Sexy oder langweilig? Auf diese Stimmen stehen wir

Redaktion PraxisVITA

Unsere Stimme macht einen großen Teil unserer Persönlichkeit aus. Oft wissen wir gar nicht, warum wir bestimmte Stimmen als angenehm oder sogar erotisch empfinden. Forscher haben nun ergründet, was Stimmen attraktiv macht – und für wen.

Mann schreit durch Megaphon
Unsere Stimme sagt viel über uns aus. © Fotolia

Für die meisten Menschen gibt es genau eine Stimme, die sie überhaupt nicht gerne hören. Nämlich ihre eigene. Andere Menschen scheinen genau diese Stimme aber sehr attraktiv zu finden. Was sagt die Wissenschaft dazu?

US-Forscher haben herausgefunden, dass Frauen bei Männern eher auf sanfte, weiche Stimmen stehen. Sie vermuten, dass sich in der Stimme schon abzeichnet, wie fürsorglich und liebevoll der Mann als späterer Vater wäre. Aber auch tiefe, männliche Stimmen versprechen Erfolg beim anderen Geschlecht. Wie Forscher der Penn University herausfanden, wirken tiefe Stimmen auf andere Männer dominant und einschüchternd. Sie lassen auf einen hohen Testosterongehalt und Kraft schließen. Im besten Falle verzieht sich daraufhin der Rivale und der Weg zum Herz Frau steht offen.

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Der einzigartige Klang der menschlichen Stimme entsteht durch die aus zwei Muskelfalten bestehenden Stimmlippen.

Mit Stimm- und Sprechtraining kann man seine Stimme beeinflussen oder verstellen, ein ganz anderer Stimmklang lässt sich allerdings langfristig nicht erreichen. 

 

Männer mögen hohe Frauenstimmen

Umgekehrt soll die Stimme der Frau verraten, wie sexuell aktiv und fruchtbar sie ist. So wird die Stimme von Frauen etwas höher, je näher der Eisprung rückt. Forscher der State University of New York spielten Männern verschiedene Frauenstimmen vor. Gleichzeitig ließen sie die Männer die Attraktivität der dazugehörigen Frau einschätzen. Tatsächlich wurden weibliche Stimmen als besonders attraktiv eingestuft, je geringer das Taille-Hüften-Verhältnis der Frauen war. Auch Frauen, die sexuell sehr aktiv waren, wurde von den männlichen Testpersonen eine attraktive Stimme bescheinigt. Bei der Tonlage werden von Männern eher hohe, piepsige Stimmen bevorzugt. Die Forscher vermuten, dass dadurch die Frau als jugendlich und somit fruchtbar eingeschätzt wird.

 

Brüllen wie ein Löwe, zwitschern wie ein Vogel

Diese Ergebnisse spiegeln sich im Tierreich wider: Tiefe, raue Laute wie Löwengebrüll oder Hundebellen dienen dazu, Stärke zu präsentieren und so mögliche Rivalen und Feinde in die Flucht zu schlagen. Klare, hohe Töne wie zum Beispiel das Zwitschern von Vögeln dienen eher dazu, Fortpflanzungspartner anzulocken.

© by WhatsBroadcast

Hamburg, 09. Mai 2016

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