10 auf 1,12, während der 7-Tage-R-Wert von 0,97 am Vortag auf 0,95 sank. Im Vergleich zum R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Tage zuvor abbildet, zeichnet der 7-Tage-R-Wert das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen nach und unterliegt deswegen weniger Schwankungen.

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+++07.09. Corona-Ausbruch in Fleischfabrik+++

Im niedersächsischen Hatten ist es nach den Skandalen bei Tönnies und Wiesenhof im Sommer zu einem erneuten Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik gekommen. Zwar wurden sämtliche Mitarbeiter direkt in Quarantäne geschickt, die genauen Infektionswege konnten bisher aber nicht nachvollzogen werden.

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113 Corona-Tests – 14 bestätigte COVID-19-Infektionen

Sowohl die Stadt als auch der Landkreis Oldenburg sind von dem Corona-Ausbruch betroffen. Bei insgesamt 113 Tests waren 14 positive Fälle aufgetreten – sieben Betroffene leben im Landkreis Oldenburg, sieben in der Stadt Oldenburg. 

"Die Anzahl der Infektionen ist gemessen an der gesamten Belegschaft von rund 140 Personen hoch", sagte Landrat Carsten Harings der Presse. 

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Reiserückkehrer schuld an Ausbruch?  

Wie das Coronavirus seinen Weg in die Fleischfabrik gefunden hat, konnte bisher nicht eindeutig nachgezeichnet werden. Es gebe Anhaltspunkte, wonach Reiserückkehrer das Virus in den Betrieb gebracht hätten. Eindeutige Beweise anhand klarer Infektionsketten liegen allerdings nicht vor.

 

Quarantäne für alle – mit einer Ausnahme

Alle Mitarbeiter des Betriebs befinden sich in Quarantäne, da eine klare Trennung der Beschäftigten nicht umsetzbar sei. Zum einen überschneiden sich die Arbeitszeiten, zum anderen sei eine räumliche Trennung nicht möglich. 

Lediglich die noch in der Produktion vorrätigen Fleischwaren dürfen bis Montag verarbeitet werden. Dies geschieht innerhalb einer Schicht, die mit einem kleinen Teil der Mitarbeiter realisiert wird. Diese Mitarbeiter dürfen während einer sogenannte Arbeitsquarantäne ihre Wohnungen verlassen, um zu arbeiten.

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+++Corona-Obergrenze: Landshut über kritischem Wert+++

Die bayrische Stadt Landshut verschärft ihre Corona-Maßnahmen, nachdem die Zahl der Neuinfektionen den kritischen Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten hat. 

 

Oberbürgermeister schlägt Alarm

Wie Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) auf Facebook bekannt gab, lag der Neuinfektionswert in Landshut am Sonntag bei 53,9. "Demnach werden wir morgen im Laufe des Tages, in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Regierung von Niederbayern abgestimmte, weitere Maßnahmen in Kraft setzen", schrieb der Politiker online.

Am Montag meldete das Robert Koch-Institut einen leicht gesunkenen Wert von 51,1.

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Kontaktbeschränkungen in Landshut

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt in Bayern die kritische Vorstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen verzeichnet. Daraufhin waren strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen worden: Treffen in der Öffentlichkeit dürfen nur noch zwischen maximal fünf Personen oder Angehörigen aus zwei verschiedenen Haushalten stattfinden. 

Ob und wenn ja wie sich die neuen Corona-Maßnahmen auf den morgigen Schulstart in Bayern auswirken, ist noch nicht bekannt. 

                

+++Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen+++

Am 7. September 2020 verzeichnet das RKI ingesamt 250.799 labortechnisch bestätigte COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Im Vergleich zum Vortag sind 814 Menschen mehr mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 9.325. 

Die Reproduktionszahl, R-Wert genannt, stieg leicht von 1,0 auf 1,10, während die 7-Tage-R stabil auf 0,97 blieb. Der R-Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor etwa eineinhalb Wochen ab, die 7-Tage-R von vor acht bis 16 Tagen.

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+++04.09. RKI meldet falsche Corona-Zahlen+++

Die aktuellen Corona-Fallzahlen werden täglich auf der Homepage des Robert Koch-Instituts verkündet und stetig aktualisiert. Sie bilden die Grundlage für die Einschätzung des Infektionsgeschehens in Deutschland, sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene. Wie das Robert Koch-Institut nun bekannt gab, sei am Donnerstag wegen eines technischen Fehlers eine falsche Anzahl an Neuinfektionen veröffentlicht worden. Wie es dazu kam?

Aufgrund von technischen Mängeln seien am Donnerstag nach 16 Uhr keine Daten mehr an das RKI übermittelt worden. Die Daten werden jeweils von den zuständigen Landesbehörden weitergeleitet. In diesem Fall lief bei der Datenübermittlung allem Anschein nach etwas schief. Es wurden daher insgesamt 650 Fälle zu wenig erfasst.

Das technische Problem sei derweilen behoben worden. Die Daten werden in der kommenden  Erfassung in der Nacht von Freitag auf Samstag aktualisiert.

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+++04.09. Corona-Neuinfektionen nach Sexparty in Berlin+++  

Ende August soll in Berlin-Mitte eine Sexparty stattgefunden haben, bei der sich eine oder mehrere Personen mit COVID-19 angesteckt haben. Wie das Berliner Bezirksamt Mitte in seinem wöchentlichen Bericht bestätigte, fand die Party in der 35. Kalenderwoche statt und bereitet der Behörde Sorgen.

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Sexparty, Schulen, Arztpraxen: Potential für "Super-Spreading-Ereignis"

Ingesamt ist die Corona-Neuinfektionsrate in Mitte leicht gesunken. In der Kalenderwoche 35 (24. bis 30. August 2020) steckten sich 73 Menschen (39 Männer, 34 Frauen) mit Corona an – acht weniger als in KW 34. Einen Grund zum Aufatmen sieht man bei der Behörde allerdings nicht. Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) betonten in ihrem Wochenbericht:

"Für 35 Einrichtungen und Ereignisse, davon vier Schulen, fünf Arztpraxen und eine Sexparty, wurden Infektionskontakte gemeldet, die das Potenzial für ein Super-Spreading-Ereignis haben."

Wie viele Menschen genau sich auf der Sexparty mit Corona angesteckt haben, schlüsselten die Beamten in ihrem Bericht nicht direkt auf. Rückschlüsse darauf lassen sich allerdings aus den Zahlen jener Menschen ziehen, die sich im Ausland angesteckt haben.

 

Reiserückkehrer weiterhin ein Problem

Denn auch in Berlin Mitte ist – wie im Rest Deutschlands – ein Großteil der Corona-Neuinfektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen: Mindestens 55 der ingesamt 73 Neuinfizierten haben sich im Ausland angesteckt. Nur 10 neue Fälle sollen auf eine Ansteckung in Berlin selbst zurückgehen. 

Ingesamt konnte das Gesundheitsamt Mitte 476 Kontaktpersonen ermitteln, von denen 14 nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert waren. 442 Menschen wurden in Quarantäne geschickt.

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Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Im Vergleich zum Vortag meldete das RKI am Freitag, den 4. September 2020, vergleichsweise wenig Corona-Neuinfektionen. Der Behörde zufolge wurden in den vergangenen 24 Stunden zunächst nur 782 neue COVID-19-Fälle erfasst. Dies liegt vor allen Dingen auch daran, dass aufgrund einer technischen Panne zu wenig Date übermittelt wurden. Das Institut kündigte an, die Daten zu aktualisieren.

 

+++ 03.09. Corona-Massenausbrüche in Schulen: Hunderte in Quarantäne +++

In den vergangenen Tagen kam es an mehreren Schulen zu Corona-Ausbrüchen. Aufgrund des aktuellen Kohorten-Systems müssen allein in Bremen über 150 Menschen in Quarantäne

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Schülerin an Bremer Gymnasium positiv auf Corona getestet

Am vergangenen Mittwoch (Stand 03.09.2020) wurde bekannt, dass eine Schülerin des Kippenberg-Gymnasiums in Bremen positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wie der Weser Kurier berichtete. Die Folge: Über 100 Schüler und Lehrkräfte müssen nun in Quarantäne. Da zur Zeit noch unklar ist, wo und wann sich die Schülerin mit COVID-19 angesteckt hat, müssen dementsprechend alle Kontaktpersonen und das nähere Umfeld isoliert werden. Da die Schüler und Lehrer sich aktuell in sogenannten Kohorten (Lerngruppen) zusammengeschlossen haben, müssen alle Schüler und Lehrkräfte der betroffenen Kohorte isoliert werden. Ansonsten laufe der Schulbetrieb normal weiter.

 

NRW: 20 Schüler nach Klassenfahrt in Bayern infiziert

Ebenfalls zu einem Corona-Ausbruch kam es an der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Düsseldorf. Nach einer Klassenreise nach Chiemgau in Bayern haben sich 20 Schüler mit dem gefährlichen Sars-COVID-2-Virus infiziert. Die betroffenen Schüler und sämtliche Kontaktpersonen seien derzeit in Quarantäne, berichtet der WDR.

 

Nach Corona-Ausbruch: Online-Unterricht am St. Benno-Gymnasium in Dresden

Und auch in Dresden kam es zu einer Corona-Infektion, die eine Massen-Quarantäne nach sich zog. Am St. Benno-Gymnasium wurde nach einem Italien-Urlaub einer der Schüler positiv auf Corona getestet. Die Schule schickte darauf hin 100 weitere Schüler in Quarantäne. Aktuell werden die Schüler online unterrichtet.

Nachdem mehrere Corona-Ausbrüche auf Hochzeiten vermehrt für Quarantäne sorgten, scheinen Schulen sich nun zu einem neuen Brennpunkt zu entwickeln. 

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+++ Infektionsgeschehen in Deutschland: Aktuelle Corona-Zahlen am 03.09. +++

Aktuell meldet das Robert Koch-Institut 246.166 aktive Fälle von infizierten Personen mit dem Coronavirus (Stand 03.09.2020). Das sind insgesamt 1.311 Fälle mehr als am Vortag. Bayern (58.077), Nordrhein-Westfalen (59.527) und Niedersachsen (16.992) führen die Liste der häufigsten Corona-Infektionen in Deutschland an.

 

+++02.09. Dortmund erlaubt größere Veranstaltungen+++

Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen bestätigte, dass in der Ruhrmetropole ab dem 12. September auch Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen stattfinden können. Allerdings gelten bei dieser Größenordnung besondere Regeln.

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Neue Auflagen für Veranstaltungen

So müssen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern sowohl vom Gesundheits- und Ordnungsamt als auch vom Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales genehmigt werden. Außerdem muss neben einem Hygienekonzept ein individuelles Konzept zur An- und Abreise der Gäste vorliegen. Lange Warteschlangen ohne die Möglichkeit, Abstand zu halten, sollen verhindert werden. Diese Vorgabe gilt bereits für Veranstaltungen ab 500 Personen.
Hinzu kommt, dass die betreffenden Veranstaltungsräume maximal zu einem Drittel ausgelastet sein dürfen. Auch hier steht der aktuell einzuhaltende Mindestabstand im Fokus. 

Straßenfeste und Musikfestivals sollen allerdings auch weiterhin bis zum 31. Dezember 2020 verboten bleiben.

"Wir bleiben sorgsam, ermöglichen aber auch viel an wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Leben", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf einer Pressekonferenz.

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Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Am 2. September verzeichnete das Robert Koch-Institut ein Plus von 1.256 Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag. Damit haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie 244.855 Menschen nachweislich mit COVID-19 infiziert. Aktuell gelten 16.400 Corona-Fälle als aktiv. Rund 219.000 Genesenen stehen ingesamt 9.313 Tote gegenüber – das sind 11 Menschen mehr als am Vortag. 

Die Reproduktionszahl, R-Wert genannt, sinkt leicht von 0,94 am Montag auf 0,84 am Dienstag. Sie bildet das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Der 7-Tage-R, der das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen abbildet und deswegen weniger Schwankungen als der R-Wert unterliegt, stieg von 0,88 am Vortag nur minimal auf 0,89.  

 

+++01.09. Corona-Ausbruch in NRW: Sogar Säugling infiziert +++

Mit 58.687 gemeldeten aktiven Corona-Infizierten (Stand 01.09.2020) führt das Bundesland Nordrhein-Westfalen die Corona-Hotspots in Deutschland an. Auch am Wochenende wurden erneut Corona-Ausbrüche verzeichnet. Bei einer Hochzeitsfeier in Frechen haben sich insgesamt 23 Personen mit dem Coronavirus infiziert, wie die Kreisverwaltung dem Kölner Stadtanzeiger berichtete. Besonders prekär: Auch ein Säugling soll unter den Infizierten sein. Das Kind habe keine Symptome, wurde aber positiv auf das Coronavirus getestet, so heißt es. 

Insgesamt wurden nach der Feierlichkeit bisher 23 Personen positiv auf COVID-19 getestet, 240 Menschen aus dem engeren Umfeld der Hochzeitsgäste wurden vorsorglich in Quarantäne gestellt. Weitere Tests stünden noch aus. Die hohe Anzahl an Personen, die sich aktuell in Quarantäne befinden, sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Hochzeitsgäste insgesamt eine große Anzahl von Kontaktpersonen haben. So sei ein Mitglied eines Fußballvereins unter den Gästen gewesen und auch mehrere Hochzeitsgäste aktiv im Karnevalsverein tätig. Auch eine Schülerin und zwei Erzieher seien nach der Feierlichkeit positiv auf SARS-COVID-19 getestet wurden, berichtet der Kölner Stadtanzeiger. Die Nachverfolgung der Infektionskette läuft derzeit auch Hochtouren.

Private Feiern und treffen im privaten Umfeld seien laut einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts übrigens die Gegebenheiten, bei denen das Corona-Infektionsrisiko am höchsten ist. 

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Wegen Corona: Besuchsverbot in Kliniken in Wiesbaden

Aufgrund der hohen Infektionszahlen hat die Stadt Wiesbaden ein Besuchsverbot für Kliniken verhängt. Die Verfügung tritt heute (01.09.2020) in Kraft. Sie besagt, dass Patientenbesuche in Krankenhäusern nur noch in Ausnahmefällen gestattet sind. Zu diesen zählen:

  • Geburten: Der Vater des Kindes oder eine Vertrauensperson darf sich maximal zwei Stunden am Tag in der Klinik aufhalten.
  • Besuch von Erziehungsberechtigten: Mutter oder Vater oder ein anderer Sorgeberechtigter darf die Minderjährigen besuchen.
  • Notfallbetreuer: Seelsorger, Sterbebegleiter oder Rechtsanwälte dürfen ihr Besuchsrecht in Kliniken trotz Corona wahrnehmen.

Personen, deren Aufenthalt zu Besuchszwecken gestattet ist, müssen sich im Vorfeld bei der Klinik anmelden. 

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+++ Corona-Fallzahlen aktuell am 01.09.2020 +++

Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland steigt aktuell wieder. Derzeit sind deutschlandweit 243.599 Menschen mit COVID-19 infiziert (Stand 01.09.2020, Quelle: RKI). Das sind 1.218 Personen mehr als am Vortag.

 

+++31.08. Corona-Ausbruch in Geflügelbetrieb+++

Insgesamt 25 Mitarbeiter des Geflügelbetriebs Gräfendorfer Geflügel- und Tiefkühl-Feinkost GmbH im nordsächsischen Mockrehna wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Keiner von ihnen hätte Krankheitssymptome gezeigt, teilte das Landratsamt bereits am Freitag mit.  

Die Infizierten und sämtliche Kontaktpersonen stehen unter häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt versucht derzeit, weitere Infektionsketten nachzuvollziehen. 

 

Infektionsrisiko Urlaubsrückkehrer

Der erste Fall, der in dem Geflügelbetrieb bekannt geworden war, war ein Urlaubsrückkehrer. Nordsachsens parteiloser Landrat Kai Emanuel mahnte alle Bürger zur Vorsicht: Es sei wahrscheinlich, dass mehrere Beschäftigte nach Ende der Ferienzeit das Virus aus dem Urlaub mitgebracht hätten.

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596 Corona-Tests ingesamt

Nachdem die ersten COVID-19-Infektionen bekannt geworden waren, hatte die Gräfendorfer Geflügel- und Tiefkühl-Feinkost GmbH das Gesundheitsamt um Hilfe gebeten. Bei einem groß angelegten Corona-Test wurden ingesamt 596 Menschen getestet. Dass lediglich 25 Mitarbeiter infiziert sind, könnte auf das Hygienekonzept des Schlachtbetriebs zurückzuführen sein. Dieses verhindere den Kontakt zwischen Mitarbeitern aus verschiedenen Teams und Schichten. 

 

Corona-Ausbruch in Kita: Sieben Neuinfektionen

Im niedersächsischen Duderstadt konnten sieben Corona-Infektionen in einer Kita nachgewiesen werden. Betroffen sind Beschäftigte und Kinder. Wie ein Sprecher des Landkreises Göttingen am Sonntag mitteilte, bleibt die Einrichtung bis auf Weiteres geschlossen. 

Zu Wochenbeginn sollen Reihentests für alle Mitarbeiter und Kinder der Kita sowie deren Kontaktpersonen durchgeführt werden. Ingesamt werden 100 Menschen getestet.

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Corona-Ausbruch in Pflegeheim: Infizierte Bewohnerin stirbt

Nachdem es in einem Pflegeheim im oberbayrischen Karlsfeld zu mehreren Corona-Infektionen gekommen war, ist nun eine infizierte Bewohnerin verstorben. Das bestätigte Landrat Stefan Löwl gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Die 86-Jährige habe sich bereits vor ihrer Infektion in einem "schlechten Allgemeinzustand" befunden. 

Aktuell sind laut "SZ" sechs Mitarbeiter und 14 Bewohner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Vier Bewohner werden stationär behandelt. Betroffen ist bisher nur eine Station des Pflegeheims, das ein individuelles Hygienekonzept eingeführt hatte. Reihentests sollen nun klären, ob sich das Virus auf andere Stationen ausgebreitet hat. 

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Am Montag, den 31. August, meldet das Robert Koch-Institut 242.381 labortechnisch bestätigte COVID-19-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 610 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag. Am Samstag hatte die Zahl der Neuinfektionen noch bei 1.479 gelegen. Allerdings ist es normal, dass sonntags und montags weniger neue Corona-Fälle verzeichnet werden, da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln. Der aktuelle Rückgang der gemeldeten Neuinfektionen bedeutet also keinen Rückgang der tatsächlichen Neuinfektionen. 

Die Zahl der Corona-Toten steigt um drei Menschen auf insgesamt 9.298.

Am Sonntag schätzte das Robert Koch-Institut den R-Wert auf 1,04 und den 7-Tage-R-Wert auf 0,95. Das bedeutet, dass ein COVID-19-Infizierter im Mittel einen Mitmenschen ansteckt.

 

+++28.08 Bereits 500 Schulen und Kitas von Corona-Infektionen betroffen+++

Seit Ende der Schulferien in neun Bundesländern sind bereits 500 Schulen und Kitas von Corona-Infektionen betroffen. Eine Berliner Schule musste deswegen nun wieder schließen.

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Rasanter Anstieg der Corona-Infektionen in Bildungseinrichtungen

Mit Mecklenburg-Vorpommern startete am 01.08 das erste Bundesland ins neue Schuljahr, einige Tage später folgten Hamburg, Bremen und Berlin. Inzwischen endeten die Schulferien in neun von 16 Bundesländern. Je mehr Bundesländer hinzukommen, in denen die Sommerferien enden und der Schulbetrieb wiederaufgenommen wird, desto stärker steigen die Corona-Fallzahlen in Bildungseinrichtungen an.

Die Twitter-Initiative „#BildungAberSicher“ sammelt Pressemitteilungen von Corona-Ausbrüchen. Daraus geht hervor, dass seit dem 01.08 in 500 Schulen und Kitas Corona-Infektionen aufgetreten sind. Waren es am 20. August noch 328 Fälle, lag die Zahl der Infektionen nach sechs Tagen bereits bei 528. Da nicht alle Corona-Fälle an Schulen öffentlich gemacht werden, könnte die Dunkelziffer sogar noch höher sein.

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Keine Maskenpflicht an Schulen

In keinem Bundesland herrscht eine Maskenpflicht im Unterricht – mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen. Doch die Landesregierung von NRW hat erst kürzlich verkündet, die an weiterführenden Schulen geltende Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung zum 1. September, nach nur drei Wochen, zu beenden. Zudem weist ein Lehrer auf Twitter unter dem Hashtag „BildungAberSicher“ auf ein erhöhtes Infektionsrisiko an Schulen durch große Klassen hin: „Wir haben gar keine Möglichkeit, die Klassen zu separieren, weil wir dafür gar nicht das Personal haben.“

Woran der starke Anstieg an Schulen und Kitas auch liegen mag – das Infektionsgeschehen an den Bildungseinrichtungen spiegelt sich in den offiziellen Statistiken wider: Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet, dass derzeit in den Alterskohorten der 15- bis 34-Jährigen sowie der 5- bis 14-Jährigen ein starker Anstieg der Inzidenz erkennbar ist.

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Corona-Ausbruch an Berliner Gymnasium – Schule geschlossen

In Berlin musste nun ein Gymnasium wegen mehrerer positiver Corona-Tests nach nur knapp drei Wochen wieder schließen. Nachdem ein Lehrer positiv auf das Virus getestet worden sei, habe das Gesundheitsamt bei rund 120 Schülern und Lehrern Testungen durchgeführt, berichtet der „Berliner Kurier“. Dabei seien zehn Schüler der Oberstufe und Mittelstufe, die Unterricht bei dem infizierten Lehrer gehabt hätten, positiv getestet worden.

