Schützen Blaubeeren vor Impotenz?

Laut einer neuen Studie können Männer durch ihre Ernährung auf natürliche Weise ihre Potenz steigern. Warum Früchte wie Blaubeeren und Erdbeeren dabei eine Rolle spielen, verraten wir hier.

Bei Potenzproblemen kann es sich lohnen, ein wenig auf die Ernährung zu achten – das ist das Ergebnis einer neuen US-Studie von der University of East Anglia sowie der Harvard University. Bei der Untersuchung wurden die Ernährungsweisen von rund 25.000 Männern seit 1986 über mehrere Jahre hinweg untersucht. Alle vier Jahre wurden die Daten aktualisiert. Dabei mussten die Teilnehmer auch Angaben über eventuelle erektile Dysfunktionen machen. Beim Abgleich der Daten fanden die Forscher heraus, dass die Männer, die besonders viele Lebensmittel mit sogenannten Flavonoiden aßen, weniger Potenzprobleme hatten als andere Männer. Besonders positiv wirkten sich diese Effekte bei Männern in einem Alter unter 70 Jahren aus.

Früchte
Wer mehrmals wöchentlich Früchte wie Blaubeeren oder Erdbeeren ist, kann sein Risiko für erektile Dysfunktion senken© Fotolia
 

Früchte sind Lieferanten von Flavonoiden

Flavonoide sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die in Früchten enthalten sind. Insgesamt hatten die Männer, die mehrmals wöchentlich solche Früchte zu sich nahmen, ein um 14 Prozent geringeres Risiko für Impotenz. Und die Wirkung wird sogar noch erhöht, wenn man sich zusätzlich etwas bewegt: Schon moderates Training reicht aus, um den Effekt auf 21 Prozent zu steigern.

Mithilfe der Daten konnten die Forscher definieren, wie viel von den Früchten konsumiert werden sollte, um die positiven Effekte so gut wie möglich auszunutzen. Demnach reicht beispielsweise dreimal die Woche je eine Handvoll Blaubeeren, um Potenzprobleme zu verringern. Bei der Auswertung berücksichtigten die Forscher Risikofaktoren wie Gewicht, Raucherstatus und Alkoholkonsum.

 

Flavonoide – das kleine Gesundwunder

Professorin Aedin Cassidy, die die Studie geleitet hat, ist von den positiven Effekten der Flavonoide überzeugt: „In früheren Studien wurde bereits belegt, dass der regelmäßige Konsum von Lebensmitteln mit Flavonoiden die Risiken für Diabetes und Herzkreislauferkrankungen senken kann.“ Die neue Untersuchung sei jedoch die erste, die sich mit den Effekten auf erektile Dysfunktion befasse. „Es wurde schon vermutet, dass Früchte das Risiko senken könnten, besonders Zitrusfrüchte und Beeren. Doch erst jetzt konnten wir das auch beweisen“, so Cassidy.

Abgesehen von der positiven Wirkung der Flavonoide auf die Potenz gibt es noch einen guten Grund, künftig mehr der genannten Zitrusfrüchte zu verzehren: Erektile Dysfunktion kann nämlich auch ein frühes Anzeichen für eventuelle spätere Herzkreislauferkrankungen oder Herzinfarkte sein. Mit der erhöhten Zufuhr von Flavonoiden kann dem vorgebeugt werden.

Hamburg, 14. Januar 2016

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