So heilt Salz

Redaktion PraxisVITA
Frau in Badewanne
Von innen und außen: Salz-Anwendungen tun bei vielen Beschwerden gut. Und Sie können sie ganz einfach zu Hause selbst ausprobieren © iStock

Von innen und außen: Salz-Anwendungen tun bei vielen Beschwerden gut. Und Sie können sie ganz einfach zu Hause selbst ausprobieren.

 

Salz – ein wirksames Mittel gegen lästige Erkältungsbeschwerden

Es fehlt in keinem Haushalt, aber nur wenige kennen seine Heilkräfte: Das weiße Mineral ist ein wirksames Mittel gegen viele Herbst-Beschwerden und wird seit Jahrhunderten zur Heilung eingesetzt. Richtig angewandt hilft Salz sanft, zuverlässig und preiswert gegen lästige Erkältungsbeschwerden. Salzhaltige Dämpfe beruhigen gereizte Atemwege, und wer mit Salzwasser gurgelt, verhindert, dass sich Bakterien im Rachen vermehren.

Doch auch wenn die weißen Kristalle richtige Wunder gegen Herbst-Probleme vollbringen können: Wer zu viel davon isst, gefährdet auf Dauer seine Gesundheit. 7,5 Gramm (das entspricht etwa 1,5 Teelöffeln) täglich benötigt unser Körper, um den Wasserhaushalt zu regulieren und die Gewebespannung aufrechtzuerhalten.

Auch für Stoffwechsel, Hormonproduktion und sogar die Gehirnfunktion ist das Mineral unerlässlich. Das gilt selbst für Bluthochdruck-Patienten. Mehr als zwei Teelöffel Salz täglich belasten allerdings unsere Gefäße und erhöhen damit auf Dauer unser Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Salzbäder beruhigen die Haut

Kalter Wind und Heizungsluft strapazieren die Haut – besonders, wenn sie ohnehin angegriffen ist, etwa bei Schuppenflechte und Neurodermitis. Dann hilft ein Bad in Sole – in Wasser mit einem Salzgehalt von etwa sechs Prozent (hypertone Lösung). Weil das Wasser mehr Salz enthält als unser Blut, kommt es zum osmotischen Ausgleich: Die Haut gibt Giftstoffe an das Wasser ab und nimmt Mineralstoffe auf. Zudem wirkt das Salz antibakteriell.

So geht's: 500 g Salz in ein 37 Grad warmes Vollbad geben, 30 Minuten baden. Danach nicht abduschen, sondern 30 Minuten in Handtücher eingewickelt ruhen.

Salz
Salz ist eine wahre Gesundheits- und Beauty-Wunderwaffe: seine desinfizierende Wirkung ist nur einer der vielen Vorteile© iStock
 

Salzpackung stärkt die Gelenke

Äußerlich angewandt wirkt Salz Entzündungen entgegen und weitet die Gefäße, was das Gewebe entspannt. Das kommt vor allem Menschen mit entzündlichen Gelenkleiden wie Arthritis oder Rheuma zugute, aber auch Muskelschmerzen werden gelindert.

So geht’s: Ca. 250 g Meersalz im Backofen auf 60 Grad erwärmen. Die betroffene Stelle mit einer dicken Schicht Salzkristalle einreiben und mit einem Tuch umwickeln. Etwa 20 Minuten wirken lassen. Salztempel helfen an kleinen Stellen: 5 EL Salz in ein Leinentuch geben, oben zuknoten, erwärmen und 20 Minuten auf die schmerzende Stelle legen.

 

Spülung tut den Atemwegen gut

Bei einer Erkältung lässt Salzwasser abfließen und lindert Halsweh. Nasen-Spülungen mit hochprozentiger Salzlösung befeuchten und beruhigen die gereizten Schleimhäute in den Atemwegen, wirken abschwellend und lösen festsitzendes Sekret. Außerdem wirkt das Salzwasser dem Wachstum von Bakterien und Viren entgegen. Das löst schnell eine verstopfte Nase und beugt einer Nasennebenhöhlen-Entzündung effektiv vor.

So geht’s: Stellen Sie eine zweiprozentige Salzlösung her, indem Sie 20 Gramm Salz in 1 Liter lauwarmes, abgekochtes Wasser geben. Spezielle Nasenduschen (Apotheke oder Drogerie) erleichtern die Anwendung. 3-mal täglich, bis die Erkältung abflaut.

 

Gurgeln bei Hals- und Rachenschmerzen

Bei Hals- und Rachenschmerzen hat sich außerdem das Gurgeln mit Salzlösung bewährt.

So geht’s: Beim ersten Kratzen geben Sie 1 TL Salz in 1 Tasse lauwarmes Wasser und lösen es darin auf. Gurgeln Sie damit mindestens 3-mal täglich, jeweils mehrmals hintereinander. Das Wasser danach immer ausspucken.

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