Schlaganfall durch tote Zellen?

Ablagerungen in der Arterie
Mediziner nahmen bislang an: Bei einer Arteriosklerose führt eine Ablagerung in den Gefäßen zu einer Durchblutungsstörung © IStock

Entsteht Arteriosklerose in der Innenwand oder bereits an der Außenwand einer Arterie? Und sind gar nicht Fette für die Ablagerungen in den Gefäßen verantwortlich, sondern abgestorbene Zellen? Prof. Dr. Horst Robenek, Arterioskleroseforscher am Uniklinikum Münster, hat die aktuelle These von Prof. Dr. Axel Haverich zur Entstehung von Gefäßverkalkung einmal genauer untersucht.

Wissenschaftliche Studien haben längst bestätigt: Hinter Gefäßverengungen steckt häufig ein Mangel an Arginin. Aus diesem Eiweißbaustein wird einer der wichtigsten Botenstoffe (Stickstoffmonoxid / NO) gebildet, der für die Gefäßerweiterung und Regulierung des Blutflusses benötigt wird.

Während die Ablagerung am Anfang von den Betroffenen kaum bemerkt werden, zeigen sie sich im fortgeschrittenen Stadium durch kalte Füße, Wadenschmerzen oder Taubheit in Armen und Beinen. Das Gefährliche: Bei Betroffenen steigt der Blutdruck, das Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt- und Schlaganfall ist stark erhöht.

 

Entsteht Arteriosklerose bereits an der Arterien-Außenwand?

Bislang nahmen Mediziner an, dass eine Arteriosklerose an der Innenwand der Arterie entsteht. Nun hat Prof. Dr. Axel Haverich jedoch die Theorie aufgestellt, dass sie nicht an der Innenwand, sondern bereits an der Außenwand, der sogenannten Adventitia und Media, beginnt. Denn seiner Meinung nach stammen die Ablagerungen – auch Plaques genannt – nicht von Fetten aus dem Blut, sondern von Überresten abgestorbener Zellen der Arterienwand.

 

Arterien müssen elastisch bleiben

In der Adventitia befinden sich kleinste Venen und Arterien, sogenannte Vasa vasorum. Diese Blutgefäße versorgen die Außenschicht der Arterien mit Sauerstoff und Nährstoffen. Egal wie klein und fein diese Vasa vasorum sind, für sie gilt das gleiche, wie für alle Arterien: um funktionstüchtig zu bleiben, müssen sie elastisch sein. Sind diese Versorgungsblutgefäße verengt, kann sich eine Versorgungsstörung in den Arterienwänden entwickeln, bei der die Zellen absterben können. Prof. Haverich hofft, das dieser neue Theorieansatz zur Entwicklung innovativer Behandlungsmöglichkeiten der Arteriosklerose führen könnte.

 

Wie Sie Ihre Gefäße schützen

Um einer Arteriosklerose und Verschlüssen der Vasa vasorum vorbeugen zu können, gilt es nach wie vor, Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen zu vermeiden. Um die Gefäße gesund zu halten, spielt neben einer gesunden Ernährung und körperlicher Aktivität auch die Zufuhr von Arginin eine entscheidende Rolle.

Arginin erhält die Gefäßgesundheit, indem es Arterien entspannt und für eine optimale Durchblutung sorgt. Studien haben ergeben, dass es für Patienten, die bereits eine Arteriosklerose entwickelt haben, entscheidend ist, ausreichend Arginin aufzunehmen um eine Durchblutung der Arterien zu gewährleisten.

Für eine optimale Entfaltung der Arginin-Wirkung, hat sich eine Kombination mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 bewährt (z.B. TELCOR® Arginin plus, Apotheke). Durch diese Wirkstoffkombination kann eine Arteriosklerose und dadurch entstehende gesundheitliche Schäden, sowohl in großen als auch in sehr kleinen Blutgefäßen, vorgebeugt oder der Verlauf verlangsamt werden.

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