Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung: Große Kliniken verfügen über das medizinische Know-how

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung versuchen Mediziner zunächst die Symptome zu lindern. Die Schwangerschaft soll nämlich so lange wie möglich fortbestehen. Erst wenn es zu keiner deutlichen Besserung der Beschwerden kommt, entscheiden sich die Ärzte, eine frühzeitige Entbindung des Kindes einzuleiten. Nach der Geburt geht es der Mutter meist rasch deutlich besser.

Bei einer Schwangerschaftsvergiftung ist eine frühzeitige Entbindung in einigen Fällen der letzte Ausweg
Die Entbindung des Kindes lässt eine Schwangerschaftsvergiftung in den überwiegenden Fällen abheilen. Um das Leben der Mutter und des Kindes nicht zu gefährden, raten Mediziner in einigen Fällen zu einer Frühgeburt© iStock

Bei der Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung sprechen Mediziner davon, dass die Entbindung die einzige „kausale Therapie“ der Krankheit darstellt. Das bedeutet, dass in der überwiegenden Zahl der Fälle die Geburt des Kindes die Symptome abklingen lässt. Alle weiteren Maßnahmen, die Ärzte bei einer Schwangerschaftsvergiftungs-Behandlung einsetzen, dienen dazu, die Symptome der Krankheit zu bekämpfen und weitere Komplikationen zu verhindern.

Bei einer Schwangerschaftsvergiftung empfehlen Mediziner in einigen Fällen eine Frühgeburt
Ein zu früher Start ins Leben kann sich nachteilig auf die gesunde Entwicklung des Babys auswirken. Mediziner können eine Frühgeburt während einer Schwangerschaftsvergiftung jedoch nicht in allen Fällen verhindern© iStock

Sofern bei einer Patientin ein sehr hohes Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung festgestellt wurde, empfehlen Mediziner, eine große Klinik aufzusuchen, da sich diese für gewöhnlich auf Risikoschwangerschaften und Frühgeburten spezialisiert haben. Aus Erfahrung wissen Ärzte, dass Patientinnen in kleineren Kliniken ihre Kinder vergleichsweise früher entbinden. Eine frühzeitige Geburt kann sich jedoch negativ auf die Entwicklung auswirken.

Die Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild der Patientin. Um den Bluthochdruck zu senken werden für gewöhnlich Mittel mit den Wirkstoffen Methyldopa, Dihydralazin und Urapidil verordnet. Die Blutdrucksenkung muss vorsichtig erfolgen, damit das Wachstum des Kindes nicht behindert wird. Um Krampfanfälle zu vermeiden, wird häufig Magnesium intravenös verabreicht oder auf Valium zurückgegriffen. Zur Stabilisation der Patientin beim HELLP-Syndrom erfolgt die Verabreichung von Corticosteroiden.

 

Folgeschäden für die Mutter sind nach einer Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung nicht ausgeschlossen

Sofern die Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung keinen Erfolg bringt, wird der behandelnde Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Kaiserschnitt raten. Ob die Schwangere nach der Entbindung unter Folgeschäden leiden wird, hängt u.a. davon ab, ob ihre Organe während der Schwangerschaftsvergiftung beeinträchtigt wurden.

Nach einer Schwangerschaftsvergiftung sind Mutter und Kind wohlauf
Eine gesunde Mutter mit ihrem Baby: Bei einer Schwangerschaftsvergiftung versuchen Mediziner das Leben von zwei Menschen zu schützen© iStock
 

Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung: Mediziner kämpfen um das Leben von Mutter und Kind

Ein frühzeitiger Beginn der Schwangerschaftsvergiftung-Behandlung ist auch deswegen so wichtig, weil nicht nur das Leben der Mutter, sondern auch das des Kindes in Gefahr ist. Ein zu hoher Blutdruck kann die Blutgefäße der Plazenta schädigen, sodass das Kind nicht ausreichend ernährt wird und sein Wachstum langsamer voranschreitet bzw. gänzlich aufhört. Durch die Unterversorgung steigt das Risiko für das Ungeborene, Langzeitschäden zu erleiden. Dazu gehören u.a. Lungenerkrankungen, Gefäßveränderungen (Intima-Media-Dicke) sowie eine reduzierte Nierengröße, die zu einem lebenslangen Bluthochdruck führen kann. Eine Veränderung des Blutbildes ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, sodass der Säugling an einer Anämie (Blutarmut) erkranken kann. Eine Blutanämie ist laut Medizinern vergleichswiese gut medizinisch behandelbar.

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