Schleimbeutelentzündung – schmerzhaft und oft unerkannt

Eine Schleimbeutelentzündung entsteht häufig durch eine einseitige Dauerbelastung
Eine Schleimbeutelentzündung entsteht häufig durch eine einseitige Dauerbelastung wie zum Beispiel durch wiederholte Arbeit auf den Knien © Fotolia

Praxisvita erklärt, wobei eine Schleimbeutelentzündung entstehen kann und wie Sie diese erkennen können.

Die Haut über einem Gelenk ist schmerzhaft geschwollen, gerötet und warm. Jetzt heißt es: Ruhe bewahren – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wahrscheinlich hat sich der Schleimbeutel des Gelenks entzündet (Bursitis). Als Puffer verhindert er, dass sich Sehnen, Muskeln und Haut an den Knochen „wund reiben". Auf einseitige Dauerüberlastung kann der Schleimbeutel mit Entzündung reagieren: wenn man zum Beispiel viel auf den Knien arbeitet oder die Ellenbogen dauernd auf der Schreibtischplatte abstützt. Und dagegen helfen vor allem Ruhe und auch Kühlung (zum Beispiel mit Kältepacks).

 

Warnzeichen einer Schleimbeutelentzündung

Halten die Beschwerden an, sollte man den Arzt aufsuchen. Leider nehmen viele Menschen die Warnzeichen nicht ernst, gehen weiter ihrer Arbeit nach oder belasten die Gelenke beim Sport. Das kann schlimme Folgen bis hin zu dauerhaften Gelenkschäden haben. Je früher eine Behandlung beginnt, desto schneller führt sie zum Erfolg. Schwerpunkte der Behandlung sind gezielte Kältetherapie, Ruhigstellung und auch Medikamente. Sind zum Beispiel Bakterien schuld an der Entzündung, helfen Antibiotika. Bei sehr hartnäckiger Entzündung muss manchmal der Schleimbeutel herausoperiert werden. Aber keine Angst: Der Körper stellt sich darauf ein, die Beweglichkeit bleibt erhalten.

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