Schüttelfrost: Was leisten die Nieren für meine Gesundheit?

Nieren filtern Schadstoffe aus dem Blut
Die Nieren filtern Schadstoffe aus dem Blut, die mit dem Urin ausgeschieden werden. Wichtig: 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag trinken, dies spült die Nieren durch © Fotolia

Ohne sie könnten wir nicht überleben. Die Nieren sind das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers. Bei einer Nierenbeckenentzündung kann der Körper z. B. mit Symptomen wie Schüttelfrost reagieren.

Sie sind nur etwa zwölf Zentimeter lang, arbeiten aber wie ein riesiges Klärwerk: Pro Tag fließen rund 1500 Liter Blut durch die Nieren. Dabei werden Schadstoffe herausgefiltert und mit dem Urin ausgeschieden. Aber die Organe können noch mehr: Sie steuern den Wasserhaushalt, produzieren Hormone, die zur Regulierung des Blutdrucks und zur Bildung der roten Blutkörperchen nötig sind. Je eher Sie Nierenerkrankungen also behandeln lassen, desto besser!

 

Was geht uns an die Nieren?

Nierenbeckenentzündung Ursache sind meist Bakterien, die aus der Blase aufgestiegen sind und im Nierenbecken eine Entzündung auslösen. Zu den Symptomen zählen Rückenschmerzen, Fieber, Schmerzen, beim Wasserlassen, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit. Die Diagnose umfasst eine Blut- und Urinuntersuchung, manchmal auch Ultraschall und Röntgen. Um den Erreger zu identifizieren, legt der Arzt eine Urinkultur an. Anschließend erfolgt in der Regel eine mindestens siebentägige Antibiotika-Behandlung.

 

Nierensteine:

Sie entstehen, wenn Bestandteile des Urins Kristalle bilden. Ursache kann Vererbung, Flüssigkeitsmangel oder eine Stoffwechselerkrankung sein (zum Beispiel Diabetes). Meist gehen sie von selbst ab. Je nach Lage und Größe können sie aber auch zu Koliken führen. Dann werden die Nierensteine von außen mit einer Stoßwellentherapie zertrümmert oder bei einer Nierenspiegelung entfernt. Bei akuter Nierenkolik helfen Schmerzmittel.

 

Nierenzyste:

 Dabei handelt es sich um eine mit Flüssigkeit gefüllte Kapsel in der Niere. Behandelt wird sie nur dann, wenn Beschwerden auftreten. Zum Beispiel, wenn die Kapsel so groß wird, dass sie die Niere verdrängt und deshalb starke Schmerzen auftreten. Hier hilft eine Operation.

 

Chronische Niereninsuffizienz:

Die Funktion der Niere ist vermindert, so dass die Niere nicht mehr richtig arbeitet. Ursache können Diabetes, Bluthochdruck, Schmerzmittel oder Entzündungen sein. Oft bessert sich der Zustand, wenn die Grunderkrankung behandelt wird. Ist die Niereninsuffizienz gering ausgeprägt, helfen oft Medikamente. Im Endstadium ist allerdings die Dialyse oder eine Nierentransplantation nötig.

 

Was schützt unsere Nieren?

  • Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. So werden die Nieren gut durchgespült.
  • Vermeiden Sie Unterkühlung. Sie verengt die Blutgefäße. Damit sind auch weniger Abwehrzellen vor Ort, um Erreger zu bekämpfen.
  • Nehmen Sie Blaseninfekte ernst. Die Bakterien können aufsteigen und Nierenentzündungen verursachen.
  • Vorsicht bei Schmerztabletten ohne ärztliche Kontrolle. Bei längerer Einnahme können sie die Nieren angreifen.
  • Lassen Sie regelmäßig Ihre Zuckerwerte überprüfen (z. B. Check-up 35, zahlt die Kasse). Wird Diabetes nicht behandelt, kommt es zu schweren Nierenschäden.

Quelle: Fernsehwoche, 32/2012

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