Sonnenblumenöl: Darum ist es so gesund

Redaktion PraxisVITA

Sonnenblumenöl ist eines der beliebtesten Speiseöle und aus der heimischen Küche nicht wegzudenken. Dabei hat das Öl durchaus auch andere Einsatzzwecke.

Inhalt
  1. Natives vs. raffiniertes Sonnenblumenöl
  2. Welches Sonnenblumenöl für welchen Einsatzzweck?
  3. Inhaltsstoffe des Sonnenblumenöls
  4. Welche Wirkung hat Sonnenblumenöl auf die Gesundheit?
  5. So wird Sonnenblumenöl angewendet
  6. Worauf beim Kauf zu achten ist
  7. Nebenwirkungen von Sonnenblumenöl
  8. Wo gibt es Sonnenblumenöl zu kaufen?

Sonnenblumenöl wird aus den Kernen der beliebten Pflanze gewonnen. Diese besitzen einen Ölgehalt zwischen 40 und 65 Prozent. Die Schalen werden dabei von den Kernen entfernt.

 

Natives vs. raffiniertes Sonnenblumenöl

Bei Sonnenblumenöl unterscheidet man zwischen nativem und raffiniertem Öl. Das native Öl wird durch Kaltpressung gewonnen und anschließend nicht weiter bearbeitet. Das raffinierte Sonnenblumenöl wird hingegen warmgepresst und danach von Bitterstoffen wie auch Farbstoffen gereinigt.

Das macht sich sowohl im Geschmack als auch in der Farbe bemerkbar: Natives Sonnenblumenöl ist hellgelb und hat einen dezidiert nussigen Geschmack, das raffinierte Sonnenblumenöl besitzt einen neutraleren Geschmack und einen blasseren Farbton.

 

Welches Sonnenblumenöl für welchen Einsatzzweck?

Das raffinierte Sonnenblumenöl kommt vor allem in der Küche zum Einsatz – es eignet sich bestens zum Braten, Kochen, Frittieren oder Backen.

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Für alle anderen Anwendungen wie zum Beispiel zu kosmetischen oder gesundheitlichen Zwecken sollte unbedingt das native, kaltgepresste Öl verwendet werden – am besten mit Bio-Siegel. Auch für kalte Speisen, denen Sonnenblumenöl beigemengt werden soll, sollte man besser zum kaltgepressten Öl greifen.

Haltbarkeitszeit des Öls

Kaltgepresste Öle sind nach der Öffnung der Flasche möglichst zügig zu verbrauchen. Raffiniertes Olivenöl hat hingegen eine längere Haltbarkeitszeit.

 

Inhaltsstoffe des Sonnenblumenöls

Sonnenblumenöl enthält eine ganze Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren – der Anteil beträgt hier 65 Prozent. Ebenfalls enthalten sind 27 Prozent einfach ungesättigte Fettsäuren. Der Anteil an Linolsäure liegt zwischen 48 und 74 Prozent und der an Ölsäure zwischen 14 und 39 Prozent. Bei den sogenannten High-Oleic-Sonnenblume (auch als HO-Sonnenblume bezeichnet) handelt es sich um eine speziell gezüchtete Sorte.

HO-Sonnenblumen erreichen einen Ölsäureanteil, der im Extremfall bis zu 92 Prozent betragen kann – allerdings ist hier der Gehalt an Linolsäure deutlich gesenkt. Des Weiteren zeichnet sich kaltgepresstes Sonnenblumenöl durch einen besonders hohen Vitamin-E-Gehalt aus. Weitere enthaltene Vitamine sind Vitamin A, B, D und K.

 

Welche Wirkung hat Sonnenblumenöl auf die Gesundheit?

Herz-Kreislauf

Sonnenblumenöl kann den Cholesterinspiegel niedrig halten. Dies wirkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen und soll Arteriosklerose (Verengung der Blutgefäße durch Ablagerungen) verhindern.

Darm

Kaltgepresstes Sonnenblumenöl wird bei Verstopfung, bei gereiztem Darm oder bei Dickdarmentzündungen eingesetzt.

Haut

Die im Öl enthalten Antioxidantien wirken der Alterung der Haut entgegen. Hautreizungen, Neurodermitis und Ausschläge können damit ebenfalls behandelt werden.

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Immunsystem

Sonnenblumenöl wirkt sich positiv auf das Abwehrsystem des Körpers aus und kann bei Erkältungen angewendet werden.

Wundheilung und Zahnfleisch

Das Öl unterstützt die Wundheilung – und kann auch zur Stärkung des Zahnfleisches genutzt werden.

Haare

Das Öl wird oft auch zur Haarpflege eingesetzt.

 

So wird Sonnenblumenöl angewendet

Die genaue Anwendung des Öls hängt natürlich vom Anwendungszweck ab. Wer Sonnenblumenöl zur Haarpflege einsetzen möchte, kann ein bis zwei Esslöffel mit anderen Zutaten zu einer Pflegekur vermengen. Die Mischung wird auf die Haare aufgetragen und nach einer Einwirkungszeit von circa zwanzig Minuten gründlich ausgewaschen.

Zur Hautpflege kann Sonnenblumenöl den Pflegeprodukten beigemengt werden – man kann es aber auch direkt auf die Haut auftragen. Das soll auch die Wundheilung positiv beeinflussen.

 

Worauf beim Kauf zu achten ist

Bevor man Sonnenblumenöl kauft, sollte man wissen: Für was möchte man das Öl benutzen? Als Sonnenblumenöl für die warme Küche eignet sich ein raffiniertes Öl. Das gibt es in jedem Supermarkt. Es lässt sich gut erhitzen und eignet sich für die Zubereitung etlicher Gerichte.

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Wer das Öl allerdings für gesundheitliche Zwecke einsetzen will, der kommt mit dem Speiseöl definitiv nicht weiter. Hier ist es notwendig, ein kaltgepresstes, natives Sonnenblumenöl zu verwenden.

 

Nebenwirkungen von Sonnenblumenöl

Prinzipiell gilt Sonnenblumenöl bei kosmetischen wie medizinischen Einsatzbereichen als weitgehend nebenwirkungsfrei.

Sollten sich nach der Anwendung – zum Beispiel auf Haut und Haar — trotzdem Auffälligkeiten bemerkbar machen, sollte man die Anwendung sofort stoppen und am besten einen Arzt aufsuchen. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte man zudem stets auf die Herstellerangaben achten.

 

Wo gibt es Sonnenblumenöl zu kaufen?

Raffiniertes Sonnenblumenöl bekommt man in jedem Supermarkt und Lebensmittelgeschäft – man findet es bei den Speiseölen. Natives Sonnenblumenöl, das für Haut, Haar & Co. verwendet werden kann, findet man in der Apotheke, in Reformhäusern, Drogeriemärkten, möglicherweise in gut sortierten Supermärkten sowie auch bei etlichen Internethändlern.

Beim Kauf von Sonnenblumenöl sollte auf eine hohe Qualität geachtet und möglichst zu Bio-Produkten gegriffen werden.

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