Da unter den Infizierten auch ein Reiserückkehrer war, ist es nicht klar, ob sich alle Schüler beim Lehrer infiziert haben. Die Schule soll noch bis einschließlich Freitag (28.08) geschlossen bleiben.

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Aktuell liegt die Zahl der bestätigen Corona-Fälle in Deutschland bei 239.507 (Stand 28.08) – das sind 1.571 Fälle mehr als am Vortag. Als genesen gelten 213.200 Menschen, 9.288  sind bisher an dem Coronavirus gestorben. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen sieben bis zehn Tage zuvor abbildet, steigt im Vergleich zum Vortag um 0,1 auf 0,94 und befindet sich damit leicht unter der kritischen Grenze von 1.0.

 

+++27.08. Bund und Länder beschließen neue Corona-Maßnahmen+++

In einer Videokonferenz haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der 16 Bundesländer auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. Es wurde ein bundesweit einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer und Quarantänebestimmungen für Reiserückkehrer beschlossen.

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Mindestbußgeld für Maskenverweigerer

Bald wird länderübergreifend ein Bußgeld von mindestens 50 Euro für Maskenverweigerer gelten – nicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern überall dort, wo eine Maskenpflicht herrscht. Darauf hat sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den 16 Regierungschefs der Länder geeinigt.

Als einziges Bundesland möchte Sachsen-Anhalt den Beschluss nicht umsetzen, erklärte Merkel auf der Pressekonferenz. Ministerpräsident Reiner Haselhoff (CDU) lehne das Bußgeld mit der Begründung ab, dass sich die Menschen in Sachsen-Anhalt an die Corona-Regeln halten würden. berichtet die ZEIT unter Berufung auf Teilnehmerkreisen.

Das Bußgeld für Corona-Verstöße war bisher in den Bundesländern unterschiedlich geregelt: Während Bayern hohe Bußgelder verhängt, mussten die Menschen in anderen Bundesländern, wie in Brandenburg oder Sachsen, keine Konsequenzen bei einem Verstoß der Maskenpflicht befürchten.

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Quarantänepflicht für Reiserückkehrer

Zudem soll es den Urlaubern aus Risikogebieten erst mit einem Test am fünften Tag nach ihrer Rückkehr möglich sein, die Quarantäne zu beenden. Bei Verstößen der Quarantänepflicht würden "empfindliche Bußgelder" verhängt, so Merkel. Das soll bereits ab dem 1. Oktober gelten.

Bund und Länder haben sich des Weiteren darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Ländern, die nicht als Risikogebiet gelten, zum 15. September zu beenden – mit Ausnahme von Bayern. Dort sollen sich auch weiterhin Urlauber aus Nicht-Risikogebieten an Flughäfen, in Bahnhöfen und Autobahnen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können.

 

Großveranstaltungen und private Feiern

Aufgrund der stetigen Zunahme der Corona-Neuinfektionen in den letzten Wochen wird es keine weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. Stattdessen sollen einzelne Beschränkungen sogar verschärft werden. So ist eine Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis zum 31. Dezember vorgesehen. Bundeskanzlerin Merkel wollte zudem die erlaubte Teilnehmerzahl auf privaten Feiern zu Hause auf 25, außerhalb des Privatbereichs auf 50 begrenzen. Mit diesem Vorschlag konnte sie sich jedoch nicht durchsetzen.

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Aktuell liegt die Zahl der bestätigen Corona-Fälle in Deutschland bei 237.936 (Stand 27.08) – das sind 1.507 Fälle mehr als am Vortag. Als genesen gelten 211.900 Menschen, 9.285 sind bisher an dem Coronavirus gestorben. Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen sieben bis zehn Tage zuvor abbildet, beträgt derzeit 0,93 und befindet sich damit leicht unter der kritischen Grenze von 1.0.

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+++26.08. Corona-Massenausbruch in Wiesbaden und Mainz+++

Rund 100 Gäste sollen auf der Hochzeit im Mainzer Stadtgebiet gefeiert haben, ohne auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen zu achten. Bisher konnte bei 18 Personen eine COVID-19-Infektion nachgewiesen werden (Stand 25. August). Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter versuchen noch, mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen.

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Stadt Wiesbaden erhebt schwere Vorwürfe

Das Nachvollziehen der Infektionsketten erweist sich laut der zuständigen Behörden allerdings als extrem schwierig, da sich der Großteil der Hochzeitsgäste nicht kooperativ zeigt. 

"Hauptproblem war zunächst, dass dem Gesundheitsamt nach Auftreten des ersten Falles seitens der infizierten Personen keine genauen Angaben zu den Kontaktpersonen gemacht wurden. Die Ermittlung wurde deutlich erschwert und verzögerte sich entsprechend. Es dauerte einige Tage, bis das Gesundheitsamt zumindest eine unvollständige Gästeliste zur Verfügung stehen hatte und die darauf genannten Personen informieren konnte", schreibt die Stadt Wiesbaden in einer Pressemitteilung vom 25. August.

 

Ganze Schulklassen unter Quarantäne

Die wenige Informationen, mit denen die Wiesbadener Behörde arbeiten konnte, haben zu weit gefassten Quarantäne-Maßnahmen geführt. Ganze Klassenverbände aus unterschiedlichen Schulen müssen aktuell zuhause bleiben. Hinzu kommt, dass einige COVID-19-Infizierte Kontakt mit Mitarbeitern der Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden gehabt haben – auch diese Personen wurden in Quarantäne geschickt. 

Die Testergebnisse aller Betroffenen werden in den nächsten Tagen erwartet.

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Bußgelder sollen verhängt werden

"Aufgrund des Ausbruchsgeschehens ist ganz klar, dass sich auf der Veranstaltung nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten wurde", betonte die Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamtes, Dr. Kaschlin Butt. 

Nach dem Massenausbruch drohen nun Bußgelder wegen Behinderung der Ermittlungen. Im Falle von Quarantäneverweigerung, die es gegeben haben soll, können die Gesundheitsämter eine Zwangabsonderung anweisen.

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Am 26. August 2020 meldete das Robert Koch-Institut ingesamt 236.429 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Das sind 1.576 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Am Dienstag war ein Plus von 1.278 Infizierten gemeldet worden, am Samstag (22.08.) war mit 2.034 neuen Fällen zum ersten Mal seit Ende April die kritische Marke von 2.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten worden.

Die Zahl der Todesfälle stieg um 3 Menschen auf ingesamt 9.280. Dem stehen rund 209.300 Menschen gegenüber, die COVID-19 überstanden haben.

Trotz einzelner Corona-Massenausbrüche und der steigenden Zahl der Neuinfektionen sanken beide vom RKI geschätzten R-Werte. Der normale R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, lag am Dienstag bei 0,90 (Vortag: 0,98). Die 7-Tage-R stand am Montag noch bei 0,97 und fiel am Dienstag leicht auf 0,92. Dieser Wert zeichnet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen nach.

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+++25.08 500 Menschen in Quarantäne: Corona-Lage in Offenbach spitzt sich zu+++

Nachdem Offenbach (Hessen) am Freitag die Sieben-Tages-Inzidenz überschritten und Corona-Maßnahmen wiedereingeführt hatte, scheint sich die Lage weiter zuzuspitzen. 

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Offenbach: Steigende Corona-Fallzahlen und Massen-Quarantäne 

Mit mehr als 57,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen musste die hessische Stadt Offenbach Corona-Maßnahmen wiedereinführen. Kontaktbeschränkungen und eine Sperrstunde ab 0 Uhr sollen das Infektionsgeschehen eindämmen. Noch konnten die Maßnahmen keine Wirkung zeigen. Berichten der Frankfurter Rundschau zufolge befinden sich knapp 500 Menschen in Quarantäne. Alleine am Wochenende hätten sich 14 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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Zudem gab es laut den Angaben der Polizei am Wochenende rund 135 Verstöße gegen Corona-Verordnungen gegen die Maskenpflicht und die Kontaktbeschränkungen. Die Sperrstunde wurde hingegen eingehalten, teilte die Polizei dem regionalen Nachrichtenportal, op-online, mit.

 

Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Das hessische Eskalationskonzept beinhaltet fünf Warnstufen – Offenbach habe die vierte Stufe erreicht, erklärte die Stadt in einer Mitteilung. Eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Nachbarstadt Frankfurt am Main soll nun dabei helfen, die Corona-Ausbreitung einzudämmen. Geplant sei demnach ein stärkerer Austausch über Corona-Regelungen und die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien zur stärkeren Sensibilisierung der Menschen für die Verbreitung des Coronavirus.

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+++25.08. Keine kostenlosen Corona-Tests mehr+++

Nach einer aktuellen Schaltkonferenz schienen sich Gesundheitsminister Spahn und seine Länderkollegen einig: Kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer wird es nicht mehr lange geben. Nach der Sommerreisesaison werden Neuregelungen eingeführt, um die Testkapazitäten dorthin zu verlagern, wo sie ebenfalls dringend gebraucht werden: im Bereich der Pflege und Krankenhäuser.

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Risikogebiete: Keine Testpflicht, dafür Quarantäne

Zu diesen Neuregelungen gehört neben der Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests für Reiserückkehrer auch, dass die Testpflicht für jene, die aus Risikogebieten nach Hause kommen, abgeschafft werden soll. Stattdessen planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, die Quarantäneregelung wieder einzuführen. Demnach müssen sich die betroffenen Reiserückkehrer beim Gesundheitsamt melden und sich in Quarantäne begeben. Diese muss entweder 14 Tage lang eingehalten werden oder kann mit einem frühestens fünf Tage nach der Einreise gemachten Test, der ein negatives Ergebnis aufweist, beendet werden. 

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Test-Neuregelungen: Offene Fragen

Zu 100 Prozent einig sind sich Jens Spahn und seine Kollegen noch nicht. Offen blieb unter anderem die Frage, wer die Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten in Zukunft zahlen soll. Kritiker der kostenlosen Tests betonen immer wieder: Wer freiwillig in ein Corona-Risikogebiet reist, müsse auch die damit verbundenen Kosten – sprich, den anschließenden Gesundheitstest – übernehmen. 

Ebenfalls ungeklärt ist derzeit, wann genau die Neuregelungen in Kraft treten sollen. Angedacht sind der 15. September oder der 1. Oktober 2020.

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Labore stoßen an ihre Grenzen

Seit Ende Juli dürfen sich auch Urlauber aus Nicht-Risikogebieten kostenlos auf SARS-CoV-2 testen lassen. In den vergangenen Tagen war deutlich geworden, dass die zahlreichen Corona-Tests die Kapazitäten der zuständigen Labore stark ausreizt: Laut Informationen der "Tagesschau" würden derzeit täglich um die 875.000 Corona-Tests durchgeführt – bei einer Gesamtkapazität der verschiedenen Labore von 1,2 Millionen. 

   

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Am 25. August meldete das Robert Koch-Institut 1.278 mehr Corona-Fälle als am Vortag. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland nachweislich 234.853 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt. Rund 16.300 Fälle gelten derzeit als aktiv. 209.300 Genesenen stehen 9.277 Todesopfer gegenüber – 5 mehr als am Montag. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, sank leicht von 1,08 am Vortag auf 0,98. Die 7-Tage-R – die weniger Schwankungen unterliegt, weil sie mit acht bis 16 Tagen einen längeren Infektionszeitraum abbildet – sank von 1,07 auf 0,97.

 

+++24.08. Kontaktbeschränkungen in Rosenheim+++

In Rosenheim, Bayern, gab es zuletzt so viele Corona-Neuinfektionen, dass die Stadt nun reagiert: Mit sofortiger Wirkung treten strenge Kontaktbeschränkungen in der Stadt und im Landkreis in Kraft. 

Zum einen müssen Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach fünf bis sieben Tagen einen zweiten Corona-Test durchführen lassen. Ohne diesen wird die häusliche Quarantäne nicht aufgehoben. Zum anderen dürfen sich, wie zu Beginn der Pandemie in Deutschland, nur noch Angehörige eines Haushalts oder maximal fünf Personen im öffentlichen Raum treffen.

Nicht öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen nicht mehr als 50 Personen fassen, unter freiem Himmel liegt die Grenze bei 100 Personen. Diese Regelung ist im Stadtgebiet verpflichtend, im Landkreis wird sie nur empfohlen.

 

Grenzwert der Neuinfektionen viel zu hoch

Am Sonntag (23. August) lag die 7-Tage-Inzidenz in Rosenheim bei 53,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Bundesregierung hatte vor einigen Monaten den kritischen Wert bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen festgelegt. Wird diese Grenze überschritten, müssen geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.

Am Montag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für Rosenheim eine 7-Tage-Inzidenz von 45,8 – trotzdem treten die Kontaktbeschränkungen ab sofort in Kraft. Zum Vergleich: Im nicht weit entfernten München lag der Wert zu Wochenbeginn bei 27,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Frau mit Corona-Symptomen schnäubt sich die Nase
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Offenbach verschärft Corona-Maßnahmen

Bereits am Freitag (21. August) hatte Offenbach am Main als bundesweit erste Stadt die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Seitdem gelten verschärfte Corona-Maßnahmen. 

So dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch maximal fünf Menschen aus bis zu zwei Haushalten treffen. Wie in Rosenheim werden Veranstaltungen unter freiem Himmel auf 100 Personen, in Räumen auf 50 begrenzt. Dies gilt zunächst bis zum 3. September. Für Restaurants, Bars und Kneipen gilt ab Sonntagmorgen, 0 Uhr eine Sperrstunde. Um Verstöße zu verhindern, sollen Kontrollen verstärkt werden. 

Eine Übersicht aller Maßnahmen stellt "Hessenschau.de" bereit.

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland hat das RKI 233.575 labortechnisch bestätigte Corona-Fälle dokumentiert. Das sind 711 mehr als am Vortag. Aktuell gelten circa 16.000 COVID-19-Fälle als aktiv. Die Zahl der Todesopfer stieg um 3 Menschen auf insgesamt 9.272, die Zahl der Genesenen bewegt sich bei rund 208.200 Personen. 

Am Sonntag lag der R-Wert in Deutschland bei 1,08, war also im Vergleich zum Vortag (1,13) leicht gesunken. Die 7-Tage-R sank von 1,16 auf 1,07.

 

+++21.08. Corona-Ausbruch in Hessen: Hochzeitsgäste, Lehrer und Schüler in Quarantäne+++

Wieder ein Corona-Ausbruch nach einer Hochzeitsfeier. Im hessischen Kreis Groß-Gerau wurden am vergangenen Wochenende (Stand 21.08.2020) 16 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Bereits 160 Menschen seien derzeit in Quarantäne, erklärte eine Sprecherin des örtlichen Gesundheitsamtes gegenüber den Medien. Weitere Testergebnisse stünden allerdings noch aus.

 

Lehrer und Schüler im hessischen Groß-Gerau in Quarantäne

Besonders problematisch: Unter den Infizierten befand sich auch ein Lehrer, der Gast auf der Hochzeitsfeier war. Eine Schulklasse, die der Lehrer betreute, befindet sich daher aktuell komplett in Quarantäne. Ebenfalls betroffen sei das familiäre Umfeld des Brautpaares.

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Weitere positive Corona-Tests in Groß-Gerau erwartet

Ein großer Teil der Hochzeitsgäste sei von selbst zu einem Testzentrum gegangen, allerdings liegen noch nicht alle Ergebnisse vor, heißt es gegenüber den Medien. Und es werden noch weitere positive Testergebnisse erwartet. Derzeit prüft das örtliche Gesundheitsamt die Infektionsverläufe.

Quellen:

Deutsche Presseagentur (DPA)

Corona-Ausbruch nach Hochzeit, in: rnd.de

  

Aktuelle Corona-Zahlen in Deutschland

Insgesamt umfasst die Zahl der bestätigten Corona-Fälle aktuell (Stand 21.08.2020) 230.048 Meldungen an das Robert Koch-Institut. Das sind 1.427 gemeldete Fälle mehr als am Vortag.

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+++20.08 Verbot von privaten Feiern in Frankfurt (Oder) und Höchstwert der Corona-Neuinfektionen seit April+++

Nachdem sich die Corona-Fälle an einem Gymnasium gehäuft hatten, hat die Stadt Frankfurt (Oder) ein Verbot für private Feiern erlassen. Derweil vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI) den höchsten Wert der Corona-Neuinfektionen seit April.

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Private Feiern wegen Corona-Fällen an Schule verboten

Am Wochenende wurden mehrere Corona-Fälle am Karl-Liebknecht-Gymnasium bekannt. Seit Dienstag ist die Schule mit rund 860 Schülern geschlossen – eine neunte Klasse befindet sich in Quarantäne. Nun ergreift die Stadt Frankfurt an der Oder Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens: Ab sofort sind private Feiern für viele Schüler und Lehrer verboten. Ein Verstoß wird mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro geahndet.

 

Feiern nur noch mit negativem Corona-Test erlaubt

Vom Verbot sind alle Schüler der Stadt aus den 7. und 9. Klassen betroffen, sowie die Lehrer eines Gymnasiums in der Innenstadt, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Private Feiern seien nur dann erlaubt, wenn ein negativer Corona-Test vorgelegt werden könne. Das Gesundheitsamt werde in den nächsten Tagen Tests für 350 Schüler und Lehrer anbieten. Offizielle Feiern der Schule sind hingegen weiterhin erlaubt, jedoch nur unter strengen Hygienevorschriften.

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1707 Corona-Neuinfektionen – Höchstwert seit April

Seit Juli steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen kontinuierlich an. Lag sie letzte Woche noch knapp über 1000, sind es laut den Angaben des Robert Koch-Instituts nun 1707 laborbestätigte Fälle. Das ist der höchste Wert seit dem 26. April. An dem Tag vermeldeten die Gesundheitsämter 1737 Neuinfektionen.

Ein Grund für die steigenden Zahlen könnte daran liegen, dass deutlich mehr Corona-Tests durchgeführt werden als noch vor einigen Wochen. Aus den Daten des RKI kann entnommen werden, dass es Ende Juli knapp 580.000 gab, letzte Woche waren es bereits mehr als 875.000 Tests.

Der Anteil der positiven Test-Ergebnisse beträgt derzeit knapp ein Prozent – Ende April waren es noch rund fünf Prozent bei 360.000 durchgeführten Tests.

Derzeit liegt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Deutschland bei rund 228.621 (Stand 20.08).

 

+++19.08. Heil sieht die Vier-Tage-Woche als mögliche Corona-Maßnahme+++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat einem Vorschlag der IG-Metall vom Wochenende zugestimmt. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte die Vier-Tage-Woche als mögliches Tool gegen den durch die Corona-Krise drohenden Stellenabbau aufs Papier gebracht. 

SPD-Politiker Heil sagte nun den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein. […] Gute und pragmatische Ideen sind gefragt, um gemeinsam durch die Krise zu kommen." Natürlich aber müssten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen gemeinsamen Fahrplan einigen.

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Vorteile der Vier-Tage-Woche zu Corona-Zeiten

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der Gewerkschaft, hatte mit Blick auf die Jobs in der Metall- und Elektroindustrie erklärt: "Die Vier-Tage-Woche wäre die Antwort auf den Strukturwandel in Branchen wie der Autoindustrie. Damit lassen sich Industriejobs halten, statt sie abzuschreiben."

 

Kritische Stimmen zur Vier-Tage-Woche

Doch nicht alle sehen in der Idee auch eine tatsächliche Antwort auf die Probleme in der Corona-Krise. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, betonte beispielsweise auf Nachfrage der "Passauer Neuen Presse": "Eine Arbeitszeitverkürzung mit teilweisem Lohnausgleich treibt die Lohnkosten weiter."

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), betonte, eine Vier-Tage-Woche könne nur dann umgesetzt werden, wenn kein voller Lohnausgleich angestrebt werden würde.

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+++Über 1500 Corona-Neuinfektionen an einem Tag+++

Am Mittwoch zählt das Robert Koch-Institut 226.914 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle seit Beginn der Pandemie in Deutschland. Das sind 1.510 mehr als am Vortag. Mit 1.639 Neuinfektionen an nur einem Tag hatte dieser Wert zuletzt am 1. Mai so hoch gelegen. 

Die Zahl der Todesfälle stieg um 7 Menschen auf insgesamt 9.243. Dem stehen circa 203.000 Genesene gegenüber. 

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RKI: Mehr infizierte Urlaubsrückkehrer

Zeitgleich mit der steigenden Zahl an Neuinfektionen in Deutschland verzeichnet das RKI einen dramatischen Anstieg an Ansteckungen im Ausland. Immer mehr Urlaubsrückkehrer infizieren sich an ihrem eigentlichen Erholungsort mit dem Coronavirus. 

Die Behörde vergleicht in ihrem aktuellen Situationsbericht einen längeren Zeitraum, in dem die Ansteckungsrate im Ausland von zunächst 45% auf 0,4% sank. Aktuell steht sie bei 39%. Ein entscheidender Faktor dabei sind geltende Reisebeschränkungen. Online schreibt das RKI: 
"In Meldewoche 11 war der Anteil von 46% (2.976 Fälle) von allen Fällen mit Expositionsort im Ausland am größten und ist dann im Zuge der Reisebeschränkungen stetig auf 0,4% in der Meldewoche 20 (19 Fälle) gefallen. Seit der 25. Meldewoche gab es erste Grenzöffnungen, zunächst in Europa. Seitdem steigt der Anteil der Fälle mit Angabe eines wahrscheinlichen Infektionslands im Ausland wieder an. In der Meldewoche 33 lag er bei 39% (2.952 Fälle)."

