So überstehen Sie die Wespenplage unbeschadet

Wespe
Wespen lieben Süßes – zuckerhaltige Speisen locken die Insekten an © Fotolia

Die Wespenplage hat Deutschland fest im Griff. Doch wie schützt man sich am besten vor den Plagegeistern? Praxisvita nennt die wichtigsten Dos & Don’ts im Umgang mit Wespen.

2015 sind besonders viele der Insekten unterwegs! Viele Kliniken berichten von einem Anstieg gefährlicher Stichverletzungen, etwa im Mundbereich oder bei Allergikern.

 

Ursachen der Wespenplage in Deutschland

Als Auslöser der diesjährigen Wespenplage nennen Experten das vorwiegend warme und trockene Wetter im Frühjahr. Es schaffte ideale Lebensbedingungen für die Wespen und ermöglichte es ihnen, ihre Jungen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Die Folge: Die Wespenvölker wuchsen.

 

Das macht Wespen angriffslustig

Wespen sind an sich nicht aggressiv oder feindselig – wenn sie den Gartentisch umschwirren, sind sie lediglich auf Nahrungssuche. Einige Verhaltensweisen machen die Insekten jedoch angriffslustig:

  • Hektische Bewegungen, beispielsweise mit den Händeln wedeln oder nach den Insekten schlagen – Wespen fühlen sich dadurch bedroht
  • Anpusten – das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid macht die Wespen aggressiv
  • Zerquetschen – auch kurze Zeit nach dem Tod haben die Insekten noch einen Stichreflex. Außerdem verströmen getötete Wespen eine Art Warnduft, der Artgenossen anlockt
 

So halten Sie Wespen fern

Diese Tricks helfen, Wespen vom gedeckten Tisch fernzuhalten:

  • Etwa zwei Stunden vor dem Aufenthalt im Garten einen Köder (z.B. überreife Weintrauben) zur Ablenkung in ein paar Metern Entfernung auslegen. Da schlagen sich die Wespen dann den Bauch voll und lassen den Kaffeetisch in Ruhe. Tipp: Nach einer Stunde kontrollieren, ob noch genug davon da ist.
  • Vermeiden Sie starke Düfte. Das gilt vor allem für Kosmetika. Außer für Vanilleöl (Apotheke): Eingerieben auf die Haut, hält es Wespen fern.
 

Erste Hilfe nach einem Wespenstich

Was tun, wenn die Wespe doch zugestochen hat? Zunächst muss der Stachel vorsichtig entfernt werden. Dann kühlen und eine rohe Zwiebel auflegen. Das reicht – solange keine allergische Reaktion eintritt. Für diesen Fall sollte es in jedem Haushalt ein Notfall-Set aus der Apotheke mit einem Antihistaminikum sowie Kortison und Adrenalin in Form von Sprays und Spritzen geben. Bei Stichen im Mundraum gilt: Sofort einen Arzt aufsuchen. Auf dem Weg dorthin wenn möglich Eiswürfel lutschen, um ein gefährliches Anschwellen der Atemwege zu vermeiden.

Hamburg, 10. August 2015

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