Schnupfen schnell loswerden mit diesen 3 Maßnahmen!

Verena Elson Medizinredakteurin

Den Schnupfen schnell loswerden – das geht tatsächlich. Wichtig dabei sind drei Maßnahmen, die sich ganz einfach umsetzen lassen.

Eine verstopfte Nase, die das Schlafen unmöglich macht oder ständiges Naseputzen, das die Haut reizt und alle Anwesenden nervt: Ein Schnupfen ist unangenehm und kann sich, unbehandelt, zu einer Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung entwickeln. Doch es gibt einige bewährte Tipps, mit denen sich der Schnupfen schnell loswerden lässt.

 

Schnupfen loswerden in 24 Stunden: Geht das überhaupt?

Es gibt kein Wunder-Hausmittel, mit dem sich ein starker Schnupfen innerhalb von 24 Stunden beenden lässt. Wer allerdings bei den ersten Anzeichen konsequent gegensteuert, kann verhindern, dass der Schnupfen hartnäckig wird und mehrere Tage bis Wochen andauert.

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Die Schnupfen-Dauer verkürzen mit drei Maßnahmen

Denn Hausmittel können tatsächlich einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Schnupfendauer verkürzt und die verstopfte Nase nicht chronisch wird. Die Hausmittel-Behandlung beruht auf drei Säulen: Die Pflege der Nasenschleimhäute, die körperliche Schonung und die aktive Unterstützung des Immunsystems durch die richtige Ernährung.  

 

1. Schnupfen schnell loswerden: Hausmittel für die Nasenschleimhaut

Die wohl wichtigste Maßnahme, um einem beginnenden Schnupfen Kontra zu geben, ist das ständige Feuchthalten der Nasenschleimhäute. So fällt es den Viren schwerer, sich festzusetzen. Dies gelingt mit folgenden Tricks:

  • Inhalieren: Bei einem beginnenden Schnupfen hilft die Befeuchtung den Schleimhäuten, sich gegen die eindringenden Viren zu Wehr zu setzen; bei einem fortgeschrittenen Schnupfen wird festsitzendes Nasensekret aufgeweicht und gelöst. Betroffene sollten darum am besten mehrmals täglich inhalieren. Als Zusatz eignet sich beispielsweise Kamille – die Blüten der Heilpflanze enthalten entzündungshemmende Stoffe. Rezept für eine Kamillen-Inhalation: Eine Handvoll Blüten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Dann direkt vor den Topf setzen, den Kopf darüber beugen und mit einem großen Handtuch abdecken, sodass kein Dampf entweichen kann, und zehn Minuten inhalieren.
  • Nasentropfen auf Meersalzbasis: Diese Präparate wirken zwar nicht abschwellend, doch sie pflegen die Schleimhäute und haben einen antientzündlichen Effekt. Sie sollten mehrmals täglich angewendet werden, um die Schleimhäute feucht zu halten. Ist die Nase verstopft, ist zusätzlich der Einsatz eines abschwellenden Nasensprays (oder Nasentropfen) ratsam – dadurch wird der Druck auf die Ohren verringert und das Risiko einer Mittelohrentzündung als Folge des Schnupfens sinkt. Anders als Präparate auf Meersalzbasis sollten abschwellende Sprays oder Tropfen jedoch nur für maximal eine Woche und nicht häufiger als dreimal täglich angewendet werden, weil der Körper sich sonst an die Wirkung gewöhnt und die Nase schließlich nicht mehr ohne Hilfe frei wird.

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  • Nasendusche: Bei einer Nasendusche oder Nasenspülung wird die Nase mit einer Kochsalzlösung (aus der Apotheke) gespült – dies kann bei Schnupfen Linderung bringen. Doch Vorsicht: Ist die Nasenschleimhaut zu sehr angeschwollen, kann die Flüssigkeit unter Umständen nicht richtig abfließen. Darum empfiehlt es sich, vor der Nasendusche ein abschwellendes Nasenspray zu verwenden. Bei Nasenbluten oder stark entzündeten Nebenhöhlen ist von einer Nasenspülung abzuraten.
  • Erkältungsbad: Ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen aus Thymian und Eukalyptus wirkt auf die Atemwege wie eine kleine Dampfinhalation. Zusätzlich hilft die Wärme dabei, die Verbreitung der Schnupfenerreger einzudämmen. Allerdings sollte das Erkältungsbad nur bei den ersten Anzeichen eines Infekts angewandt werden – bei einer starken Erkältung (vor allem mit Fieber) ist davon abzuraten. Die hohen Temperaturen sind für den Körper dann zu belastend. Kinder bis zu sechs Jahren sollten zudem nicht mit Badezusätzen aus ätherischen Ölen baden. Menschen mit Asthma, Bluthochdruck oder Venenproblemen sollten zunächst mit ihrem Arzt besprechen, ob ein Erkältungsbad für sie sinnvoll ist.
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2. Schnell Schnupfen loswerden: Unbedingt körperlich schonen!

Damit der Körper den Schnupfen effektiv bekämpfen kann und sich daraus kein hartnäckiger Infekt entwickelt, lautet die wichtigste Regel: Ausruhen! Nicht nur bei Fieber braucht der Körper Schonung. Auch bei einer leichten Erkältung sind Ruhe und Erholung wichtig, um dem angeschlagenen Immunsystem Zeit zur Regeneration zu geben. Körperliche Anstrengung und Stress sollten während der Erkältung möglichst vermieden werden.

Zudem ist ein ausreichender Nachtschlaf wichtig: Wer nachts weniger als sieben Stunden schläft, hat ein dreimal höheres Risiko sich zu erkälten, wie eine 2009 veröffentlichte Studie zeigte. Schlaf erfüllt für den Körper viele wichtige Funktionen, zum Beispiel werden nachts Reparaturstoffe ausgeschüttet, die kranke Zellen entfernen.

 

3. Schnupfen loswerden mit der richtigen Ernährung

Oberstes Gebot, um den Schnupfen schnell loszuwerden: ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Das hält die Schleimhäute feucht und beschleunigt die Genesung. Erkältete sollten mindestens zwei Liter Wasser, Tee oder Saftschorle pro Tag trinken. Empfehlenswert sind entzündungshemmende Tees wie Kamillentee, Holunderblütentee oder Thymiantee. Eine heiße Zitrone unterstützt durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt zusätzlich das Immunsystem. Rezept für eine heiße Zitrone: Saft einer Zitrone mit heißem Wasser auffüllen und etwas süßen, zum Beispiel mit Honig. Das Wasser darf dabei maximal 60 °C heiß sein, damit das Vitamin C erhalten bleibt.

Während einer Erkältung benötigt das Immunsystem zur Unterstützung besonders viele Vitamine und Mineralstoffe aus frischem Obst und Gemüse. Gemüsesuppen sind perfekt, denn sie sind leicht bekömmlich und wärmend und liefern noch dazu jede Menge Nährstoffe. Abwehrstärkendes Vitamin C steckt in Mangos, Zitrusfrüchte und Sanddornsaft.

Diese Tipps können dabei helfen, den Schnupfen schnell loszuwerden – wenn die Beschwerden nach einigen Tagen dennoch nicht nachlassen, ist ein Besuch bei der Ärzt:in angeraten.

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Quellen:

Cohen, Sheldon, et al. (2009): Sleep habits and susceptibility to the common cold, in: Archives of internal medicine

Hemilä, Harri, and Elizabeth Chalker (2013): Vitamin C for preventing and treating the common cold, in: Cochrane database of systematic reviews 1

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