Sommergefahr: Verbrennung durch Obst

Redaktion PraxisVITA
Zitronen
Zitronensaft birgt eine versteckte Verbrennungsgefahr – denn die Zitronensäure macht die Haut extrem sonnenempfindlich © Fotolia

Einige Obst- und Gemüsearten können schwere Verbrennungen auslösen, wie der Fall eines US-Amerikaners zeigt. Wie es dazu kommt und vor welchen Sorten Sie sich in Acht nehmen sollten, erfahren Sie hier.

Als Aaron Peers eine Woche vor seiner Hochzeit gemeinsam mit seiner Verlobten Margaritas mixte, floss etwas Limettensaft auf seine Hände und Arme. Am nächsten Tag entdeckte er rote Stellen auf seiner Haut, nach zwei Tagen bildete sich sogar eine Brandblase – er hatte Verbrennungen zweiten Grades.

Der Grund für die schweren Verbrennungen: Die in Limetten enthaltene Zitronensäure macht die Haut extrem sonnenempfindlich. Dadurch entstandene Verbrennungen werden auch „Lime Disease“ (Limettenkrankheit) oder „Margarita-Dermatitis“ genannt. Dieselbe Gefahr besteht, wenn Zitronensaft auf die Haut gelangt und der betroffene Körperteil der Sonne ausgesetzt ist.

Das gilt auch für alle, die ihre Haare mit Zitronensäure bleichen – die Kopfhaut ist anschließend sonnenempfindlicher. Darum gilt: die Haare nicht in der Sonne trocknen lassen oder statt der Zitronensäure Kamillentee verwenden – wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

 

Sonnenbrand nach Sellerie

Die Gefahr eines Sonnenbrands wird außerdem durch Gemüsesorten erhöht, die sogenannte Furocumarine enthalten – das sind Stoffe, die die Pflanze zur Abwehr verwendet. In großen Mengen stecken sie beispielsweise in Sellerie, Pastinaken und Petersilie.

Die enthaltenen Furocumarine sorgen dafür, dass die Haut beim Verzehr größerer Mengen dieser Gemüsesorten (beispielsweise 450 Gramm Sellerie) sonnenempfindlicher wird. Die Folge können sonnenbrandähnliche Symptome bereits nach kurzer Sonnenbestrahlung sein. Da die Furocumarine auch beim Kochen nicht verschwinden, raten Experten, diese Lebensmittel im Sommer zurückhaltend zu verwenden.

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