Schon wieder eine Erkältung? Schluss mit dem Lymphstau!

Viel Tee kann Lymphstau vorbeugen
Die Formel, die den Lymphfluss anregt: Trinken Sie täglich 30 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht. Am besten in Form von Tee und Wasser © Fotolia

Kommt die Erkältung immer wieder, kann ein Lymphstau Schuld sein. Dann haben Viren und Bakterien leichtes Spiel. Lesen Sie hier, was am besten hilft.

Wenn uns Schnupfen und Husten plagen, zählt nur eins: die Beschwerden schnell wieder loszuwerden. Natürliche Mittel mit ätherischen Ölen zum Beispiel aus Kamille, Eukalyptus oder Fichtennadeln lassen uns wieder freier atmen. Zu den Heilpflanzen, die Husten und Bronchitis bekämpfen, zählt Efeu. Nach ein paar Tagen ist der Infekt meist überstanden. Doch bei manchen dauert es nicht lang und die nächste Erkältung schlägt zu. Das könnte an einem gestörten Lymphfluss liegen. Das Lymphsystem ist Teil des Immunsystems. Es transportiert Krankheitserreger, die in den Lymphknoten von Abwehrzellen unschädlich gemacht werden. Fließt die Lymphflüssigkeit nicht richtig ab, staut sie sich in den Atemwegen. Bakterien und Viren breiten sich aus. Lesen Sie, wie Sie Ihren Lymphfluss wieder in Gang bringen.

 

Weniger Eiweiß für einen guten Lympgfluss

Zu viel tierisches Fett und Eiweiß führen zu einem zähen Lymphfluss. Steigen Sie auf pflanzliche Öle um, vermeiden Sie Frittiertes und seien Sie sparsam mit Knabbergebäck, Schokoriegeln und Fertigsuppen. Der Eiweißanteil (Fleisch, Käse, Eier) sollte möglichst nur 30 Prozent der täglichen Nahrung ausmachen.

 

Viel trinken hält Lymphflüssigkeit in Bewegung

Die Voraussetzung für ein gesundes Lymphsystem ist Wasser. Nur wenn Sie ausreichend trinken, bleibt die Lymphflüssigkeit in Bewegung. Wasser hilft außerdem dabei, den Körper zu entgiften und von Krankheitserregern zu befreien. Trinken Sie täglich 30 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht. Wer 70 kg wiegt, braucht demnach 2,1 Liter. Am besten in Form von Tee und Wasser.

 

Bauchatmung unterstützt den Lymphfluss

Das Wechselspiel der Atmung, die mal Über- und mal Unterdruck aufbaut, pumpt die Lymphflüssigkeit durch die Lymphbahnen. Je tiefer die Atmung, desto besser wird der Lymphfluss unterstützt. Achten Sie darauf, dass Sie in den Bauch atmen. Denn nur dann wird der Druck ausreichend erhöht. So trainieren Sie Ihre Bauchatmung: Legen Sie sich auf den Rücken und entspannen Sie einen Moment. Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihren Atem. Dann legen Sie Ihre Hände auf den Bauch und atmen bewusst dagegen. Spüren Sie, wie sich der Bauch beim Einatmen hebt? Atmen Sie langsam und gleichmäßig aus und ziehen Sie zur Unterstützung die Bauchmuskeln leicht zusammen. Der Bauch sinkt wieder ein, der Brustkorb entspannt sich. Atmen Sie insgesamt siebenmal ruhig ein und aus. Die Übung können Sie auch im Stehen oder Sitzen durchführen. Wichtig ist eine gerade Haltung.

 

Bewegung hilft den Lymphgefäßen

Zuhause auf dem Sofa, bei der Arbeit am Schreibtisch oder im Auto: Ständiges Sitzen macht die Lymphgefäße träge. Muskeltätigkeit hingegen unterstützt den Lymphfluss. Wenn wir Spazieren gehen oder Sport treiben, werden die Lymphgefäße rhythmisch zusammengedrückt. Perfekt sind 30 Minuten pro Tag.

 

Fingerübung gegen Lymphstau

Mit dieser Übung im Liegen können Sie den Lymphfluss ganz gezielt anregen: Legen Sie den rechten Mittelfinger über den rechten Zeigefinger. Dann legen Sie den Zeigefinger in die Grube oberhalb des linken Schlüsselbeins. Drücken Sie an dieser Stelle für etwa 30 Sekunden Ihren flachen Finger behutsam in die Tiefe, leicht abwärts gerichtet. Anschließend auf der anderen Seite genauso verfahren. Versuchen Sie abschließend dreimal tief und ruhig in die linke, dann in die rechte Lunge zu atmen.

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