So sollen Krankenhäuser wieder "gesund" werden

Ein Mann liegt auf der Intensivstation
Jährlich sterben Expertenschätzungen zufolge Zehntausende an Krankenhauskeimen © Fotolia

Rund 23 Prozent der Krankenhäuser sind infiziert. Dagegen hat der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) jetzt einen Therapieplan vorgelegt.

Rund 500.000 Patienten infizieren sich jährlich in Deutschland mit sogenannten Krankenhauskeimen. Experten schätzen, dass jeder sechste Patient, der zur Behandlung in ein Krankenhaus kommt, mit gefährlichen Keimen infiziert wird. Die übertragenen Erreger sind häufig multiresistent (MRE) und ziehen lebensgefährliche Infektionen nach sich.

 

Gröhes Zehn-Punkte-Plan

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat den Krankenhauskeimen jetzt den Kampf angesagt. Laut Berichten der Süddeutschen Zeitung hat er einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der die Bedrohung durch multiresistente Keime eindämmen soll. Zu den aufgeführten Maßnahmen gehören demnach etwa die stärkere Einbeziehung von Experten des Robert-Koch-Instituts in die Kontrolle der Kliniken, die verpflichtende Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal und die Verschärfung der Meldepflicht beim Auftreten gefährlicher Keime in Kliniken. Darüber hinaus sollen Kliniken verpflichtet werden, ihre Hygienestandards und mögliche Fälle von Krankenhauskeimen für Patienten zugänglich und verständlich offenzulegen, sodass diese die Entscheidung für eine Klinik informierter treffen können.

Gröhe möchte die Hygiene-Lage nicht nur in deutschen Kliniken verbessern: Er will die deutsche G7-Präsidentschaft dazu nutzen, die vorgeschlagenen Maßnahmen auch international zu etablieren.

Erfahren Sie hier, wie Sie sich im Krankenhaus vor gefährlichen Keimen schützen können.

Hamburg, 23. März 2015

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