Schock: Ursachen von Blutverlust bis Blutvergiftung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Ein Schock ist eine körperliche Reaktion auf bestimmte Ursachen, die dazu führen, dass die Blutversorgung der Organe in Gefahr ist. Dies ist aber in jedem Fall ein relativ plötzlicher Prozess, der schnelles Handeln erfordert. Wesentlich für die richtige Behandlung ist es, bei einem Schock die genauen Ursachen zu kennen. Daher unterscheidet der Arzt verschiedene Formen des Schocks anhand ihrer jeweiligen Entstehung.

 

Hypovolämischer Schock: Ursachen für einen vermindertes Blutvolumen

  • innere und äußere Verletzungen, zum Beispiel nach einem Autounfall
  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt, zum Beispiel durch ein Magengeschwür
  • starker Durchfall und Erbrechen, zum Beispiel infolge einer Darminfektion
  • Flüssigkeitsverlust über die Haut, zum Beispiel durch Verbrennungen

All diese Auslöser führen dazu, dass das Flüssigkeitsvolumen im Blutkreislauf plötzlich stark abfällt. Verliert der Körper etwa 20 bis 25 Prozent an Blut, kommt es zu einem sogenannten hypovolämischen Schock. Das Herz kann das verringerte Blutvolumen dann nicht mehr effektiv durch die Gefäße pumpen.

 

Kardiogener Schock: Die Ursachen liegen im Herzen

Daneben können einige andere Erkrankungen das Herz binnen kurzer Zeit schädigen und seine Pumpleistung schwächen – zum Beispiel eine Lungenembolie oder ein entgleister Bluthochdruck (hypertensiver Notfall). Das Herz ist dann nicht mehr in der Lage, das Blut mit ausreichend Kraft durch den Kreislauf zu pumpen. Die Folgen bezeichnen Mediziner als kardiogenen Schock.

 

Vasodilatativer Schock: Gefäßbedingte Ursachen

  • Blutvergiftung (septischer Schock)
  • allergieauslösende Stoffe (anaphylaktischer Schock)
  • Vergiftung
  • Entgleisungen des Stoffwechsels, zum Beispiel Addison-Krise oder thyreotoxische Krise

Bei einem vasodilatativen Schock befindet sich zwar ausreichend Blut im Kreislauf und das Herz arbeitet ebenfalls fehlerfrei; die Gefäße sind jedoch so weit gestellt, dass der Blutdruck viel zu niedrig ist. Das Herz kann nicht ausreichend Druck aufbauen, um das Blut durch den Kreislauf zu pumpen – so wie bei einem Wasserschlauch, der sich plötzlich weitet und dadurch an Wasserdruck verliert. Dies kann zum Beispiel geschehen, wenn der Blutkreislauf mit Krankheitserregern „überschwemmt“ wird (septischer Schock) – ähnlich reagiert der Körper aber auch auf stark allergieauslösende Stoffe (allergischer Schock). In seltenen Fällen können auch Verletzungen am Gehirn oder Rückenmark die Regulation der Blutgefäße so durcheinanderbringen, dass es zu einem Schock kommt (neurogener Schock).

 

Hypoglykämischer Schock bei Diabetikern

Eine Sonderform des Schocks kann entstehen, wenn der Blutzuckerspiegel rapide absinkt (unter 50 mg/dl). Mediziner bezeichnen dies als hypoglykämischen Schock. Die Ursachen liegen hierbei nicht in einer Unterversorgung mit Sauerstoff, sondern mit Zucker (Glukose) im Blut. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn ein Diabetiker nach einer Insulinspritze nicht genügend Nahrung zu sich nimmt und/oder sein Insulin überdosiert. Dadurch entsteht eine extreme Unterzuckerung, die sich ähnlich wie andere Formen des Schocks äußert.

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