Schuppen: Ursache ist zu fettige oder zu trockene Haut

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Schuppen sind die Ursachen in der Regel harmlos, manchmal kann aber auch eine Hautkrankheit der Auslöser sein.

Die menschliche Haut regeneriert sich von selbst, es bilden sich neue Zellen und alte Zellen werden abgestoßen. Dieser Vorgang dauert rund einen Monat und ist in der Regel nicht sichtbar. Erst in einer erhöhten Menge sind die abgestoßenen Zellen in Form von Schuppen sichtbar. 

Häufig liegt die Ursache für Schuppen entweder in einer zu trockenen oder einer zu fettigen Kopfhaut. Eine zu fettige Kopfhaut entsteht in der Regel durch eine erhöhte Bildung von Hautfetten durch bestimmte Drüsen in der Lederhaut (sogenannte Talgdrüsen). Der medizinische Begriff dafür lautet Seborrhö. Von der erhöhten Talgproduktion profitiert vor allem der Pilz Malassezia furfur. Dieser kommt natürlich auf der Haut des Menschen vor und bereitet normalerweise keine Probleme. Er kann sich aber verstärkt vermehren, wenn er zu viel Nährstoffe – in diesem Fall Talg – vorfindet. Der Pilz verursacht dann Hautprobleme, die zu fettigen Schuppen und Juckreiz führen.

Die erhöhte Talgproduktion, die zu Schuppen führt, kann aber auch andere Ursachen haben. So können auch Hormone eine Rolle spielen und bei Schuppen als Ursache in Frage kommen. Vor allem in der Pubertät beeinflussen Hormonschwankungen die Talgproduktion und führen zu fettiger Kopfhaut und Schuppen. Häufig sind außerdem Frauen in den Wechseljahren von Schuppen betroffen; bei ihnen führen die Hormonschwankungen zu trockener Haut, welche die Schuppenbildung begünstigt.

Eine zu trockene Haut als Schuppen-Ursache ist häufig saisonal bedingt und kommt verstärkt im Winter vor, zum Beispiel durch trockene Luft in beheizten Räumen. Allgemein kann ein trockenes Klima zu trockener Kopfhaut, Juckreiz und  zu Schuppen führen. Im Gegensatz zu den Schuppen, die durch eine zu fettige Kopfhaut entstehen, sind Schuppen bei trockener Kopfhaut nicht gelblich, sondern weiß.

Auch die Haarpflege beziehungsweise bestimmte Haarpflegemittel kommen bei Schuppen als Ursachen infrage. So kann intensives, zu häufiges Haarewaschen, zu heißes Wasser beim Haarewaschen oder aggressive Shampoos die Kopfhaut reizen, austrocknen und zu Schuppen führen.

Neben den „normalen“, alltäglichen  Schuppen aufgrund zu trockener oder zu fettiger Haut können auch bestimmte Krankheiten Auslöser für Schuppen sein. So ist das sogenannte seborrhoische Ekzem eine mögliche Ursache für Schuppen. Dieser Hautausschlag tritt vor allem in talgdrüsenreichen Regionen im Gesicht und auf dem Kopf auf und führt zu fettigen Schuppen und Juckreiz. Die Ursachen dieser Hauterkrankung sind noch nicht genau geklärt, aber unter anderem spielen eine Überfunktion der Talgdrüsen, hormonelle sowie genetische Faktoren, aber auch psychische Faktoren (Symptome verschlechtern sich bei Stress) bei der Entstehung eine Rolle. Weitere Krankheiten, die zu Schuppen führen können, sind die Schuppenflechte (Psoriasis), die Neurodermitis (atopisches Ekzem) sowie Pilzerkrankungen wie Tinea capitis.

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