So verjüngen Sie Ihr Gehirn um sieben Jahre

Uma Thurman
Warum sieht Uma Thurman so jung aus? Vermutlich weiß sie das selbst nicht – aber es könnte an ihrem regelmäßigen Yoga- und Meditationstraining liegen. Denn Meditation bremst die Hirnalterung, zeigt eine aktuelle Studie © gettyimages

Regelmäßige Meditation senkt das Stresslevel, verringert das Schmerzempfinden und lindert Ängste, das haben zahlreiche Untersuchungen in der Vergangenheit gezeigt. Eine neue Studie weist jetzt darauf hin, dass sie sogar das Gehirn verjüngen kann – und zwar um mehr als sieben Jahre.

Das Rezept für ein jung gebliebenes Gehirn lautet regelmäßige Meditation – das hat ein internationales Forscherteam in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die Wissenschaftler führten Hirnscans bei 100 Probanden im mittleren Alter durch – die Hälfte von ihnen meditierten seit Jahren regelmäßig, alle anderen meditierten nicht. Im Schnitt waren die Studienteilnehmer 50 Jahre alt.

 

Meditation stoppt Hirnalterung

Die Ergebnisse der Hirnscans werteten die Forscher mithilfe eines Computerprogramms aus, das anhand der Bilder das wahrscheinliche Alter des jeweiligen Gehirns errechnete. Während bei den nicht meditierenden Probanden das errechnete Gehirnalter mit dem tatsächlichen meist übereinstimmte, lag in der Meditationsgruppe das errechnete Alter im Schnitt deutlich unter dem tatsächlichen.

Im Alter von 50 hatten die Meditierenden ein Gehirn, das im Schnitt 7 1/2 Jahre jünger wirkte als sie selbst – also 42 oder 43 Jahre alt. Bei älteren Probanden fiel der Effekt sogar noch stärker aus: Pro Lebensjahr über 50 sank ihr Gehirnalter zusätzlich zu den 7 1/2 Jahren um eine Dauer von einem Monat und 22 Tagen.

Die Probanden meditierten im Schnitt seit 20 Jahren. Welche Art der Meditation sie ausübten, spielte für das Ergebnis keine Rolle. Um die Gehirnalterung zu beeinflussen, war jedoch regelmäßiges Training (mindestens einmal pro Woche) notwendig – einige Probanden meditierten sogar sieben mal wöchentlich.

Wie die Meditation die Hirnalterung beeinflusst, bleibt offen. Die Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die mentalen Prozesse, die bei der Meditation ablaufen, die Bildung neuer Gehirnzellen fördern.

 

Entspannung hält jung – nicht nur das Gehirn

Dass die langsamere Hirnalterung tatsächlich von der jahrelangen Meditation rührt, konnte die Studie nicht beweisen. So ist es beispielsweise möglich, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, generell einen gesünderen Lebensstil pflegen, der sich positiv auf die Gehirngesundheit auswirkt.

Doch die Theorie, dass bewusste Entspannung Auswirkungen auf die Alterungsprozesse im Körper hat, ist nicht ganz neu: 2014 zeigte eine kanadische Studie, dass eine Kombination aus Yoga und Entspannungsübungen einen verjüngenden Effekt auf die Körperzellen hat.

Eine bestimmte Art der Meditation steht zurzeit besonders hoch im Kurs – die sogenannte Achtsamkeitsmeditation hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Grafik fasst zusammen, was bei dieser Art der Meditation im Kopf passiert.

Achtsamkeitsmeditation

Hamburg, 25. April 2016

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