Die steigenden Fälle von Ansteckungen im Ausland sind allerdings nicht nur auf die reinen Infektionen zurückzuführen, sondern auch auf die verstärkt durchgeführten Corona-Tests. Seit Anfang August müssen und dürfen sich Reiserückkehrer aus dem Ausland teils verbindlichen Tests unterziehen. Mit den steigenden Testkapazitäten werden in der Folge auch mehr Menschen, die sich im Ausland mit SARS-CoV-2 angesteckt haben, registriert.

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In diesen Ländern stecken sich die meisten an

Durch großflächige Corona-Tests, denen sich Reiserückkehrer aktuell unterziehen müssen, lässt sich ablesen, wo im Ausland sich die meisten Deutschen anstecken. Das RKI hat 15 Länder aufgelistet, die in den zurückliegenden vier Meldewochen (30 bis 33) am häufigsten bei übermittelten COVID-19-Fällen als wahrscheinliches Infektionsland genannt wurden. Aufällig dabei: Deutschland selbst führt die Liste mit großem Abstand an – die meisten Infektionen finden also hierzulande statt. 

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Diese Tabelle mit den vom RKI übernommenen Informationen stellt die Verteilung der möglichen Infektionsländer übersichtlich dar: 

Wahrscheinliches InfektionslandAnzahl der Nennungen
Deutschland9.519
Kosovo1.755
Türkei1.134
Kroatien786
Bulgarien322
Bosnien und Herzegowina297
Spanien222
Serbien211
Rumänien193
Polen163
Mazedonien161
Albanien152
Österreich101
Frankreich90
Italien79
Andere9.519
Gesamt15.952
Informationen:  Robert Koch-Institut
 

 

 

+++18.08. Urlaubsrückkehrer verursacht Corona-Panik in der Oberpfalz+++

Im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz müssen 120 Menschen in Corona-Quarantäne. Grund der dramatischen Entscheidung des Landratsamts ist eine Feier, die am vergangenen Freitag (14. August) in Altenschwand, Gemeindegebiet Bodenwöhr, stattfand. Ein 26-jähriger Mann hatte seinen Geburtstag nachgefeiert. Wie die "Mittelbayrische" berichtet, haben sich der Gastgeber und seine ingesamt 100 Gäste an sämtliche geltende Corona-Auflagen gehalten – inklusive Hygienekonzept, Anwesenheitsliste und Maskenpflicht beim Toilettengang.

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Positives Testergebnis kam offenbar zu spät

Dass sich nun trotzdem 120 Menschen in Quarantäne befinden, hat einen triftigen Grund: Einer der Partygäste hat am Sonntag erfahren, mit Corona infiziert zu sein. Er ist Urlaubsrückkehrer und war am Donnerstag vor der Feier seines Freundes aus Italien nach Deutschland eingereist. An der Grenze bei Kufstein habe er sich einem Corona-Test unterzogen, wobei die Beamten ihm versichert hätten, sich binnen 24 Stunden mit dem Ergebnis zurückzumelden. Als dies nicht geschah, sei der Mann davon ausgegangen, nicht mit COVID-19 infiziert zu sein. Erst am Sonntag (16. August) habe man ihn kontaktiert und wissen lassen, dass er das Coronavirus eben doch in sich trage. 

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120 Personen wegen Urlaubsrückkehrer in Quarantäne

Alle 100 Partygäste sowie 20 weitere Personen aus dem Alltag des Infizierten sind nun in Quarantäne und werden Corona-Tests unterzogen, wie das Landratsamt Schwandorf mitteilte. 

            

Corona in Deutschland: Aktuelle Zahlen

Mit Stand 18. August 2020 zählt das Robert Koch-Institut 225.404 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle seit Beginn der Corona-Krise in Deutschland. Das sind 1.390 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg um 4 Menschen auf insgesamt 9.236.

Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, lag am Montag (17. August) bei 1,11. Das heißt, das ein COVID-19-Infizierte im Schnitt einen anderen Menschen ansteckt. Der 7-Tage-R liegt RKI-Schätzungen zufolge aktuell bei 1,04. Er bildet das Infektionsgeschehen von vor etwa acht bis 16 Tagen ab.

 

+++17.08. Kanzlerin Angela Merkel äußert sich zu Corona-Anstieg+++

Es ist lange her, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel selbst zu dem Infektionsgeschehen in Deutschland geäußert hat. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (DPA) habe jetzt allerdings auch die Kanzlerin ein Statement zum Infektionsverlauf abgegeben.

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Keine neuen Corona-Lockerungen

Aus Teilnehmerkreisen der ersten virtuellen CDU-Präsidiumssitzung nach der Sommerpause heißt es laut DPA-Informationen: Die Kanzlerin bezeichne das Infektionsgeschehen in Deutschland als „besorgniserregend“, aber noch beherrschbar. Demnach solle es zunächst keine weiteren Corona-Lockerungen geben. Dies gelte auch für Fußball-Spiele.

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Corona-Maßnahmen: Treffen mit Kanzlerin und Ministerpräsidenten geplant?

Bisher haben die Diskussionen um mögliche Lockerungen und Verschärfungen der Corona-Maßnahmen immer wieder für Diskussionen gesorgt. Vor allen Dingen auch, weil diese auf Länderebene unterschiedlich gehandhabt werden.

Laut Informationen der DPA ist ein weiteres Treffen der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten in der kommenden Woche geplant, um über die Corona-Lage in Deutschland zu beraten. Wann und wo genau das Treffen mit den Ministerpräsidenten stattfinden soll, darüber werde laut DPA-Informationen noch beraten.

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Quelle: dpa

 

+++17.08. Spahn erwägt Neuregelungen für private Feiern+++

Weil sich die lokalen Corona-Ausbrüche häufen, erwägt Jens Spahn (CDU) nun eine Neuregelung für Hochzeiten und Co. 

 

Lokale Ausbrüche durch private Feiern

Größere Feiern im privaten Bereich, wie Hochzeiten ab 100 Gästen, sieht Bundesgesundheitsminister, Jens Spahn (CDU), vor dem Hintergrund der stetig steigenden Infektionszahlen in Deutschland inzwischen als Problem im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Im ganzen Land könne man ein "lokales Ausbruchsgeschehen, das meistens mit Feiern zusammenhängt" beobachten, sagte Spahn im ZDF-"heute journal" und weiter: "Das ist das, was wir im Blick haben müssen über das Reisen hinaus."

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Auch das Robert Koch-Institut, das das bundesweite Infektionsgeschehen überwacht und dokumentiert, sieht private Zusammenkünfte als problematisch. Im aktuellen Lagebericht vom 16. August ist zu lesen: "Es treten [...] bundesweit in verschiedenen Settings COVID-19-bedingte Ausbrüche auf, [...] insbesondere im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis, religiösen Veranstaltungen und Reisen."

 

Spahn: Neuregelungen für private Veranstaltungen möglich

Bundesgesundheitsminister Spahn möchte deswegen die Diskussion um mögliche Neuregelungen bei Feiern und größeren Partys anstoßen. "Feierlichkeiten, Veranstaltungen – dort überträgt sich [das Coronavirus] sehr, sehr schnell. Deswegen finde ich, müssen wir mit den Ländern nochmal schauen: Was sind die Grenzen, was sind die Regeln für die Größen von Veranstaltungen."

Die aktuell hohen Infektionszahlen seien auch, aber eben nicht allein auf Urlaubsrückkehrer zurückzuführen. Deswegen warnt Spahn eindringlich vor Feiern, bei denen Menschen sich nicht an die Hygiene- und Abstandsvorschriften halten.

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"Entweder wir schaffen es, auch aus der Sommerzeit herauskommend die Zahlen unter Kontrolle zu behalten. Oder wir werden eben zuerst den Blick auf die Art von Veranstaltungen richten müssen, bei denen eben besonderes Infektionsgeschehen auftritt. Das sind die eben die geselligen Veranstaltungen, wo Menschen, meistens auch mit Alkohol verbunden, dann entsprechend zusammenkommen", so der Politiker. 

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Am Morgen des 17. August zählt das Robert Koch-Institut 561 mehr laborbestätigte COVID-19-Infektionen als am Vortag. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland nachweislich 224.014 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1 auf ingesamt 9.232 Menschen. 

Im aktuellen Lagebericht warnt die Behörde vor dieser "sehr beunruhigenden" Situation und weist unter anderem darauf hin, dass in den vergangenen sieben Tagen aus lediglich 27 Landkreisen keine COVID-19-Neuinfektionen gemeldet worden seien. Zum Vergleich: Am 29. Juni waren es noch 145 Landkreise ohne Neuinfektionen gewesen.

Der R-Wert sank leicht von 1,29 am 16. August auf 1,21. Der 7-Tage-R liegt derzeit bei 1,13. 

 

+++Flughafen Tegel: Tätlicher Angriff in Corona-Testzentrum+++

In Berlin kam es am Sonntag zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung im Corona-Testzentrum am Flughafen Tegel. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, habe eine Familie, die neun Tage zuvor aus der Türkei zurückgekommen war, Corona-Tests verlangt. Das Problem: Die Mitarbeiter der Universitätsklinik Charité dürfen in Tegel nur jene auf das Coronavirus testen, die direkt aus dem Urlaub kommen. Im Streit soll der Familienvater eine Charité-Mitarbeiterin in ein Absperrgitter gestoßen haben.
Charité-Vorstandsmitglied Ulrich Frei gab zu Protokoll: "Am heutigen Sonntag kam es zu einem Zwischenfall mit tätlichem Angriff auf Mitarbeiter der Teststelle. Grund war die Nicht-Durchführung eines Corona-Tests bei einer Person, die keinen Anspruch darauf hatte. Die Situation eskalierte leider. Daraufhin haben wir die gemeinsame Teststelle von Charité und Vivantes um 18 Uhr für den Rest des Tages geschlossen."

Ab Montag hat das Corona-Testzentrum in Tegel wieder regulär geöffnet. 

+++14.08. EU sichert sich 200 Millionen Dosen eines möglichen US-Impfstoffs+++

Die EU will von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen des möglichen Impfstoffs Ad26.COV2.S zum Schutz vor COVID-19 kaufen. Vorgespräche für einen Vertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides abgeschlossen worden, Vorgesehen ist, dass die EU 200 Millionen Dosen des Impfstoffes Ad26.COV2.S sowie die Option auf 200 Millionen weitere Dosen erhält. Finanziert wird der Kauf über ein im Kampf gegen Corona geschaffenes Soforthilfeinstrument, das insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt umfasst.

Voraussetzung ist die Zulassung des Impfstoffes durch die US-Behörden. Die Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) der USA stellen eine solche Zulassung jedoch nicht vor November oder Dezember in Aussicht, da die großangelegte klinische Erprobung mit tausenden Testkandidaten noch entsprechend andauert.

Die EU-Kommission hatte zuvor auch schon Gespräche mit einem Joint Venture von GSK und Sanofi über den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffes geführt. Die Zulassung soll jedoch erst im Juni 2021 beantragt werden.

 

Erstmals seit Mai gibt es in Deutschland wieder mehr als 12.000 aktive Infektionen

Deutschland verzeichnet den höchsten Anstieg der Corona-Zahlen seit Mai: 1449 neue Fälle innerhalb eines Tages meldete das RKI am Donnerstagabend – höher war er zuletzt am 1. Mai mit 1639 Neuinfektionen. Den stärksten täglichen Anstieg gab es bisher Anfang April mit über 6000 Fällen, seitdem sind die Zahlen stetig gesunken – doch seit Ende Juli steigen sie wieder. Gesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich besorgt. Vor allem Reiserückkehrer, aber auch Partys und Familienfeiern sorgten für kleinere und größere Ausbrüche. Dies könne eine eigene Dynamik entfalten, alle müssten „sehr, sehr, wachsam“ sein, denn: „Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger“, so Spahn.

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+++13.08. Kroatien-Urlauber stecken Feiernde in Stuttgart an+++

Acht junge Kroatien-Rückkehrer haben auf einer privaten Geburtstagsfeier in Stuttgart mindestens 14 weitere Gäste mit COVID-19 infiziert. Die Gruppe ist nach dem Urlaub in der kroatischen Partyhochburg Novalja im Juli positiv getestet worden – wahrscheinlich wussten die Endzwanziger aber noch nichts davon, als sie die Feier Anfang August besuchten. Ob sich noch weitere der rund 40 Gäste auf der Feier infiziert haben, wird derzeit untersucht.

Auch eine Gruppe Abiturienten aus dem Kreis Göppingen ist nach einer Kroatien-Reise positiv auf das Coronavirus getestet worden – ebenfalls nach einem Partyurlaub in Novalja auf der Insel Pag. 12 der 14 Teilnehmer sind infiziert, erste Symptome traten schon auf der Heimreise auf. 

 

Dramatische Panne bei Corona-Test ins Bayern

Sie sollten bis Donnerstag Bescheid bekommen, doch noch immer warten 44.000 Urlauber nach der Rückkehr in Bayern auf ihr Corona-Testergebnis. 900 von ihnen sind sogar positiv getestet worden, wissen es aber noch nicht. Ministerpräsident Markus Söder hat daraufhin einen geplanten Nordsee-Besuch abgesagt.

Als Grund für die Panne wurden die Datenübertragung per Hand und ein hoher Ansturm genannt. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) wies indes Kritik zurück: Sie habe vom Freistaat den Auftrag erhalten, innerhalb eines Tages fünf Teststationen zu errichten und sich an offizielle Vorgaben gehalten. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) konnte in der Zeit aber keine Software zur Verfügung stellen, so dass alle Daten händisch aufgenommen werden mussten. Zumindest die 900 nachweislich positiv Getesteten sollen nun bis heute Mittag ihr Ergebnis bekommen.

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+++12.08. Neuinfektionen auf besorgniserregendem Stand+++

Wie das Robert Koch-Institut am Morgen des 12. August bekannt gab, stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland in den vergangenen 24 Stunden um 1.226 Fälle. Damit wurden seit Beginn der Corona-Krise hierzulande 218.519 COVID-19-Fälle registriert. 

Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist besorgniserregend, da es eine Zeitlang so ausgesehen hatte, als hätte Deutschland das Schlimmste hinter sich gebracht. Während es zu Corona-Spitzenzeiten im April noch mehr als 6.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben hatte, war der Wert mit dem Umsetzen der Hygiene- und Schutzmaßnahmen zwischenzeitlich stark abgefallen. Am 3. Juli beispielsweise waren 446 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Einen Neuinfektionswert von deutlich über über 1.000 Fälle hatte es zuletzt am 9. Mai gegeben. Damals hatte das RKI 1.251 Neuinfektionen in Deutschland registriert. 

Frau mit Mundschutz desinfiziert Einkaufswagen
Service Hygienehaken: Neuer Coronavirus-Schutz nach Masken und Desinfektionsmittel

 

Höhere Bußgelder für Maskenverweigerer

In Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern müssen Menschen, die ohne Alltagsmaske im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind, ab sofort tief in die Tasche greifen. In beiden deutschen Bundesländern zahlen Maskenverweigerer 150 Euro Bußgeld. 

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) betont gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Die Bußgelderhöhung ist ein wichtiges Signal an alle Fahrgäste."

Drei Personen halten sich in der Bahn an der selben Stange fest
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Neue Corona-Reisewarnungen für Spanien

Das Auswärtige Amt hat Corona-Reisewarnungen für die spanische Hauptstadt Madrid sowie das Baskenland ausgesprochen. Begründet wird dieser Schritt mit den "erneut hohen Infektionszahlen" vor Ort. 

Damit weiten sich die Reisewarnungen für Spanien aus. Ende Juli stufte das Auswärtige Amt bereits Katalonien – inklusive der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava – sowie die westlich davon gelegenen Regionen Aragón und Navarra als Corona-Risikogebiete ein.

 

+++11.08. Hitzefrei-Neuregelung in NRW+++

Ab dem heutigen Mittwoch können Schulleitungen ihre Oberstufen-Schüler nach Hause schicken, sobald die Temperatur in den Klassenzimmern über 27 Grad klettert. Bei der aktuellen Hitzewelle dürfte das vermehrt vorkommen. 

Einer der Gründe für die Hitzefrei-Neuregelung in NRW ist die Maskenpflicht im Unterricht, die in weiterführenden und berufsbildenden Schulen, nicht aber an Grundschulen im Kampf gegen das Coronavirus eingeführt wurde – bei der Hitze eine kaum zumutbare Belastung der Schüler. 

"Die derzeitigen Hitzefrei-Regelungen werden angesichts der hohen Außentemperaturen und der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II vorerst ausgeweitet", erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dem "Kölner Stadtanzeiger".

Mädchen trinkt Wasser
Service Körperfeind Hitze

 

Polizei löst Party mit 250 Menschen auf

Eine Veranstaltung auf Schloss Neuburg im baden-württembergischen Obrigheim (Neckar-Odenwald-Kreis) lief dermaßen aus dem Ruder, dass die Polizei anrücken und die Party auflösen musste. Zuvor waren rund 20 telefonische Beschwerden wegen Ruhestörung bei den Beamten eingegangen. 

Nach Eintreffen stellten die Polizisten schnell fest, dass sich der Großteil der ingesamt 250 Gäste nicht an die geltenden Corona-Abstand- und Hygienevorschriften hielt. Zusätzlich dazu begannen einige der Anwesenden, die Beamten massiv zu beleidigen, was zu mehreren Anzeigen wegen Beleidigung führte. Auch Anzeigen wegen Ruhestörung und Verstößen gegen die Coronaverordnung musste die Polizei in Obrigheim aussprechen. 

 

Corona in Deutschland: Infektionszahl steigt wieder

Nachdem von Sonntag auf Montag lediglich 436 Neuinfektionen in Deutschland gezählt worden waren, steigt der Wert zum Dienstag stark an. Laut der aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in den vergangenen 24 Stunden 966 neue Corona-Infektionen registriert. Damit haben sich bisher ingesamt 217.293 Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt, wovon aktuell 9.992 als aktive Corona-Fälle gelten. 

Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 Menschen auf ingesamt 9.201. 

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+++10.08. Reisen in Risikogebiete melden?+++

Seit dem 8. August 2020 müssen sich Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend einem Corona-Test unterziehen. Innenstaatssekretär Günter Krings fordert nun, mit einer Meldepflicht von Risikoreisen einen Schritt weiter zu gehen.

"Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde", sagte der CDU-Politiker im Interview mit der "Rheinischen Post". 

Das grundsätzliche Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete, das der CDU-Wirtschaftsrat vergangene Woche vorgeschlagen hatte, lehnt Krings ab. 

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Corona-Tests ohne Chaos

Die Rückkehrer-Tests sind derweil am ersten Wochenende ohne das befürchtete Chaos abgelaufen. Sowohl die Flughafen-Teststellen in Frankfurt, als auch in Düsseldorf, Köln, Hamburg und Berlin meldeten nur geringe Wartezeiten und eine solide Inanspruchnahme der Testmöglichkeiten. 

In Frankfurt ließen sich nach Angaben des Betreibers rund 2.600 Urlaubsrückkehrer auf das Coronavirus testen. Circa 1,5 Prozent dieser Tests seien positiv ausgefallen. 

 

Neuinfektionen in Rostock

In Rostock gibt es einen neuen SARS-CoV-2-Ausbruchsherd. Insgesamt sind 67 Menschen betroffen. 

Wie gemeldet wird, wurde bei vier schulpflichtigen Kindern aus Rostock eine Corona-Infektion festgestellt, woraufhin die gesamte Familie sowie Mitschüler und Lehrer unter Quarantäne gestellt wurden. 

Angesteckt hatte sich die Familie wohl im Ausland. Bei der Rückkehr nach Deutschland seien die Corona-Tests zunächst negativ ausgefallen. Erst eine Nachkontrolle aufgrund der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds habe ein positives Testergebnis geliefert. 

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Zum Wochenstart meldete das Robert Koch-Institut zum ersten Mal seit mehreren Tagen wieder eine Neuinfektionszahl unter dem Wert von 1.000: Stand 10. August haben sich in Deutschland seit Beginn der Pandemie insgesamt 216.327 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert – 436 Personen mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1 auf insgesamt 9.197 Menschen. 

Der R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, liegt derzeit bei 1,32.  Der 7-Tage-R-Wert, der das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen nachzeichnet, liegt bei 1,23. 

Eine Illustration eines Virus
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+++07.08. CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot für Risikoreisen+++

Derzeit steigen die Zahlen der täglichen Corona-Neuinfektionen stark an – auch wegen Reiserückkehrern, die sich in ihrem Urlaub infiziert haben. Kommen deswegen bald noch mehr Einschränkungen auf Reisende zu? Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein Verbot für Reisen in Corona-Risikogebiete. Zudem haben sich auf einer Abifahrt nach Kroatien mehrere Teilnehmer mit dem Coronavirus infiziert.

Kinder planschen im Wasser.
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Risikoreisen: Wirtschaftsrat warnt vor zweitem Lockdown

Ab Samstag muss sich jeder Urlauber bei seiner Rückkehr aus einem Risikogebiet einem Corona-Test unterziehen. Ansonsten droht eine 14-tägige Quarantäne. Für den Wirtschaftsrat der CDU ist das zu wenig – er fordert, dass Risikoreisen verboten werden.

Der Generalsekretär des Rats, Wolfgang Steiger, betont gegenüber der „Bild“, dass das Reiserecht nicht höher bewertet werden könne, als die Rechte der Bürger, denen „ein erneuter Lockdown droht“. DIeser würde nur unter „erheblichsten Schwierigkeiten“ bewältigt werden können.

