Schüßler Salze

Schüßler-Salz Nr. 7: Das Salz für Nerven und Muskeln

Redaktion PraxisVITA

Schüßler-Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) gilt als das Schmerzmittel unter den Salzen und wird häufig gegen Krämpfe eingenommen. Aber wie genau entfaltet es die volle Wirkung und was muss man bei der Dosierung beachten?

Frau hält sich den schmerzenden Arm
Schüßler-Salz Nr. 7 wird auch das Salz der Muskeln und Nerven genannt Foto:  istock/peopleimages

Das Schüßler-Salz Nr. 7 ist unter dem Namen Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat) bekannt und an der Muskelaktivität beteiligt. Es ist im Skelett, im Muskelsystem, in den Nerven, im Gehirn und im Rückenmark enthalten. Darüber hinaus kommt Magnesiumphosphat in den roten Blutkörperchen, in der Leber sowie in der Schilddrüse vor.

Die Nr. 7 der Schüßler-Salze ist das wichtigste Schmerzsalz der Biochemie und gilt als das Salz für Nerven und Muskeln. Es wird für alle Arten von Krämpfen und Unruhezuständen eingesetzt und eignet sich in vielen Fällen zur Selbstbehandlung.

 

Schüßler-Salz Nr. 7: Was ist das?

Das Schüßler-Salz Nr. 7, auch bekannt unter dem Namen Magnesium phosphoricum oder phosphorsaures Magnesium, ist eines der wichtigsten Mineralsalze für den Körper und an allen Organfunktionen beteiligt. Es handelt sich um eine chemische Verbindung, unter Beteiligung von Magnesium – der Körper enthält etwa 50 Gramm Magnesium. Es ist nahezu in allen Zellen enthalten, vorwiegend aber in Blutkörperchen, Muskeln, Rückenmark und Gehirn, Nerven, Drüsen und in vielen Organen. Das Schüßler-Salz Nr. 7 enthält den wichtigsten basenbildenden Mineralstoff und soll einer Übersäuerung des Organismus entgegenwirken. 

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Schüßler Salze Welche Schüßler-Salze werden fürs Abnehmen empfohlen?

 

Schüßler-Salz Nr. 7: Wie wird es eingesetzt und wo wirkt es?

Das Schüßler-Salz Nr. 7 gilt in der biochemischen Lehre Dr. Schüßlers als sogenanntes „Blitzmittel“, weil es einerseits bei bestimmten Beschwerden innerhalb von Minuten helfen soll. Andererseits wird es aber auch bei Schmerzen eingesetzt, die „blitzartig“ auftreten. Bei folgenden Symptomen kommt das Schüßler-Salz Nr.7 zum Einsatz:

  • Krämpfe
  • Schmerzen (schießend, bohrend)
  • Koliken
  • Nervöse Unruhe
  • Depression
  • Schwäche
  • Schlafstörungen
 

Schüßler-Salz Nr. 7: Selbstbehandlung oder Behandlung beim Arzt?

Das Schüßler-Salz Nr. 7 lässt sich am besten bei plötzlich auftretenden Schmerzen und Krämpfen jeder Art anwenden. Wer unter häufigen Wadenkrämpfen, Hexenschuss oder Verspannungen der Schultern und des Nackens leidet, kann Magnesium phosphoricum testen. Auch Menschen mit innerer Unruhe und Nervosität sowie Frauen in den Wechseljahren und mit monatlichen Menstruationsbeschwerden können das Schüßler-Salz Nr. 7 ausprobieren. Wenn durch die Selbstbehandlung keine Besserung eintritt oder wenn sich die Symptome verschlechtern, sollten Sie umgehend einen Arzt für die weitere Behandlung aufsuchen. Gegebenenfalls kann das Schüßler Salz Nr. 7 die Therapie unterstützen.

Schüßler-Salz Nr. 7 und die richtige Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren wird eine tägliche Dosis von bis zu drei Tabletten empfohlen. Reduzieren Sie die Einnahme, sobald eine Besserung eintritt. Bei anhaltenden Gesundheitsstörungen sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Säuglinge, die sich im ersten Lebensjahr befinden, erhalten in Absprache mit dem Arzt ein Drittel der Erwachsenendosis. Kleinkinder bis zum sechsten Lebensjahr sollten die Hälfte, Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zwei Drittel der Erwachsenendosis verabreicht bekommen.

 

Schüßler-Salz Nr. 7: Was gilt für die Anwendung bei Babys und Kindern?

Mit dem Schüßler-Salz Nr. 7 sollen sich bei Babys und Kindern zahlreiche Symptome lindern lassen. Säuglingen erleichtert es laut der Schüßler-Lehre die Umstellung beim Abstillen und die einfachere Gewöhnung an festere Nahrung. Außerdem soll es Zahnungsbeschwerden lindern. Kleinkindern und Kinder wird es bei Blähungen und Koliken verabreicht sowie bei unruhigem Schlaf, Albträumen und Heimweh. Darüber wird es Schulkindern zur Behandlung des sogenannten Schulkopfschmerzes gegeben. Bei Babys und Kindern ist es aber ratsam, immer zuerst den Rat des Kinderarztes einzuholen. 

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Die „heiße 7“ bei akuten Beschwerden

Bei akuten Symptomen ist die Anwendungsform des Schüßler-Salzes Nr. 7 als sogenannte „heiße 7“ sehr beliebt: Dazu 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen, warm trinken und die Schlucke etwas im Mund behalten.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Schüßler-Salze wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind Schüßler-Salze als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Emmrich, P. (2016): Schüßler-Sprechstunde. Fallbeispiele aus der Praxis. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
  • Feichtinger, T.; Mandl, E.; Niedan-Feichtinger, S. (2006): Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüßler: Grundlaen, Materia medica, Repertorium; 38 Tabellen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • Tichy, E. & Tichy, K. (2010): Das große Praxisbuch der Schüßlertherapie: Erfolgreich behandeln mit Mineralsalzen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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