Was hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Redaktion PraxisVITA

Sodbrennen in der Schwangerschaft ist häufig, aber selten schwerwiegend. Meist verschwindet es nach der Geburt von selbst wieder. Es gibt Hausmittel, die Linderung bringen, und Ernährungstipps, die helfen können.

Eine schwangere Frau hält sich ihren Bauch
Entspannung kann Sodbrennen in der Schwangerschaft lindern Foto:  istock_damircudic
Inhalt
  1. Was ist Sodbrennen und warum ist es während der Schwangerschaft häufiger?
  2. Hausmittel gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft
  3. Sodbrennen in der Schwangerschaft – Ernährungstipps
 

Was ist Sodbrennen und warum ist es während der Schwangerschaft häufiger?

Sodbrennen gehört in der Schwangerschaft zu den häufigsten Beschwerden. 40 bis 80 Prozent der Schwangeren leiden unter Sodbrennen. Einige Frauen haben Sodbrennen bereits in der Frühschwangerschaft, viele erst im letzten Drittel. Nach der Geburt des Kindes und in der Stillzeit verschwindet das Sodbrennen in der Regel wieder.

Ausgelöst wird Sodbrennen durch den Rückfluss von saurer Magenflüssigkeit in die Speiseröhre (sogenannter Reflux), was sich durch Brennen in Brust und Rachen bemerkbar macht. in der Schwangerschaft begünstigen einige Faktoren das Sodbrennen. So drückt die Gebärmutter mit dem wachsenden Kind immer mehr gegen den Magen. Dadurch kann die Magensäure leichter in die Speiseröhre aufsteigen. Außerdem ist der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre während der Schwangerschaft aufgrund der hormonellen Umstellung weicher und schwächer.

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Hausmittel gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Diese Hausmittel lindern Sodbrennen in der Schwangerschaft:

  • Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse oder Cashew-Kerne
  • trockenes Brot, Zwieback, Reiswaffeln oder Haferflocken (binden die Magensäure)
  • Tee mit Ingwer, Fenchel, Koriandersamen, Kümmel oder Salbei
  • Kaugummi kauen, da dies die Speichelbildung anregt

Auch kann es helfen, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen und keine engen Hosen und Gürtel zu tragen, die den Druck auf den Magen verstärken.

Sodbrennen, das nicht zu lindern ist, sollte von einem Arzt untersucht werden. Es gibt auch Medikamente, welche in Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden dürfen und Einfluss auf die Magensäure nehmen. Dazu sollten Frauen Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

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Sodbrennen in der Schwangerschaft – Ernährungstipps

Meist hilft es schon, Sodbrennen in der Schwangerschaft zu vermeiden, wenn Frauen kleinere Mahlzeiten einnehmen, dafür aber öfter essen. Außerdem sollten Schwangere gründlich kauen, langsam essen und möglichst wenig trinken während des Essens. Schwangere sollten es vermeiden, spät zu essen und sich direkt nach dem Essen hinzulegen, denn dadurch kann der Magensaft leichter nach oben gelangen.

Diese Nahrungsmittel können Sodbrennen begünstigen und sollten dann vermieden oder zumindest reduziert werden:

  • Süßigkeiten, Zucker
  • Fett Speisen
  • scharfe Gewürze
  • saure Nahrungsmittel
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • Kaffee, schwarzer Tee
  • Zitrusfrüchte
  • Hülsenfrüchte

Werdende Mütter sollten auf ihre Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln achten. Es kann individuell sehr unterschiedlich sein, welche Lebensmittel Sodbrennen in der Schwangerschaft begünstigen.

Bauch einer Schwangeren von oben; sie hält einen Apfel in der Hand, vor ihr ein Tablett mit Salat und Croissant
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Quellen:

Schwangerschaft: Sodbrennen durch mehrere kleine Mahlzeiten vermeiden, in: Frauenaerzte im Netz

Sodbrennen, in: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Interventionen bei Sodbrennen in der Schwangerschaft, in: Cochrane

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