 

Beliebte Urlaubsregionen gelten als Risikogebiete 

Auf der Liste der Risikogebiete, die vom Robert Koch-Institut (RKI) in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung erstellt wurde, stehen derzeit 130 Länder, darunter auch beliebte Urlaubsregionen, wie die türkische Küste oder Nordspanien. Dort sind die Fallzahlen so stark angestiegen, dass ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Trotz offizieller Warnung dürfen Urlauber in Corona-Risikogebiete reisen.

 

Corona-Ausbruch auf Abifahrt in Kroatien

Dass Reisen in Risikogebiete ein erhöhtes Infektionsrisiko bergen, zeigt ein aktueller Corona-Ausbruch: Auf einem Partyurlaub nach Kroatien haben sich mehrere Abiturienten mit dem Coronavirus angesteckt. Da es ein bundesweit organisierter Urlaub war, verteilen sich die Infektionsfälle auf verschiedene Bundesländern – wie viele genau es sind, ist noch nicht bekannt. Neun Infizierte kommen aus dem Kreis Göppingen. Dort wurden zudem 18 Teilnehmer der Reise und 50 Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt.

Zwar steht Kroatien nicht auf der RKI-Liste der Corona-Risikogebiete. Zuletzt stiegen dort jedoch die Fallzahlen stark an. Gegenüber „RTL“ erklärte der Leiter des Göppinger Gesundheitsamts, Heinz Pöhler: „Dieser Fall zeigt deutlich das Risiko von Reisen und Partys während einer Pandemie und wie schnell das Virus innerhalb einer Gruppe um sich greifen kann."

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt aktuell bei 215.039 (Stand 07.08.). Bislang sind 9181 Menschen an dem Virus gestorben.

 

+++06.08 1045 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages+++

Seit Wochen schon steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland – nun gab es innerhalb eines Tages 1045 neue Fälle.

 

1045 Neuninfektionen – Höchstwert seit Mai

Die Gesundheitsämter haben bis Mittwoch Abend (06.08) 1045 Neuinfektionen gemeldet, wie das RKI nun mitteilte. So viele Neuinfektionen gab es zuletzt im Mai. Damit haben sich in Deutschland bisher 213.067 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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R-Wert wird wohl steigen 

Die Reproduktionszahl (R-Wert) liegt derzeit bei 0,9. Das heißt, dass im Durchschnitt ein Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Ein Tag zuvor lag der Wert noch bei 1,02. Die erhöhten Fallzahlen werden sich erst in den kommenden Tagen im R-Wert niederschlagen, da die Reproduktionszahl das Infektionsgeschehen der letzten sieben bis 10 Tage abbildet. Damit sich die Corona-Pandemie nicht weiter ausbreitet, darf die kritische 1,0er-Marke nicht überschritten werden.

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Immer mehr Infektionsherde 

Der stetige Anstieg der Infektionszahlen sehen Experten als Hinweis darauf, dass sich in Deutschland bereits eine zweite Corona-Welle anbahnt. Auch das RKI hält dies für möglich. Ein Grund für die erhöhten Fallzahlen könnte die Rückkehr von Urlaubern sein, die sich zuvor in Risikogebieten aufgehalten haben.

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Zudem kommt es immer wieder zu lokalen Corona-Ausbrüchen auf privaten Feiern, Krankenhäusern und in Betrieben. Während sich die Ausbrüche zunächst auf einige wenige Landkreise beschränkt haben, kamen in der letzten Zeit immer mehr Infektonsherde in verschiedenen Regionen hinzu.

 

+++05.08 Corona-Ausbrüche in Mamming und Hamburg+++

Es ist der dritte Corona-Ausbruch in Mamming: In einer Konservenfabrik haben sich 166 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Einen weiteren Ausbruch gab es auf einer Hamburger Werft.

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Mamming: 166 bestätigte Fälle in Konservenfabrik

Nach zwei Gemüsehöfen ist es in Mamming nun auch in einer Konservenfabrik zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Bisher wurden 166 Fälle bestätigt. Alle 600 Mitarbeiter sowie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs wurden in Quarantäne geschickt. Das Landamtsrat Dingolfing-Landau teilte mit, dass die Fabrik vorübergehend stillgelegt worden sei.

Als Quelle des Corona-Ausbruchs wird der nahegelegene Gemüsehof vermutet, auf dem sich erst kürzlich 230 Erntehelfer mit dem Virus infiziert haben.

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130 Testergebnisse stehen noch aus

Am Wochenende war nach einer ersten Testung noch von 43 infizierten Mitarbeitern die Rede. Eine zweite Untersuchung ergab jedoch deutlich mehr Fälle. „Die hohe Zahl an Neuinfektionen ist natürlich ein herber Rückschlag“, erklärte Landrat Werner Bumeder (CDU). Trotzdem gehe man davon aus, dass es sich beim Infektionsgeschehen um eine „geschlossene Einheit handelt und es weiterhin nur einen Infektionsherd gibt“, so Bumeder. Da die Ergebnisse von 130 Mitarbeiten der beiden anderen Standorte des Betriebes ausstehen, könnte die Zahl noch weiter steigen.

 

49 Corona-Infektionen auf Hamburger Werft

Auch auf der Hamburger Werft Blohm + Voss ist es zu einem Corona-Ausbruch mit bisher 49 bestätigten Fällen gekommen: Nachdem letzte Woche die ersten Fälle auf der Werft bekannt wurden, hat sich das Unternehmen zu einem freiwilligen Massentest für die 500 Mitarbeiter entschieden.

Am Dienstagabend teilte die Weft mit, dass noch einige Testergebnisse ausstehen würden. Bis diese vorliegen, seien die Mitarbeiter freigestellt. Außerdem sei ein Kontrolltest der negativ Getesteten geplant, der eine Woche später stattfinden soll.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 509 Fälle auf 212.828 gestiegen (Stand 05.08.). Bislang sind 9168 Menschen an dem Virus gestorben.

+++04.08 Corona-Ausbruch in Wiesbaden und Krisenstab in Offenbach+++

Hessen entwickelt sich zum neuen Corona-Hotspot: In Wiesbaden haben sich mindestens 18 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Offenbach tagte der Krisenstab, weil die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark angestiegen ist.

 

Wiesbaden: Mindestens 18 Corona-Infektionen nach einem Sommerfest

In der hessischen Landeshauptstadt steigt die Zahl der Neuinfektionen, nachdem sich auf einer privaten Feier mindestens 18 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Weitere Testergebnissen sollen in den nächsten Tagen folgen. Ein Großteil der Gäste sei ermittelt und unter Quarantäne gestellt worden, wie die Stadt erklärt hat.

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Service Corona: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr im Freien wirklich?

 

Viele Gäste im Urlaub: Kontaktverfolgung ist ein "enormer Aufwand"

Da die Feier jedoch vor einigen Tagen stattgefunden habe und sich inzwischen einige der Gäste im Urlaub befinden würden, stelle die Ermittlung der Kontaktpersonen einen „enormen Aufwand“ dar, schrieb der Oberbürgermeister, Gert-Uwe Mende, in einer Mitteilung: "In diesen Fällen wurden auch die Gesundheitsämter anderer Regionen informiert, um alle Lücken zu schließen. Außerdem werde geprüft, ob es auf der Feier ein „schlüssiges Hygienekonzept“ gegeben habe.

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Offenbach führt Corona-Verbote wieder ein

Auch in einer weiteren hessischen Stadt ist Corona auf dem Vormarsch: Aufgrund eines starken Anstiegs der Corona-Fälle tagte in Offenbach der Krisenstab, der schärfere Maßnahmen beschlossen hat. Dazu zählt ein Grill- und Picknick-Verbot auf öffentlichen Flächen. Sport ist nur kontaktlos in einer Gruppe von maximal 10 Personen und unter Einhaltung des Sicherheitsabstands erlaubt, teilte die Stadt mit. Zudem seien laut der Gesundheitsdezernentin, Sabine Groß, mehr Kontrollen geplant, um „Maskenverweigerer“ zu erreichen.

Mann mit Mund-Nasen-Schutz und Sonnenbrille im Pool
Service Corona-Regeln im Freibad: Was ist erlaubt, was verboten?

Die Corona-Fälle werden auf Reiserückkehrer und Einzelinfektionen zurückgeführt. Einen lokalen Ausbruch gab es in Offenbach hingegen nicht.

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Von Monag auf Dienstag ist die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 183 Fälle auf 212.328 gestiegen (Stand 04.08.)

 

+++03.08. Corona-Ausbruch in Sinsheim ein "Supergau"+++

Unter den Mitgliedern einer rumänischen Gemeinschaft in Sinsheim hat sich das Coronavirus ausgebreitet. Der Oberbürgermeister zeigt sich besorgt: Ein Großteil der potentiell Infizierten befindet sich derzeit im Urlaub. Zudem ist in Mammingen ein weiterer Gemüsehof von einem Corona-Ausbruch betroffen.

 

40 Infektionen nach Corona-Ausbruch in Sinsheim

In Sinsheim, Baden-Württemberg, haben sich Mitglieder einer rumänischen Gemeinschaft mit dem Coronavirus infiziert. Bislang konnten 40 Infektionen bestätigt werden – 18 davon fallen auf die Gemeinde Kirchhhard. Der Bürgermeister, Gerd Kreiter, äußert sich gegenüber der „Heilbronner Stimme“ besorgt über die Lage: „Die neueste Entwicklung ist beunruhigend und bedauerlich“.

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Service Gesetzesänderungen ab August 2020: Das ändert sich wegen Corona

 

77 ausstehende Coronatests: Oberbürgermeister spricht von einem „Supergau“

Der Grund für die Sorge: 77 von 180 Personen, die sich einem Corona-Test unterziehen sollten, sind nicht zum Test erschienen, da sich viele im Urlaub befinden würden. Gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung bezeichnete Sinsheims Oberbürgermeister, Jörg Albrecht, dies als „Supergau“. Der Sprecher des Landratsamts, Manfred Körner, hält aufgrund der ausstehenden Tests weitere Infektionen für sehr wahrscheinlich, wie er der „Heilbronner Stimme“ mitteilte. Ein Lockdown sei hingegen jedoch unwahrscheinlich. Denn die Infizierten würden sich auf drei verschiedene Landkreise verteilen.

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Corona-Infektionen auf zweitem Gemüsehof in Mammingen

Auch Bayern ist von einem erneuten Corona-Ausbruch betroffen: Nachdem sich mehr als 230 Erntehelfer auf einem Gemüsehof im bayerischen Mammingen mit dem Coronavirus infiziert haben, ist es nun in der Gemeinde in einem weiteren Betrieb zu einem Ausbruch gekommen. Unter den 600 Erntehelfern gibt es bisher 27 bestätigte Fälle. Das Landratsamt Dingolfing-Landau erklärte in einer Mitteilung, dass die Infizierten und die Kontaktpersonen „umgehend“ von den negativ Getesteten isoliert wurden.

Den Grund für den Ausbruch sieht der Landrat, Werner Bumeder, in der räumlichen Nähe der Betriebe. Dadurch „gab es offenbar Kontakte zwischen den Saisonarbeitskräften, die zu einer Übertragung des Virus geführt haben.“

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Corona-Tests für alle Saisonarbeiter

Nach dem Corona-Ausbruch auf dem Gemüsehof werden im Landkreis seit letzter Woche alle Saisonarbeitskräfte auf das Coronavirus getestet. In 23 von 26 Betrieben wurden keine Infektionen nachgewiesen. Auch auf dem anderen Gemüsehof im Mammingen fielen 230 Corona-Tests negativ aus.

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Von Sonntag auf Montag ist die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland um 240 Fälle auf 211.462 gestiegen (Stand 03.08.). 191.781 Genesene stehen derzeit 9226 Todesfällen gegenüber.

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+++31.07. Corona-Ausbrüche in Hagenow und Goslar+++

Inzwischen werden fast täglich neue Corona-Ausbrüche in Deutschland vermeldet. Nun sind Hagenow und Goslar betroffen: Auf einer Baby-Party und in einem Studentenwohnheim haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus  infiziert.

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Corona-Ausbruch in Hagenow: 160 Menschen in Quarantäne

In Hagenow, Mecklenburg-Vorpommern, sind nach einem Corona-Ausbruch auf einer Baby-Party mit 35 Personen 160 Menschen in Quarantäne. Darunter sind neben den Gästen der Feier auch deren Kontaktpersonen. Wie die Schweriner Volkszeitung berichtet, gibt es bisher 12 bestätigte Infektionen. Bisher wurden 60 Kontaktpersonen negativ auf das Coronavirus getestet. Weitere Tests sollen noch anlaufen.

 

Arztpraxen geschlossen, Schulstart ist unklar

Das Virus konnte sich, laut Zeitungsbericht, vermutlich unter den Gästen ausbreiten, weil die Feier nach einem plötzlichen Wetterumschwung vom Garten in die Garage verlegt wurde. Da sich eine Mitarbeiterin des Jobcenters auf der Feier infiziert hat, ist dieses „bis auf Weiteres komplett geschlossen“, informiert die Behörde auf seiner Webseite. Ebenso mussten eine Zahnarzt- und Physiotherapiepraxis vorübergehend schließen.

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Zudem ist es noch unklar, ob der geplante Schulstart am Montag stattfinden kann. Bürgermeister Thomas Müller sagte, dass die Ergebnisse der Tests darüber entscheiden würden.

 

Corona-Ausbruch in Studentenwohnheim

Auch in der Universitätsstadt Goslar, Niedersachsen, hat sich ein Corona-Ausbruch zugetragen. In einem Studentenwohnheim im Kreis Clausthal-Zellerfeld haben sich fünf Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Nun wurde das gesamte Haus mit 55 Appartements unter Quarantäne gestellt, wie der Landkreis mitteilte.

Bisher wurden 15 Menschen auf das Virus getestet. Heute sollen Tests der übrigen Bewohner und ihrer Kontaktpersonen folgen. Wie viele Studenten sich derzeit im Wohnheim befinden und wer die Quelle der Corona-Ausbreitung ist, müsse noch überprüft werden.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland liegt aktuell bei 209.653 (Stand 31.07.). Das sind rund 684 Fälle mehr als am Vortag. 191.781 Genesene stehen bisher 9221 Todesfällen gegenüber.

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+++30.07. Corona-Pflichttests könnten mit Gewalt durchgesetzt werden+++

Vor wenigen Tagen gab Gesundheit+++29.07. Rasanter Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Dithmarschen+++sminister Jens Spahn (CDU) bekannt, dass ab nächster Woche (03.08.) die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten kommen wird. Nun erklärte die Polizeigewerkschaft, dass die Testpflicht bei Verweigerung der Reisenden notfalls auch mit Gewalt durchgesetzt werden könne.

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Service Corona-Symptome: Diese 5 Anzeichen auf der Haut können auftreten

 

Gewalt als letztes Mittel zur Durchsetzung der Corona-Pflichttests

Nun erklärte die Gewerkschaft der Polizei (GdP): Es sei möglich, dass durch die Polizei Gewalt als letztes Mittel eingesetzt wird, falls sich Reiserückkehrer dem Corona-Test widersetzen sollten. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte der Vize-Chef der Polizeigewerkschaft, Jörg Radek: "Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang." Wie die Testpflicht durchgesetzt werden soll und ob bei Verweigerung tatsächlich Polizeigewalt zum Einsatz kommen wird, müssten jedoch die Bundesländer entscheiden, so Radek.

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Corona-Pflichttests seien „Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“

Gleichzeitig erklärt Radek, dass die Testpflicht ein „hohes Maß an Verständnis von der Bevölkerung“ erfordere, da es ein „Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“ sei. Diese müssen man jedoch mit dem Interesse der Gesellschaft abwägen. Radek ruft die Reisenden daher zur Zusammenarbeit auf, rechnet aber mit ihrer Bereitschaft, sich freiwillig testen zu lassen.

 

Kosten für Corona-Tests trägt der Staat

Es ist vorgesehen, dass die Kosten für die Pflichttests vom Bund durch erhöhte Zuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung finanziert werden sollen. Genau das stößt in der Opposition auf Widerstand. So äußerte der Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, gegenüber dem RND: Es gebe keinen Grund, warum Menschen, die aus Geldmangel oder Vorsicht auf Reisen ins Ausland verzichtet haben, "nun die Kosten für die Tests aller Reisenden mitzahlen sollen".

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, betont hingegen, dass sich die „Hochrisikobereiten“ keinen Corona-Test unterziehen würden, wenn dieser nicht kostenlos sei.  

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland liegt aktuell bei 208.811 (Stand 30.07.). Das sind rund 684 Fälle mehr als am Vortag. 191.325 Genesene stehen bisher 9212 Todesfällen gegenüber.

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+++29.07. Rasanter Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Dithmarschen+++

Der Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) verzeichnet derzeit einen rasanten Anstieg der Corona-Neuinfektionen – und das obwohl es dort bisher sehr wenige Fälle gab. Der Kreis hat seit letztem Mittwoch 109 Neuinfektionen gemeldet. Die Betroffenen seien überwiegend Reiserücklehrer aus Skandinavien und dem West-Balkan.

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Corona in Dithmarschen: Reiserückkehrer haben Infektionskette ausgelöst

Landrat Stefan Mohrdieck gab an, dass die Ansteckungen in einem größeren Familienverbund stattgefunden hätten. Reiserückkehrer aus Skandinavien und dem West-Balkan hätten die Infektionskette ausgelöst. Die Zahl könnte weiter steigen und den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschreiten, so Mohrdieck. Denn die Ergebnisse der Corona-Tests von 45 Kontaktpersonen stehen noch aus – und einige von ihnen würden Symptome zeigen.

 

Maßnahmen zur Corona-Eindämmung geplant

Der Landrat betont, dass die Infektionen zum Großteil in der Kreisstadt Heide aufgetreten seien, daher wolle man nicht für den ganzen Kreis schäfere Corona-Maßnahmen einsetzen. In der Kreisstadt würden jedoch wahrscheinlich Auflagen zur Corona-Eindämmung kommen.

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Einwohnern und Touristen in Dithmarschen drohen Folgen

Von den möglichen Auflagen wären die Bewohner und Touristen des an der Küste liegenden Kreises gleichermaßen betroffen. Den Bewohnern droht nicht nur eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Aufgrund des Status der Stadt als Risikogebiet könnten Reisen ins Ausland problematisch werden. Daher sollen nun mehr Testmöglichkeiten geschaffen werden, wie Mohrdieck erklärte. So könnten sich die Bewohner vor ihrem Urlaub auf das Coronavirus testen lassen.

Touristen in Dithmarschen müssen sich hingegen bei ihrer Heimkehr in ihr Bundesland auf eine Quarantäne einstellen:„Es liegt dann [...] an den Rückkehrern in ihre Heimatorte, möglicherweise den Nachweis zu erbringen, dass sie nicht infiziert sind“, erklärte Mohrdieck.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Aktuell liegt die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland bei 207.905 (Stand 28.07.) – rund 633 Fälle mehr als am Vortag. 190.796 Genesene stehen bisher 9205 Todesfällen gegenüber.

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+++28.07. Corona-Pflichttests für Urlauber und neuer Ausbruch+++

In den letzten Tagen wurde immer wieder Forderungen laut, nun soll der Corona-Pflichttest für Reiserückkehrer kommen. Ab nächster Woche (03.08.) müssen sich Urlauber aus Corona-Risikogebieten auf das Coronavirus testen lassen. Währenddessen ist es auf einer Trauerfeier in Baden-Württemberg zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

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Spahn ordnet Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer an

Seit dem Wochenende können sich Reiserückkehrer auf mehreren deutschen Flughäfen auf das Coronavirus freiwillig testen lassen. Nun erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegenüber der Deutschen Nachrichtenagentur (dpa), dass er zum Schutz der Bürger "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten" anordnen werde.

Auf diese Weise solle verhindert werden, dass „Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen“. Die entsprechende Verordnung soll kommende Woche in Kraft treten. Dann kann das Bundesministerium Reiserückkehrer dazu verpflichten, sich einem Test zu unterziehen, wenn sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren.

 

Diese Länder gelten als Corona-Risikogebiete

Als Risikogebiete gelten Länder, in denen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Das entschied die Bundesregierung zusammen mit dem Robert-Koch-Institut (RKI). Auf den Seiten des (RKI) ist eine Liste mit den Risikogebieten zu finden. Ob ein Land auf der Liste steht und man sich bei seiner Rückkehr auf das Coronavirus testen lassen muss, kann sich jederzeit ändern.

 

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern für Pflichttests

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich bereits zuvor für verpflichtende Corona-Tests an Flughäfen aus. Zusätzlich sollen an Grenzübergangen sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg Testzentren aufgebaut werden, in denen sich Bürger freiwillig testen lassen können. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern prüft derzeit, ob die Quarantäneregeln für Reiserückkehrern verschärft werden. Um nach dem Urlaub eine Quarantäne zu vermeiden, sollen dann zwei negative Corona-Tests notwendig sein.

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Corona-Ausbruch auf einer Trauerfeier

Derweil haben sich auf einer Trauerfeier in Schwäbisch-Gmünd (Baden-Württemberg) 47 Gäste mit dem Coronavirus infiziert, darunter auch Kinder. Die Sprecherin des Landratsamts erklärte am Montag, dass noch mehr Menschen infiziert sein könnten. Nach den Gästen werde nun gesucht. Jedoch fehle eine Teilnehmerliste der Trauerfeier, die vor rund zwei Wochen stattgefunden hat. Man gehe von mehreren Hundert Gästen aus.

Weil sich auch Kinder auf der Trauerfeier mit dem Coronavirus angesteckt hätten, sei eine Kita vorübergehend geschlossen und eine Grundschulklasse auf das Virus getestet worden. Keines der Kinder habe sich angesteckt, wie das Landratsamt mitteilte. In den nächsten Tagen sollen an weiteren Schulen Corona-Tests durchgeführt werden.

