So gesund ist Papaya

Verena Elson
Die Papaya kann bei Denguefieber die Anzahl der Blutblättchen normalisieren, zeigt eine Studie
Die Papaya kann bei Denguefieber die Anzahl der Blutblättchen normalisieren, zeigt eine Studie © iStock/ansonmiao

Ihre Heimat ist Mittelamerika, ihr orange-rosa Fruchtfleisch schmeckt herrlich süß nach Sonne: die Papaya erfreut sich auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Doch die Exotin schmeckt nicht nur gut, sie ist auch gesund. So gibt eine indische Studie Hinweise darauf, dass sie bei Denguefieber den Zustand der Patienten verbessern kann. Welche Talente hat die Papaya außerdem?

In einer Metastudie untersuchten die Wissenschaftler eine Fähigkeit, die der Tropenfrucht seit Langem nachgesagt wird: bei Patienten mit Denguefieber die Anzahl der sogenannten Thrombozyten, also der Blutblättchen, zu erhöhen. Blutblättchen sind die kleinsten Blutzellen des Organismus - zu ihren Aufgaben gehört es, sich bei Verletzungen an das umliegende Gewebe zu heften und so zur Blutgerinnung beizutragen.

Bei schweren Verläufen des Denguefiebers kommt es zu inneren und äußeren Blutungen und einem starken Abfall der Thrombozytenzahl - durch den hohen Blutverlust droht ein lebensgefährlicher Schock.

In den vier Studien mit insgesamt 377 Teilnehmern kam es in den Probandengruppen, die ein Extrakt aus Blättern der Papayapflanze bekamen, schneller zu einer Normalisierung der Thrombozytenanzahl als in den Kontrollgruppen. Der Grund sind laut Vermutung der Forscher spezielle Pflanzenstoffe der Papaya, die die Verbreitung des Dengue-Virus stoppen und gleichzeitig die Bildung neuer Blutblättchen im Knochenmark fördern.

Die Wissenschaftler betonen, dass es sich um sehr kleine Studien handelt und die Ergebnisse in größeren Analysen überprüft werden müssen - doch sie halten das Papaya-Extrakt für einen vielversprechenden Kandidaten für neue Medikamente gegen das Deguefieber.

 

Gesunde Vitaminbombe: Was die Papaya außerdem kann

Zahlreiche Studien geben Hinweise auf weitere gesunde Eigenschaften der Papaya, besonders ihrer (ebenfalls essbaren, leicht scharf schmeckenden) Kerne. So soll sie die Wundheilung unterstützen und sogar eine tumorverkleinernde Wirkung bei Krebs haben. Da die meisten dieser Studien allerdings ebenfalls mit kleinen Probandengruppen beziehungsweise nur im Tierversuch durchgeführt wurden, müssen auch diese Ergebnisse in größeren Analysen bestätigt werden.

Fest steht dagegen: Die Papaya ist eine echte Vitaminbombe - und gehört zu den kalorienärmsten Obstsorten (32 kcal/100g). 100 Gramm Fruchtfleisch decken mit 60,9 mg bereits mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C (Frauen 95 mg, Männer 110 mg). Zusätzlich ist sie ein guter Lieferant der Vitamine A, B1, B6, E und Folsäure und der Mineralstoffe Eisen, Mangan, Kupfer und Zink.

 

Rezept: Smoothie mit Papaya

Für 1 Glas: 1/2 Mango, 1/4 Papaya, 1 Orange, 1 Messerspitze Kurkuma, 1 daumennagelgroßes Stück Ingwer

Mango und Papaya schälen und entkernen, Orange schälen. Alles in grobe Stücke schneiden und in den Mixer geben. Mit 100 ml Wasser, Kurkuma und gehacktem Ingwer 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen.
 

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