SOS-Tipps für den Herbst

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Gesund durch den Herbst
  2. 2. Die besten Heilpflanzen für den Herbst
  3. 3. SOS-Tipps für den Herbst
  4. 4. So hat der Herbstblues keine Chance

Auf Laub ausgerutscht oder an Kerzen verbrannt – der Herbst birgt ganz andere Unfallgefahren als der Sommer. Auch einige kleinere Wehwehchen sind typisch für diese Zeit des Jahres. Unser Erste-Hilfe-Lexikon hält Tipps für alle herbstlichen Notfälle bereit.

 

Stürze auf nassem Laub

Nasses Laub auf Straßen und Gehwegen birgt eine Unfallgefahr: Denn schnell rutscht man auf der glitschigen Masse aus. Bei Prellungen und Verstauchungen ist eine schnelle und richtige Erstversorgung entscheidend. Merken können wir uns die wichtigsten Maßnahmen am besten mit der sogenannten PECH-Regel (siehe Kasten). Alles Weitere hängt dann von der jeweiligen Verletzung ab. Generall aber gilt: Bei starken Schmerzen, einem Bluterguss oder wenn sich die Schwellung nach einem Tag nicht zurückbildet, unbedingt zum Arzt gehen.

Richtig versorgt mit der PECH-Regel

P = Pause: Die Bewegung beenden und den betroffenen Körperteil ruhig stellen.

E = Eis: Entscheidend für den weiteren Verlauf der Heilung ist die sofortige Kühlung.

C = Compression: Das bedeutet Zusammendrücken. Gemeint ist das Anlegen eines Druckverbandes.

H = Hochlagerung der Verletzung Das betroffene Körperteil hochlegen.

Bei einer Verstauchung handelt es sich um die Überdehnung eines Bandes oder einer Gelenkkapsel. Die Symptome sind Schwellung, schmerzbedingte Bewegungseinschränkung, gegebenenfalls ein Bluterguss. Bei Stürzen verstauchen wir uns meist Arm oder Schulter. Sofort die PECH-Regel anwenden, 30 Minuten kühlen (alle 2–3 Stunden wiederholen).

Von einer Prellung sprechen Ärzte bei gequetschem Gewebe und geplatzten Blutgefäßen. Symptomatisch sind sofortiger starker Schmerz, Schwellung, Bluterguss, Druckschmerz. Erste Hilfe: Nur sofortiges Ruhigstellen, Kühlung, ein Kompressionsverband und Hochlagern verhindern, dass sich die Prellung ausbreitet. Tipp aus der Hausapotheke: Mit einem Quarkwickel kühlen.

 

Kopfschmerzen von trockener Heizungsluft

Pfefferminzöl
Schneller Helfer bei Kopfschmerzen: Je einen Tropfen Pfefferminzöl auf der Stirn und den Schläfen verreiben© iStock

Im Herbst verlagert sich das Leben wieder zunehmend nach drinnen – kommt dann noch die trockene Heizungsluft dazu, stellen sich schnell Kopfschmerzen ein. Und genauso schnell sollten Sie sie dann auch behandeln. Untersuchungen zeigen: Je ein Tropfen Pfefferminzöl auf die Stirn und die Schläfen gerieben wirkt so gut wie zwei Tabletten mit einem gängigen Anti-Schmerz-Wirkstoff.

 

Verbrennungen

Wenn es draußen dunkler wird, zünden wir drinnen wieder gerne Kerzen an. Ihr tanzendes Licht macht eine gemütliche Atmosphäre – es birgt aber auch die Gefahr von Verbrennungen, gerade bei Kindern. Was tun? Kleine Brandwunden sofort für mindinstens 10 Minuten unter Wasser (10-20 Grad) kühlen. Bei größeren Wunden nach neuesten Erste-Hilfe-Empfehlungen keine Wassertherapie durchführen. Das kann zu Unterkühlungen beziehungsweise weiteren Komplikationen führen. Besser: Die verletzte Stelle mit sterilem Wundtuch abdecken und den Arzt aufsuchen. Bei schwersten Verbrennungen 112 alarmieren, den Betroffenen zudecken (ideal: Rettungsdecke aus dem Kfz-Verbandskasten, Goldseite nach außen)

 

Hornhaut an den Füßen

Aufgrund des ständigen Wechsels von kalten Außentemperaturen und warmer Heizungsluft sowie der Reibung durch Schuhe bildet sich im Herbst schnell Hornhaut an den Füßen. Bevor Sie die verhornten Partien mit Bimsstein und Feile behandeln, weichen Sie die Füße in einem Salz-Fußbad ein. Anwendung: 50 g Meersalz in 5 l lauwarmes Wasser geben, 15 Minuten darin baden. Dann die Füße abtrocknen und Hornhaut sanft abschmirgeln. Zusätzlich zweimal am Tag eine Urea-haltige Salbe aus der Apotheke auftragen. Das beugt der erneuten Verhornung vor.

 

Unterkühlungen vorbeugen

Die ersten kalten Tage im Herbst können einen ganz schön überraschen. Gestern hat die dünne Jacke doch noch ausgereicht – und heute? Wer durchgefroren nach Hause kommt, sollte sich erst einmal aufwärmen um einer Erkältung vorzubeugen – mit einem Getränk. Die besten Rezepte:

  • Chili-Tee mit Zimt: 2 kleine Chilischoten entkernen und schneiden. Mit 2 Zimtstangen, 3 EL schwarzem Tee und 1 Liter kochendem Wasser überbrühen. 1 EL Honig zugeben. 3 Min. ziehen lassen.
  • Chai-Chocolate: 200 ml Milch aufkochen. 1 Beutel Chai-Tee zufügen, ziehen lassen, entfernen. Je 1 Prise Zimt, Muskat und 20 g Zartbitter-Schokoraspeln zufügen. 50 ml Milch aufschäumen und in die Schokolade gießen.
  • Schoko-Kaffee mit Pfeffer: Mischen Sie unter 500 g frisch gemahlenen Kaffee 100 g grobe Schokoraspeln und 25 g Rosa Pfeffer. Wie gewohnt zubereiten.
So hat der Herbstblues keine Chance
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