Der Startschuss für die Urlaubssaison ist gefallen, aber auch auf dem Campingplatz gelten Corona-Regeln
Service Diese Corona-Regeln gelten jetzt auf dem Campingplatz

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Aktuell liegt die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland bei 207.379 (Stand 27.07.) – rund 340 Fälle mehr als am Vortag. 190.350 Genesene stehen bisher 9205 Todesfällen gegenüber.

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Service Corona: Diesen 10 Ländern droht die zweite Welle - auch Deutschland?

 

+++27.07. Corona-Fälle steigen rapide an+++

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Zahl der neu übermittelten Corona-Fälle am Freitag (24.07) im Vergleich zu den Vorwochen stark angestiegen. Lag die Zahl in den letzten Wochen noch konstant bei etwa 500 Fällen pro Tag, waren es am Freitag schon 815. Bereits in den Tagen zuvor seien die Zahlen gestiegen.

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Steigende Corona-Zahlen: „Beunruhigende“ Entwicklung

Das Robert-Koch-Institut bezeichnet den Anstieg der Corona-Fälle als „beunruhigend“. In diesem Zusammenhang warnt das RKI eindringlich: „Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden.“ Das Engagement der Bevölkerung, die Abstand- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten und einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, sei entscheidend.

 

Lokale Corona-Ausbrüche lassen Corona-Zahlen steigen

Rund 60 Prozent der neu übermittelten Fälle würden auf Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg fallen. Aber der Trend sei auch in anderen Bundesländern zu beobachten, so das RKI. Meist sei das auf kleinere Corona-Ausbrüche auf Privatfeiern, Freizeitaktivitäten und Gesundheitseinrichtungen zurückzuführen. Außerdem könne man auch unter Reiserückkehrern mehr Corona-Fälle beobachten.

In den letzten Tagen und Wochen ist es zudem immer wieder zu Ausbrüchen in Schlacht- und Gemüsehöfen gekommen. Besonders Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen waren betroffen. 

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Corona-Hotspots in Weimar und Bayern

Corona-Hotspots sind derzeit Weimar und Bayern: Nachdem ein Infizierter aus Bayern bei einem Besuch in Weimar mehrere Menschen angesteckt hatte, gab es dort bisher 16 bestätigte Corona-Fälle. 169 Menschen befinden sich in Quarantäne. Im  niederbayerischen Mamming haben sich 175 Erntehelfer auf einem Gemüsehof mit dem Coronavirus infiziert. Die 3300 Einwohner des Ortes können sich freiwillig testen lassen. Die Gesundheitsministerin teilte mit, dass sich die 50er-Marke wohl nicht werde einhalten können.

          

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Aktuell liegt die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland bei 206.741 (Stand 27.07). Das sind rund 305 Fälle mehr als am Vortag.189.984 Genesenen stehen bisher 9203 Todefälle gegenüber.

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++24.07. Studie zu Corona-Ausbruch bei Tönnies+++

Mehr als 1.400 Mitarbeiter des Tönnies-Schlachthofes in Rheda-Wiedenbrück haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt sind bisher 2.119 Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch bestätigt.

Aber warum hat sich das Virus in dem Schlachtbetrieb so massiv verbreitet? Das haben jetzt Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Heinrich-Pette-Insititus, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) in einer gemeinsamen Studie herausgefunden.

Besonders brisant: Die Forscher konnten eine Person, einen sogenannten Superspreader, ausfindig machen, von dem das Virus im Unternehmen verbreitet wurde. Durch Aerosole soll sich das Virus von ihm aus in einem Umkreis von acht Metern zwischen den Mitarbeitern übertragen haben.  

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Zerlegebereich mit idealen Bedingungen für das Coronavirus

„Die hauptsächliche Übertragung fand im Zerlegebereich für Rinderviertel statt, in dem die Luft umgewälzt und auf zehn Grad Celsius gekühlt wird“, sagen die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in einer Mitteilung. Dort herrschten die optimalen Bedingungen, damit sich das Virus durch Aerosole verbreiten konnte.

Neben der niedrigen Temperatur sind laut der Forscher folgende Ursachen für die hohe Infektionsrate verantwortlich:

 

Corona-Übertragung über weite Distanzen möglich

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Faktoren generell eine entscheidende Rolle bei den weltweit auftretenden Ausbrüchen in Fleisch- oder Fischverarbeitungsbetrieben spielen. Unter diesen Bedingungen ist ein Abstand von 1,5 bis 3 Metern alleine ganz offenbar nicht ausreichend, um eine Übertragung zu verhindern“, erklärt Prof. Adam Grundhoff, Mitautor der Studie und Forschungsgruppenleiter am HPI.

Virologie-Professorin Melanie Brinkmann, die ebenfalls an der Studie mitwirkte betonte, dass in dem Tönnies-Betrieb viele Faktoren für die Ausbreitung des Coronavirus zusammenkamen. Nun müsse man analysieren "unter welchen Bedingungen Übertragungsereignisse über größere Entfernungen in anderen Lebensbereichen möglich sind.“

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+++23.07. Corona: Hotspot in Kleinstadt und Ausbruch in Berliner Lokal +++

Über einen Monat verzeichnete der Landkreis Hof in Bayern keine neuen Corona-Fälle. Doch in den letzten Tagen wurden allein in der Stadt Rehau insgesamt 15 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Die Stadt wird damit zum Corona-Hotspot im Landkreis Hof, wie es auf der offiziellen Seite des Kreises heißt. Laut Landrat Oliver Bär (CSU) sei der erste Infizierte ein Familienvater gewesen. Zwei seiner Kinder seien ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet worden. Zwei Schulklassen stehen aus diesem Grund unter Quarantäne. Bär gibt jedoch aktuell Entwarnung: „Bislang gibt es mit Ausnahme der Kinder des Familienvaters keine positiv Getesteten in der Schule.“

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Der Landkreis hat neben den geschlossenen Schulklassen noch weitere Maßnahmen getroffen, ob die Verbreitung des Virus einzudämmen. In einem Testmobil dürfen sich alle der knapp 10.000 Einwohner Rehaus freiwillig testen lassen. Außerdem werden Reihentestungen in sensiblen Bereichen wie den Seniorenheimen durchgeführt. Noch ist unklar, wo sich der Vater angesteckt habe. Die Ansteckungswege werden aktuell ermittelt.

Laut RKI gehört der Landkreis Hof noch nicht zu den Corona-Risikogebieten. Dazu zählen jene Kreise, bei denen die Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übersteigt.

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Corona-Ausbruch in Berliner Lokal – Einwohner und Touristen betroffen

Mindestens zehn Gäste sind nach einem Lokal-Besuch in Berlin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Lokal „Restaurant (Indoor Bar) Mio Berlin“ liegt unter dem Berliner Fernsehturm in der Panoramastraße. Das Bezirksamt sucht aktuell weitere Menschen, die am Abend des 10. Julis zwischen 21 Uhr abends und 3 Uhr morgens im Lokal waren. Die bisher positiv getesteten Personen leben teilweise in Berlin, sind teilweise aber auch in anderen Städten gemeldet.

Laut Berliner Zeitung sei der Betreiber des Lokals, Ahmed Karimi, fassungslos über die Fälle in seinem Lokal: „Wir halten uns an alle Bestimmungen. Überall wird ständig desinfiziert, wir verzichten größtenteils auf Speisekarten, überwachen die Abstandsregeln.“  Da ein Teil der angegebenen Telefonnummern an dem Abend nicht existiere, suche das Bezirksamt weitere Kontaktpersonen nun über die Medien.

Bisher gibt es keine Auflage zur Schließung, weswegen das Restaurant weiterhin geöffnet bleibt. Karimi erklärte gegenüber der Berliner Zeitung, einen Arzt zu suchen, der alle Mitarbeiter auf Covid-19 testet.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Bayern wurden seit gestern 95 neue Fälle gemeldet, in Berlin 23. Laut Robert Koch Institut haben sich damit insgesamt 203.368 Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus angesteckt. Das sind 569 Fälle (Stand 23.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++22.07. Corona-Ausbruch in Kiel: Imbiss an Urlauber-Hotspot betroffen+++

Tausende Pendler, Urlauber und Umsteiger passieren täglich den Hauptbahnhof in Kiel in Schleswig-Holstein. Ein Corona-Superspreader an diesem Hotspot wäre fatal. Doch genau dort musste jetzt ein Imbiss schließen. Sechs Mitarbeiter des Imbisses wurden positiv auf Covid-19 getestet. Inzwischen befindet sich das gesamte Personal in Quarantäne. Bereits bei den ersten bestätigten Fällen habe der Betreiber den Imbiss geschlossen. Aktuell ermittelt das Gesundheitsamt sämtliche Kontaktpersonen der Infizierten. Auch die Gästeliste des Imbisses wird überprüft.

Die Gesamtzahl der Infizierten, die der Corona-Ausbruch im Kieler Imbiss nach sich zog, kann nicht genannt werden. Die Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Städten in Schleswig-Holstein sowie Hamburg. Zwei Beschäftigte leben in Kiel, weitere kommen neben Hamburg aus Plön und Pinneberg. Sie werden von den Gesundheitsämtern ihrer Heimatorte betreut. Kritisch ist vor allem der Standort des Kiosks am Kieler Hauptbahnhof.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Schleswig-Holstein wurden seit gestern sieben neue Fälle gemeldet. Laut Robert Koch Institut haben sich inzwischen insgesamt 202.799 Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus angesteckt. Das sind 454 Fälle (Stand 22.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++21.07. Corona-Ausbrüche in Bielefeld: Polizei in Quarantäne+++

Im Nordrhein-westfälischen Bielefeld bricht die Corona-Kette nicht ab. Während des Ausbruchs im Fleischkonzern Tönnies im Kreis Gütersloh infizierten sich auch Werksarbeiter aus Bielefeld. Letzte Woche dann der zweitgrößte Ausbruch in Bielefeld: Auf einer Verlobungsfeier steckten sich 26 Menschen mit dem Virus an. Daraufhin mussten sämtliche Kontaktpersonen in Quarantäne. Auch Kitagruppen wurden geschlossen.

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Jetzt hat es die Einsatzhundertschaft der Bielefelder Polizei getroffen. Drei Polizeibeamte wurden positiv getestet. Am 10. Juli waren sie gemeinsam im Dienst. Kontaktpersonen in der Einsatzhundertschaft sowie der Polizeiwache Ost dürfen aufgrund der Fälle aktuell nicht in den Dienst. Auch sie werden noch getestet. Mindestens einer der infizierten Beamten soll laut Haller Kreisblatt an der Verlobungsfeier teilgenommen haben. Aktuell wird geprüft, inwieweit der Ausbruch auf der Verlobungsfeier mit jenem in der Polizeihundertschaft zusammenhängt. Die Infektionsketten werden noch ermittelt.

Noch ist unklar, wie viele Polizeibeamte in Quarantäne müssen. Doch sie seien in der Lage, Personallücken ausreichend zu füllen, um die Sicherheit Bielefelds zu gewährleisten. Dazu müssen laut Haller Kreisblatt Beamte aus dem Urlaub zurückkehren.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Nach den Ausbrüchen in Nordrhein-Westfalen wurden über 1.000 Personen in den letzten sieben Tagen positiv auf Corona getestet. Insgesamt haben sich 201.823 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt. Das sind 249 Fälle (Stand 21.07.2020) mehr als zum Vortag.

+++ 20.07. Corona-Ausbrüche in Schlachthof und Gemüsehof +++

In einem Wiesenhof-Schlachthof in Niedersachsen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Bisher gab es 66 bestätigte Fälle, die Auswertung von knapp 1000 Mitarbeitern steht noch aus. Trotzdem ist keine Schließung geplant. 

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Auch in einem Gemüsehof in NRW haben sich Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. 

 

66 bestätigte Corona-Infektionen in Schlachthof

In einem Wiesenhof-Schlachthof im niedersächsischen Lohne wurden 66 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Alle Infizierten und ihre Angehörigen seien in Quarantäne, teilte der Landkreis mit. Weiterhin würden alle weiteren Kontakte derzeit nachverfolgt.

Mit einer Verschärfung der Maßnahmen müssen die Einwohner des Landkreises noch nicht rechnen: Da die Infizierten in verschiedenen Landkreisen wohnen, wurde die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nicht erreicht. Das kann sich aber schnell ändern, denn die Auswertung der Tests von knapp 1000 Mitarbeitern steht noch aus.

 

Keine Schließung des Wiesenhof-Schlachthofes geplant

Der Landkreis teilte mit, man gehe davon aus, dass die Infektionen nicht auf dem Schlachthof, sondern „überwiegend im privaten Bereich entstanden sind“. Daher ist keine Schließung des Schlachtbetriebs geplant. Stattdessen soll auf dem Hof eine Komplettdesinfektion durchgeführt und mehr Aufsichtspersonal eingestellt werden.

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Corona-Ausbruch auf Gemüsehof in NRW

Auch im Kreis Borken in NRW kam es zu einem Corona-Ausbruch. Der Ort des Geschehens: ein Gemüsehof. Von 148 durchgeführten Tests fielen acht positiv aus – rund 88 Tests müssen noch ausgewertet werden, was noch diese Woche erfolgen soll. Zudem ist geplant, die gesamte Belegschaft erneut auf das Coroanvirus zu testen. Der Kreis Borken teilte mit, dass die Mitarbeiter des Gemüsehofes das Gelände bis auf Weiteres nicht verlassen dürfen. Die überwiegend rumänische Belegschaft wohnt auf dem Betriebshof.

 

Die aktuellen Corona-Infektionszahlen

In NRW ist die Gesamktinfektionszahl von Freitag auf Sonntag um 314 auf über 46.000 gestiegen. Mit Bayern ist NRW das am stärksten vom Coronavirus betroffene Bundesland. Die Gesamt-Infektionszahl in Deutschland liegt derzeit bei 201.823 (Stand 20.07). An dem Coronavirus sind bisher 9.086 Menschen gestorben.

 

+++17.07. Indien will Corona-Impfstoff im August auf den Markt bringen+++

Normalerweise dauert es mehrere Jahre bis die Zulassung eines Impfstoffes erfolgt. In Indien soll dies nun offenbar in einem Eilverfahren durchgesetzt werden.

Dies soll Balram Bahragava, Direktor des Indischen Rates für medizinische Forschung (ICMR), in einem Brief angekündigt haben, der an die Öffentlichkeit gelang.

Laut Medieninformationen soll es sich um den vielversprechenden Impfstoff Covaxin handeln, der von den Firmen von ICMR und Biotech entwickelt wurde.

Tests an Menschen mit Covaxin sollen ab dem 7. Juli 2020 erfolgen. Nur fünf Wochen später, am 15. August, soll der Impfstoff dann bereits auf den Markt kommen.

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Experten halten schnelle Impfstoff-Zulassung für unmöglich

Experten sehen das Impfstoff-Eilverfahren als unrealistisch an. So betont Kiran Mazumdar Shaw, Chefin des indischen Biotech-Unternehmens Biocon,: „Es ist unmöglich, die Phasen 1 bis 3 einer Covid-19-Impfung in sechs Wochen zu komplettieren.“

Virologe Dr. Martin Stürmer sagt im Interview mit RTL ebenfalls: „Die Aussage ist absolut unrealistisch.“ Der Wissenschaftler warnt zudem: „Und damit impliziert das letztendlich auch, das eine Phase 3, die eigentlich über Jahre dauert, hier in einer Form abzukürzen, die ich ethisch, moralisch und auch wissenschaftlich nicht für verantwortbar halte.“

Ob der Impfstoff tatsächlich innerhalb dieser kurzen Zeit auf den indischen Markt kommt, bleibt somit abzuwarten.

 

Indien mit mehr als einer Million Corona-Fällen

Das bevölkerungsreiche Indien ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen: Mehr als eine Million Corona-Fälle sind derzeit bestätigt (Stand 17.07.). Nur die USA haben mehr bestätigte Corona-Fälle. Hinzu kommt, dass in Indien weltweit eine der geringsten Testraten hat, was darauf schließen lässt, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist.

Umso wichtiger ist die Suche nach einem Impfstoff, um die Pandemie einzudämmen.

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+++16.07. Corona-Beschränkungen offiziell: Lokale Ausreisesperren+++

Die Gesundheitsminister haben sich am heutigen Donnerstagmorgen zusammengesetzt, um zielgenauere Beschränkungen zur Eindämmung von Corona festzusetzen. Dabei ging es besonders um Regionen, die von einem starken Corona-Ausbruch betroffen sind. Nun liegt der Beschluss von Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatkanzleichefs vor. Darin heißt es: „Diese Maßnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen (…).“ Es sollen also punktuelle lokale Maßnahmen getroffen werden.

Vor dem Treffen hatten eine Reihe Ministerpräsidenten Ausreiseverbote für ganze Landkreise abgelehnt. Steigt die Zahl der Infektionen weiter oder gibt es keine Gewissheit darüber, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind, soll es lokale Ein- und Ausreisesperren geben. Davon betroffen sollen kleinere örtliche Einheiten sein. In ganzen Bezirken sei das nicht möglich, wie es in dem Papier heißt. „Entscheidungen müssen vor Ort flexibel von den zuständigen Behörden getroffen werden“, heißt es weiterhin.

Skepsis herrscht seitens der Gesundheitsminister über Kontrolle und Umsetzung der Maßnahmen. Das Bundesinnenministerium müsse eingebunden werden, um praktische Lösungen zu finden.

Gesetz wird mit der Hand unterschrieben
Service Gesetzesänderungen ab Juli 2020: Das ändert sich wegen Corona

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Gestern wurde eine neue Marke in den Corona-Fallzahlen erreicht. Inzwischen haben sich 200.260 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das sind 534 Fälle (Stand 16.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++15.07. Corona-Ausbrüche in zwei Kitas+++

In Neustadt bei Coburg in Bayern wurden am Dienstag mehrere Corona-Fälle in einer Kindertagesstätte bestätigt. Nachdem am Montag eine Neuinfektion in der Kita bekannt wurde, sind nun auch Kontaktpersonen getestet worden. So kam es zur Bestätigung mehrerer Corona-Infizierten. Das Gesundheitsamt des Landkreises Coburg hat bereits sämtliche Kontaktpersonen ermittelt. Alle Betroffenen befinden sich in Quarantäne. Geschlossen wird die Kita aber nicht.

Auch in Rastede in Niedersachsen ist ein Corona-Fall bestätigt. In einer Kindertageseinrichtung hat sich eine Mitarbeiterin mit Covid-19 infiziert. Das Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland ermittelt aktuell die Kontaktpersonen. Bislang sind rund 70 Kinder und Beschäftigte der Kita betroffen. Alle werden auf eine Ansteckung getestet. Die gesamte Kindertagesstätte wurde geschlossen. Dr. Ralph Korczak, stellv. Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Ammerland, erklärt: „Die Schließung des gesamten Kindergartens war erforderlich, weil die Mitarbeiterin als Springerkraft in drei Gruppen arbeitete und sich daraus eine hohe Anzahl von Kontaktpersonen ergibt.“ Die Eltern der betroffenen Kinder unterlägen keiner Absonderungspflicht. Aus diesem Grund ist eine Quarantäne nicht notwendig.

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Insgesamt 199.726 Corona-Fälle wurden seit gestern bestätigt. Das sind 351 Fälle (Stand 15.07.2020) mehr als zum Vortag.

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Krankheiten & Behandlung Erster deutscher Corona-Patient hat keine Antikörper mehr

 

+++14.07. Corona-Ausbruch in bayrischer Schule+++

In zwei Wochen starten in Bayern die Sommerferien, davor macht das Corona-Virus aber nicht Halt. Eine Lehrkraft am Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt, Bayern, hat sich mit dem Virus infiziert. Sie zeigte deutliche Corona-Symptome und wurde daraufhin am letzten Freitag getestet. Der Test fiel positiv aus, der Zustand der Lehrperson ist bisher jedoch nicht besorgniserregend. Das Gesundheitsamt Schweinfurt und Schuldirektor Thomas Kreutzmann stimmten umgehend Maßnahmen ab, damit sich das Virus nicht verbreitet.

Nach dem positiven Corona-Testergebnis der Lehrkraft bleibt das Olympia-Morata-Gymnasium bis einschließlich Mittwoch, den 15. Juli, geschlossen. Wie es dann weitergeht, muss noch entschieden werden. Die Lehrkraft habe mit zu vielen Kolleginnen und Kollegen Kontakt gehabt. Alle Kontaktpersonen würden ausfallen, sodass ein normaler Schulbetrieb nicht mehr möglich sei.

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Eltern wurden bereits am Wochenende kontaktiert. Seit Montag werden sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Kollegium auf SARS-CoV-2 getestet. Da die Schülerinnen und Schüler bereits vorher in A- und B-Gruppen eingeteilt wurden, wurden Tests nur für die B-Gruppe veranlasst. Diese Gruppe hatte zuletzt Kontakt zur infizierten Lehrperson. Eltern werden weiterhin durch das Elternportal der Schule informiert. Dem Gesundheitsamt liegt eine Kontaktliste vor.

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Bayern kamen am vergangenen Tag 77 Neuinfektionen hinzu. Insgesamt 199.375 Corona-Fälle wurden damit bestätigt. Das sind 412 Fälle (Stand 14.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++13.07. Corona-Ausbrüche auf Krebsstation und in Seniorenheim+++

Auf der Krebsstation des Klinikums Freising (Bayern) wurden fünf Personen positiv auf das Corona-Virus getestet. Das gab Pandemiebeauftragter des Krankenhauses Dr. Christian Fiedler am Freitag bekannt. Es handelt sich bei den Infizierten um zwei Mitarbeiter der Onkologie und drei Patienten. Inzwischen ist auch Patient Null bekannt, der das Virus weitergegeben hat. Fiedler teilte mit, es sei ein Pflegeschüler, dessen Rachenabstrich Gewissheit lieferte. „Bei Dienstbeginn zu Wochenanfang hat er sich unwohl gefühlt und wurde sofort nach Hause geschickt“, so Fiedler.

