Schutz vor Kurzsichtigkeit und Grauem Star: Regelmäßig zum Augen-TÜV gehen

Kind beim Augenarzt
Kinder erzählen oft nicht, wenn sie Probleme mit dem Sehen haben oder können die Sehschwäche nicht richtig einordnen – ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist deshalb wichtig © Fotolia

Sie dauern oft nur einen Augenblick und wirken Augenkrankheiten wie dem Grauen Star entgegen: wichtige Sehtests. Hier erfahren Sie, welche sinnvoll sind und wann sie gemacht werden sollten.

 

Welche Augentests sind wichtig?

Leidet jemand in Ihrer Familie an Grünem Star, sollten Sie den Augeninnendruck messen und Ihre Sehnerven untersuchen lassen. Auch Diabetiker sollten die Augen jährlich untersuchen lassen, da diese Krankheit die Netzhaut zerstören kann. Vor allem in der Kindheit machen Augentests Sinn, um Sehfehler früh zu erkennen. Spätestens ab 20 sollten Fehlsichtige regelmäßig zur Netzhaut-Kontrolle. Wichtig: Vor allem Kurzsichtige haben ein erhöhtes Risiko für Netzhautablösung.

 

Wann zahlt die Krankenkasse?

Vorsorge-Checks werden nur bei Kindern und schwer Augenkranken bezahlt. Besteht keine erbliche Belastung oder Verdacht auf Erkrankung, muss man die Arztgebühren selbst tragen.

 

Wann zum Augenarzt?

  • Ab 40 rät der Berufsverband der Augenärzte (BVA) zum großen Augen-TÜV: Überprüft werden Kurz- und Weitsichtigkeit, vorderer und hinterer Augenabschnitt, Gesichtsfeld, Netzhaut und Dämmerungssehen – also Bereiche, in denen sich schleichend Veränderungen einstellen können.
  • Ab 45 sollten Sie testen lassen, ob Sie beim Autofahren eine Brille brauchen beziehungsweise das Dämmerungssehen schlechter geworden ist. Kosten für diese Untersuchung auf Verkehrstauglichkeit: circa 30 Euro.
 

Augenuntersuchungen fürs Kind

Der erste Augencheck findet nach der Geburt statt. Hat das Baby zum Beispiel einen angeborenen Grauen Star, muss behandelt werden. Der zweite Test erfolgt im 6. und 7. Monat. Der Kinderarzt kann jetzt erkennen, ob das Baby scharf sieht. Außerdem kontrolliert er mit speziellen Apparaten Linse und Netzhaut.

 

Wann brauchen Kinder eine Brille?

Der Augenarzt verschreibt in der Regel eine Brille, wenn Ihr Kind:

  • mehr als + 3 Dioptrien weitsichtig ist
  • mehr als - 1 Dptr. kurzsichtig ist
  • eine Hornhautverkrümmung hat
 

Schielen bei Kindern

Experten warnen: Der kindliche Silberblick wächst sich nicht aus, er muss behandelt werden. In leichten Fällen reicht es, das „gute" Auge abzudecken, um das schwache zu stärken. Bei großem Schielwinkel muss operiert werden.

 

Infos zu Sehstörungen beim Kind

Mehr zu kindlichen Sehstörungen gibt's beim Verein Augenstern.

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