Schleudertrauma: Halskrausen waren gestern!

Keine Halskrause nach Schleudertrauma
Die übliche Behandlung mit einer Halskrause nach einem Schleudertrauma schadet offenbar mehr als sie nützt: Durch die Ruhigstellung würden die Schmerzen letztlich verstärkt © Fotolia

Beim Schleudertrauma verschrieb der Arzt bislang einen Stützkragen. Doch der schadet mehr als er hilft. Praxisvita erklärt die Gründe und sagt, was stattdessen zu tun ist.

Ein Autounfall, eine unglückliche Bewegung beim Sport oder im Haushalt – schon ist die Halswirbelsäule überstreckt. Diagnose: Schleudertrauma. Patienten kriegen dann eine Halskrause. Doch neue Studien zeigen, dass diese die Symptome in der Regel verschlimmert, denn sie sorgt dafür, dass wir den Nacken kaum bewegen können. Ungünstig! Denn gerade das Schleudertrauma ist ein muskuläres Problem, das am besten durch gezielte Bewegungen geheilt wird. Zudem entsteht durch die Ruhigstellung ein sogenannter Immobilisationsschmerz, der zu weiteren Bewegungseinschränkungen führt und häufig sogar chronisch wird. Nur in den sehr seltenen Fällen einer Wirbelverletzung ist die Schutzvorrichtung für den Nacken angebracht. Bestehen Sie also auf einer Röntgen-Aufnahme, die Klarheit bringt.

 

Gymnastische Übungen helfen bei Schleudertrauma

Und dann, wenn schon keine Krause? Gezielte gymnastische Übungen lindern die Symptome der Muskelverletzung am besten. Mithilfe von Entspannungs- und Lockerungsübungen sowie Massagen vom Physiotherapeuten heilt ein Schleudertrauma binnen weniger Wochen. Ohne Spätfolgen.

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