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Trotz Schutzbekleidung und Sicherheitsvorkehrungen, hat der Pflegeschüler drei Onkologie-Patienten beim Waschen angesteckt. Fiedler vermutet, es läge neben der Tröpfcheninfektion auch an der Aerosolbelastung, die sich besonders bei immungeschwächten Patienten auswirke. Keiner der drei Onkologie-Patienten weist derzeit Symptome auf. Der Gesundheitszustand des Pflegeschülers bessert sich langsam, doch seine ebenfalls angesteckte Kollegin leide noch unter Fieber.

Die Krebsstation im Klinikum Freising wurde inzwischen geschlossen. Alle Mitarbeiter befinden sich derzeit in Quarantäne. Bei 88 Mitarbeiter wurde ein Abstrich gemacht, bisher wurden 26 negativ getestet. Die restlichen Ergebnisse liegen noch nicht vor. Um die notwendige Therapie und Behandlung der Krebs-Patienten sicherzustellen, wurden sie auf andere Stationen verlagert.

Am Dienstag soll dann das gesamte Krankenhaus Abstriche bekommen. Das betrifft über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deutlich mehr als 70 Prozent sollten getestet werden, auch in der aktuellen Urlaubszeit.

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Ein Corona-Fall in Seniorenheim in Rodalben

Eine Bewohnerin des Seniorenheims in Rodalben (Rheinland-Pfalz) wurde während einer Routine-Untersuchung positiv auf COVID-19 getestet. Ursache für die Untersuchung war ein Sturz, durch den sie ins Krankenhaus kam. Das Altenheim wurde nun für Besucher geschlossen. Alle 92 Bewohner und auch die 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden noch am Wochenende getestet. Die Ergebnisse liegen bisher nicht vor.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Nach den Ausbrüchen in Bayern und Rheinland-Pfalz beläuft sich die aktuelle Infizierten-Zahl auf insgesamt 198.963. Das sind 159 Fälle (Stand 13.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++09.07. Corona-Ausbruch: Drei Studentenwohnheime unter Quarantäne+++

Drei Studierende im Kreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz wurden positiv auf Corona getestet. Zuvor spürten sie typische Symptome, ein Schnelltest lieferte die Ergebnisse. Kontaktpersonen der bereits Infizierten zeigten ebenfalls Symptome und wurden getestet. Die Ergebnisse liegen bislang nicht vor.

Alle Studierenden wohnen in Koblenzer Studentenwohnheimen. Zwei der positiv Getesteten leben im selben Wohnheim, der dritte in einem anderen. Beide Heime wurden unter Quarantäne gestellt. Vorsorglich mussten auch Studierende in einem dritten Wohnheim unter Quarantäne. Dort lebten Kontaktpersonen der Infizierten. Rund 350 Studierende bewohnen die drei Heime, es seien jedoch nicht alle vor Ort, wie ein Sprecher der Kreisverwaltung mitteilte. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden nun auf COVID-19 getestet. 

Die Polizei kontrolliert während der Quarantäne-Zeit die Ausgänge der Wohnheime. Die Eingänge sind mit Absperrband blockiert. Das Deutsche Rote Kreuz und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft führten die Testabstriche in den Wohnheimen durch - in Schutzbekleidung und mit Masken.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

In Nordrhein-Westfalen wurden gestern 186 Neuinfizierte verzeichnet. Damit beläuft sich die aktuelle Infizierten-Zahl auf insgesamt 197.783. Das sind 442 Fälle (Stand 09.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++08.07. Corona-Ausbruch in freikirchlicher Gemeinde+++

In Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) ist eine Familie mit 15 Kindern an Corona erkrankt. Daraufhin mussten rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde in Quarantäne. Insgesamt sollen nun etwa 1000 Menschen auf Corona getestet werden.

Die Gottesdienste der Mennoniten-Gemeinde in Euskirchen seien mit sofortiger Wirkung verboten. Auch die Menno-Simons-Schule, die die infizierten Kinder besuchen, sei inzwischen geschlossen worden. Die Mutter kam mit Corona-Symptomen ins Krankenhaus, wo sich der Verdacht bestätigte. Nach weiteren Tests stand fest: Fast alle Familienmitglieder hatten sich mit dem Virus angesteckt. Die Kinder hatten Schule und Gottesdienste besucht.

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Noch in dieser Woche sollen sich alle Mitglieder der Gemeinde auf COVID-19 testen lassen. Schwierig ist jedoch, dass nicht amtlich erfasst sei, wer der freikirchlichen Gemeinde zugehört. Dem Kreis liegt eine Liste mit rund 500 Namen vor.

Die Menno-Simons-Grund- und Realschule kommentierte den Vorfall bisher nicht. Wie viele Schüler dort zur Schule gehen, ist aktuell nicht bekannt, jedoch so viel, dass auch Kinder außerhalb der Gemeinde dort unterrichtet werden.

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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

 Nach dem Corona-Ausbruch im nordrhein-westfälischen Euskirchen kamen seit gestern 148 neue Fälle im Bundesland hinzu. Damit beläuft sich die aktuelle Infizierten-Zahl auf insgesamt 197.431. Das sind 397 Fälle (Stand 08.07.2020) mehr als zum Vortag.

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+++07.07. Duisburg als neuer Corona-Hotspot? Zahl an Neuinfektionen steigt rasant+++

In Duisburg (Nordrhein-Westfalen) schnellen die positiven Testergebnisse stark in die Höhe. Vergangene Woche handelte es sich noch um 159 Covid-19 Erkrankungen, bis heute stieg sie bis auf 195 infizierte Menschen.

Problematisch sei nun vor allem die Nachverfolgung der Kontaktpersonen, so Krisenstabsleiter Martin Murrak. Grund hierfür, seien die erlaubte Zunahme der Gruppenbildung und somit die Schwierigkeit diese telefonisch zu erreichen. Viele der infizierten Personen geben bis zu 30 Kontaktpersonen an, dies nimmt viel Zeit in Anspruch. Ebenso verdeutlicht der Krisenstabsleiter das Problem der Erschwerung einer schnellen Kappung des Infektionsweges.

Nordrhein-Westfalen zählt seit Beginn der Corona-Pandemie zu den am stärksten betroffenen Gebieten in Deutschland.

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Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute

Einhergehend mit dem Vorfall in Duisburg, steigen auch die Zahlen in Deutschland. Die aktuelle Fallzahl der infizierten Personen beläuft sich derweilen auf insgesamt 196.944. Die Differenz zum Vortag beträgt ein plus von 390 (Stand 07.07.2020). Jedoch gibt es ebenso eine hohe Anzahl an genesenen Patienten, diese beträgt 182.681.

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+++06.07. Brandenburg: Corona-Ausbruch in Kita mit mehreren Infektionen +++

Nachdem am vergangenen Mittwoch (1.06.2020) bekannt wurde, dass sich in einer Kita in Neuruppin eine Mitarbeiterin mit dem Corona-Virus infiziert hatte, sind nun weitere, positive Testergebnisse zu vermelden. Wie ein Sprecher des Landkreises Ostprignitz-Ruppin am Sonntagabend erklärte, gibt es sechs weitere bestätigte Fälle: zwei Mitarbeiter der Kita und zwei Kinder. Zudem wurden bei Personen im engeren Umfeld der bereits infizierten Personen Abstriche durchgeführt. So konnten noch zwei weitere Personen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten, ausgemacht werden. Getestet wurden insgesamt 41 Kinder sowie acht Angestellte. Die Kindertagesstätte bleibt nun vorerst geschlossen. Angestellte und Kinder wurden in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. 

 

+++06.07. Debatte um Abschaffung der Maskenpflicht geht weiter +++

Eine Abschaffung der Maskenpflicht im Einzelhandel - dafür plädierte unter anderem der Wirtschaftsminister Mecklenburg Vorpommerns Harry Glawe. Er sehe aufgrund der niedrigen Infektionszahlen kein erhöhtes Risiko mehr und sprach sich für das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel aus.  Und auch andere Bundesländer zeigten sich durchaus gesprächsbereit, wenn es um die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes im Einzelhandel geht. Niedersachsens Wirtschaftsminister schlug zum Beispiel vor, aus der Maskenpflicht perspektivisch in einigen Monaten eine Empfehlung des Maskentragens zu machen. Aber wie weit sollte man bei den Lockerungsmaßnahmen noch gehen? Gesundheitsminister Jens Spahn vertritt bezüglich der Masken eine klare Meinung: Er hält an der Maskenpflicht wteiter fest. Zwar verstehe er den Wunsch nach Normalität, doch das Corona-Virus sei eben noch da. Das bestätigen auch die aktuellen Infektionszahlen. 

         

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen heute+++

Die aktuelle Fallzahl der infizierten Personen mit dem Corona-Virus in Deutschland beläuft sich derweilen auf insgesamt 196.554. Die Differenz zum Vortag beträgt ein plus von 219 infizierten Personen (Stand: 06.07.2020). Aus den Bundesländern Sachsen und Baden-Württemberg wurden keine aktuellen Daten dem Robert-Koch-Institut zur Auswertung übermittelt. Aktuell sind 2.422 Personen in den letzten 7 Tagen an Corona erkrankt und dem RKI gemeldet wurden. Stand der Todesfälle, die mit dem Corona-Virus in Verbindung stehen: 9.016.

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+++03.07. Corona-Ausbruch nach Familienfeier im Freien+++

Medienberichten zufolge sollen sich in Kiel bei einer Familienfeier am vergangenen Wochenende mindestens sechs Erwachsene und ein Kind mit dem Coronavirus infiziert haben, wie ein Sprecher der Stadt bestätigte. Da das Kind eine Kita in Kiel besucht, befinden sich nun etwa 160 Kinder, Eltern und Erzieher in Quarantäne.

 

160 Kieler in Quarantäne

Die Feier soll im Freien und gemäß der geltenden Corona-Regeln stattgefunden haben. Drei der Infizierten arbeiten den Angaben nach in Einrichtungen der Altenhilfe, ein sechsjähriges Kind besucht eine Kita im Stadtteil Mettenhof. Diese soll inzwischen geschlossen und die etwa 50 betreuten Kinder sowie Eltern und Erzieher in Quarantäne geschickt worden sein, insgesamt seien das etwa 160 Kieler. Heute sollen diese dann auf Corona getestet werden. Von den Testergebnissen hänge dann auch die Wiedereröffnung ab, sagte ein Sprecher. Die Altenhilfe-Einrichtungen, bei denen die drei infizierten Mitarbeiter der Feier arbeiten, seien nicht geschlossen worden.

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Service Corona: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr im Freien wirklich?

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Das Robert-Koch-Institut meldet am 03. Juli um 00:00 Uhr deutschlandweit 195.674 übermittelte und laborbestätige Infektionsfälle. Das sind 446 registrierte positive Testergebnisse im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 9 weitere Fälle auf 9.003 an. Als genesen gelten in Deutschland 181.000 ehemalig Infizierte, also etwa 700 mehr als zum Vortag.

Sowohl der R-Wert (Vortag 0,86) als auch der Sieben-Tage-R-Wert (Vortag 0,79) liegen stabil bei 0,83

Frauen mit Masken unterhalten sich draußen
Service Corona-Übertragung durch Sprechen? Studie hält das für möglich

 

+++Biontech und Pfizer: Testerfolg bei Corona-Impfstoff+++

Seit Monaten wird an verschiedensten Impfstoffen gegen das Coronavirus gearbeitet. Nun gibt es endlich Hoffnung: Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben in den USA Tests mit einem Corona-Impfstoff an Menschen durchgeführt. Die ersten Testergebnisse sind vielversprechend.

 

Corona-Impfstoff-Studie mit 45 Probanden

Biontech-Mitbegründer und -chef Ugur Sahin bezeichnete die vorläufigen Daten der Studie als sehr ermutigend. Insgesamt umfassten die bereits erfolgten Tests 45 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren, wobei neun von ihnen ein Placebo verabreicht wurde. Bei allen 24 Probanden, denen je zwei Injektionen des Wirkstoffs verabreicht worden war, seien nach vier Wochen Antikörper gegen Sars-CoB-2 festgestellt worden, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zwölf Probanden erhielten nur einmal eine hohe Dosis, wobei noch keine genaueren Erkenntnisse vorliegen. Bei den Personen gestesteten Personen sollen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden sein.

 

Massentests schon ab Ende Juli

Nach diesem ersten Fortschritt sollen nun Tests mit bis zu 30.000 Probanden durchgeführt werden. Sofern die Behörden das genehmigen, könnten diese schon Ende Juli 2020 beginnen. Sollten die Studien erfolgreich sein und der Impfstoff zugelassen werden, so rechnen die Unternehmen damit, bis Ende 2020 bis zu 100 Millionen Dosen und bis Ende 2021 möglicherweise mehr als 1,2 Milliarden herstellen zu können.

Auch hier in Deutschland testet Biontech potenzielle Impfstoffe. Das Unternehmen hatte hierzulande als erstes die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts bekommen.

Forscher der renommierten Oxford University prognostizieren 10 Ländern eine zweite Welle der Corona Pandemie
Service Corona: Diesen 10 Ländern droht die zweite Welle - auch Deutschland?

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Am 02. Juli um 00:00 Uhr meldet das Robert-Koch-Institut deutschlandweit 195.228 übermittelte und laborbestätige Infektionsfälle. Das bedeutet einen Anstieg von 508 registrierten positiven Testergebnissen zum Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 8.994 an, somit sind im Vergleich zum Vortag 9 weitere Menschen an dem Virus verstorbenen. Als genesen gelten in Deutschland 180.300 ehemalig Infizierte, also etwa 500 mehr als zum Vortag.

Das Robert Koch Institut meldet außerdem für Deutschland eine leicht gestiegene Reproduktionszahl von 0,86. Die 7-Tage-Reproduktionszahl kommt auf einen Wert von 0,79.

 

+++Extreme Corona-Lockerungen in Hamburg+++

Hamburg hat bisher auf strenge Corona-Regeln gesetzt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Nun hat der Hamburger Senat hat extreme Corona-Lockerungen beschlossen. Ab dem 1. Juli sollen sogar unter bestimmten Bedingungen Großveranstaltungen und folgende Zusammenkünfte wieder erlaubt sein:

  • Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 1.000 Personen bei festen Sitzplätzen. Ohne feste Platzzuweisung sind nur 200 Menschen erlaubt.
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Menschen bei festen Sitzplätzen. Ohne feste Platzzuweisung sind nur 100 Menschen erlaubt.
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich jetzt bis zu 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen.
  • Im privaten Bereich dürfen bei Feiern 25 Personen unabhängig von der Anzahl der verschiedenen Haushalte zusammenkommen. Zuvor war die Anzahl der Haushalte auf zwei beschränkt und die Personenanzahl auf zehn.
  • Clubs, Saunas, Bordelle und andere Betriebe, in denen körperliche Nähe nicht vermieden werden kann, bleiben weiterhin geschlossen.

Eine Frau mit besorgtem Blick geht spazieren.
Service Corona: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr im Freien wirklich?

Bedingungen für die neuen extremen Veranstaltungs-Lockerungen

  • Corona-bedingte Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.
  • Bei öffentlichen Veranstaltungen sollen feste Sitzplätze eingehalten werden, um den Mindestabstand zu gewährleistet. Ansonsten ist die erlaubte Teilnehmeranzahl beschränkt.
  • Die erlaubten Teilnehmeranzahlen gelten für Veranstaltungen ohne den Ausschank von Alkohol. Mit alkoholischem Angebot wie Bier, Wein und anderen alkoholhaltigen Getränken gelten noch strengere Regeln.

Geplantes Beherbergungsverbot für Corona-Hotspots

Neben den Lockerungen sollen einige Corona-Regelungen zur Eindämmung der Pandemie auch verschärft werden. Reisende müssen bei ihrer Ankunft in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder Campingplätzen schirftlich bestätigen, dass sie sich in den vergangenen zwei Wochen an keinem Corona Hotspot aufgehalten haben. Touristen und Touristinnen aus deutschen Corona Hotspots wie zum Beispiel dem Kreis Gütersloh selbst sollen nicht mehr beherbergt werden dürfen.

  • Davon betroffen: Reisende aus Kommunen, die den von Bund und Ländern beschlossenen Höchstwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschreiten.
  • Die Ausnahme: Personen mit einem negativen Corona-Testergebnis, das jünger als 48 Stunden ist, sind von dem Beherbergungsverbot aufgehoben.

Modernes WC-Schild
Service Corona: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr auf Toiletten?

 

Lockdown: Verlängerung in Gütersloh – Aufhebung in Warendorf

Die Lockdown-Maßnahmen wie strengere Kontaktsperren, Schließung von Schulen, Kitas und bestimmten Geschäfte sowie die Ausweitung der Test wurde in den Kreisen Gütersloh und Warendorf zunächst bis heute datiert.

  • Im Kreis Warendorf wurden 8841 Tests durchgeführt. Außerhalb des Schlachtbetriebes, von dem der Ausbruch ausging, betrug die 7 Tage Inzidenz 5,4. Bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner sind dort in den letzten sieben Tagen 5,4 Menschen ohne Berührungspunkt mit der Tönnies Fabrik erkrankt. Da aufgrund der Zahlen kein erhöhtes Infektionsrisiko mehr vorliegt, wird der Lockdown in der Nacht zum Mittwoch auslaufen.
  • Im Kreis Gütersloh wurden 14.321 Menschen getestet. Außerhalb des Tönnies-Betriebes seien in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 22 Menschen erkrankt Die 7-Tage-Inzidenz für den Gesamtkreis überschreitet mit 112,6 jedoch die von Bund und Ländern gesetzte 7-Tage-Inzidenz Höchstgrenze von 50 und so wird der Lockdown in Gütersloh um eine Woche verlängert.

 

   

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Am 30. Juni um 00:00 Uhr meldet das Robert-Koch-Institut deutschlandweit 194.259 übermittelte und laborbestätige Infektionsfälle. Somit wird ein Anstieg von 498 registrierten positiven Testergebnissen verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 12 auf 8.973 an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen. Als genesen gelten in Deutschland 179.100 ehemalig Infizierte. Das sind 1.000 Menschen mehr als zum Vortag. Aus insgesamt 141 Landkreisen wurden in den letzten sieben Tagen keine Fälle übermittelt.

Der vom RKI am Montag (29 Juni) aktualisierte Wert für die 4-Tage-Reproduktionszahl beträgt 0,74. Die 7-Tage-Reproduktionszahl, die Schwankungen stärker ausgleichen kann, kommt auf einen Wert von 0,63. So sind die geschätzten Reproduktionszahlen nach einem vorerst deutlichen Anstieg aufgrund lokaler Ausbrüche seit einigen Tagen zum ersten mal wieder auf einen Wert um unter 1 gesunken.

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Service Gesetzesänderungen ab Juli 2020: Das ändert sich wegen Corona

 

+++29.6. Gütersloh meldet 107 Corona-Fälle+++

Im Zeitraum vom 21. bis 27. Juni wurden bei Corona-Reihentests im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen 107 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Das bestätigte der Kreis Gütersloh in einer Mitteilung vom Sonntag (28. Juni). Demnach steige die Zahl der labortechnisch bestätigten Corona-Fälle zwar deutlich. Das liege aber wahrscheinlich vor allem daran, dass sich nach der Masseninfektion bei Tönnies in den vergangenen Tagen tausende Menschen haben testen lassen.

Die Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sinkt im Kreis Gütersloh dennoch stetig. Am Freitag lag sie noch bei 177,7, am Sonntag bei 132,9. Aktuell werden 112,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gerechnet (Stand 29. Juni, 00:00 Uhr). Gütersloh gilt damit trotz der sinkenden zahl an Neuinfektionen weiterhin als Risikogebiet. Die von der Bundesregierung festgelegte Obergrenze ist 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Die aktuellen Lockdown-Regelungen waren am Mittwoch in Kraft getreten und gelten bis zum 30. Juni. Die Entscheidung über eine mögliche Verlängerung der Schutzmaßnahmen in Gütersloh steht noch aus. 

Der rund 25 Kilometer entfernte Kreis Warendorf, wo viele Mitarbeiter aus dem Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück wohnen, steht ebenfalls noch bis mindestens 30. Juni unter Lockdown. Mit einer Neuinfektionskennziffer von 22 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt der Ort allerdings offiziell nicht mehr als Corona-Risikogebiet. 

Eine Frau hält ein Fieberthermometer in der Hand
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+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Deutschlandweit meldet das Robert Koch-Institut am 29. Juni um 00:00 Uhr genau 193.761 labortechnisch bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 262 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 Menschen auf 8.961. Mit einem Plus von circa 400 gelten in Deutschland aktuell rund 178.100 Menschen als von Corona genesen. 
In den vergangenen sieben Tagen wurden aus 145 Landkreisen keine Neuinfektionen gemeldet. 

Die aktuellen R-Werte gab das RKI am Sonntag (28. Juni) bekannt. Demnach liegt der normale R-Wert, der das Infektionsgeschehen von vor circa einer bis zwei Wochen abbildet, bei 0,71. Die schwankungsresistentere 7-Tage-R, die das Infektionsgeschehen von vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet, liegt ebenfalls bei 0,71.

