Sirtfood-Diät: Abnehmen mit leckeren Lebensmitteln

Redaktion PraxisVITA

Eine Diät, bei der Schokolade und Rotwein zum Abnehmen verhelfen? Die gibt es wirklich! Die Sirtfood-Diät soll die Pfunde mit leckeren Lebensmitteln purzeln lassen – und das nur, weil sie bestimmte Enzyme im Körper aktivieren, die sogenannte Sirtuine. Wir verraten, was dahintersteckt und worauf es bei dieser Diätform ankommt.

Genuss statt Verzicht: Sirtfood ist die perfekte Methode, um abzunehmen, denn dabei kommen leckere Lebensmittel auf den Tisch, die gleichzeitig die Fettverbrennung ankurbeln. So funktioniert das Diät-Konzept.

 

So gesund ist die Sirtfood-Diät

Forscher haben ganz besondere Power-Proteine entdeckt, von denen Menschen sieben haben: Sirtuine. Sie beugen Heißhungerattacken vor und helfen beim Muskelaufbau und bei der Fettverbrennung. Sirtuine sind daher auch als Schlank-Gene bekannt.

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Als „Sirtfood“ werden Lebensmittel bezeichnet, die Sirtuine im Körper aktivieren. Nehmen Sie diese Lebensmittel zu sich, können Sie Ihrem Körper Gutes tun und dabei auch noch abnehmen. Da Sirtuine beim Muskelaufbau helfen und die Fettverbrennung ankurbeln, helfen sirtuinhaltige Lebensmittel die Pfunde purzeln zu lassen. Mit der Sirtfood-Diät sollen sogar bis zu drei Kilo in der Woche an Gewichtsverlust möglich sein.

Außerdem sollen Sirtuine eine schützende Wirkung bei Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, Zellschäden im Körper verhindern und so den Alterungsprozess verlangsamen. Ein weiterer gesundheitlicher Vorteil: Dank der vielen Vitamine und Mineralstoffe fühlt man sich gleich viel fitter, da Sirtuin-Lebensmittel auch noch wahre Nährstoff-Bomben sind.

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Sirtfood – diese Lebensmittel helfen beim Abnehmen

Wie bei keiner anderen Diätform hängt der Abnehmerfolg der Sirtfood-Diät entscheidend davon, die richtigen Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren. Es geht nicht um Verzicht von bestimmten Makronährstoffen. Ob Kohlenhydrate, Fett oder Eiweiß – alles ist erlaubt, solange der Körper mit schlank machenden Sirtuinen versorgt wird. Im Rahmen der Sirtfood-Diät dürfen Sie daher auch zu fettarmen Milchprodukten und tierischen Eiweißquellen greifen.

 

Welche Sirtfood-Lebensmittel es gibt? Die folgende Liste gibt einen Überblick:

