Selbst-Test: Leide ich unter dem Reizdarmsyndrom?

Redaktion PraxisVITA

Wenn Rumoren im Bauch immer wieder auftritt, vielfältige Verdauungsbeschwerden vor allem im Unterbauch dazukommen und sich vielleicht auch ein Gefühl einer unvollständigen Entleerung einreiht, diagnostizieren Fachärzte immer häufiger ein sogenanntes Reizdarmsyndrom (RDS). Sind Sie auch betroffen? Machen Sie jetzt den Reizdarm-Test!

Machen Sie den Reizdarmsyndrom-Test!
Machen Sie den Reizdarmsyndrom-Test! Foto:  iStock/ Tharakorn

Was hilft wirklich bei einem Reizdarm?

Knapp 15 Prozent der Deutschen leiden am Reizdarmsyndrom. Unbehandelt kann es den Alltag der Betroffenen stark einschränken. Wir erklären, was hinter dem Syndrom steckt und wie Sie die damit verbundenen Schmerzen schnell wieder loswerden.

Reizdarm Was ist ein Reizdarm und wie wird er behandelt?

Körper und Psyche sind aus der Balance geraten

Wissenschaftler vermuten, dass hauptsächlich unser sogenanntes Bauchhirn für die Symptome verantwortlich ist. Es besitzt mehr als 100 Millionen Nervenzellen, funktioniert komplexer als das Rückenmark und steuert die Abläufe in unserem Verdauungssystem. Zum Hintergrund: Im Bauchhirn spielt der Botenstoff Serotonin eine der wichtigsten Rollen. Er reguliert die Bewegungen des Darms und steuert die Verdauungsvorgänge. Ist der Serotoninstoffwechsel gestört, kann es schnell zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit des Darms und damit zu einer übermäßigen Anspannung der Muskulatur kommen. Die Folge sind böse Bauchschmerzen und Krämpfe – typische Symptome der Darmerkrankung.

Mikrokulturen beruhigen den gestressten Darm

Beim Reizdarmsyndrom ist darüber hinaus laut Studien häufig die Darmwand geschädigt. Dort befinden sich wichtige Mikrokulturen, die vor dem Eindringen von Erregern schützen. Ist diese Darmflora geschwächt, führt dies zu den wiederkehrenden Beschwerden. Das hilft: Wer täglich einen Becher probiotischen Joghurt isst, führt seinem Körper sogenannte Bifido-Bakterien zu. Diese „guten“ Bakterien siedeln sich dann an der Darmwand an und stärken sie nachhaltig. Noch effektiver sind Präparate aus der Apotheke, die diese Mikrokulturen in hoher Dosierung enthalten.

Darmfreundlich und langsam essen

Genauso wichtig ist es, dass sich die Betroffenen ausreichend Zeit für ihre Mahlzeiten nehmen. Bewusstes, gründliches Kauen verbessert nachweislich die Verdauung. Zudem verschlimmert Stress die Beschwerden. Auch diesen können wir bei einem gemütlichen, langsamen Essen gezielt abbauen. Außerdem sollten sich Erkrankte regelmäßig bewegen, zum Beispiel spazieren gehen oder Rad fahren. Das hilft ebenso beim Stressabbau und fördert die Darmbewegung.

Sind Sie vom Reizdarmsyndrom betroffen? Ob bei Ihnen der Verdacht auf das Syndrom besteht, verrät Ihnen unser Reizdarmsyndrom-Test.

 

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.