Schüßler Salze

Schüßler-Salz Nr. 3: Erste Hilfe für das Immunsystem

Redaktion PraxisVITA

Das Schüßler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) soll eine entzündungshemmende und stärkende Wirkung besitzen. Wo wird das eisenhaltige „Entzündungsmittel“ eingesetzt und welche Symptome lassen sich laut der Schüßler-Lehre damit lindern?

Fieberthermometer liegt auf dem Tisch
Das Schüßler-Salz Nr. 3 hat sich unter anderem bei Fieber bewährt Foto:  istock/patrickdaxenbichler

Das Schüßler-Salz Nr. 3 wird bei vielen Beschwerden eingesetzt. Aber wie entfaltet das Salz die Wirkung am besten?

 

Schüßler-Salz Nr. 3: Was ist das?

Das Schüßler-Salz Nr. 3 wird auch Ferrum phosphoricum oder phosphorsaures Eisen genannt, da es sich um eine Verbindung aus Eisen und Phosphor handelt. Im Körper eines 70 Kilogramm schweren Mannes finden sich rund 3,5 Gramm Eisen. Es ist das zentrale Molekül im roten Blutfarbstoff Hämoglobin und hilft dabei, Sauerstoff zu binden und im Blut zu transportieren. Nach der Lehre Dr. Schüßlers ist der Einsatz der Eisen-Phosphor-Verbindung vor allem bei akuten Beschwerden sinnvoll, etwa Infektionen oder Wunden. 

Frau schreibt auf einem Klemmbrett
Schüßler Salze Welches Schüßler-Salz ist das richtige?

 

Wie wird das Schüßler-Salz Nr. 3 eingesetzt und wo wirkt es?

Das Schüßler-Salz Nr. 3 wird vor allem zu Beginn einer Erkältung und bei akuten entzündlichen Prozessen sowie bei Fieber und als Schmerz- und Wundmittel eingesetzt. Neben seiner Funktion, das Blut mit Sauerstoff anzureichern, soll es den Muskeln als sogenanntes „Muskelsalz“ beim Zusammenziehen helfen und gleichzeitig Muskelkater und Muskelschwäche vorbeugen.

Bei folgenden Krankheitsbildern und Symptomen wird das Schüßler-Salz Nr. 3. angewandt:

  • Fieber
  • Entzündungen
  • Infektionen
  • Leichte Verbrennungen
  • Sonnenbrand
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Durchfall
  • Darmträgheit
  • Wunden
  • Akne
 

Schüßler-Salz Nr. 3: Selbstbehandlung oder Behandlung beim Arzt?

Bei leichten Beschwerden, wie dem Beginn einer Erkältung, kleineren Verletzungen oder Muskelkater, können Betroffene das Schüßler-Salz Nr. 3 als Mittel für die Selbstbehandlung testen. Bei ausgeprägten Symptomen, wie Fieber, starker Abgeschlagenheit oder Schmerzen, ist es wichtig, sich für die Behandlung umgehend an einen Arzt zu wenden. Er kann klären, woher die Symptome kommen und ob ein Eisenmangel vorliegt. Als Therapie sollte dieser rasch ausgeglichen werden. Eventuell kann das Schüßler Salz Nr. 3 die Behandlung unterstützen.

Schüßler-Salze 3 und die richtige Dosierung

Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird eine tägliche Dosis von bis zu drei Tabletten täglich empfohlen. Reduzieren Sie die Einnahme, sobald eine Besserung eintritt. Bei anhaltenden Gesundheitsstörungen sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Säuglinge, die sich im ersten Lebensjahr befinden, erhalten in Absprache mit dem Arzt ein Drittel der Erwachsenendosis. Kleinkinder bis zum sechsten Lebensjahr sollten die Hälfte, Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zwei Drittel der Erwachsenendosis verabreicht bekommen.

Sie sollten das Schüßler-Salz Nr. 3 eine halbe Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen und es vorzugsweise langsam im Mund zergehen lassen. Bei kleineren Kindern empfiehlt es sich, die Tablette/Globuli vor der Einnahme in etwas Wasser aufzulösen. 

Schüßler-Salze
Anwendungsgebiete So wenden Sie Schüßler-Salze richtig an

 

Schüßler-Salz Nr. 3: Was gilt für die Anwendung bei Babys und Kindern?

Das Schüßler-Salz Nr.3 kommt bei Kindern zum Einsatz, die unter Konzentrationsschwäche oder „Schulkopfschmerz“ leiden, der unter anderem durch die vorgebeugte Sitzhaltung am Schreibtisch entstehen kann. Im Rahmen einer Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird das Schüßler-Salz Nr. 3 von Heilpraktikern teilweise begleitend verschrieben. Außerdem empfehlen sie es häufig bei Entzündungen der Ohren und Augen sowie Zahnbeschwerden, die mit Fieber einhergehen.

Bei Babys und Kindern sollten Sie jedoch immer den Rat des Kinderarztes einholen und die Behandlung mit ihm besprechen.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Schüßler-Salze wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind Schüßler-Salze als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Emmrich, P. (2016): Schüßler-Sprechstunde. Fallbeispiele aus der Praxis. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
  • Tichy, E. & Tichy, K. (2010): Das große Praxisbuch der Schüßlertherapie: Erfolgreich behandeln mit Mineralsalzen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • Feichtinger, T.;  Mandl, E.; Niedan-Feichtinger, S. (2006): Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüßler: Grundlaen, Materia medica, Repertorium; 38 Tabellen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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