Schluss mit Fußschmerzen

Redaktion PraxisVITA

Wenn jeder Schritt weh tut, macht der herrlichste Spaziergang nur halb so viel Freude. Das muss nicht sein! Hier lesen Sie, wie Sie Fußschmerzen vermeiden und welche Therapien wirklich helfen.

Kaum zu glauben, was Füße in einem Leben leisten. Rund 160 000 km laufen wir, umrunden damit viereinhalb mal die Erde. Und viel zu oft tun wir das in den falschen Schuhen, gehen auf zu harten Böden. Hier lesen Sie, was Sie tun können, um quälende Fußschmerzen zu vermeiden.

 

Spreizfuß und Hammerzeh

Verkrümmung: Eines der häufigsten Fußprobleme ist der gekrümmte Großzeh (hallux valgus). Er entsteht über viele Jahre, wenn sich die Mittelfußknochen immer weiter absenken und wie ein Fächer spreizen (Spreizfuß). „Neben Veranlagung sind schwaches Bindegewebe, Übergewicht und zu enge und hohe Schuhe die Hauptursachen“, erklärt Dr. Gerold Schwartz (55), Orthopäde aus Hamburg.

Verursacht der Spreizfuß dauerhaft starke Fußschmerzen oder Gehbeschwerden, hilft oft nur noch die Operation.

Verdrängung: Viele Patienten leiden zusätzlich am Hammerzeh. Er drückt Zehen so stark nach oben, dass sie sich nicht mehr gerade ausrichten können – das sorgt für Fußschmerzen.

Therapien: „Anfangs helfen orthopädisches Schuhwerk und Einlagen, die mit Polstern die absinkenden Mittelfußknochen entlasten“, so der Experte. Zusätzlich können Plastikschienen (z. B. Sanitätshaus) den Großzeh strecken – als Schienen für die Nacht oder bewegliche, die fast in jeden Schuh passen. Diese Hilfsmittel übernimmt die Kasse.

 

Arthrose in den Zehen

Verschleiß: Nicht beheben, aber doch lindern lassen sich die Fußschmerzen, die der Gelenkverschleiß (Arthrose) in den Zehen auslöst. Sie beginnen meist im stark belasteten Großzeh. Experten empfehlen z. B. Extrakte der Teufelskralle oder der neuseeländischen Grünlippenmuschel. Untersuchungen belegten eine hohe Beweglichkeit der Ureinwohner („Maori“) bis ins hohe Alter. Die Einnahme starker Schmerzmittel lässt sich durch den Muschelextrakt deutlich reduzieren.

 

Fersensporn

Starkes Stechen: Wenn kein Schuh mehr passen will, weil die Ferse so sticht, ist meist ein Fersensporn schuld, eine knochenähnliche Verkalkung am Fersenbein. Linderung verschaffen abfedernde Fersenkissen (Apotheke) sowie entzündungshemmende Medikamente. Mit einer Stoßwellen-Therapie kann der Orthopäde den Fersensporn auflösen. Auch homöopathische Behandlungen können Linderung bringen.

 

Hühneraugen und Hautrisse

Hornhautverdickung: Erst sind es nur rote Druckstellen z. B. am kleinen Zeh. Doch wenn sich die Hornhaut verdickt, entstehen lästige Hühneraugen, die Fußschmerzen auslösen. Häufig versuchen Betroffene, sie mit der Schere selbst zu entfernen. Die Folge sind oft schwere Entzündungen. Lösen Sie Hühneraugen mit einem Pflaster (salicylsäurehaltig, Apotheke) vorsichtig auf. Oder noch besser: Sie gehen zum Podologen (medizinischer Fußpfleger, Krankenkasse zahlt bei Rezept).

Fußschmerzen
Auch eine verdickte Hornhaut kann für Fußschmerzen sorgen© iStock

Risse: Wird die Haut im Alter trockener, kann es zu Rissen und Schrunden kommen. Da hilft nur dauerhafte Pflege mit regelmäßigem Eincremen. Als wirksam gelten ureahaltige (Harnstoff) Salben.

 

Pilz an Nagel und Fußhaut

Hartnäckige Sporen: Sie lauern überall, befallen sowohl die Nägel wie die Haut.

Nagelpilz: Symptome sind bräunliche und unnatürlich dicke Nägel. Sofort zum Arzt. Er behandelt den Pilz mit Tinkturen und Tabletten.

Fußpilz: Juckt, nässt und schuppt es zwischen den Zehen, ist das meist ein Fußpilz. Hier hilft oft schon eine Salbenbehandlung.

Was Sie für gesunde Füße und gegen Fußschmerzen tun können, erfahren Sie in unserer Bildergalerie!

Und im Video verraten wir, welche Fußübungen Diabetes-Patienten helfen können:

 
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