Schüßler Salze

Schüßler-Salz Nr. 23: Das Salz gegen Übersäuerung

Redaktion PraxisVITA

Das Schüßler-Salz Nr. 23 (Natrium bicarbonicum) soll den Säure-Basen-Haushalt normalisieren, speziell bei Übersäuerung. Es wird auch eingesetzt, um den Stoffwechsel zu aktivieren und chronische Erkrankungen der Haut zu verbessern. Von einer Behandlung sollen zudem Sportler im Training profitieren.

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Vor einer Übersäuerung der Muskeln schützt Schüßler-Salz Nr. 23 Foto:  iStock/PeopleImages
Inhalt
  1. Was ist Schüßler-Salz Nr. 23?
  2. Wie wird Schüßler-Salz Nr. 23 eingesetzt?
  3. Schüßler-Salz Nr. 23 für Babys und Kinder?
  4. Selbstbehandlung oder ärztliche Aufsicht?
 

Was ist Schüßler-Salz Nr. 23?

Viele Menschen kennen das Schüßler-Salz Nr. 23 (Natrium bicarbonicum) unter den Bezeichnungen Natron oder Natriumhydrogencarbonat. In reiner Form wird es seit Jahrzehnten bei Sodbrennen eingesetzt, was aber zeitlich versetzt zu einer überschießenden Magensäure-Produktion und zu einer Reizung der Magenschleimhaut führt.

Solche Nachteile hat das Schüßler-Salz Nr. 23 als potenzierte Form von Natriumhydrogencarbonat nicht. Stattdessen soll es Defizite ausgleichen, falls Reserven im Blut, in der Bauchspeicheldrüse und in der Leber aufgebraucht worden sind.

 

Wie wird Schüßler-Salz Nr. 23 eingesetzt?

Viele chronische Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Knochenschwund (Osteoporose), Arterienverkalkung (Arteriosklerose) oder Blasensteine stehen mit Veränderungen des Säure-Basen-Gleichgewichts in Verbindung. Oft bilden sich im Körper größere Mengen an Harnsäure. Es kommt zur Azidose, sprich zur chronischen Übersäuerung des Organismus.

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Das Schüßler-Salz Nr. 23 soll hier regulierend wirken. Es kann aber auch vorbeugend eingenommen werden, weit bevor chronische Leiden auftreten. Da sich Puffersysteme im Körper mit zunehmenden Lebensjahren verschlechtern, wird dem Schüßler-Salz Nr. 23 zudem nachgesagt, einen Beitrag zum gesunden Altern zu leisten.

Natrium bicarbonicum unterstützt darüber hinaus Sportler beim Training, um eine Übersäuerung der Muskeln zu vermeiden. Juckende Ekzeme oder Ausschläge der Haut könnten sich ebenfalls bessern. Hier kommen neben dem Schüßler-Salz Nr. 23 basische Bäder mit nicht potenziertem, reinem Natriumhydrogencarbonat zum Einsatz.

 

Schüßler-Salz Nr. 23 für Babys und Kinder?

Störungen des Säure-Basen-Haushalts sind keine typischen Beschwerden von Kindern oder Jugendlichen. Sie können dennoch vom Schüßler-Salz Nr. 23 profitieren: Bei Jugendlichen empfehlen Heilpraktiker es gegen Akne und zum Ausgleich von Gewichtsveränderungen während der Pubertät.

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Selbstbehandlung oder ärztliche Aufsicht?

Leichte Störungen des Säure-Basen-Haushalts betreffen viele Menschen. Dazu führen Stress oder Ernährungssünden. Hier soll das Schüßler-Salz Nr. 23 einer Azidose vorbeugen.

Schwere Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes mellitus oder eine Arteriosklerose müssen ärztlich behandelt werden. Schüßler-Salze unterstützen jedoch schulmedizinische Therapien.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Schüßler-Salze wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind Schüßler-Salze als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Broy, J. (2009): Die biochemische Heilmethode Dr. med. Wilhelm Schüßlers. Foitzick-Verlag, Augsburg
  • Emmrich, P. (2016): Schüßler-Sprechstunde. Fallbeispiele aus der Praxis. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
  • Müller-Frahling, M. & Kasperzik, B. (2017): Biochemie nach Dr. Schüßler: Ergänzungsmittel. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
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