Schwellungen: So bleiben Ihre Beine auch im Sommer fit!

3 Mal am Tag die Schuhe ausziehen und Barfuß laufen entlastet die Venen
3 Mal am Tag die Schuhe ausziehen und Barfuß laufen entlastet die Venen und beugt Schwellungen vor © Fotolia

Geschwollene Knöchel am Abend, Kribbeln in den Unterschenkeln oder deutlich sichtbare Krampfadern – gerade im Sommer haben viele Frauen Probleme mit den Venen. Der Grund: Starke Hitze erweitert die Gefäße, das erschwert den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Venen in Schwung bringen – und so leichten Schrittes durch den Sommer kommen!

 

Der Klassiker: kaltes Wasser

Eine ausgiebige Beindusche mit kaltem Wasser unterstützt die Gefäße. Aufgrund der Kälte ziehen sich die Venen zusammen, dadurch wird das Blut wieder besser Richtung Herz transportiert. Tipp: Beine morgens und abends mit eiskaltem Wasser abbrausen. Den Wasserstrahl zuerst vom Knöchel über die Außenseite des rechten Beines zur Hüfte führen. Dort kurz verweilen, dann an der Innenseite wieder abwärts gehen. Am linken Bein ebenso verfahren. Mehrmals wiederholen, zum Schluss die Fußsohlen abduschen.

 

Der Geheimtipp: Kaffeesatz

Massieren Sie Ihre Unterschenkel mit Kaffeesatz: Dieses kostengünstige, wohltuende Peeling entfernt nicht nur Hautschüppchen, sondern das im Kaffee enthaltene Koffein sorgt zusätzlich für gute Durchblutung. Tipp: Wenden Sie das Peeling nach einer warmen Dusche an, dann sind die Poren geöffnet und die Venen werden besser durchblutet.

 

Ganz natürlich: barfuß laufen

Hohe Absätze, aber auch Sandalen mit unflexiblen Holzsohlen belasten die Venen. Damit Füße und Beine nicht anschwellen, sollten Sie mindestens drei Mal pro Tag die Schuhe ausziehen und barfuß laufen: ob zu Hause oder im Büro. Am besten gehen Sie über kalte Fliesen. Die Kälte regt das Herz-Kreislauf-System an und fördert die Durchblutung im ganzen Körper.

 

Ganz wichtig: richtig laufen

Wenn Sie die Füße beim Laufen von der Ferse über den Ballen abrollen, tun Sie Ihren Venen etwas Gutes. Unter der Sohle befindet sich ein sogenanntes Venenbett – daher wirkt das Abrollen so anregend auf den Blutfluss. So beugen Sie Venenleiden vor und lindern Beschwerden durch Krampfadern.

 

Stärkt die Venen: Gymnastik

Wer tagsüber lange sitzen oder stehen muss, sollte sich zwischendurch so viel wie möglich bewegen. Fußgymnastik fördert die Blutzirkulation und lindert auf diese Weise Schwellungen. Tipp: Stellen Sie sich abwechselnd auf die Zehenspitzen und dann nach hinten auf die Ferse. Das Fußwippen mindestens zwei Minuten lang wiederholen (im Sitzen oder Stehen möglich). Auch auf der Stelle trippeln hilft.

 

Entlastet die Beine: hochlagern

Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Ihre Beine hochzulegen. Dabei fließt das "abgesackte" Blut zurück zum Herzen – und Sie entlasten die Gefäße. Jeweils für wenige Minuten: rücklings auf den Boden legen, die Fersen bei gestreckten Beinen an eine Wand oder Tür stützen und spüren, wie Füße und Unterschenkel immer leichter werden.

 

Wirkt von innen: Ernährung

Die sogenannte Mittelmeerkost mit viel Gemüse und Obst ist gut für die Figur – und auch für die Venen. Denn jedes Extra-Pfund beschwert die Beine. Außerdem beugen ungesättigte Fettsäuren in Fisch, Nüssen und pflanzlichen Ölen dem Verschleiß der Gefäße vor. Tipp: Bei Hitze mindestens zwei Liter Wasser trinken, das fördert den Blutfluss. Und: pro Tag mindestens eine Orange essen (oder ein Glas Saft trinken). Das Vitamin C in Orangen stärkt das Bindegewebe der Beine.

 

Stützt von außen: Kompression

Schwimmen ist der ideale Venen-Sport, da das Wasser einen natürlichen Kompressionsdruck erzeugt. Das fördert den Rückfluss des Blutes. Wenn Sie Krampfadern haben und Ihre Beine häufig geschwollen sind, ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen (Sanitätsfachhaus, auf Rezept) ratsam. Außerdem sollten Sie einen Venen-Spezialisten (Phlebologen) aufsuchen. Tipp: Mittlerweile gibt es Kompressionsstrümpfe auch mit praktischem Reißverschluss!

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