Schilddrüsenunterfunktion: Warum Sie Ihre Medikamente nie zusammen mit Kaffee einnehmen sollten

Untersuchung der Schilddrüse
Neben Kaffee wird die Wirkung von Hormonpräparaten bei Schilddrüsenunterfunktion auch durch Milchprodukte oder Fruchtsäfte verzögert © Fotolia

Schilddrüsenunterfunktion ist nach Diabetes die häufigste Stoffwechselerkrankung in Deutschland. Produziert sie zu wenige Hormone, kann dieser Mangel einfach mit der täglichen Einnahme von Medikamenten ausgeglichen werden. Doch Vorsicht: Die künstlichen Hormonpräparate vertragen sich nicht gut mit Kaffee.

„Deswegen sollten Sie am besten ausschließlich Wasser verwenden“ um Medikamente einzunehmen, erklärt Dr. Wolfgang Wesiack – Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI). Kaffee verzögert demnach „die Aufnahme des verabreichten Hormons Thyroxin.“ Der BDI warnt in einem Bericht, dass Betroffene diesen Wechselwirkungseffekt ernstnehmen sollten. Gelangt zu wenig Thyroxin in die Blutbahn, bleibt die Wirkung aus.

 

Kaffee auch nicht nachtrinken

Zudem sei die Wirkung der Thyroxin-Präparate nicht nur eingeschränkt, wenn die Tabletten mit Kaffee geschluckt werden, sondern auch, wenn davor oder danach Kaffee eingenommen wurde. Die Mediziner verweisen mit besonderem Nachdruck darauf, da sich gezeigt habe, dass viele Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion ihre Medikamente zum Frühstück einnehmen – zu dem häufig auch Kaffee gehört.

Damit die Thyroxin-Präparate vom Organismus optimal verwertet werden können, sollten Betroffene mindestens 30 Minuten zwischen der Einnahme der Schilddrüsentablette und dem Konsum von Kaffee verstreichen lassen. Neben Kaffee besteht außerdem bei Milchprodukten und Fruchtsäften die Gefahr, dass die Aufnahme von  Thyroxin behindert wird.

Hier erfahren Sie mehr zur Schilddrüsenunterfunktion.

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