So besiegen Sie das Kribbeln in den Füßen

Kribbeln in den Füßen
Diabetiker müssen ihre Füße besonders schützen. Der Wirkstoff Benfotiamin kann helfen, das Kribbeln zu lindern © shutterstock

Viele Zuckerkranke leiden unter kribbelnden Füßen. Die Ursache ist eine Schädigung der Nerven – die Polyneuropathie. Sie betrifft vor allem die Beine. Praxisvita sagt Ihnen, wie Sie diese Krankheit aufhalten können.

 

Symptom Ameisenlaufen

Ameisenlaufen – so schildern viele Patienten die Empfindungen, die die Erkrankung bei ihnen auslöst. Ein Kribbeln, als wenn Ameisen über die Füße laufen. Andere Betroffene schildern die Symptome als unangenehmes, nicht unbedingt schmerzhaftes Stechen. Die Beschwerden treten vor allem nachts auf und rauben Diabetikern den Schlaf.

Unempfindlichkeit ist ein weiteres Merkmal der Polyneuropathie. Denn die Erkrankung schädigt die Nervenbahnen, die von den Füßen bis ins Gehirn führen. Schmerzreize kommen deshalb dort nicht mehr richtig an. So kann es etwa passieren, dass ein Diabetiker mit dieser Folgeerkrankung auf eine Reißzwecke tritt und es gar nicht merkt. Auch andere Verletzungen am Fuß können sich so zu chronischen Wunden auswachsen. Deshalb: regelmäßig Füße kontrollieren!

 

Ursache für das Kribbeln ist ein schlecht eingestellter Diabetes

Ursache der Polyneuropathie ist ein schlecht eingestellter Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Diabetiker diese Nervenschädigung erleidet, liegt bei circa 50 Prozent. Nerven haben wie Stromkabel eine Isolierung. Und diese Isolierung werde bei zu hohem Blutzucker angegriffen, weil die Müllabfuhr aus dem Körper nicht mehr richtig funktioniert. Ständig entstehende Abfallstoffe sammeln sich an.

Die Diagnose kann der Arzt mit einem ganz einfachen Trick stellen: mittels einer Stimmgabel. Die wird angeschlagen und mit ihrer Basis an den Fußknöchel gehalten. Patienten mit Polyneuropathie empfinden die Vibrationen deutlich schwächer als Gesunde. Außerdem ist ihr Kalt-Warm-Empfinden gestört, und der Arzt kann die Nervenleitgeschwindigkeit messen.

 

Benfotiamin-Präparate lindern das Kribbeln

Die Therapie erfolgt in erster Linie durch ein gutes Einstellen des Diabetes. Ergänzend kann der Wirkstoff Benfotiamin den Betroffenen helfen. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe des Vitamins B1 (Thiamin). Der Thiamin-Spiegel ist bei vielen Diabetikern um 75 Prozent erniedrigt. Benfotiamin-Präparate gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Schon nach vier Wochen Einnahme stellen sich erste Erfolge ein.

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