Shred-Diät: Das hat es mit der Sechs-Wochen-Diät auf sich

Redaktion PraxisVITA

Die Shred-Diät verspricht Großes: zwei Kleidergrößen und zwischen neun und 12 Kilogramm weniger in nur sechs Wochen sollen mit ihr möglich sein. Aber wie funktioniert die Diät mit dem seltsamen Namen genau – und wie effektiv ist sie tatsächlich?

Inhalt
  1. Wie funktioniert die Shred-Diät?
  2. Shred-Diät: So könnte der Essensplan für einen Tag aussehen
  3. Die Vorteile der Shred-Diät
  4. Herausforderungen bei der Shred-Diät
  5. Der Erfinder der Shred-Diät
 

Wie funktioniert die Shred-Diät?

Der Name sagt es bereits: Die Pfunde sollen “geshreddet”, also geschreddert, werden – und das mit einem nicht allzu harten Programm, das aber viel Planung voraussetzt.

Die Shred-Diät setzt nicht auf Selbstkasteiung oder gnadenlosen Verzicht. Man darf bis zu sieben Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen – wohlgemerkt handelt es sich hierbei nicht um Riesenteller, sondern um Mini-Gerichte. Diese sieben Speisen bestehen aus vier Hauptmahlzeiten und drei Snacks. Insgesamt sollen zwischen 1.100 und 1.300 Kilokalorien erreicht werden –  und zwar durch abwechslungsreiche, aber fettarme Mischkost.

Erlaubt sind Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Geflügel, Fisch und Tofu. Als Hauptmahlzeiten sind auch Smoothies und Suppen geeignet. Als Snacks für zwischendurch gibt es unter anderem Powerriegel, hartgekochte Eier und fettarmen Joghurt. Hier gilt: nur kalorienarme Snacks sind erlaubt. Keine Snack-Einheit darf größer als 150 Kalorien sein! Zu jeder Mahlzeit sollte ein Glas Wasser getrunken werden.

Auf zwei Dinge kommt es an:
1. die Abwechslung
2. die Abstände zwischen den Mahlzeiten. Diese sollen genau kalkuliert werden, um den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Level zu halten – so werden durch ein bleibendes Sättigungsgefühl Heißhungerattacken vermieden. Die Shred-Diät soll auch das Hormonlevel regulieren. Schließlich verhindert ein zu hohes Hormonlevel die Fettverbrennung.

Abends dürfen keine Kohlenhydrate mehr auf den Teller kommen. Kaffee und Alkohol müssen nicht gänzlich gestrichen werden, sollten aber – wie alles! – in Maßen konsumiert werden.

Bei der Shred-Diät läuft alles genau nach Plan und jede Woche steht unter einem anderen Motto.

So gibt Smith der ersten Woche das Motto “Aufbruch”, Woche zwei läuft unter “Herausforderung”, die weiteren Wochen dann unter “Metamorphose”, “Aufschwung”, “Befreiung” und “Triumph”.

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Shred-Diät: So könnte der Essensplan für einen Tag aussehen

Das Positive an der Shred-Diät: Durch die große Auswahl und Vielfalt, die auf den Teller kommt, wird es Ihnen garantiert nicht langweilig. Allerdings erfordert die genaue Planung Ihres Tages in Bezug auf Essen sehr viel Disziplin. Wir haben Ihnen eine Übersicht zusammengestellt, wie 24 Stunden mit der Shred-Diät aussehen könnten – hier haben Sie allerdings viel Spielraum für Ihren persönlichen Geschmack, so lange Sie die vorgegebene Kalorienzahl am Tag nicht überschreiten.

Tipp: Denken Sie daran, genügend Wasser zu trinken.

Ein Glas wird mit Wasser gefüllt
Übersicht Wie viel Wasser muss ich trinken?

Frühstück um 8:30 Uhr

  • 1 Stück Obst

Dazu kombinieren Sie eines dieser Beispiel-Gerichte:

  • 1 kleine Schale Frühstücksflocken (ohne Zucker und mit fettarmer Milch)
  • 1 Portion Porridge
  • 1 Becher Joghurt (fettarm oder fettfrei)

Snack-Zeit um 10 Uhr

  • der Snack darf höchstens 150 Kalorien haben (zum Beispiel: eine Banane, ein Knäckebrot mit Quark oder Hüttenkäse, Tomaten, Naturjoghurt mit Beeren)

Lunch um 11:30 Uhr

  • Obst-Smoothie
  • 1 Eiweiß-Shake
  • 1 Teller leichte Suppe (sparsam mit dem Salz sein)
  • ein Stück Obst oder eine Portion Gemüse

Eiweißpulver auf einem Löffel
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Neben einem Glas Wasser können Sie auch zu einem der folgenden Getränke greifen:

