Schüßler Salze

Schüßler-Salz Nr. 10: Das Salz zur inneren Reinigung

Das Schüßler-Salz Nr. 10 (Natrium sulfuricum) ist das wichtigste Ausscheidungssalz und wird daher häufig auch als „Salz der inneren Reinigung“ bezeichnet. Die Vorteile?

Frau hält ihre Hände über den flachen Bauch
Das Schüßler-Salz Nr. 10 wird auch als das Salz der inneren Reinigung bezeichnet Foto:  istock/peopleimages

Das Schüßler-Salz Nr. 10 (Natrium sulfuricum) gilt als das Salz der inneren Reinigung. Viele Menschen nutzen es, um Schlacken und Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten. Babys und Kinder soll es von Blähungen befreien. Bei diesen Krankheitsbildern und Symptomen wird es außerdem angewandt.

 

Schüßler-Salz Nr. 10: Was ist das?

Das Schüßler-Salz Nr. 10, auch Natrium sulfuricum oder Glaubersalz genannt, kommt in allen Gewebsflüssigkeiten vor. Nach der Lehre von Schüßler spielt dieser Mineralstoff insbesondere bei den Ausscheidungsvorgängen im Körper eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund gilt das Schüßler-Salz Nr. 10 als „das Salz der inneren Reinigung“ oder „Klärsalz“.

 

Schüßler-Salz Nr. 10: Wie wird es eingesetzt, und wo wirkt es?

Das Schüßler Salz Nr. 10 wird eingesetzt, um Schlacken, Schadstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper zu befördern. Es soll daher insbesondere in den Entgiftungs- und Ausscheidungsorganen des Körpers wirken: in der Leber und Galle, im Darm in den Nieren und zum Teil auch in der Haut.

Aufgrund seiner Funktion als Salz der inneren Reinigung kommt das Schüßler-Salz Nr. 10 vor allem bei diesen Symptomen zum Einsatz:

  • Durchfall
  • Blähungen
  • geschwollene Hände, Finger, Beine oder Füße
  • aufgequollene Tränensäcke
  • Juckreiz
  • Ekzemen
  • Gelenkschmerzen
  • Gliederschmerzen
 

Schüßler-Salz Nr. 10: Was gilt für die Anwendung bei Babys und Kindern?

Auch bei Babys, Säuglingen und Kindern kann das Schüßler-Salz Nr. 10 positive Effekte haben. Es soll zum Beispiel bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Blähungen oder Drei-Monats-Koliken helfen. Aber auch bei Hautproblemen wie Baby-Akne oder leichten Erfrierungen, bei Neugeborenen-Gelbsucht sowie beim Bettnässen empfehlen Heilpraktiker das Schüßler-Salz Nr. 10. Babys und Kinder erhalten, je nach Alter, nur ein bis zwei Drittel der Dosis, die ein Erwachsener bekommen würde.

 

Schüßler-Salz Nr. 10: Behandlung beim Arzt oder Selbstbehandlung?

Das Schüßler-Salz Nr. 10 gilt als das „Salz der inneren Reinigung“ und kann im Rahmen der Selbstbehandlung zum Beispiel zum Ausleiten von Schadstoffen oder im Rahmen einer Entschlackungskur angewendet werden. Um belastendende Stoffe auszuscheiden, wird auch das Schüßler-Salz Nr. 8, Natrium chloratum, gebraucht. Daher wird das Schüßler-Salz Nr. 10 häufig mit Natrium chloratum kombiniert. Bei Hautproblemen wie Juckreiz oder Herpes kommt das Schüßler-Salz Nr. 10 auch in Form von Cremes oder Gels zum Einsatz.

Allerdings sollten Symptome, wie zum Beispiel Geschwüre, offene Beine, lang anhaltender Durchfall oder chronische Krankheiten wie Rheuma, immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Das Schüßler-Salz Nr. 10 kann dann eine schulmedizinische Behandlung unterstützen. 

 

Das Schüßler-Salz Nr. 10 und die richtige Dosierung

Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird eine tägliche Dosis von bis zu drei Tabletten empfohlen. Reduzieren Sie die Einnahme, sobald eine Besserung eintritt. Bei anhaltenden Gesundheitsstörungen sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Säuglinge, die sich im ersten Lebensjahr befinden, erhalten in Absprache mit dem Arzt ein Drittel der Erwachsenendosis. Kleinkinder bis zum sechsten Lebensjahr sollten die Hälfte, Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren zwei Drittel der Erwachsenendosis verabreicht bekommen. Das Schüßler-Salz Nr. 10, Natrium sulfuricum, unterstützt die Ausscheidung von Körperflüssigkeiten. Die Einnahme wird daher ebenfalls besonders gern vor einer geplanten Fastenkur empfohlen, um den Körper zu entschlacken und zu entgiften.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Schüßler-Salze wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch sind Schüßler-Salze als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

  • Emmrich, P. (2016): Schüßler-Sprechstunde. Fallbeispiele aus der Praxis. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart
  • Feichtinger, T. & Niedan-Feichtinger, S. (2011): Gesund durchs Jahr mit Schüßler-Salzen. Thieme Verlag, Stuttgart
  • Wacker, S. (2006): In Balance mit Schüßler-Salzen: Schüßlern Sie sich gesund – Am Gesicht erkennen, welche Salze Ihnen fehlen. Haug Verlag, Stuttgart
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