Schlafmaske kann Schlaf-Apnoe heilen

Redaktion PraxisVITA
Ein Mann schläft mit Atemmaske
Eine Atemmaske kann Patienten mit Schlaf-Apnoe vor schweren Folgen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt bewahren © Fotolia

Olaf Hartmann (45) litt unter chronischer Müdigkeit. Der Grund: Er hatte jede Nacht gefährliche Atemaussetzer, die sogenannte Schlaf-Apnoe. Eine Schlafmaske bewahrte ihn vor schweren Folgen des Sauerstoffmangels. Lesen Sie hier seine Geschichte.

Nach neun Stunden Schlaf war Olaf Hartmann immer noch nicht ausgeruht. Ständige Müdigkeit quälte ihn. „Ich konnte mich nicht konzentrieren und als ich hinter dem Steuer saß, fielen mir sogar einmal die Augen zu“, erzählt der 45-Jährige. „Da wusste ich: Ich muss dringend etwas unternehmen!“

 

Apnoe-Screening zu Hause

Er vereinbarte einen Termin in der schlafmedizinischen Abteilung der Uniklinik Münster. „Wir erstellen mit Ihnen eine Art Schläfrigkeits-Skala“, erklärte Prof. Dr. Peter Young. Olaf Hartmann erzählte dem Arzt, dass er manchmal in der Nacht kurz hochschreckte, aber gleich darauf wieder einschlief.

Für weitere Untersuchungen bekam der Büroangestellte ein Gerät mit nach Hause, das er am Abend an seinen Körper anschließen musste. „Beim sogenannten Apnoe-Screening messen wir die Atemzüge, die Ausweitung des Brustkorbes und die Sauerstoff-Sättigung. So können wir Ihre Atempausen festhalten“, sagte der Facharzt.

 

Tests im Schlaflabor bestätigen die Diagnose: „Schlaf-Apnoe“

Da der Atem über zehn Mal pro Stunde länger als zehn Sekunden aussetzte, mussten bei dem Patienten weitere Tests gemacht werden. Olaf Hartmann verbrachte daher zwei Nächte im Schlaflabor. „Hier beobachten wir zusätzlich zur Atmung auch Ihre Hirnströme. So sehen wir, ob die Atempausen tatsächlich in der Schlafphase auftreten“, so der Experte.

 

Schlafmaske gegen nächtliche Atemaussetzer

Der Arzt diagnostizierte eine Schlaf-Apnoe – dabei setzt der Atem in der Nacht regelmäßig aus. „Der Körper wird dabei mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Das kann in weiterer Folge zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen“, erklärte Dr. Young. Er empfahl dem Patienten eine spezielle Schlafmaske gegen die Schlaf-Apnoe. „Ich hatte Angst, mit dieser Maske überhaupt nicht mehr schlafen zu können. Doch die Entscheidung, das Gerät zu testen, war richtig“, so der 45-Jährige.

Bereits in der ersten Nacht mit der Schlafmaske konnte er so gut schlafen wie lange nicht mehr. Die Tagesmüdigkeit war verflogen. „Ich muss zwar weiterhin die Schlafmaske jede Nacht aufsetzen. Aber ich bin froh, dass mein Alltag nicht mehr beeinträchtigt ist.“

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