Schwindel durch HWS-Syndrom: Anzeichen und Tipps!

Schwindel durch das HWS-Syndrom (Halswirbelsäulensyndrom) ist ein häufiges Phänomen. Welche Anzeichen sprechen dafür, dass der Schwindel von der Halswirbelsäule herrührt? Und was können Betroffene tun?

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bei dem HWS-Syndrom handelt es sich um eine Reihe von Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule. Diese entstehen in der Regel durch Verspannungen aufgrund von Fehlhaltungen oder Verletzungen wie Bandscheibenvorfälle oder Unfalltraumata. Ob Schwindel durch das HWS-Syndrom ausgelöst wird, lässt sich am besten anhand der Begleitsymptome erkennen.

Schwindel durch HWS-Syndrom: Die Anzeichen

Der Schwindel aufgrund eines HWS-Syndroms geht häufig mit Gangunsicherheit einher. Ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Schwindel-Ursache mit der Halswirbelsäule zusammenhängt, ist außerdem das Auftreten weiterer typischer Symptome des HWS-Syndroms:

  • Taubheitsgefühl und Kribbeln in Armen und Händen
  • Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich
  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Konzentrationsprobleme

Wie kommt es zu Schwindel durch Nacken- und Schulterverspannungen?

Der Schwindel kann beispielsweise entstehen, wenn Muskeln entlang der Halswirbelsäule (also etwa die Nackenmuskulatur) derart verspannt sind, dass sie entweder direkt auf die aus der Halswirbelsäule austretenden Nerven drücken oder aber die Blutgefäße, die diese Nerven mit Sauerstoff versorgen, einengen. Die so „gestörten“ Nerven senden uneindeutige Informationen an das Gehirn – und dieses reagiert mit Schwindel.

Ob mit oder ohne HWS-Syndrom: Schwindel immer abklären lassen

Ein Schwindel mit ungeklärter Ursache sollte zunächst immer medizinisch abgeklärt werden, denn im seltenen Fällen können ernsthafte neurologische Erkrankungen dahinterstecken. Aber auch etwa sogennannte „Ohrsteinchen“, die sich im Innenohr gelöst haben, ein Nährstoffmangel oder eine Medikamenteneinnahme kommen als Auslöser in Frage – ein Arztbesuch ist bei neu aufgetretenem Schwindel also immer sinnvoll.

Schwindel durch verspannten Nacken: Was hilft?

Steht die Diagnose HWS-Syndrom und damit der Auslöser des Schwindels fest, zielt die Behandlung auch direkt auf die Probleme mit der Halswirbelsäule ab. Gehen die Beschwerden wie Nackenverspannungen und Schulterschmerzen zurück, sollte auch der Schwindel nachlassen.

Das geschieht beispielsweise durch Physiotherapie, bei der Übungen zur gezielten Entspannung und Mobilisierung der Nackenmuskulatur gezeigt werden.

Die 5 besten Übungen bei Schwindel durch HWS

Wird der Schwindel von einem Halswirbelsäulensyndrom ausgelöst, helfen Übungen, die den Nackenbereich lockern und dehnen. Wer folgende Übungen mehrmals täglich durchführt, kann so dem HWS-Schwindel entgegenwirken.

  1. Gerade stehen oder sitzen. Den Kopf nach links drehen und in dieser Position mehrmals nicken. Dann den Kopf nach rechts drehen und wiederum mehrmals nicken.

  2. Gerade stehen oder sitzen. Den Kopf mit dem Kinn Richtung Brustbein neigen, dann langsam abwechselnd nach links und rechts drehen.

  3. Gerade stehen oder sitzen. Das Kinn abwechselnd nach vorne (wie eine Schildkröte) und zurückschieben (sodass ein Doppelkinn entsteht).

  4. Gerade stehen oder sitzen. Den Kopf zur linken Seite neigen. Dann mit der linken Hand den Kopf von oben umfassen und vorsichtig ziehen, um die Dehnung zu verstärken. Anschließend die Seite wechseln.

  5. Gerade stehen oder sitzen. Die Hände hinter dem Kopf verschränken, die Ellenbogen nach hinten schieben. Nun mit dem Hinterkopf gegen die gefalteten Hände drücken und dabei das Kinn nach hinten schieben, sodass ein Doppelkinn entsteht. Die Hände bauen einen leichten Gegendruck auf. Diese Dehnung einige Sekunden halten und mehrmals wiederholen.

HWS-Schwindel im Alltag bekämpfen

Hilfreich kann es auch sein, nach den Auslösern der Beschwerden im Alltag Ausschau zu halten: Lässt sich der Arbeitsplatz beispielsweise ergonomischer einrichten? Auch neue Gewohnheiten wie ein Abendspaziergang anstelle des nahtlosen Übergangs vom Schreibtischstuhl auf den Fernsehsessel können helfen, die Muskulatur rund um die Halswirbelsäule zu lockern und damit Beschwerden wie Verspannungen und Schwindel zu vertreiben.

Wie kann man Schwindel durch Halswirbel-Probleme vorbeugen?

In der Regel stecken hinter Beschwerden an der Halswirbelsäule Fehlhaltungen und einseitige Belastungen, beispielsweise bei der Arbeit am Computer, bei der der Kopf mitunter stundenlang in unnatürlicher Weise nach vorne gestreckt wird. Fehlt dann der Ausgleich beispielsweise durch Sport oder andere abwechslungsreiche Bewegung, können Verspannungen entstehen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter verstärken.

Möglichst viel abwechslungsreiche Bewegung ist also die beste Maßnahme, um die Halswirbelsäule zu schützen und damit Schwindel und anderen damit zusammenhängenden Beschwerden vorzubeugen.

Zusätzlich helfen ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz sowie gezielte Übungen, die die Halswirbelsäule beweglich halten, Beschwerden wie Schwindel durch das HWS-Syndrom vorzubeugen.