Frau wählt verpacktes frisches Hühnerfleisch im Supermarkt
Service Tönnies- und Wiesenhof-Fleisch im Supermarkt: Diese Marken stecken dahinter

 

+++26.06. Corona-Ausbruch in Döner-Fabrik+++

Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies und Wiesenhof reiht sich nun der nächste Fleischbetrieb ein: eine Döner-Fabrik der Öztas Dönerproduktion GmbH & Co KG in Moers bei Duisburg (NRW). In dem Betrieb im Kreis Wesel sind mittlerweise 79 von 275 Mitarbeitern infiziert.

Von den rund 200 Tests, die bei den Mitarbeitern durchgeführt wurden, stehen 120 Ergebnisse noch aus. Die ersten 17 positiven Testergebnisse wurden bereits am Mittwoch bekannt. Die Infizierten seien in Quarantäne und der Betrieb vorübergehend geschlossen. Ob schon bald der nächste Lockdown beschlossen wird, ist unklar.

Das Dönerfleisch soll nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern verkauft werden.

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+++EMA empfiehlt Zulassung von Remdesivir+++

Nachdem eine US-Studie im April darauf hindeutete, dass Remdesivir die Genesung von COVID-19-Patienten durchschnittlich um vier Tage verkürzt, kam die europäische Arzneimittelbehörde EMA nun zu dem Schluss, dass das Medikament im Kampf gegen Corona zum Einsatz kommen sollte. 
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA gab grünes Licht, sprach sich allerdings für eine beschränkte Zulassung aus. Verabreicht werden solle der Wirkstoff lediglich erwachsenen COVID-19-Patienten mit Lungenentzündung, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren solle das Medikament nicht verabreicht werden.  

In der kommenden Woche muss nun die Europäische Kommission ihre Genehmigung erteilen. Dieser Vorgang gilt als reine Formsache. 
Kommt Remdesivir in Europa auf den Markt, trägt es wahrscheinlich den Markennamen Veklury.  

Remdesivir ist ein antiviraler Wirkstoff, der erstmals im Kampf gegen das Ebola-Virus von einem US-amerikanischen Pharmakonzern entwickelt wurde. In früheren Tests konnte beobachtet werden, dass er die eigentliche Infektion nicht verhindern, allerdings die Vermehrung von Krankheitserregern im Blut stoppen kann. Man hofft, dass dadurch schwere Lungenentzündungen schneller abklingen und tödlich verlaufende Komplikationen abgewendet werden können.

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Das Robert Koch-Institut meldet aktuell 192.556 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle in Deutschland (Stand 26. Juni). Das sind 477 Erkrankte mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesopfer stieg um 21 auf ingesamt 8.948. Dem stehen circa 177.100 Genesene (+300) gegenüber. 

Der vom RKI geschätzte R-Wert, der das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor abbildet, liegt aktuell bei 0,59 (Stand 25. Juni). Am Vortag hatte dieser Wert noch bei 0,72 gelegen. 
Die 7-Tage-R, die das das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen abbildet und tagesaktuellen Schwankungen deswegen weniger stark unterliegt, sank indes von 1,17 auf 1,11.

 

+++25.6. Strenge Quarantäne-Regeln+++

Nach den jüngsten Corona-Skandalen in deutschen Schlachthöfen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf (NRW) sowie in Wildeshausen (Niedersachsen) reagieren die ersten Bundesländer mit strengeren Quarantäne-Regeln für Urlauber aus dem In- und Ausland. 

In Schleswig-Holstein gilt ab heute: Wer aus einem deutschen Hotspot in das Bundesland einreist, muss zunächst 14 Tage in Quarantäne. Diese kann nur durch einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden und durch ein ärztliches Zeugnis nachweisbar ist, umgangen werden. 

Die von der Bundesregierung festgelegte Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gilt dabei als Richtwert. Wird sie überschritten, gilt eine Region als Hotspot. Das COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Instituts bietet eine Übersicht aller Corona-Hotspots in Deutschland. 

Die Quarantäne in Schleswig-Holstein muss allerdings nicht in der eigenen Wohnung/dem eigenen Haus stattfinden: Auch in Hotels oder Ferienwohnungen darf die Zeit überbrückt werden. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung der Quarantäne-Bedingungen, unter anderem das Verbot, nicht selbst einkaufen zu gehen. Campingplätze, Jugendherbergen oder Unterkünfte, in denen Urlauber sanitäre Anlagen teilen, eignen sich nicht zur Quarantäne.

Anders als Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern – wo ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspot-Regionen herrscht – sind in Schleswig-Holstein nicht die Hotelbetreiber und Vermieter von Ferienwohnungen für die Umsetzung der strengeren Quarantäne-Regeln zuständig, sondern die Urlauber selbst. 

 

+++Corona in Deutschland: R-Wert sinkt+++

Aktuell sind in Deutschland laut RKI 192.079 COVID-19-Fälle gemeldet. Das sind 630 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen stieg um 500 Menschen auf rund 176.800. Deutschland beklagt insgesamt 8.927 Corona-Tote – 13 mehr als am Tag zuvor. 

Nachdem der vom RKI geschätzte R-Wert am Vortag noch bei 2,02 gelegen hatte, sank er aktuell auf 0,72 (Stand 24. Juni, 00:00 Uhr). Grund für das überraschende Sinken sind die tagesaktuellen Schwankungen, denen der Wert unterliegt.

 

+++24.6. Corona-Ausbruch in Wiesenhof-Schlachterei+++

Während der Corona-Ausbruch bei Tönnies in Nordrhein-Westfalen immer noch für Skandalnachrichten sorgt, rückt nun Niedersachsen mit Negativschlagzeilen in den Fokus. In einem Schlachtbetrieb im niedersächischen Wildeshausen wurden bei einer Reihentestung 23 von 50 Mitarbeiter mit COVID-19 diagnostiziert. 
Bei dem betroffenen Betrieb handelt es sich um Geestland Putenspezialitäten, der zu der PHW-Gruppe gehört und die Marken "Wiesenhof" und "Bruzzler" betreibt. Die PHW-Gruppe hat den Corona-Ausbruch bereits bestätigt.

Die Corona-Tests werden nun – wie schon zuvor bei Tönnies – ausgeweitet: In den kommenden Tagen sollen über 1.100 Mitarbeiter des Schlachthofes auf COVID-19 getestet werden. 

Es sind nicht die ersten Corona-Tests, wie unter anderem die "dpa" berichtet. Anfang Juni ließ man bei Wiesenhof bereits 1.000 Menschen auf das potentiell tödliche Virus untersuchen. Damals war ein Fall positiv. 

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Mit Stand 24. Juni um 00:00 Uhr liegen dem Robert Koch-Institut 191.449 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle vor. Das sind 587 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 19 Menschen auf ingesamt 8.914. Als genesen gelten inzwischen 176.300 Patienten, also etwa 600 mehr als am Vortag. 

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 2,02 (Stand 23.6., 00:00 Uhr). Am Vortag hatte sie noch bei 2,76 gelegen.

 

+++23.06. Gütersloh: Jetzt doch regionaler Corona-Lockdown+++

Für den gesamten Kreis Gütersloh hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet nun einen Lockdown verhängt, nachdem das Coronavirus so massiv in einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen war. Der Lockdown solle nun bis zum 30. Juni gelten. 

Es sei das erste Mal in Deutschland, dass ein Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen der vergangenen Wochen zurückgeführt werde, so NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher "größte Infektionsgeschehen" in Deutschland. Laschet erklärt: “Der Zweck ist, die Situation zu beruhigen, die Tests auszuweiten.”

Jemand hält ein in Plastik eingeschweißtes Schweinesteak in der Hand vor dem Supermarkregal
Service Stiftung Warentest testet Grillfleisch: Tönnies und Edeka fallen negativ auf

 

Corona-Regeln vom März gelten wieder

Ab sofort gelten also wieder die verschärften Regeln vom März. Demnach verbieten die Behörden im Kreis Gütersloh unter anderem wieder Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen. Auch Fitnessstudios, Kinos und Bars würden im Kreisgebiet ebenso geschlossen werden, so Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Ob das Infektionsgeschehen über den Kreis Gütersloh hinausgeht, solle nun ermittelt werden. 

Nach Angaben des Kreises ist die Zahl der infizierten Beschäftigten des Schlachterbetriebs Tönnies in Gütersloh in Nordrhein-Westfalen bis Montagabend auf 1.553 gestiegen.

Ein Stück Fleisch wird in den Händen unter den Wasserhahn gehalten
Service Corona: Ansteckungsgefahr durch Fleisch? Das sollten Verbraucher beachten

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet im Vergleich zum Vortag 503 neue Covid-19-Fälle in ganz Deutschland innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Demnach liegt die Zahl der Infektionen nun bei bundesweit 190.86210 weitere mit dem Virus infizierte Menschen sind gestorben, etwa 400 weitere Personen haben laut der Daten des RKI die Infektion mit dem Virus überstanden.

Die Reproduktionszahl des Coronavirus, die auch als R-Wert bezeichnet wird, liegt den Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge bei 2,76.

 

+++ 22.06. Aktuelle Lage: 4-Tage- R-Wert fast bei 3+++

Die Reproduktionszahl ist in Deutschland seit laut dem Robert-Koch-Institut seit langer Zeit wieder extrem angestiegen. Der R-Wert bezeichnet die statisch geschätzte Anzahl von Personen, die von einer infizierten Person angesteckt werden und gibt so Auskunft über die Entwicklung des Infektionsgeschehen.

Der 4-Tage-R-Wert skizziert die Infektionsentwicklung vor etwa einer bis zwei Wochen ab. Er wird auch sensitiver R-Wert genannt, da er stark durch kurzfristige Änderung der Infektionszahlen beeinflusst wird. Daher kann es bei einer insgesamt vergleichsmäßig kleineren Anzahl von Neuerkrankungen zu verhaltensmäßig größeren Schwankungen kommen. Am 21.06., 00:00 betrug der 4-Tage-R-Wert 2,88.

Analog dazu wird auch der 7-Tage-R-Wert bestimmt, der den Infektionsverlauf vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet. Durch die etwas größere Zeitspanne sollen Schwankungen besser ausgeglichen werden. Laut RKI betrug dieser am 21.06., 00:00, 2,03

 

Gründe des hohen sensitiven R-Wertes

In den letzten sieben Tagen kam es in mehreren Stadt- und Landkreisen zu Ausbrüchen des Virus, die den sensitiven R-Wert, also die geschätzten „Folgeantseckungen“ durch einen Infizierten,  in die Höhe trieben.

1. Landkreis Gütersloh

Mehr als eintausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fleischverarbeitungsbetriebes Tönnies wurden positiv auf SARS-CoV-2 getestet und mit ihren Angehörigen unter Quarantäne gestellt. Der Betrieb selbst, sowie Schulen und Kindergärten im entsprechenden Landkreis sind seit dem 18.06. geschlossen. In den Stadtteile der Stadt Verl, in denen vermehrt Mitarbeiter des Betriebes untergebracht sind, wurden Quarantänezonen eingerichtet.

2. Landkreis Warendorf

Der deutliche Anstieg der Neuinfektionen hängt vermutlich unmittelbar mit dem Ausbruch in Gütersloh zusammen, denn rund 1360 Mitarbeiter des Fleischverarbeitungsbetriebes Tönnies leben im benachbarten Kreis Warendorf. 

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3. Stadtkreis Magdeburg

Aufgrund des sprunghaften Anstiegs von Neuinfektionen ließ die Stadt seit dem 15. Juni insgesamt elf betroffene Schulen und acht Jugendeinrichtungen schließen. Um noch gezielter weitere Infektionen zu vermeiden, wurden nun auch mehrere Häuser der Stadtteile Neustadt und Salbke unter Quarantäne gestellt.

4. Stadtkreis Berlin Neukölln

Nachdem zahlreiche Mitglieder einer Gemeinde nach der Teilnahme am Gottesdienst positiv getestet worden sind und auch Schulkinder verschiedener Schulen mit gleicher Adresse eine Infektion aufwiesen, wurden die betroffenen Wohnblöcke unter Quarantäne gestellt. Insgesamt sind knapp 370 Haushalte an sieben Standorten isoliert und sollen getestet werden. Bisher erfolgten 586 Tests mit 94 laborbestätigten positiven Testergebnissen.

5. Landkreis Verden

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Oyten liegt im Landkreis Verden die größte Infektionszahl mit 40,1 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in Niedersachsen vor. In der Einrichtung waren bis zum 18.06. 33 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 14 Pflegerinnen und Pfleger positiv getestet worden. Aufgrund des punktuellen Ausbruchs wurden bisher keine weiteren Einschränkungen vollzogen. 

6. Landkreis Göttingen

Nach dem mittlerweile zweiten Ausbruch in einem Göttinger Hochhaus-Komplex stehen nun 700 Menschen unter Quarantäne und werden durch Polizei und Ordnungsamt bewacht. Am vergangenen Freitag wurden bereits 120 Menschen positiv getestet. 

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+++18.6. Neue bundesweite Corona-Maßnahmen+++

Die Corona Situation scheint sich immer weiter zu entspannen, doch die Regierung mahnt weiterhin zu Acht und Vorsicht. Nun gaben Kanzlerin Merkel und ihre Minister nach dem ersten physischen Bund-Länder-Treffen neue Entscheidungen bekannt:

  • Das Verbot von Großveranstaltungen wird bis Mitte Oktober verlängert. Vor der Karnevalszeit soll das Verbot neu beurteilt werden.
  • Nach den Sommerferien soll in allen Bundesländern der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.
  • Grundlegende Regeln wie Abstandsregeln, verstärkte Hygienemaßnahmen, Kontaktbeschränkungen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleiben weiterhin Pflicht bis ein Medikament und Impfstoff verfügbar sind.
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Neuer Corona-Hotspot in Gütersloh, NRW

Bei dem Fleischverarbeitungsbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh kam es zu einem Corona-Ausbruch von hunderten Neuinfektionen. 675 Mitarbeiter waren positiv getestet worden (stand 17.06.), weitere Ergebnisse stehen noch aus. Alle 6.400 in der Produktion beschäftigte Mitarbeiter müssen in häusliche Quarantäne. Im Falle eines positiven Testergebnisses sich auch die jeweiligen Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne begeben, sodass insgesamt über 7.000 Menschen betroffen sind.

Im Zuge des Ausbruches ordnete Adenauer als Landrat des Kreises Gütersloh  eine Schließung aller Schulen und Kindergärten ab dem 18.06. im Kreis Gütersloh. Auch NRW-Ministerpräsident Laschet mahnt zu Wachsamkeit und bezeichnet den Coronavirus-Ausbruch in der Fleischfabrik als Beispiel für die immer noch präsente Verbreitung des Virus.

Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen

Laut Einschätzungen des Robert Koch Institut (RKI) sank die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, mit Datenstand 17.6., 0:00 Uhr, unter die bedeutende Marke 1,0 auf 0,86. Heißt übersetzt, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Vortag war der R-Wert noch 1,0. Dabei bildet der R-Wert immer jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen rückblickend ab. Nach den RKI-Angaben sind 26 Menschen infolge einer Infektion im Vergleich zum Vortag verstorben und 400 Menschen sind im Vergleich zum Vortag wieder genesen. Bei den Corona-Neuinfektionen haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 580 neue Infektionsfälle gemeldet. Damit haben sich laut Meldung des RKI seit Beginn der Corona-Krise insgesamt 187.764 nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Insgesamt starben 8856 infizierte Menschen an dem Virus und und etwa 174.100 Menschen haben eine Infektion laut Schätzungen des RKI überstanden.

 

+++17.6. Corona-Lockerungen in Bayern, Berlin und Niedersachsen+++

Obwohl die Corona-Pandemie in Deutschland mit aktuell 187.184 labortechnisch bestätigten COVID-19-Fällen (Stand 17. Juni) noch nicht vorbei ist, lassen sinkende Neuinfektionszahlen immer mehr Lockerungen zu. Die Landesregierungen von Bayern, Berlin und Niedersachsen haben nun die neuesten Regelungen bekannt gegeben. Zu den wichtigsten gehören:

Bayern

Ab dem 17. Juni gilt offiziell nicht mehr der Katastrophenfall und auch die Zwei-Haushalte-Regel wird aufgehoben. Im öffentlichen Raum dürfen sich nun bis zu 10 Menschen aus mehreren Haushalten treffen. Im privaten Raum entfällt die Personenbeschränkung – solange der geltende Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann. 
Ab dem 22. Juni dürfen Hallenbäder, Thermen und Wellnessbereiche unter Einhaltung spezieller Hygienekonzepte wieder öffnen. Die Sperrstunde der Gastronomie wird von 22 Uhr auf 23 Uhr verlängert. Für Kunst- und Kulturveranstaltungen gilt: 100 Besucher innen, 200 Besucher im Freien. Bei privaten Veranstaltungen (Hochzeiten, Geburtstage etc.) dürfen es 50 Personen innen und 100 Personen im Freien sein. 
Im Handel, Freizeiteinrichtungen, Zoos und Museen müssen statt wie bisher 20 Quadratmeter nur noch 10 qm pro Besucher/Kunde gerechnet werden. 

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Berlin

In Berlin fallen die konkreten Entscheidungen zu den Corona-Lockerungen erst in der Senatssitzung am kommenden Dienstag (23. Juni). 
Innensenator Andreas Geisel (SPD) strebt allerdings an, die Kontaktbeschränkungen zu lockern. Aktuell dürfen sich in Berlin maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen. Außerdem sollen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen größer werden dürfen: Von aktuell 150 auf 300 Personen, im August 500 und im Oktober schließlich 1000. Freibäder sollen doppelt so viele Besucher wie bisher empfangen können. Außerdem öffnen Spielplätze und Planschbecken in den Freibädern nach und nach.

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Niedersachsen

In Niedersachsen dürfen ab kommendem Montag (22. Juni) Saunen, Kinos, Theater und Musikbühnen wieder öffnen. Voraussetzungen sind individuell ausgearbeitete Hygienekonzepte, das Einhalten der geltenden Abstandsregel sowie die Erfassung aller Kontaktdaten. Bei Kino und Theater in geschlossenen Räumen könnte eine Maskenpflicht bestehen. Bei Amateur-Sportveranstaltungen im Freien sollen indes Zuschauer erlaubt werden. Sammeln sich dabei jedoch mehr als 50 Personen, müssen diesen Sitzplätze zur Verfügung stehen. An den genauen Regelungen arbeitet die niedersächsische Regierung noch. Bis Ende der Woche wollen Krisenstabsleiter Heiger Scholz und seine Kollegen die Ergebnisse präsentieren.

 

+++15.06. Corona-Ausbruch: Ganzer Wohnblock in Berlin unter Quarantäne+++

In Berlin-Neukölln soll es einen gravierenden Corona-Ausbruch gegeben haben: Fast ein ganzer Wohnblock soll nun unter Quarantäne stehen. Es handelt sich um mehrere Aufgänge eines Wohnblocks zwischen der Harzer und der Treptower Straße im Norden von Berlin-Neukölln. „Das hat eine neue Qualität in der Corona-Krise“, sagte Neuköllns Gesundheits-Stadtrat Falko Liecke (47, CDU) der „B.Z.“ am Montag.

Eine genaue Ursache für den Anstieg an Infektionen in dem Wohngebiet ist bisher noch nicht bekannt. Laut Medienberichten wird jedoch vermutet, ein infizierter Pfarrer könne bei Besuchen verschiedener Gemeinden andere angesteckt haben. Der Sprecher von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD)  über die Infektionsfälle: „Wir haben heute eine Besprechung mit Amtsärzten in der Senatsgesundheitsverwaltung gehabt. Wir haben uns schildern lassen, wie in Neukölln vorgegangen werden soll und erläutert bekommen, dass es sich um unterschiedliche Ethnien handelt.“

Bislang wurden 52 Bewohner positiv getestet. Allerdings stammen die Infektionszahlen vom 12. Juni.

Hunderte Mieter sind jetzt in Quarantäne und dürfen das Haus 14 Tage lang nicht verlassen. Ein Großteil der Bewohner muss allerdings noch getestet werden.

 

+++Corona: Reisewarnung ab heute aufgehoben - doch Spahn warnt+++

Die weltweite Reisewarnung aufgrund von Corona ist ab heute für 27 europäische Länder aufgehoben. Für viele ist das das Startsignal für den langersehnten Sommerurlaub. Doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor Risiken.

 

Reisewarnung: Für diese Länder gilt sie weiterhin

Das Auswärtige Amt warnt nun seit Mitternacht auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen unter anderem Haupturlaubsziele der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien. Außerdem gibt es nun keine Kontrollen mehr an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern. 

Zwei Visiere, Zwei Mundschutzmasken und ein Paar Hygienehandschuhe
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Damit kann für viele Deutsche pünktlich zur Ferienzeit der Sommerurlaub beginnen. Doch nicht alle Länder wurden von der Reisewarnung befreit. In diese Länder können Deutsche aktuell noch nicht einreisen:

  • Spanien
  • Finnland
  • Norwegen
  • Schweden

Eine Ausnahme bilden die Balearen: Ab heute sollen bis zu 10.900 Urlauber aus Deutschland nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen dürfen. Dies sei eine Art Test für die geplante Grenzöffnung in Spanien, die aktuell für den 21. Juni angesetzt ist. 

Und auch unter den 27 Ländern, für die die Reisewarnung aufgehoben wurde, gelten noch Bedingungen. Wer zum Beispiel nach Großbritannien, Irland oder Malta reisen möchte, muss nach der Einreise erst in eine 2-wöchige Quarantäne. Von diesen Reisen wird auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes daher "dringend abgeraten".

Für die restlichen 24 Länder informiert das Auswärtige Amt im Internet in sogenannten Reisehinweisen sehr genau über die Infektionslage, Einreisebestimmungen, mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Land und Hygieneregeln.