  • 1 Glas fettarme Milch
  • 1 Glas Mineralwasser mit Fruchtgeschmack
  • 1 Glas Zitronenwasser (mit frisch gepresster Zitrone)
  • 1 Glas Direktsaft
  • 1 Glas Eistee oder anderer Tee (ungesüßt)

Snack-Zeit um 13 Uhr

  • der Snack darf höchstens 150 Kalorien haben​

Imbiss um 15:30 Uhr

  • 1 Vollkornbrot-Sandwich mit Hähnchen- oder Putenfilet, Salat, Tomate, 1 Scheibe Käse (wenn es Ihnen sonst zu trocken sein sollte, ist auch ein Teelöffel Senf oder Mayonnaise erlaubt)
  • dazu 1 Portion Blattsalat
  • ein anderes Getränk, als das, was Sie beim Lunch getrunken haben

Abendessen um 19 Uhr

  • 1 Portion Gemüse (auch gedünstet)

die Sie beispielsweise mit

  • einer zweiten Portion Gemüse
  • 150 Gramm Hähnchen- oder Putenfleisch ohne Haut
  • oder 120 Gramm Tofu kombinieren können
  • 30 Gramm Vollkornreis
  • ein anderes Getränk, als das, was Sie beim Lunch getrunken haben

Snack-Zeit um 20:30 Uhr

  • der Snack darf höchstens 150 Kalorien haben

Die richtigen Ernährungsgewohnheiten sind aber nur ein Teil der Shred-Diät – Sport darf nämlich auch keinesfalls fehlen. Die Shred-Diät setzt demnach nicht nur auf einen Essens- sondern auch auf einen Work-out-Plan. Wer mit der Shred-Diät beginnt, macht anfangs Ausdauertraining, etwas später ist auch Krafttraining Teil des Plans.

 

Die Vorteile der Shred-Diät

Vorteile auf einen Blick:

  • Ernährungsumstellung statt Diät
  • Abwechslunsgreiche Ernährung
  • Nahrungsmittel sind leicht zu beschaffen
  • Sport ist Teil der "Diät"

Smith selbst sieht die Shred-Diät als Beginn eines neuen, gesünderen Lebensstils: Man absolviert kein mehrwöchiges Extrem-Programm, das man nur kurze Zeit durchhalten kann, sondern ändert seine Essgewohnheiten. Positiv zu bewerten ist auch der Abwechslungsreichtum auf dem Teller – so laufen Diät-Willige nicht Gefahr, sich einseitig zu ernähren. Wer die Shred-Diät macht, muss sich keine teuren Nahrungsmittel oder eigenen Produkte kaufen, sondern kann mehr oder weniger mit dem Kochen, was da ist – aber eben maßvoll und unter Einhaltung von Regeln und zeitlichen Abständen zwischen den einzelnen Mahlzeiten und Snacks. Ebenfalls positiv zu bewerten ist, dass Sport ein wesentlicher Teil der Sechs-Wochen-Diät ist.

 

Herausforderungen bei der Shred-Diät

Wer die Shred-Diät macht, hat sich an einen engen Zeitplan zu halten. Allein sieben Speisen zu festgesetzten Zeiten einzuhalten, ist eine Sache, die einiges an Planung bedarf. Wer die Shred-Diät macht, muss die nötige Zeit mitbringen – und die hat längst nicht jeder. Und zu guter Letzt ist das Ziel, zwei Kleidergrößen in nur sechs Wochen zu verlieren, zwar plakativ und wohl auch verkaufsfördernd – ob es aber tatsächlich realistisch ist, bleibt fraglich.

 

Der Erfinder der Shred-Diät

Der Erfinder der Shred-Diät ist der Mediziner Dr. Ian Smith. Er ist kein Unbekannter: Er wurde vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama in dessen Gesundheitsrat berufen. Außerdem war er als medizinischer Korrespondent für den Sender NBC tätig, fungierte als Berater für TV-Produktionen und war auch selbst immer wieder Gast in unterschiedlichen Shows.

Smiths Artikel erscheinen in der New York Times, Men’s Health und Newsweek. 2015 veröffentlicht er das Buch “Shred: The Revolutionary Diet“ und landete damit nicht nur einen New-York-Times-Bestseller, sondern schuf auch eine viel beachtete Diätmethode, die für viele Verzweifelte, die bereits alles probiert hatten, genau richtig kam.

Auf Dauer ist die Shred-Diät aufgrund der geringen Kalorienzufuhr nicht geeignet. Auf kurze Zeit gesehen ist sie aber durchaus eine Option für Abnehmwillige: Durch die abwechslungsreiche Ernährung sollten Mangelerscheinungen ausgeschlossen sein.

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