Schizophrenie: Wenn Denken und Fühlen Amok laufen

Früherkennung bei Schizophrenie
Die Ärzte der Universitätsklinik Köln haben ein Früherkennungszentrum für Personen mit Schizophrenie eingerichtet © Fotolia

Etwa ein Prozent der Bevölkerung ist von der Krankheit betroffen und leidet unter Wahnvorstellungen. Erste Anzeichen treten schon Jahre früher auf. Welche sechs Frühsignale der Schizophrenie voraus gehen, haben Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik Köln ermittelt.

Schizophrene Menschen können Stimmen hören, die andere nicht hören, und Bilder sehen, die andere nicht sehen. So wie fernsehen ohne Apparat oder träumen ohne Schlaf...

Das Buch "Die Bettelkönigin” der Autorin Irene Stratenwerth, das Kindern einfühlsam die Schizophrenie erklärt, verdient es, auch von Erwachsenen gelesen zu werden. Denn noch immer flößt die von Vorurteilen umrankte Krankheit den meisten Menschen Angst ein. Zu oft mit der Folge, dass die Patienten und ihre Angehörigen diskriminiert werden.

Dabei kann jeder, so weiß man heute, an Schizophrenie erkranken. Hierzulande gibt es mehr als 800 000 Betroffene. Allerdings gibt es Menschen, die von Natur aus ein hochempfindliches Nervenkostüm haben. Bei ihnen kann eine stark belastende Situation, wie der Verlust eines geliebten Menschen, eher zum Ausbruch führen.

Offenbar gibt es bereits vorm Ausbruch bzw. im Frühstadium typische Signale, wie die Psychiatrische Universitätsklinik Köln ermittelt hat. Wer die an sich wahrnimmt, kann früh Hilfe suchen und so das Fortschreiten der Krankheit verhindern oder zumindest sehr abschwächen.

 

Die 6 Basissymptome der Schizophrenie

  • Gedankendrängen ("Ich kann Gedanken nicht zusammenhalten”)
  • Gestörte Denk-Energie ("Ich habe keine Kraft zum Denken”)
  • Akustische Halluzinationen ("Ich höre Geräusche und weiß, dass es sie nicht gibt”)
  • Optische Halluzinationen ("Der Schrank ist plötzlich so klein”)
  • Gestörte Sprachwahrnehmung ("Selbst über alltägliche Worte muss ich nachdenken, was sie bedeuten”)
  • Zwang, alles persönlich zu nehmen ("Ein Hund bellt, ich glaube, meinetwegen”).

 

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