 

Jens Spahn vor Reisewarnung: "Das Virus ist noch da"

In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ gestern Abend appellierte Gesundheitsminister Jens Spahn an die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig zu sein und sich vor einer weiten Reise genau zu überlegen, ob diese nötig sei. Außerdem sei es wichtig, an Urlaubsorten auf Partys erst einmal zu verzichten: „Party feiern – würde ich mal sagen – ist dieses Jahr weniger angesagt.“ Dabei bezieht er sich vor allem auf den österreichischen Skiort, von dem aus das Coronavirus sich in vielen Ländern verbreitete. "Ballermann darf nicht das nächste Ischgl werden", sagte Spahn dazu.

Frau mit Maske guckt auf der Straße auf ihr Handy
Service Corona-Warn-App: Hier geht's zum Download

Außerdem gibt er noch einen Tipp zur Situation in den Reisebussen, um auch da weiterhin eine Infektion zu vermeiden: "Ich würde schon schauen, was das für ein Bus und was das für eine Lüftung ist." 

 

+++Corona in Deutschland: die aktuellen Zahlen+++

Die tagesaktuellen Fallzahlen zur Corona-Krise vom Robert Koch-Institut (RKI) zeigen einen leichten Anstieg des R-Werts. Demnach wurden von den Gesundheitsämtern in Deutschland innerhalb der vergangenen 24 Stunden 192 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Zudem sind vier weitere mit dem Virus infizierte Menschen gestorben, sodass die Zahl der Todesfälle in der Corona-Krise damit auf 8791 ansteigt. Dafür haben 400 weitere Personen laut der Daten des RKI die Infektion mit dem Virus überstanden.

Die Reproduktionszahl des Coronavirus, die auch als R-Wert bezeichnet wird, hat sich nach den Angaben des Robert Koch-Instituts leicht erhöht und liegt weiterhin über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,05, nachdem der R-Wert am Sonntag noch bei 1,02 gelegen hat. 

 

+++ 12.06. RKI befürchtet hohes Legionellen-Risiko nach Corona Lockdown+++

Nachdem Hotels, Sportanlagen und Schwimmbäder wochenlang geschlossen waren, könne bei unsachgemäßer oder fehlender Wartung in ihren Trinkwasseranlagen nun ein erhöhtes Legionellen-Risiko bestehen. Das Robert Koch-Institut warnt nun vor einem höheren Wachstum dieser Bakterien, die bei Menschen Krankheiten auslösen können.

 

Legionellen-Gefahr: Bakterien können Krankheiten auslösen

Ob in Duschen, Whirlpools oder über Wasserhähne – die Erreger der Legionellen werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen. Das RKI rät daher, unbedingt die Trinkwasseranlagen zu überprüfen, bevor ein Betrieb wieder öffnet. Legionellen können nämlich grippeartige Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen auslösen. 

Mann mit Mundschutz, der ein Nasenspray benutzt
Krankheiten & Behandlung Schützt dieses Nasenspray vor einer Infektion mit dem Coronavirus?

Besonders anfällig für Legionellen sind Menschen mit

  1. einem geschwächten Immunsystem
  2. bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes
  3. Herz- und Lungenleiden
  4. Raucher

Zudem erkranken Männer zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Daher sollen Ärzte nun auch bei Atemwegsproblemen darauf achten, ob eine Legionelleninfektion vorliegen könne.

Anatomie der Lunge
Symptome & Beschwerden Kalte Lungenentzündung: Anzeichen richtig deuten

 

RKI erwartet Legionellen-Gefahr bei diesen Temperaturen

Legionellen können vor allem bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius wachsen. Ist das Wasser über 55 Grad warm, wird das Wachstum der Keime laut RKI gehemmt. Bei über 60 Grad sterben sie ab.

 

+++11.06. In diesen 4 Bundesländern gibt es nahezu keine Corona-Neuinfektionen+++

Einige Bundesländer scheinen die Corona-Pandemie gut im Griff zu haben. In diesen vier Bundesländern liegt die Zahl an Neuinfektionen laut dem RKI bei höchstens 4:

BundeslandNeuinfektionen Stand 11.06. um 08.30 Uhr
Mecklenburg-Vorpommern1
Schleswig-Holstein2
Saarland3
Hamburg4

Besonders auffällig: Drei der vier Bundesländer mit wenigen Neuinfektionen befinden sich im Norden Deutschlands. Selbst Hamburg, welches nach den Skiferien einer der größten Corona-Hotspots war, weist mittlerweile kaum noch neue Corona-Fälle auf.

So sieht es in den restlichen Bundesländern aus:

BundeslandAnzahl an Neuinfektionen Stand 11.06. um 08.30 Uhr
Baden-Württemberg37
Bayern57
Berlin56
Brandenburg43
Bremen18
Hessen40
Niedersachsen101
Nordrhein-Westfalen138
Rheinland-Pfalz17
Sachsen9
Sachsen-Anhalt7
Thüringen22

Auffällig hierbei: Thüringen, das gerade erst die Corona-Beschränkungen aufgelöst hat, weist 22 neue Fälle auf. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob ein Zusammenhang zwischen den Lockerungen und einem Zuwachs an Neuinfektionen besteht.

 

+++9.6. Keine Neuinfektionen in 123 Landkreisen+++

Laut der aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts bleibt das Infektionsgeschehen hierzulande auf einem niedrigen Niveau. In den vergangenen sieben Tagen meldete rund ein Drittel aller Landkreise in Deutschland keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Von ingesamt 401 Landkreisen wurden aus 123 keine neuen Krankheitsfälle übermittelt, schreibt die Bundesbehörde in ihrem Situationsbericht vom 8. Juni 2020. 

Wie das COVID-19-Dashboard des RKI außerdem zeigt, überschreitet derzeit kein Landkreis die von der Regierung vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die höchsten Werte haben Coburg mit 28,8, Sonneberg mit 32, Cuxhaven mit 33,8 und Göttingen mit 34,7 (Stand 9. Juni). In Göttingen war es zuletzt zu einer Masseninfektion nach mehreren Familienfeiern gekommen. 

Animation eines sich vermehrenden Virus
Krankheiten & Behandlung Coronavirus: Bin ich immun nach einer Infektion?

Laut RKI sind aktuell 184.543 COVID-19-Fälle bekannt, 350 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 37 auf insgesamt 8.711. Die Reproduktionszahl stieg minimal von 1,05 am Montag auf 1,11 am Dienstag. Das RKI betonte allerdings, dass der Wert, der das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen abbildet, sehr sensibel auf das Infektionsgeschehen reagiert. Kleinere Ausbruchsherde schlagen sich sofort im normalen R-Wert nieder. 
Die 7-Tage-R, die das RKI seit Mai zusätzlich bekannt gibt und die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet, liegt mit 0,92 weiterhin unter der kritischen Marke von 1. 

 

+++Deutsche Exporte brechen um 31,1% ein+++

Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, verzeichnet Deutschland massive Einbrüche im Export und Import. 
Demnach sank der Wert der Warenausfuhren im April 2020 auf 75,7 Milliarden Euro – das sind 31,1% weniger als noch im April 2019 verdient worden war. Gegenüber dem Vormonat März 2020 sanken die Exporte um 24%. 
Auch der Import-Sektor muss empfindliche Verluste hinnehmen: Der Warenwert fiel im April 2020 um 21,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 72,2 Milliarden Euro – 16,5% weniger als im März 2020. 

"Exportseitig war dies der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950. Auf Seiten der Importe gingen die deutschen Einfuhren zuletzt in der Finanzkrise im Juli 2009 so stark zurück (-23,6 %)", ordnet das Statistische Bundesamt die Verluste ein.

 

+++8.6. R-Wert überschreitet kritische Marke+++

Wie das Robert Koch-Institut am Sonntag mitteilte, liegt der R-Wert aktuell bei 1,05 und verzeichnete damit einen leichten Anstieg. Am Vortag hatte sich die Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen abbildet, noch bei 0,87 bewegt. Am 4. Juni stand der Wert sogar nur bei 0,57. 
Als kritische Marke für den R-Wert wird 1 angesehen. Das bedeutet, dass ein COVID-19-Erkrankter im Schnitt einen weiteren Menschen ansteckt. 

Aktuell verzeichnet das RKI 184.193 bestätigte COVID-19-Fälle ingesamt, 214 mehr als am Vortag. 169.600 Genesenen stehen 8.674 Todesopfer gegenüber. 

Ärztin hält Blutprobe in der Hand
Service Corona-Studie: Blutgruppe könnte COVID-19-Krankheitsverlauf beeinflussen

 

+++Spahn kündigt Corona-App an++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Countdown für die umstrittene Corona-Warn-App eingeläutet: Schon in wenigen Tagen will er die mobile Anwendung vorstellen. 
Online informiert die Bundesregierung ausführlich über die Corona-App, bei der sämtliche Daten anonymisiert und dezentral verarbeitet werden. Hat sich ein Nutzer mit SARS-CoV-2 infiziert, kann er das in seine App eingeben. Im Folgenden werden sämtliche App-Anwender, die sich in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben, über ihr Handy informiert.

Frau mit Maske guckt auf der Straße auf ihr Handy
Service Corona-Warn-App: Hier geht's zum Download

 

+++5.5. Schulöffnungen nach den Sommerferien?+++

Im Interview mit RTL sprach sich Familienministerin Franziska Giffey dafür aus, nicht unnötig lange an den aktuellen Corona-Maßnahmen in Schulen und Kitas festzuhalten. Schulöffnungen sollten sukzessive möglich gemacht werden. 
"Ich finde es richtig, dass jetzt darüber gesprochen wird – immer unter der Maßgabe, dass das Infektionsgeschehen so bleibt wie es ist –, dass wir nach Ende der Sommerferien zu einem geregelten, normalen Betrieb zurückkehren können. Das Infektionsgeschehen, so wie es jetzt aussieht, lässt das zu", erklärte die SPD-Politikerin. 

Das Thema ist höchstumstritten. Während laut RTL 81 Prozent der Eltern eine baldige Rückkehr zu geregeltem Unterricht und Betreuung begrüßen würden, äußerte sich der Deutsche Lehrerverband vor einigen Tagen noch kritisch. Einen fixen Termin für Schulöffnungen zu nennen, sei "verantwortungslos", solange keine Hygienekonzepte vorlägen, betonte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). 

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Am 5. Juni meldete das Robert Koch-Institut ingesamt 183.271 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle. Das sind 507 mehr als am Vortag. Rund 168.500 Genesenen stehen 8.613 Todesopfer gegenüber. Von Donnerstag auf Freitag verstarben 32 an COVID-19 erkrankte Patienten. 

Die jüngsten R-Werte gab das RKI am 4. Juni bekannt. Die normale Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen abbildet, liegt demnach bei 0,57. Am Vortag stand der Wert noch bei 0,71. 
Die 7-Tage R, die das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abbildet, wird aktuell auf 0,80 geschätzt.

Mann mit Mund-Nasen-Schutz und Sonnenbrille im Pool
Service Corona-Regeln im Freibad: Was ist erlaubt, was verboten?

 

+++4.6. Große Koalition beschließt Konjunkturpaket+++

Das Konjunkturpaket, das die große Koalition für die Jahre 2020 und 2021 beschlossen hat, umfasst 130 Milliarden Euro. 120 Milliarden entfallen auf den Bund. 
Nach zweitätiger Beratung von Union und SPD stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Konjunkturpaket am Mittwoch (3. Juni 2020) in Berlin vor. 57 Punkte umfasst das Papier ingesamt, zu den wichtigsten zählen: 

    •    einmaliger Kinderbonus von 300 Euro pro Kind. Dieser wird mit dem Kindergeld ausgezahlt.
    •    Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 Prozent auf 16 Prozent vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020; der ermäßigte Satz wird im gleichen Zeitraum von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt.
    •    Senkung der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom-Anlagen: Derzeit zahlen Bürger 6,76 Cent pro Kilowattstunde, ab 2021 sinkt der Beitrag auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde und 2022 auf 6 Cent pro Kilowattstunde.
    •    Keine Kaufprämie für abgasarme Benziner und Dieselautos, stattdessen soll die E-Mobilität gefördert werden – unter anderem steigt die bestehende "Umweltprämie" für E-Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro bis Ende 2021 auf 6000 Euro (bisher 3000 Euro). Auch der Ausbau der Ladestationen wurde beschlossen und soll mit 2,5 Milliarden Euro gefördert werden. 
    •    Unter dem Punkt "Sozialgarantie 2021" beschloss die Koalition, dass Sozialversicherungsbeiträge nicht über 40 Prozent steigen dürfen, um die Lohnnebenkosten stabil zu halten. 
    •    Weitere Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen: Von Juni bis August will die GroKo Finanzhilfen von bis zu 25 Milliarden Euro bereitstellen. Im Fokus stehen von Corona besonders betroffene Branchen, wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, Clubs und Bars, Reisebüros, Schausteller und Profisportvereine der unteren Ligen. 

 

+++Deutsche Experten rechnen mit Impfstoff 2021+++

Trotz erster Berichte aus den USA, dass ein Corona-Impfstoff bereits im Oktober 2020 bereitstehen könnte, sind deutsche Experten vorsichtig mit solchen Prognosen. Anlässlich des virtuellen Impfstoff-Gipfels in London am Donnerstag (4. Juni 2020) sagte Medizinjournalistin Christina Sartori gegenüber dem "WRD":
"Seriöse Wissenschaftler schätzen, dass es noch mindestens bis zum Frühjahr 2021 dauern wird. Ein Impfstoff muss einfach ausreichend getestet werden, bis er Millionen von Menschen gegeben wird. […] Wenn es Meldungen gibt, dass ein Institut bald in die Erprobung geht oder dass es schon im Herbst einen Impfstoff gibt, dann muss man dazu wissen, dass diese Institute auch immer auf der Suche nach Geld für ihre Forschung sind. Seriöse Wissenschaftler sagen, dass es erstaunlich wäre, wenn es schon im Herbst einen erprobten Impfstoff gäbe."
Ingesamt gibt es aktuell über 140 Impfstoffstudien weltweit, zehn davon befinden sich bereits in jener Phase, in der ein möglicher Wirkstoff an Menschen getestet wird. In Deutschland werden mindestens acht Studien durchgeführt, bei einer davon wird ein Impfstoff an Menschen getestet.

          

+++Corona in Deutschland: Die aktuellen Zahlen+++

Auf dem tagesaktuellen COVID-19-Dashboard gibt das Robert Koch-Institut die bundesweite Zahl der labortechnisch bestätigten COVID-19-Infektionen mit 182.764 Personen an (Stand 4. Juni 2020). Das sind 394 mehr SARS-CoV-2-Infektionen als am Vortag. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg um 30 auf ingesamt 8.581. Dem gegenüber stehen 167.800 Menschen, die COVID-19 überstanden haben – 600 mehr als am Vortag. 

Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 0,71 (Stand 3. Juni).

Eine Person hält flüssiges Vitamin D in einer Pipette gegen die Sonne
Krankheiten & Behandlung Hat Vitamin D einen Einfluss auf den COVID-19-Verlauf?

 

+++3.6. Corona: Vier Bundesländer ohne Neuinfektion+++

Am Dienstag meldeten Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg keine Neuinfektionen mit SARS-CoV-2. Wie das Robert Koch-Institut in seinem aktuellen Situationsbericht außerdem mitteilte, wurden in den letzten sieben Tagen bundesweit aus ingesamt 103 Landkreisen keine neuen Fälle übermittelt (Datenstand 2. Juni 2020). 
Die beiden vom RKI geschätzten Reproduktionswerte sinken außerdem. Der 7-Tage-R ging von 0,95 am Vortag auf 0,87 zurück. Der normale R-Wert sank von 1,20 auf 0,89. 
Auch die Zahl jener COVID-19-Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, geht zurück. Mitte April lagen noch etwa 2.900 Patienten auf der Intensivstation. Aktuell meldet das DIVI-Intensivregister 689 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen, 360 davon werden beatmet. 

Insgesamt sind am 3. Juni in Deutschland 182.370 labortechnisch bestätigte COVID-19-Fälle bekannt. Das sind 342 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 29 Verstorbene auf 8.551. 

 

+++Ausbrüche in Duisburg und Bayern – Göttingen schließt Schulen+++

Trotz der sinkenden Reproduktionswerte ist Corona in Deutschland noch nicht besiegt. In Duisburg waren zunächst sieben Mitarbeiter eines DPD-Paketzentrums positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Großflächige Folgetests und Quarantänemaßnahmen wurden vor Ort bereits in die Wege geleitet. 
In Bayern waren am Pfingstwochenende zwei Erntehelfer auf einem Spargelhof im Landkreis Aichach-Friedberg positiv auf Corona getestet worden. Sie selbst und 50 ihrer Kollegen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt.  
In Göttingen verschärft die Stadt indes ihre Sicherheitsmaßnahmen. Infolge mehrerer privater Partys war es vor einigen Tagen zu einer Masseninfektion gekommen, bei der zahlreiche Kinder und Jugendliche betroffen sind. Aufgrund dessen schließt die Stadt nun bis einschließlich Sonntag (7. Juni) sämtliche Schulen und ausgewählte Kindergärten sowie Schulen im Landkreis.

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und streckt sich
Angststörung Psychohygiene in Corona-Zeiten: 6 Tipps einer Psychologin
 

 

+++2.6. Corona-Regeln: Übersicht der Bundesländer+++

Nachdem zu Beginn der Corona-Pandemie sämtliche Gegenmaßnahmen von der Bundesregierung beschlossen wurden, liegen die Entscheidungen über schrittweise Lockerungen nun bei den einzelnen Ländern. Diese Übersicht umfasst die wichtigsten Eckpunkte. 

Anmerkung: Sämtliche Lockerungen müssen in jedem Bundesland unter Einhaltung der dort geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen stattfinden. In Einzelfällen ist das Ausarbeiten von speziellen Hygienekonzepten Pflicht. 

Baden-Württemberg

Personen aus zwei Haushalten dürfen sich sowohl im Privaten als auch im Freien  treffen.
Ab dem 1. Juni sind öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen für weniger als 100 Menschen erlaubt. 
Private feiern dürfen in geschlossenen Räumen mit 10 Personen, im Freien mit 20 Personen stattfinden. 
Großveranstaltungen (mehr als 500 Teilnehmer) bleiben bis zum 31. August untersagt. 
Fitnessstudios und Sporthallen dürfen ab dem 2. Juni öffnen; Freibäder und Freizeitparks ab dem 6. Juni. 

Bayern

Das Treffen mit Personen eines weiteren Haushalts ist drinnen wie draußen möglich. 
Nach den Pfingstferien sollen Schüler wochenweise den Unterricht besuchen können. Kindergärten und Krippen haben bis zum 1. Juli Zeit, eine geregelte Betreuung zu organisieren. 
Die Gastronomie öffnet ab dem 2. Juni innen und außen bis 22 Uhr.
Freibäder, Schwimmbadanlagen, Fitnessstudios und Tanzschulen öffnen ab dem 8. Juni, eine Woche später dürfen Kinos und Theater nachziehen.

Berlin

Künftig dürfen sich im Freien und zu Hause fünf Menschen treffen – unabhängig davon, ob sie in einem Haushalt leben oder nicht. 
Kneipen und Bars dürfen ab dem 2. Juni öffnen, wobei Gäste ausschließlich an Tischen Platz nehmen und nicht stehen dürfen. 
Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und Freibäder können öffnen.
In Berlin sind zudem Demonstrationen ohne Teilnehmerzahlbegrenzung erlaubt. 

Brandenburg

In Brandenburg sind private Feiern mit bis zu 50 Personen erlaubt. Zwei Haushalte oder maximal 10 Menschen dürfen sich außerdem ohne besonderen Grund treffen. Beide Regelungen gelten für drinnen und für draußen. 
Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Fitnessstudios und Sporthallen dürfen öffnen. Bars hingegen bleiben vorerst geschlossen. 
Bei Demonstrationen oder Gottesdiensten im Freien dürfen sich nicht mehr als 150 Menschen versammeln. 

Bremen

Grundsätzlich dürfen sich Personen aus zwei Haushalten treffen. Diese Regelung kann in zwei Fällen aufgehoben werden: Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit max. 20 Personen (Hygienekonzept erforderlich) und bei Veranstaltungen im Garten, auf einer Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien mit max. 50 Personen. 
Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Freibäder, Fitnessstudios und Sporthallen  dürfen öffnen. Bars bleiben geschlossen. 

Hamburg

Maximal zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich treffen. 
Freibäder sowie Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yogastudios, Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen ab dem 2. Juni öffnen. 

Hessen

Ingesamt dürfen Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. 
Liegt ein Hygiene- und Abstandkonzept vor, müssen Veranstaltungen unter 100 Teilnehmern nicht mehr genehmigt werden. 
Freizeitparks dürfen öffnen. Regelungen für Freibäder werden derzeit noch erarbeitet. 
Gaststätten, Bars, Fitness- und Sportstudios, Hotels, Ferienwohnungen sowie Campingplätze dürfen wieder öffnen. 

Mecklenburg-Vorpommern

Auch hier gilt die Zwei-Haushalte-Regelung. 
Zudem dürfen Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen, Fitnessstudios und Sporthallen öffnen. Bars hingegen bleiben vorerst geschlossen.  
Veranstaltungen mit bis zu 150 Teilnehmern sind im Freien erlaubt. 

Niedersachsen

In Niedersachsen gilt eine Sonderregelung für Hotels. Hier ist eine maximale Auslastung von 60 Prozent erlaubt. Ansonsten dürfen Campingplätze, Ferienwohnungen, Restaurants, Freizeitparks, Freibäder, Fitness- und Sportstudios wieder öffnen. Bars bleiben geschlossen. 
Für Demonstrationen und Veranstaltungen im