So bleibt die Lunge gesund

Bei Mukoviszidose gibt es spezielle Atemtherapien
Bei Mukoviszidose gibt es spezielle Atemtherapien, die im Rahmen der Behandlung vom Arzt verordnet werden © shutterstock

25 000 Mal am Tag holen wir Luft, versorgen alle Körperzellen mit Sauerstoff und entsorgen sie von Kohlendioxid. Entdecken Sie hier, wie Sie Ihre Lunge gesund halten.

Die Luft, die wir einatmen, strömt durch die Luftröhre in die Bronchien beider Lungenflügel, an deren Enden sich jeweils circa 300 Millionen Lungenbläschen befinden. In diesen Bläschen, den Alveolen, kommt die Atemluft mit den feinen Blutgefäßen, den Kapillaren, in Kontakt. Beim Einatmen wird der Sauerstoff der Luft an das Blut abgegeben. Beim Ausatmen wird überschüssiges Kohlendioxid ausgeschieden. Mit jedem Atemzug reguliert die Lunge den Kohlendioxid-Spiegel und entgiftet den Körper. Um diese Funktion voll erfüllen zu können, bildet sie in ihrem Inneren eine Fläche von 70 qm – so groß wie ein Squashplatz. Die tödlichen Gefahren: Asthma, Bronchitis, Lungenkrebs, Lungenemphysem und Lungenentzündung zählen heute zu den großen Volkskrankheiten. Zehn Prozent aller Todesursachen gehen auf ihr Konto. Allen Leiden ist gemeinsam, dass die Lungenfunktion mehr oder weniger eingeschränkt ist. Die verdächtigen Symptome: Husten, Brustschmerzen, Atemnot, oft auch Fieber.

 

Wichtig für Ihr Wohlbefinden

Bewegen Sie sich so oft es geht draußen an der frischen Luft, achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung, sorgen Sie in Innenräumen für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, atmen Sie möglichst selten durch den Mund, verhindern Sie nicht das Abhusten von Schleim – und putzen Sie Ihre Zähne gut: Wissenschaftler fanden heraus, dass faule Zähne der Lunge schaden. Falls Sie rauchen, sollten Sie sich auf drei Zigaretten pro Tag beschränken. Rauchen führt zu einer ständigen leichten Entzündung der Schleimhäute, aus der sich im Laufe der Jahre Krebs entwickeln kann. Vorbeugend Vitamin A oder Betakarotin einzunehmen bringt nichts.

 

Worauf Patienten achten müssen

Wer an Erkrankungen der Atemwege leidet, soll sich bei extremer Hitze oder Kälte schonen. Sonst ist Sport erlaubt. Empfehlenswert: Radfahren, Wandern, Joggen, Rudern, Schwimmen und Tanzsport. Kraftzehrende Belastungen wie Fußball oder Tennis sind tabu. Wichtig ist, dass man den Sport im Notfall sofort abbrechen und den Arzt aufsuchen kann. Tauchen und Bergsteigen scheiden aus. Auch Flüge bergen Risiken. Durch den niedrigen Luftdruck (er wird künstlich auf dem Level von 2400 Höhenmetern gehalten) nimmt man 5-6 Prozent weniger Sauerstoff auf. Für Gesunde kein Problem, Atemwegs-Patienten fragen besser ihren Arzt.

 

Atemtherapie

Atmen Sie überwiegend in die Brust? Ermüden Sie schnell? Wachen Sie morgens müde auf? Kriegen Sie oft nicht richtig Luft? Seufzen Sie viel? Atmen Sie in Ruhe öfter als 15-mal pro Minute? Wenn Sie nur eine dieser Fragen mit ja beantwortet haben, könnte eine Atemtherapie Ihnen helfen, sich besser zu fühlen.

Für Patienten mit Asthma, chronischer Bronchitis, Emphysem, Stimm- und Sprechbeschwerden oder Mukoviszidose gibt es spezielle Atemschulungen. Sie werden meist von Krankengymnasten oder Logopäden durchgeführt und von den Kassen bezahlt, wenn vom Arzt verordnet. Darüber hinaus gibt es allgemeine Atemtherapien. Sie helfen, Vorgänge beim Atmen bewusst zu machen und zur natürlichen Atmung zurückzufinden.

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