Sonnenbrand bei Kindern – Hautkrebs-Risiko steigt

Redaktion PraxisVITA

Kinder, die in jungen Jahren gelegentlich einen Sonnenbrand hatten, sind später erheblich öfter von Hautkrebs betroffen. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie. Die nun bekannt gewordenen Ergebnisse der Untersuchung belegen, wie schädlich Sonnenbrand bei Kindern ist und wie effektiver Sonnenschutz davor schützen kann.

Sonnenbrand bei Kindern
Kinder sollten sich nie ohne Sonnenschutz am Strand und im Wasser aufhalten, da die gefährlichen UV-Strahlen Sonnenbrand verursachen, der zu Hautkrebs führen kann © istock/3sbworld
Sonnenbrand bei Kindern

Schon ein einmaliger, heftiger Sonnenbrand bei Kindern steigert die Gefahr einer späteren Hautkrebserkrankung um etwa das Doppelte.

 

Studie: Sonnenbrand bei Kindern und Jugendlichen

Fünf oder mehr Sonnenbrände bei Kindern und Jugendlichen vor dem 20. Lebensjahr steigern das Risiko für Hautkrebs im späteren Lebensverlauf um 80 Prozent. Das zeigt eine Untersuchung der Warren Alpert Medical School der Brown University in Rhode Island. Demnach geht ein großer Teil der jährlich diagnostizierten Fälle dieser Krebsform mit einer übermäßigen Bestrahlung mit ultravioletten Strahlen einher. Besonders betroffen seien nach Aussagen der Forscher junge Frauen, die im Alter zwischen 15 und 20 häufiger einen Sonnenbrand erlitten haben.

Das Auflichtmikroskop zeigt Veränderungen von Leberflecken
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Hautkrebs (schwarzer Hautkrebs, weißer Hautkrebs)

Für die Studie waren über einen Zeitraum von 20 Jahren Daten von über 100.000 Personen ausgewertet worden. Alle zwei Jahre waren die Probanden mithilfe eines sogenannten Follow-Up-Fragebogens mit Bezug auf mögliche Risikofaktoren für Hautkrebs – zum Beispiel bekannte Fälle in der Familie, Rauchgewohnheiten, Alkoholkonsum, Körpergewicht und der Häufigkeit von Sonnenbränden – befragt worden.

 

Gefährliche Melanome durch Sonnenbrand bei Kindern

Die Ergebnisse bewiesen nicht nur, dass ein Sonnenbrand bei Kindern das Risiko für Hautkrebs deutlich erhöht, sondern auch, dass nicht nur das herkömmliche Sonnenbad als Auslöser in Frage kommt. Vielmehr gehen 24 Prozent der untersuchten Sonnenbrände auf einen Besuch im Sonnenstudio zurück. Die Wissenschaftler um Studienleiter Professor Abrar A. Qureshi betonen zwar, dass es zweifelsohne viele Möglichkeiten gebe, das eigene Risiko für Hautkrebs zu erhöhen. Dennoch sei aber das Verbrennen von Haut unter der Sonne oder im Solarium mit Abstand die häufigste Ursache für die gefährlichen Melanome.

Hautkrebs/Melanom
Sonnenbrand auf der Haut ist mit Abstand die häufigste Ursache für die gefährlichen Melanome © istock/Liliia Kyrylenko
Kinder brauchen Rundum-Schutz

Grundsätzlich vertragen Kinder Sonne nur sehr bedingt. Ihre zarte Haut braucht besonders sorgfältigen Schutz und jede Rötung ist unbedingt zu vermeiden. Um einen Sonnenbrand sicher zu verhüten, reicht Eincremen jedoch nicht aus. Zusätzlich sollten die Kleinen zumindest ein Hemdchen tragen. Auch ein breitkrempiges Hütchen gehört zur Grundausstattung.

Professor Abrar A. Qureshi warnt Eltern vor diesem Hintergrund eindringlich davor die Gefahr einer Frühschädigung ihrer Kinder, die später zu Krebs führen könnte, nicht zu unterschätzen. Lesen Sie hier die besten Tipps von unser Expertin Nadine Hess zum Thema Eincremen und Sonnenbrand bei Kindern.

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