So wirkt die Grippeimpfung am besten

Verena Elson Medizinredakteurin
Impfstoffe in Kanülen
Mit einfachen Mitteln lässt sich die Wirkung des Grippe-Impfstoffes verbessern © iStock

Wir können selbst viel dazu beitragen, die Wirkung der Grippeimpfung zu verbessern. Mit diesen Tipps erreichen Sie den optimalen Impfschutz.

 

Wählen Sie die richtige Tageszeit

Bereits beim Vereinbaren des Impftermins können Sie die Wirkung der Schutzimpfung beeinflussen: Eine britische Studie hatte 2016 ergeben, dass ältere Probanden, die vormittags zwischen neun und elf Uhr gegen Grippe geimpft wurden, erheblich besser geschützt waren als Probanden, die nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr geimpft wurden. Die Studie wurde im Fachmagazin „Vaccine“ veröffentlicht.

 

Schauen Sie vor der Impfung dieses Video

Eine kürzlich veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass gute Laune am Impftag die Grippeimpfung effektiver macht. Die 138 Probanden im Alter von 65 bis 85 Jahren hatten vier und 16 Wochen nach der Impfung deutlich mehr Grippe-Antikörper im Blut, wenn sie mit guter Stimmung zur Impfung erschienen. Bei anderen Faktoren wie Schlafrhythmus oder Ernährung konnte kein Zusammenhang beobachtet werden. Bereits frühere Studien wiesen auf einen positiven Effekt guter Laune auf das Immunsystem hin. Denn sie konnten zeigen, dass beim Lachen ausgeschüttete Hormone die Abwehrkräfte stärken. Bei Testteilnehmern, die ein lustiges Video angesehen hatten, stieg das Level der immunstärkenden Hormone nach rund 20 Minuten um bis zu 87 Prozent an.

Video: YouTube/Heathsplosion

 

Schlafen Sie gut

In der Nacht nach der Impfung ist ausreichender Schlaf (also sieben bis acht Stunden) besonders wichtig. Denn Mediziner haben herausgefunden, dass sich Schlafmangel negativ auf das „Gedächtnis“ des Immunsystems auswirkt. Das bedeutet: Die sogenannten T-Zellen, die für die Immunreaktion verantwortlich sind, merken sich weniger gut, auf welche Viren und Bakterien sie reagieren sollen. Eine 2015 veröffentlichte Studie zeigte, dass die Hepatitis-B-Impfung weniger effektiv ist, wenn der Geimpfte nachts im Schnitt weniger als sechs Stunden schläft.

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