Schnelle Hilfe bei Nagelbettentzündung

Nägelkauen kann zu Nagelbettentzündung führen
Menschen, die an den Fingernägeln kauen, sind häufig von einer Nagelbettentzündung betroffen. Hilfreich sind Fingerbäder mit Teebaumöl oder grüner Seife © Corbis

Ziehende und klopfende Schmerzen, Schwellungen und ein gerötetes Nagelbett – das sind die Symptome einer Nagelbettentzündung. In schweren Fällen ist sogar Eiterbildung möglich. Dann ist schnelle Hilfe gefragt.

Zu den häufigsten Ursachen dieser schmerzhaften Erkrankung zählen Verletzungen während der Maniküre und ständiges Arbeiten in Wasser mit Reinigungsmitteln.

Normalerweise ist das Nagelbett recht gut versiegelt und vor Bakterien geschützt. Eine falsche bzw. übertriebene Nagelpflege führt jedoch häufig zu Verletzungen, die Bakterien Tür und Tor öffnen. Auch nervöse Nägelkauer sind überdurchschnittlich häufig von einer Nagelbettentzündung betroffen.

 

Fingerbäder helfen gegen Nagelbettentzündungen

Um die akute Entzündung zu lindern, hilft ein Fingerbad aus Eichenrindentee. Rezept: Zwei gehäufte Teelöffel Eichenrinde mit einem Viertel Liter siedendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Den Sud in eine Schale gießen und etwas abkühlen lassen. Dann die Fingerspitzen für zehn Minuten in den Tee tauchen. Zweimal füglich anwenden.

Sehr hilfreich ist auch ein Fingerbad mit Teebaumöl. Sechs bis acht Tropfen in eine Schale mit warmem Wasser geben und die Fingerspitzen für etwa zehn Minuten eintauchen. Vorsicht. Manche reagieren allergisch auf Teebaumöl. Machen Sie vorher einen Test, am besten in der Ellbeuge. Wenn sich keine Hautreaktion zeigt, können Sie das Öl getrost verwenden.

Eine klassische Behandlungsmethode, die noch aus Omas Zeiten stammt, ist das Fingerbad mit grüner Seife. Lösen Sie ein paar Seifenflocken in warmem Wasser auf, und baden Sie Ihre Fingerspitzen darin, ebenfalls etwa zehn Minuten.

 

Bei stärker werdenden Schmerzen im Nagelbett Arzt aufsuchen

Sollte sich die Schwellung am Nagelbett abszessartig verdicken und sollten die Schmerzen schlimmer werden, müssen Sie zum Arzt. Er muss die Schwellung unter Umständen öffnen, um den Eiter abfließen zu lassen.

 

Hände mit Ölbädern verwöhnen

Um einer erneuten Nagelbettentzündung vorzubeugen, sollten Sie die Nagelhaut nie mit der Schere schneiden. Nach dem Baden oder Geschirrabwaschen Hände immer gründlich abtrocknen und gut eincremen. Wer zu trockener, rissiger Haut neigt, sollte seine Hände ab und zu mit einem Mandel- oder Olivenölbad verwöhnen. Danach das Öl ins Nagelbett einmassieren.

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