So hat der Herbstblues keine Chance

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Gesund durch den Herbst
  2. 2. Die besten Heilpflanzen für den Herbst
  3. 3. SOS-Tipps für den Herbst
  4. 4. So hat der Herbstblues keine Chance

Wer jetzt im Alltag auf ein paar kleine Dinge achtet, startet energiegeladen und gut gelaunt in die dritte Jahreszeit.

Wenn es abends wieder früher dunkel wird, kann uns das auf die Stimmung schlagen. Und auch unser Körper arbeitet anders, wenn es draußen grau und trüb ist: Wir fühlen uns zunehmend schlapp und kraftlos, und schon kleine Anstrengungen erscheinen als große Belastung. Was wir umgangssprachlich als Herbstblues kennen, ist als SAD (Seasonal Affective Disorder) heute eine anerkannte Diagnose. Diese Maßnahmen helfen jetzt dagegen.

 

Licht tanken

Als Haupt-Risikofaktor für Herbstdepression gilt Lichtmangel. Zur Vorbeugung reichen bereits tägliche Spaziergänge – am besten am späteren Morgen. Vor allem Morgenlicht hilft, die Produktion des antriebslos machenden Hormons Melatonin zu drosseln. Vorbeugen lassen sich depressive Verstimmungen auch durch Lichtduschen, spezielle Lampen mit UV-Licht. Einige gesetzliche Kassen zahlen die Behandlung, wenn ein Arzt die Diagnose SAD gestellt hat (ab 10 €/Sitzung). Lichtduschen gibt es auch für zu Hause (ab ca. 70 €, Sanitäts- oder Elektrofachhandel).

 

Stärkende Vitamine

Damit trübe Gefühle nicht zum Dauerzustand werden, empfehlen Ärzte eine Aufbaukur mit verschiedenen Vitalstoffen. Wichtig: Die einzelnen Bausteine – Vitamin B6, B12 und Folsäure (B9) – müssen genau aufeinander abgestimmt sein. Nur so entfalten sie ihren besonderen, aufbauenden Effekt. Speziell entwickelte Mittel aus der Apotheke werden als Injektion oder Infusion vom Arzt oder Heilpraktiker in die Vene gespritzt.

In Pfützen springen
Nichts wie raus in den Matsch! Frische Luft und Sonnenlicht vertreiben trübe Stimmung© istock
 

Soul Food tut gut

Wie Studien zeigen, gibt es so einiges, was wir gegen den beginnenden Herbstblues tun können. Besonders wirkungsvoll ist eine Überarbeitung des Speiseplans: Nüsse, Avocados, Bananen, Datteln und Feigen sind reich an Tryptophan. Daraus wird im Gehirn das Glückshormon Serotonin gebildet. Kohlenhydrate aus Vollkorn, Müsli und Kartoffeln fördern den Prozess zusätzlich.

 

Berührungen helfen

Jetzt ist die perfekte Zeit, um sich eine Massage zu gönnen. Sie bringt neue Energie, indem sie die Lymphgefäße und die Hormondrüsen anregt. Einen besonderen Effekt haben Berührungen des Partners: Sie fördern die Bildung des Kuschel- und Wohlfühlhormons Oxytocin.

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