  • Rucola schmeckt nicht nur pur als Salat, sondern auch frisch gemixt mit anderen Sirtfoods in einem Green Juice Smoothie. So geht's: 2 Handvoll Grünkohl (ungekocht), 1 Handvoll Rucola, ½ Handvoll glatte Petersilie, ½ Handvoll Liebstöckel-Blätter, 2 – 3 Stangen Stangensellerie im Mixer zerkleinern. ½ TL Matcha-Teepulver zugeben und mit Apfelsaft auffüllen. Lecker und gesund!
  • Erdbeeren enthalten im Vergleich zu anderen Früchten wenig Zucker, nämlich etwas mehr als 5 g pro 100 g. Sie sind reich an Ballaststoffen, diese quellen im Magen auf und machen schneller satt.
  • Rotwein (besonders Spätburgunder) enthält Resveratrol, ein Polyphenol, das die Sirtuin-Enzyme im Körper aktiviert.
  • Rote Zwiebeln verfügen wie alle Zwiebeln über einen gewissen Schärfegrad. Das liegt am hohen Gehalt von Isoalliin, einer Schwefelverbindung. Daraus entsteht die Aminosäure Taurin, die die Hirnanhangsdrüse dazu bewegt, Hormone auszuschütten, die den Fettabbau beschleunigen. Zusammen mit den Sirtuinen das perfekte Schlankgemüse!
  • Chili enthält den Scharfmacher Capsaicin, der die Thermogenese, die Wärmeproduktion im Körper, um bis zu 25 Prozent erhöht. Der Körper gleicht den Anstieg der Temperatur durch Schwitzen aus. Das verbraucht reichlich Energie und macht das Sirtfood Chili zum Meister der Fettverbrennung.
  • Olivenöl mit seinen wertvollen ungesättigten Fettsäuren und hohem Gehalt an Phenolen kurbelt die Fettverbrennung an. Dabei gilt: Je naturbelassener das aromatische Öl ist, desto besser wirkt es als Schlankmacher.
  • Walnüsse enthalten größere Mengen an Vitamin B 6. Dieses verbessert die Konzentration, macht wach und hebt die Stimmung – das beugt auch Heißhunger-Attacken vor.
  • Kaffee und Grüner Tee sorgen dafür, dass unser Stoffwechsel richtig in Schwung kommt. Es gibt sogar Studien, die belegen, dass Koffein auch die Lipolyse, also die Fettverbrennung, steigert.
  • Dunkle Schokolade ist ebenfalls erlaubt. Wer gern nascht, kann sich im Rahmen der Sirtfood-Ernährung sogar ab und zu ein Stück Zartbitterschokolade mit einem Kakaogehalt von mindestens 85 Prozent schmecken lassen. Toll ist auch ein heißer Kakao aus dunklem Kakaopulver, Sojamilch, Honig und einem Hauch Chilipulver.
  • Auch Knoblauch, Petersilie, Buchweizen, Sellerie und Kurkuma gehören zu den Lebensmitteln, die den Sirtuin-Gehalt im Körper steigen lassen.
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Um ein paar Kilos zu verlieren, reicht es bereits, wenn man jede Mahlzeit mit ein oder zwei Sirtuin-Lebensmittel anreichert. Wichtig ist dabei, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten und die Kalorienzufuhr zu reduzieren. So könnte das Frühstück aus Haferflocken mit Erdbeeren und zwei Stück klein gehackter dunkler Schokolade bestehen. Mittags gibt es in Olivenöl gebratenes Gemüse mit Hähnchenbrust und abends einen Rucola-Salat mit Tomaten, Mozzarella und Walnüssen.

Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollten mindestens 4 Stunden liegen, damit der Körper ausreichend Zeit zur Fettverbrennung hat. Ideal sind daher drei große Mahlzeiten. Auf kleine Snacks zwischendurch sollten Sie hingegen verzichten.

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Strenge Sirtfood-Diät – Ernährungsumstellung in drei Phasen

Für schnellere Erfolge gibt es die strenge Sirtfood-Diät, die in drei Phasen unterteilt ist:

  1. In der ersten Woche sind lediglich 1000 Kalorien erlaubt, die aus drei Smoothies und einer Mahlzeit bezogen werden. Allerdings dürfen ausschließlich Sirtfood-Lebensmittel verarbeitet werden. Die reduzierte Kalorienaufnahme soll den Stoffwechsel ankurbeln und zu einem Selbstreinigungsprozess der Zellen führen.
  2. Ab der zweiten Woche stehen zwei Smoothies und zwei Hauptmahlzeiten mit insgesamt 1500 Kalorien auf dem Plan. In dieser zweiten Phase dürfen Sirtfood- und „normale“ Lebensmittel miteinander kombiniert werden.
  3. Die dritte Phase stellt entweder den Abschluss der Sirtfood-Diät oder den Beginn einer langfristigen Ernährungsumstellung dar. Ist das Wunschgewicht erreicht, kann die Diät nach frühestens drei Wochen beendet werden. Eine Sirtfood-basierte Ernährung kann jedoch auch dabei helfen, das Gewicht über die Diät hinaus zu halten. Dafür wird die Kalorienzufuhr dauerhaft auf 1800 Kalorien begrenzt und Sirtfood-Lebensmittel im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung mit viel Gemüse und Obst integriert.
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