So gesund ist Honigwasser

Phyllis Kuhn
Honigwasser
Morgens ein Glas Honigwasser auf nüchternen Magen ist der perfekte Kaffee-Ersatz. © Fotolia

Honig hat starke Heilkräfte, das ist seit Jahrtausenden bekannt. Aber wie nutzen wir seine Arzneiwirkung am effektivsten? PraxisVITA verrät Ihnen das süße Geheimnis.

Honig hat antibiotische Eigenschaften, soll Wunden schneller heilen lassen und entzündungshemmend wirken. Als Hausmittel ist er besonders bei Krankheiten wie Husten und Sinusitis sehr geschätzt. Aber wie wendet man Honig am besten an? Forscher haben herausgefunden, dass Honig deshalb so wirksam Bakterien bekämpft, weil er Wasserstoffperoxid enthält, das Mikroorganismen beseitigen kann. Wasserstoffperoxid bildet sich allerdings erst, wenn Honig mit Wasser verdünnt wird. Gesundheitsexperten empfehlen deshalb, einige Löffel Honig in lauwarmem Wasser aufzulösen und morgens auf nüchternen Magen zu trinken. Das ist weitaus wirksamer, als Honig in heißem Wasser oder Tee aufzulösen, da oberhalb einer Temperatur von 40 Grad fast alle Heilstoffe im Honig zerstört werden.

 

Besser als Hustensaft, gesünder als Kaffee

Die beste Wirkung erzielt man, wenn man das Honigwasser über mehrere Wochen jeden Morgen zu sich nimmt. Dann kann der Honig mehrere Gesundeffekte im Körper bewirken. Wer unter Husten und Atemwegserkrankungen leidet, startet mit Honigwasser gut in den Tag. Besser als Hustensaft alarmiert Honig die körpereigene Abwehr und löst verschleimte Bronchien. Studien haben zudem gezeigt, dass Honig Heuschnupfen lindert. Wichtig ist dabei, dass der Honig aus der eigenen Region kommt. Durch den winzigen Anteil an Pollen im Bienenprodukt  wird der Körper langsam an die allergieauslösenden Stoffe gewöhnt. Honig wirkt in diesem Fall also wie eine natürliche Impfung.

Übrigens: Wer mal eine Kaffee-Auszeit nehmen will, kann stattdessen Honigwasser trinken. Grund ist der hohe Traubenzucker-Anteil im Honig, dieser sorgt für einen sofortigen Energieschub.
 

 

Wichtig beim Honigkauf:

„Normaler“ Honig aus dem Supermarkt ist häufig mit Pestiziden belastet und weist weniger entzündungshemmende Stoffe auf. Das liegt daran, dass er im Herstellungsprozess erhitzt oder bestrahlt wird. So werden zwar Keime abgetötet, aber auch viele nützliche Enzyme und andere Inhaltsstoffe vernichtet. Besser ist Bio-Honig. Dieser sollte am besten die Bezeichnung „Echter Deutscher Honig“ tragen. Wer ganz sicher sein will, gesunden Honig aus regionaler Herstellung zu kaufen, kann dies auch direkt bei einem Imker tun. Den nächsten Imker kann man auf der Website www.nearbees.de finden. Dort einfach Postleitzahl eingeben und dann den gewünschten Honig online bestellen oder persönlich abholen.

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