So macht der Bahnstreik Deutschland krank

Frau wartet am Bahnhof
Der Bahnstreik bedeutet für viele Pendler und Reisende stundenlanges Warten – Sie sollten versuchen, diese Zeit für Anti-Stress-Maßnahmen zu nutzen © Fotolia

Tägliches Warten auf die Bahn, Ärger über ausgefallene Züge und weniger Zeit zu Hause: Der Bahnstreik zerrt an den Nerven. Aber nicht nur die leiden, der gesamte Körper gerät in Aufruhr: Hier erfahren Sie, wie der Bahnstreik Ihrer Gesundheit schaden kann.

 

Zugverspätungen stressen den Körper

Eine 2002 durchgeführte Studie US-amerikanischer Wissenschaftler kam zu dem Ergebnis, dass die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz das Level des Stress-Hormons Cortisol erheblich ansteigen lässt. Am höchsten ist demnach das Stresslevel bei Pendlern, die mit häufigen Zugverspätungen zu kämpfen haben. Je öfter der Zug Verspätung hatte, desto gestresster sind die Pendler.

Und die Folgen einer dauerhaften Stressbelastung auf die Gesundheit sind seit Langem bekannt: Sie treibt den Blutdruck in die Höhe und mit ihm steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Wut bringt das Herz in Gefahr

Nach wochenlangen Einschränkungen und immer wieder neuen Hiobsbotschaften zum Thema Bahnstreik sind viele Pendler nur noch eines: wütend. Doch das kann gefährlich werden: Eine australische Studie zeigte kürzlich, dass das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, nach einem Wutanfall enorm ansteigt: In den zwei Stunden nach dem Ausbruch ist es demnach mehr als achtmal so hoch als normalerweise. Gerade für Menschen, die bereits unter Bluthochdruck leiden, kann die Aufregung über die streikenden Lokführer darum gefährlich werden.

 

Stressfrei durch den Bahnstreik

Doch was, wenn die tägliche Fahrt nun mal sein muss, um das Büro zu erreichen, oder wenn die Urlaubsreise mit der Bahn schon gebucht ist? Dann sollten Sie sich mit einigen Anti-Stress-Waffen wappnen, die Sie gesund an Ihr Ziel bringen.

Dazu gehört die Atmung: Langsames und bewusstes Ein- und Ausatmen beruhigt den Körper innerhalb kurzer Zeit. Versuchen Sie außerdem, gedanklich der stressigen Situation zu entfliehen, indem Sie sich etwas Schönes vorstellen – das verringert das Stresslevel und lässt die Zeit schneller vergehen.

Um den während der Fahrt aufgebauten Stress wieder abzubauen, sollten Sie sich anschließend bewegen: Versuchen Sie, eine Bus- oder U-Bahn-Station früher auszusteigen und die restliche Strecke zum Büro oder nach Hause zu Fuß zu gehen.

Auch nach Feierabend sollten Sie aktiv versuchen, sich zu entspannen – die besten Übungen dafür finden Sie hier.

Hamburg, 20. Mai 2015

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