Schüßler Salze

Schüßler-Salz Nr. 6: Entschlackung für den Körper

Redaktion PraxisVITA

Schüßler-Salz Nr. 6 soll entgiftend und entschlackend wirken. Alles über Anwendungsgebiete, Wirkung und Dosierung hier.

Frau steht im Wind und lächelt
Schüßler-Salz Nr. 6 wird eine entschlackende Wirkung nachgesagt Foto:  istock/pixdeluxe

Das Schüßler-Salz Nr. 6 (Kalium sulfuricum) wird auch schwefelsaures Kalium genannt. Es soll im Körper für den Transport von Sauerstoff in die Zellen sorgen und dort den Abtransport von Giftstoffen anregen. Bei welchen Krankheitsbildern und Symptomen wird das Entschlackungssalz eingenommen?

 

Schüßler-Salz Nr. 6: Was ist das?

Das Schüßler-Salz Nr. 6, auch Kalium sulfuricum genannt, kommt in allen Zellen des Körpers vor, vor allem aber in den äußeren Schichten von Haut und Schleimhaut. Nach der Lehre Dr. Schüßlers dient es vor allem als Kräftigungs-, Blutreinigungs- und Regenerationsmittel. Es soll die Leber unterstützen und so Ausscheidung und Entgiftung fördern.

 

Schüßler-Salz Nr. 6: Wie wird es eingesetzt und wo wirkt es?

Das Schüßler-Salz Nr. 6 wird vor allem im sogenannten dritten Entzündungsstadium, das auch Wiederherstellungsphase genannt wird, eingesetzt. Der enthaltene Schwefel soll dabei die Oberhautzellen schützen, indem er die Ausscheidung und Entgiftung über Haut und Schleimhäute fördert und deren Regeneration anregt. Wer ein starkes Bedürfnis nach frischer Luft hat oder an Asthma leidet, kann außerdem vom Schüßler-Salz Nr. 6 profitieren.

Bei folgenden Krankheitsbildern und Symptomen ist der Einsatz außerdem sinnvoll:

  • Entzündungen der Nasennebenhöhlen
  • Bronchitis
  • Mittelohrentzündung
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Blasenentzündung
  • Bindehautentzündungen
  • Rheuma
  • Muskelkater
  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
 

Schüßler-Salz Nr. 6: Selbstbehandlung oder Behandlung beim Arzt?

Wer etwas Gutes für Leber, Haut und Schleimhaut tun möchte, kann das Schüßler-Salz Nr. 6 ausprobieren. Vor allem nach abgeklungenen Krankheiten, wie zum Beispiel grippalen Infekten mit Fieber, eignet sich laut der Schüßler-Lehre Kalium sulfuricum, um den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen. Aber auch während eines akuten Infekts wird das Schüßler-Salz-Nr. 6 von vielen Heilpraktikern empfohlen. Bei ernsthaften Erkrankungen, die mit Symptomen wie starken Schmerzen, Schwindel, Fieber und einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes einhergehen, ist aber eine Behandlung beim Arzt notwendig. Das Schüßler-Salz Nr. 6 kann zur Selbstbehandlung mit einer schulmedizinischen Therapie kombiniert werden.

Das Schüßler-Salz Nr. 6 und die richtige Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren wird eine tägliche Dosis von bis zu drei Tabletten in der Potenz D6 empfohlen. Reduzieren Sie die Einnahme, sobald eine Besserung eintritt. Bei anhaltenden Gesundheitsstörungen sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Säuglinge, die sich im ersten Lebensjahr befinden, erhalten in Absprache mit dem Arzt ein Drittel der Erwachsenendosis. Kleinkinder bis zum sechsten Lebensjahr sollten die Hälfte, Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zwei Drittel der Erwachsenendosis verabreicht bekommen.

Sie sollten die Tablette bzw. Globuli eine halbe Stunde vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen und sie vorzugsweise langsam im Mund zergehen lassen. Bei kleineren Kindern empfiehlt es sich, die Tablette/Globuli vor der Einnahme in etwas Wasser aufzulösen.

 

Schüßler-Salz Nr. 6: Was gilt für die Anwendung bei Babys und Kindern?

In der biochemischen Lehre nach Dr. Schüßler werden mit dem Schüßler-Salz Nr. 6 vor allem Kinderkrankheiten wie Scharlach und Masern begleitend behandelt. Hier soll es helfen, den sogenannten Abschuppungsprozess der Haut am Ende der Krankheit zu unterstützen. Bei Babys und Kindern gilt jedoch: Der erste Ansprechpartner ist stets der Kinderarzt. Er kann über eine körperliche Untersuchung feststellen, woher die Beschwerden kommen und welche Behandlung die beste Lösung ist. 

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Das Schüßler-Salz Nr. 6, Kalium sulfuricum, kann übrigens gut mit der Schüßler-Salz Nr. 10 kombiniert werden, um die Ausscheidung der gelösten Schadstoffe zu fördern.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Schüßler-Salze wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind Schüßler-Salze als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Emmrich, P. (2016): Schüßler-Sprechstunde. Fallbeispiele aus der Praxis. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
  • Feichtinger, T.; Mandl, E.; Niedan-Feichtinger, S. (2006): Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüßler. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
  • Tichy, E. & Tichy, K. (2010): Das große Praxisbuch der Schüßlertherapie: Erfolgreich behandeln mit Mineralsalzen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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