Schwanger trotz „Pille danach“ – geht das?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Wirkung der "Pille danach"
  3. 3. Wie lange nach dem Sex wirkt die "Pille danach"
  4. 4. Eisprung und die "Pille danach"
  5. 5. Schwanger trotz "Pille danach"?
  6. 6. "Pille danach" ohne Rezept
  7. 7. Kosten der "Pille danach"
  8. 8. "Pille danach" aus der Apotheke
  9. 9. Nebenwirkungen der "Pille danach"

Schwanger trotz Anwendung der "Pille danach" zu werden, ist medizinisch möglich. Entscheidend ist, zu welchem Zeitpunkt der Eisprung stattfindet. Wenn sich eine Eizelle aus dem Follikel löst und Richtung Gebärmutter wandert, kommt die "Pille danach" zu spät. In diesem Fall sollten sich Frauen die "Spirale danach" einsetzen lassen, damit keine ungewollte Schwangerschaft entsteht. Erfahren Sie hier, in welchen Fällen die "Pille danach" zuverlässig wirkt.

Ein Spermium befruchtet eine Eizelle
Die „Pille danach“ kann eine Schwangerschaft nicht zu hundert Prozent verhindern. Hat der Eisprung schon stattgefunden und eine Eizelle befindet sich im Eileiter, kommt die „Pille danach“ zu spät© iStock

Um es gleich vorweg zu beantworten: Ja, schwanger trotz „Pille danach“ ist medizinisch möglich. Woran das liegt? Entscheidend hierfür ist der Zeitpunkt des Eisprungs. Hat die Frau die „Pille danach“ zeitgleich während ihres Eisprungs eingenommen, kommt die „Pille danach“ zu spät. In diesem Fall wandert die Eizelle bereits durch den Eileiter, wo sie von einem Spermium befruchtet werden kann. Es besteht somit das Risiko schwanger trotz „Pille danach“ zu werden. Eine bis drei Frauen von insgesamt 100 werden trotz Anwendung der „Pille danach“ schwanger.

 

Schwanger trotz der „Pille danach“ – der Eisprung der Frau entscheidet

Wird eine Frau schwanger trotz der „Pille danach“, muss sie sich um ihr ungeborenes Kind keine Sorgen machen. Die Einnahme der Notfallpille zu einem Zeitpunkt, bei dem bereits menschliches Leben im Mutterleib heranwächst, hat keine schädigenden Auswirkungen. Wissenschaftliche Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass dieser Sachverhalt für die Inhaltsstoffe beider Pillenarten (Levonorgestrel und Ulipristalacetat) gilt.

 

Schwanger trotz „Pille danach“: Forscher arbeiten an einer verbesserten Wirksamkeit

Forscher arbeiten weiterhin daran, die Wirkung der „Pille danach“ zu verbessern. Deswegen haben sie im Internet eine Plattform eingerichtet, auf der sie Frauen über ihre Erfahrungen mit der „Pille danach“ befragen. Die Wissenschaftler interessieren sich insbesondere für die Angaben von jenen Frauen, die trotz der „Pille danach“ schwanger geworden sind. Wer selbst betroffen ist und einen Beitrag zur Verbesserung der „Pille danach“ leisten möchte, findet unter diesem Link weitere Informationen: http://www.hra-pregnancy-registry.com/de/ Sämtliche Angaben sind anonym.

Eine Frau berechnet ihren Zyklus
Die wenigsten Frauen kennen ihren Zyklus, daher ist es schwer, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Ob die Einnahme der „Pille danach“ sinnvoll ist, sollte im Gespräch mit dem Frauenarzt oder Apotheker geklärt werden© iStock
 

Schwanger trotz „Pille danach“: schnelles Einnehmen der Notfallpille kann eine ungewollte Schwangerschaft verhindern

Um eine Schwangerschaft nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu verhindern, ist es wichtig, die „Pille danach“ so schnell wie möglich einzunehmen – am besten innerhalb der nächsten 24 Stunden. In diesem Zeitfenster entfaltet sie ihre beste Wirkung. Eine Schwangerschaft kann allerdings nur dann verhindert werden, wenn sie vor dem Eisprung eingenommen wird. Da viele Frauen einen unregelmäßigen Zyklus haben, wissen sie häufig nicht, wann genau der Eisprung stattfindet. Eine Ultraschalluntersuchung beim Gynäkologen kann den ungefähren Zyklusstand bestimmen. Eine exakte Ermittlung des Zyklusabschnitts lässt sich jedoch auch mit dieser Methode nicht bewirken.

Wem die „Pille danach“ zu unsicher ist, kann alternativ die „Spirale danach“ verwenden. Sie hat eine vergleichsweise zuverlässigere Wirkung. Sie verhindert eine Schwangerschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent. Nach Einsetzten der „Spirale danach“ kann sie für fünf Jahre im Körper bleiben und als regelmäßige Verhütung dienen.

"Pille danach" ohne Rezept
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