Sehnen, Bänder und Co.: Was hilft schnell bei Beschwerden?

Arbeit mit PC-Maus verursacht Sehnenscheidenentzuendung
Ständiges Klicken mit der Computer-Maus kann Ursache für eine Sehnenscheiden-Entzündung sein. Tipp: Zwischendurch einfach mal mit der anderen Hand die Maus bedienen © Fotolia

Wer bei der Büroarbeit merkt, dass die Hand immer öfter wehtut, sollte rechtzeitig zum Arzt gehen und die Beschwerden abklären lassen. Sonst kann sich eine chronische Sehnenscheiden-Entzündung entwickeln, die sich lange hinzieht.

Auch wenn Sie öfter mit dem Fuß umknicken, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Denn: Schwache Bänder lassen sich gezielt wieder stärken.

Wir zeigen Ihnen, welche häufigen Problemfelder es gibt, und verraten, was im Einzelfall hilft, die Beschwerden einzudämmen. Ganz wichtig: Lassen Sie zunächst jeweils ärztlich abklären, was vorliegt. Bildgebende Verfahren wie die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder Ultraschall können helfen.

 

Wenn die Sehnen schmerzen

Für eine Sehnenscheiden-Entzündung ist ständiges Klicken mit der Computer-Maus eine häufige Ursache. Ganz wichtig ist dann, der Hand ausreichend Ruhe zu gönnen.

Was ist die Hauptaufgabe der Sehnen?

Sehnen sind die bindegewebigen Endpunkte der Muskeln und verbinden diese mit den Knochen. Nur durch sie sind wir beweglich.

Was gefährdet sie?

Abrupte Bewegungen können Sehnen reißen lassen. Viel öfter kommt es aber durch dauerhafte einseitige Bewegung – etwa beim Tippen am PC – zur Sehnen- oder Sehnenscheiden-Entzündung.

Wie fühlt sich die Entzündung an?

Die Sehnenscheiden-Entzündung äußert sich durch ziehende Schmerzen, anfangs nur bei Bewegung, später auch in Ruhe. Oft erwärmt sich der Bereich.

Was kann helfen?

Die Region sollte ruhiggestellt werden, zum Beispiel durch eine Entlastungsschiene. Quarkauflagen helfen gegen die akute Entzündung. Bei länger bestehenden Beschwerden ist erwärmter Heilerde-Brei aus der Drogerie besser. In schweren Fällen werden Krankengymnastik und eine Ultraschalltherapie verordnet.

 

Wenn Schleimbeutel sich entzünden

Schleimbeutel gibt es dort, wo eine sehr große Flexibilität von Gewebsschichten nötig ist, etwa in der Umgebung von Gelenken. Das mit Flüssigkeit gefüllte Säckchen wirkt wie ein Stoßdämpfer.

Was gefährdet sie?

Knie, Ellenbogen und Schultern sind generell hoch belastet und deshalb häufiger entzündet. Auch einseitige Belastung wie zum Beispiel Wände streichen, rheumatische Erkrankungen oder Gicht greifen Schleimbeutel an.

Wie fühlt sich die Entzündung an?

Am Knie zum Beispiel zunächst Brennen oder Reiben, dann Druckschmerz. Das Knie schwillt an, wird warm.

Was kann helfen?

Kühlpacks reduzieren die Schwellung, Mittel mit Diclofenac oder Ibuprofen drosseln die Entzündungen. Vor allem aber zählt, die Ursache zu finden und abzustellen. Wer oft kniet oder die Arme aufstützt, sollte Polster unterlegen.

 

Wenn die Bänder schlappmachen

Bänder bestehen aus Bindegewebe und verlaufen von Knochen zu Knochen. Viele führen um die Gelenke herum und stabilisieren sie.

Was gefährdet sie?

Verletzungen an den Bändern entstehen in erster Linie durch schnelle (Dreh-) Bewegungen. Besonders am Knie kommt es dadurch oft zu Bänderrissen. Wer schon mal mit dem Knöchel umgeknickt ist, weiß, wie schmerzhaft eine Bänderdehnung ist. Frauen leiden öfter unter schwachen Bändern als Männer, da hier auch die Hormone eine Rolle spielen. Bei Osteoporose werden Bänder starrer und poröser.

Wie fühlt sich eine Dehnung an?


Der Bereich schwillt an und schmerzt bei Belastung.

Was kann helfen?

Akut: stillhalten, kühlen, Druckverband anlegen. Homöopathische Kombi-Mittel unter anderem mit Arnika, Ringelblume und Beinwell unterstützen die Heilung

Wer oft umknickt: Ackerschachtelhalmtee aus der Apotheke kann helfen, die Bänder zu festigen. Auch das Schüßler-Salz Nr. 1 Silicea, ebenfalls aus der Apotheke, gibt Bändern neue Kraft.

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